Für den Thüringer Ken Roczen bleibt es in dieser Saison bei einem ständigen auf und ab. Bisher folgte jedem Tagessieg zumeist eine kleinere Durststrecke ehe sich der Suzuki-Fahrer wieder auf dem obersten Treppchen zurückmeldet. In Toronta war nun wieder einmal soweit, Roczen gewann den 10. Lauf zur Supercross-WM eindrucksvoll. Dabei überstand er die enorm wichtige Startphase ohne Probleme und konnte sich schnell an WM-Leader Ryan Dungey und Eli Tomac vorbei arbeiten. Mit einer kontrollierten Fahrt im weiteren Rennverlauf sicherte sich Roczen schließlich relativ unspektakulär den Tagessieg.

Marvin Musquin

Marvin Musquin

Hinter ihm wurde es dafür umso sehenswerter, denn Marvin Musquin lief zur Höchstform auf. Der Franzose im Dienste des KTM-Teams konnte sich erst den auf Position 3 fahrenden Eli Tomac schnappen um wenig später auch noch seinen zweitplatzierten Teamkollege Ryan Dungey zu passieren. Mit dieser tollen Aufholjagd landete Musquin erneut auf dem Podium und sammelte wichtige WM-Punkte. Teamkollege Dungey brachte seine KTM auf dem dritten Tagesrang ins Ziel, verlor dadurch zwar ein paar Zähler an Roczen, bei einem Vorsprung von 34 Punkten dürfte ihn das aber wenig stören. Roczen betonte nach dem Rennen noch einmal, wie wichtig die Starts sind um ein solches Rennen gewinnen zu können. Auch der Sieg sei wichtig gewesen um in der Meisterschaft nicht gänzlich den Anschluss zu Dungey zu verlieren. Bei noch 7 auszutragenden Events gibt es noch jede Menge Punkte zu holen. Noch ist also alles drin!

Fotos: Suzuki (1), S. Cudby(1)