Der Slowake Stefan Svitko hat die Werksfahrer bezwungen. Das war die gestrige Sensation der 38. Dakar. Auf einer Kunden-KTM unterwegs, konnte Svitko auf der verkürzten Etappe von Belén nach La Rioja sein ganzes Können unter Beweis stellen. Verkürzt deshalb, weil Hochwasser eine Flussdurchquerung nahezu unmöglich machte.

Svitko, der seine immerhin siebte Rallye Dakar unter die Stollen nimmt, blieb gelassen und fuhr vor dem Argentinier Kevin Benavides und dem Gesamtführenden Toby Price ins Tagesziel. KTM-Werksfahrer Price verlor zwar ein wenig Zeit, seine Führung ist jedoch nicht in Gefahr. Der Australier liegt mit über 23 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten der Gesamtwertung Stefan Svitko nahezu uneinholbar an der Spitze. Möglich ist jedoch auch auf den letzten Etappen der Dakar alles. Wie schnell man aus dem Rennen ist, zeigte sich nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch am gestrigen Tage. Yamaha-Pilot Alessandro Botturi musste sein Arbeitsgerät mit Defekt abstellen.

Antoine Meo

Antoine Meo

Auf der heutigen Etappe folgte eine der letzten Herausforderungen für die Protagonisten. Die elfte Etappe von La Rioja nach San Juan – hier mussten die Piloten mit dem berühmten Fech-Fech-Sand kämpfen. Tageschnellster war Antoine Meo, der mehrfache Enduroweltmeister erreichte das Prüfungsziel fast zeitgleich mit dem Gesamtführenden Toby Price. An dritter Stelle konnte sich Husqvarnas Pablo Quintanilla behaupten. Der Chilene verrichtet für den Markenneuling in Sachen Dakar einen hervorragenden Job. Das Yamaha-Duo Helder Rodrigues und Adrien van Beveren komplettierten die Top-5 des heutigen Tages.

Pablo Quintanilla

Pablo Quintanilla

Ergebnisse Stage 10:

1. Stefan Svitko (SVK), KTM, 4 Stunden 2 Minuten 23 Sekunden
2. Kevin Benavides (ARG), + 2 Minuten 54 Sekunden
3. Toby Price (AUS), KTM, + 5.47
4. Paolo Goncalves (POR), Honda + 6.01
5. Antoine Meo (FRA), KTM, +7.43

Ergebnisse Stage 11:

1. Antoine Meo (FRA), KTM, 5 Stunden 19 Minuten 08 Sekunden
2. Toby Price (AUS), KTM, + 18 Sekunden
3. Pablo Quintanilla (CHI), HQV, + 2.48
4. Helder Roudrigues (PRT), YAM, + 6.02
5. Adrien van Beveren (FRA), YAM, + 12.09

Foto: Bauer E./RallyZone