Dakar 2022 Tag 8: Sunderland vor Quintanilla und Walkner – Mike Wiedemann P48

Das heutige 395-Kilometer-Special bestand aus einem Drei-Wege-Gemisch aus Sand, Dreck und Dünen. Da die Navigation weniger anstrengend war als auf der siebten Etappe am Sonntag, waren die Zeiten der Spitzenreiter extrem eng, wobei die Top 8 nach fast vier Stunden Rennen gegen die Uhr nur 10 Minuten voneinander entfernt waren.


Dakar 2022 Tag 8 – Stimmen der TOP-Fahrer

TOP 3 Bikes

Daniel Sanders

Unglücklicherweise ist die Rallye Dakar 2022 für Daniel Sanders vorbei, nachdem er während der gestrigen Eröffnungsfahrt von seinem GASGAS RC 450F gestürzt war und sich einen linken Ellbogen und ein Handgelenk gebrochen hatte. Mit zwei Etappensiegen bei der diesjährigen Veranstaltung – einem Wettbewerb, dem der fröhliche Australier zweifellos seinen Stempel aufgedrückt hat – entwickelte sich die Dakar 2022 zu einer supererfolgreichen Rallye für den Aussie. Daniel liegt zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem dritten Platz in der vorläufigen Gesamtwertung und wurde im Krankenhaus an seinem Ellbogen operiert wird. Wir wünschen gute Besserung!


Sam Sunderland

„Das war heute eine wirklich herausfordernde Etappe. Am Anfang war viel Sand, aber gegen Ende gab es viele Schluchten, durch die man navigieren musste. Man mussten wirklich geduldig sein und das richtige auswählen, da es so leicht war, sich zu verirren und Zeit zu verlieren. Die Jungs haben glücklicherweise einen tollen Job gemacht, was die Sache etwas einfacher für mich gemacht hat, aber nachdem ich gestern in Führung gegangen bin, weiß ich, wie schwer es sein kann. Ich habe am Anfang viel gepusht und war mit ein paar kleinen Stürzen im Sand etwas zu aggressiv, also musste ich mich ein wenig beruhigen, einen Rhythmus finden und es hat sich ausgezahlt, als ich den Etappensieg holen konnte. Wir haben noch lange Tage vor uns, aber das heutige Ergebnis ist genau das, was ich nach allem, was gestern passiert ist, gebraucht habe.“

Matthias Walkner

„Im Moment ist jeder Tag entscheidend, weil man auf jeder Etappe so viel Zeit gewinnen oder verlieren kann. Zum Glück lief es heute gut für mich, ich konnte von hinten ganz pushen. Ich habe heute alles gegeben – alles, was ich hatte – und freue mich daher über den dritten Platz und wieder nah am Gesamtführenden. Es sind noch vier Tage bis zum Ende und da die Dinge so eng sind, ist es wichtiger denn je, jede Etappe ohne große Fehler zu absolvieren. Ich werde mein Bestes geben, um konzentriert zu bleiben und mich auf die kommenden Tage zu konzentrieren.“

Adrien Van Beveren

„Ein weiterer konstanter Tag für mich, aber kein einfacher. Der Mechanismus auf meinem Roadbook funktionierte nicht mehr, also musste ich ihn von Hand drehen, was manchmal schwierig war, aber es war in Ordnung. Ansonsten war es ein solider Tag. Ich habe wie immer mein Bestes gegeben und bin wirklich glücklich mit meinem bisherigen Fahren in der Rallye. Es war eine weitere gute Etappe für mich und ich freue mich auf morgen, was so aussieht, als würde es viel langsamer und mit mehr Navigation sein.“

Motorrad Bergung…

Deutsche Fahrer

Die Ergebnisse unserer Jungs: Mike Wiedemann landet auf dem 48. Rang und auf Platz 6 bei der Junior Trophy. Stephan Preuss und sein Bruder Thomas Preuss kommen als 118. und 117. ins Ziel. In der Veteran Trophy erreicht Stephan den 22. Rang und Thomas den 21. Platz.

Bericht von Dirk v. Zitzewitz und den Jungs

Und wieder geht ein Tag zu Ende 🤷‍♂️ Heute morgen im dunklen los und heute Nachmittag kurz vor Sonnenuntergang zurück gewesen. Ein sehr sehr langer Tag ! 5km nach dem Start lag gleich mein Teamkollege Wiljan, der im Staub mächtig stürzte. Er wusste selbst nicht so richtig was passierte, es ging ihm aber den Umständen entsprechend gut 👏 Die ersten 100km hing ich hinter dem führenden der Quadklasse … außer einer Menge Staub bekam ich nicht viel mit von der Landschaft 😅 nach ca 100km konnte ich ihn in den Dünen zum Glück überholen ! Hab kaum noch Luft bekommen 😶‍🌫 Die restlichen 300km ging ich größtenteils alleine und habe mich 100% auf die Navigation konzentriert. 2 Jungs haben mich überholt, die um einiges schneller waren .. hab allerdings gar nicht erst versucht dran zu bleiben und bin meinen Speed weitergefahren 👍 Ab und zu ging es 15 Minuten mit 130-160 km/h geradeaus! Einfach nur krank … ich hab versucht so wenig wie möglich das Gas zu lupfen um so wenig Zeit wie möglich Zeit zu verlieren 👀 dachte mir zwischenzeitlich nur wenn jetzt irgendwas kommt ist es vorbei 🤷‍♂️ Die letzten 50 km hatte ich dann plötzlich extreme Schmerzen in meinen Handgelenken, konnte kaum noch den Lenker halten. Morgen gibt’s eine Schmerztablette mehr ✊Die letzten 10 km überholte mich dann noch Sebastian Loeb (Autos) innen in einer lang gezogenen Kurve, ich außen im Drift und Loeb innen, einfach nur herrlich 😅👏 Meine 5-10 Minuten die ich gestern bei einem gestürzten Fahrer stand, bekomme ich so wie es ausschaut nicht zurück … Morgen machen wir genau so weiter wie heute, fehlerfrei und mit Köpfchen fahren 👍

Mike Wiedemann

Ergebnisse TOP 5

  1. Sam Sunderland (GBR), GASGAS, 3:48:02
  2. Pablo Quintanilla (CHI), Honda, 3:50:55 +2:53
  3. Matthias Walkner (AUT), KTM, 3:52:13 +4:11
  4. Ricky Brabec (USA), Honda, 3:54:46 +6:44
  5. Mason Klein (USA), KTM, 3:56:10 +8:08

Ergebnisse Gesamtwertung

  1. Sam Sunderland (GBR), GASGAS, 27:38:42
  2. Matthias Walkner (AUT), KTM, 27:42:27 +3:45
  3. Adrien Van Beveren (FRA), Yamaha, 27:43:25 +4:43
  4. Pablo Quintanilla (CHI), Honda, 27:44:12 +5:30
  5. Joan Barreda (ESP), Honda, 27:53:20 +14:38

Quelle: dakar.com, ktmMike Wiedemann Facebook, weberwerke, Monster Energy Honda Team, KTM, GasGas


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