Motocross: Team Germany beendet das Motocross of Nations auf dem 8.Platz

Ziel erfüllt! Das MXoN Team Germany 2022 (v.l.): Teammanager Karsten Schneider, Max Nagl, Simon Längenfelder, Tom Koch, Teammanager Marcel Dornhöfer; Foto: Ralph Marzahn/SevenOnePictures

• Simon Längenfelder bester Deutscher mit Platz Fünf in der MX2-Wertung
• Max Nagl wird Siebter In der MXGP-Klasse
• Tom Koch fährt auf die zehnte Position der Open-Kategorie

Das MXoN Team Germany beendet die 75. Ausgabe des FIM Monster Energy Motocross of Nations auf dem achten Platz. In drei spannenden Rennen bei schwierigen, feuchten Bedingungen setzten sich die Gastgeber USA gegen Frankreich und Australien durch. Simon Längenfelder erzielte mit dem fünften Gesamtrang in der MX2-Wertung das beste deutsche Einzelergebnis. Max Nagl fuhr sich in der MXGP-Klasse auf den siebten Rang und Tom Koch erkämpfte sich in der Open-Kategorie den zehnten Rang.


Nächtlicher Regenfall und immer wieder einsetzender Regen am Tag haben die Bedingungen auf der legendären amerikanischen Rennstrecke RedBud für die Piloten deutlich schwieriger als am Vortag bei der Qualifikation werden lassen. Doch die deutschen Piloten starteten zuversichtlich in die drei Rennen.


Max Nagl fuhr trotz Herausforderungen auf den siebten Gesamtplatz der MXGP-Klasse; Foto: Ralph Marzahn/SevenOnePictures

Rennen 1, MXGP + MX2

Im ersten Lauf kamen Max Nagl als 15. und Simon Längenfelder auf Position 20 aus der Startrunde zurück. Nach einem Sturz in der dritten Runde fiel Längenfelder auf den 26. Platz zurück und musste sich erneut auf die Aufholjagd begeben. Nagl kämpfte sich mit stark qualmendem Motorrad bis zur sechsten Runde auf die 12. Position vor. Drei Runden später schob er sich auf Rang elf vor. Einen Umlauf später lag Längenfelder bereits wieder auf Platz 18. Die deutschen Fans bangten bis zum Ende, ob Nagls Motor durchhalten würde. Der Motor hielt und Nagl fuhr auf Platz 11 in Ziel, während Längenfelder sich in der letzten Runde auf den 17. Platz verbesserte.
„In der dritten Runde habe ich bemerkt, dass mein Motorrad viel Kühlwasser verlor. Daraufhin versuchte ich so schonend wie möglich zu fahren und vermied es, die Kupplung zu benutzen oder den Motor hoch auszudrehen. Mit der Zeit stellte ich mich gut auf diese Fahrweise ein und war mit meinem Fahren sehr zufrieden“, erklärte Nagl.
„Mein Start war ganz gut, doch dann wurde ich in der ersten Kurve abgeklemmt. Bei der Aufholjagd stürzte ich und ein Kontrahent fuhr mir über das Heck des Motorrades, wodurch ich im Rennverlauf den hinteren Kotflügel verlor. Ich habe alles gegeben, um noch so gut wie möglich nach vorne zu kommen“, sagte Längenfelder.

Simon Längenfelder wurde als Fünfter der MX2-Kategorie bester Deutscher; Foto: Ralph Marzahn/SevenOnePictures

Rennen 2, MX2 + Open

Im zweiten Lauf startete Simon Längenfelder gut, ging jedoch in der ersten Kurve zu Boden, während Tom Koch im Mittelfeld lag. Koch kam als 15. aus der Startrunde, Längenfelder hatte sich bereits auf den 21. Platz gekämpft. Koch hatte in der ersten Runde Wasser unter den Rollfilm seiner Brille bekommen, woraufhin er in der dritten Runde eine neue Brille in der Box auffasste. Er nahm das Rennen auf der 22. Position wieder auf. Längenfelder pflügte durchs Feld und überholte in der ersten Rennhälfte in jeder Runde Fahrer, bis er in Runde neun auf dem elften Platz lag. Koch hatte sich unterdessen auf Position 17 gearbeitet. Zum Rennende verbesserten sich beide Fahrer kurzfristig um eine Position, verloren diese jedoch in der letzten Runde wieder.
„Ich kam gut aus dem Start, wurde dann jedoch eingeklemmt und stürzte. Mit meiner Aufholjagd bin ich sehr zufrieden, ich war sehr schnell unterwegs und konnte viele Plätze wieder gut machen“, so Längenfelder
„Ich habe anfangs alles Mögliche versucht, um das Wasser unter dem Brillenfilm rauszubekommen, doch es half nichts. Nach dem Brillenwechsel bin ich gut gefahren und kam schnell wieder nach vorne. Mit meinem Fahren bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis nicht ganz“, erklärte Koch.

Tom Koch war von der Atmosphäre in RedBud begeistert; Foto: Ralph Marzahn/SevenOnePictures

Rennen 3, MXGP + Open

Im finalen Lauf verlief der Start für Max Nagl und Tom Koch nicht optimal und sie kamen im hinteren Drittel des Feldes aus der Startkurve heraus. Im Parallelflug kämpften sie sich nach vorne. In der fünften Runde stürzte Nagl auf Platz 17 liegend und lag bei der Zieldurchfahrt nur noch auf Rang 25, während Koch sich auf Position 16 vorschob. Nagl verlor bei dem Sturz den vorderen Kotflügel, wodurch er für den Rest des Rennens permanent Erde von seinem Vorderrad auf die Brille bekam. Trotzdem preschte Nagl durch das Feld, bis er zwei Runden vor Rennende seinen Teamkollegen von Platz 16 verdrängte. Koch verlor in der letzten Runde noch einen Platz und kam auf Rang 18 ins Ziel.
„Nach dem schlechten Start war der frühe Sturz ärgerlich, aber danach kam ich gut in Fahrt, auch wenn meine Sicht eingeschränkt war, und konnte in jeder Runde Fahrer überholen. Mit meiner fahrerischen Leistung bin ich sehr zufrieden“, zog Nagl Fazit.
„Anfangs fuhr ich gemeinsam mit Max nach vorne. Ich versuchte, keine großen Fehler zu machen und arbeitete mich in der ersten Rennhälfte gut voran. In der letzten Runde wurden mir die blauen Flaggen gezeigt, was ein anderer Fahrer nutzte, um mich noch zu überholen, was etwas ärgerlich war“, so Koch.

Ziel erfüllt! Das MXoN Team Germany 2022 (v.l.): Teammanager Karsten Schneider, Max Nagl, Simon Längenfelder, Tom Koch, Teammanager Marcel Dornhöfer; Foto: Ralph Marzahn/SevenOnePictures

Gesamtwertungen

In der Nationenwertung, bei der die besten fünf Laufergebnisse zusammengerechnet werden, beendete das MXoN Team Germany die Veranstaltung auf dem achten Rang, nachdem die Mannschaft nach den ersten beiden Rennen auf Position sieben lag. In der Einzelfahrer-Wertung der MX2 Klasse landete Simon Längenfelder auf dem fünften Platz und erzielte damit das beste Resultat der deutschen Fahrer. Routinier Nagl schloss die Veranstaltung auf dem siebten Rang in der MXGP-Klasse ab. Tom Koch fuhr in der Open-Kategorie auf die zehnte Position.
„Mit einem Platz in den Top-Ten haben wir unser gestecktes Ziel erreicht. Wir haben keinen einzigen Ausfall gehabt und unsere Fahrer haben anständige Resultate eingefahren. Mit dem achten Rang sind wir zufrieden und das Potenzial für ein noch besseres Ergebnis ist da. Wir haben dieses Jahr viel gelernt, worauf wir in Zukunft aufbauen können“, so Teammanager Marcel Dornhöfer zum Gesamtergebnis.

Quelle: Sebastian Wolter, Fotos: Ralph Marzahn/SevenOnePictures


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