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Enduro-ÖM: Bernhard Schöpf kommt spät und hört als Erster auf

„Viel Schlaf hatte ich nicht“, sagt Bernhard Schöpf. Nach einem zehntägigen Einsatz bei der KTMModellpräsentation
in Spanien kam der regierende Enduro-Staatsmeister am vergangenen Samstag erst nach
Mitternacht im Fahrerlager in Reisersberg (GER) an. „Ich habe mich im Training aber wieder richtig munter
gefahren und dann fünf perfekte schnelle Runden geschafft.“ Wie schon beim ersten Enduro-Sprint in Wimpassing
zeigte Schöpf auch beim „Enduro Masters“-Gastspiel in Bayern, dass in dieser Disziplin kein Weg an ihm vorbei
führt: „Mir liegt der Enduro-Sprint wirklich sehr. Mit taugt es, im Training die perfekte Linie zu erarbeiten und dann
fokussiert wirklich alles in eine schnelle Runde zu werfen.“

Fünf schnelle Runden wurden zur Gesamtzeit addiert, Bernhard Schöpf hat auf der staubig-steinigen und
felsdurchsetzen Runde fünf Mal die Bestzeit erzielt: „Die Strecke hier in Reisersberg kommt mir sehr entgegen,
denn zu Hause in Tirol trainiere ich 90 Prozent der Zeit auf genau solchem Boden.“ Bei bereits sehr sommerlichen
Bedingungen blieb der Steirer Mario Hirschmugl Bernhard Schöpf am dichtesten auf den Fersen: „Ich bin super
zufrieden. Der Bernhard ist im Sprint extrem stark und fühlt sich in Reisersberg sehr wohl. Ich bin in meiner
schnellsten Runde auf knapp vier Sekunden an ihn herangekommen. Damit kann ich hier wirklich gut leben.“

Das Rennen um den dritten Platz wurde um weniger als den Flügelschlag einer Fliege entschieden: nach fünf
gezeiteten Runden war Thomas Hostinsky (Husqvarna) um nur zwei tausendstel Sekunden schneller als Werner
Müller (KTM). „Das war sehr, sehr knapp“, lacht Hostinsky: „Die Strecke war mit dem langen Motocross-Teil
wirklich sehr schnell.“ Der so knapp geschlagene Werner Müller zieht als Ältester im ÖM-Starterfeld dennoch eine
positive Bilanz: „Ein tolles Gefühl, diese jungen Fahrer so fordern zu können.“
Bei den jüngsten ÖM-Piloten hatte der Führende der Junioren-Wertung offenbar viel Glück im Unglück. Nach
einem schweren Crash war Florian Reichinger vorübergehend bewusstlos. Er wurde zur Beobachtung ins
Krankenhaus gebracht und zeigt sich schon wieder kämpferisch: „Ärgerlich, dass ich nicht punkten konnte.“
Reichinger verlor die Führung bei den Junioren an Michael Feichtinger (Husqvarna). Er sei bereits am Weg der
Besserung, sagt Florian Reichinger: „Ich habe ja noch ein paar Rennen, um Punkte gut zu machen.“

Die Top 5 in Reisersberg
1. Bernhard Schöpf, KTM
2. Mario Hirschmugl, KTM
3. Thomas Hostinsky, Husqvarna
4. Werner Müller, KTM
5. Matthias Wibmer, Husqvarna

ÖM 2016, die Top 3 nach sechs Bewerben (inoffiziell)
1. Bernhard Schöpf, KTM 142 Punkte
2. Thomas Hostinsky, Husqvarna 118 Punkte
3. Mario Hirschmugl, KTM 112 Punkte

Der nächste ÖM-Bewerb findet am 18. Juni im Rahmen der „Enduro Trophy“ in Perchau (ST) statt.

Foto: Franz Luder, www.only-dirt.at

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