6DAYS 2026 in Portugal: Zum vierten Mal – und diesmal wird Geschichte geschrieben

Wenn im Oktober die Motoren in Grândola gestartet werden, steht der internationalen Enduro-Szene ein ganz besonderes Kapitel bevor. Vom 12. bis 17. Oktober 2026 findet in Portugal die 100. Ausgabe der 6DAYS® FIM Enduro of Nations statt. Damit feiert der traditionsreichste Offroad-Motorradwettbewerb im FIM-Kalender ein echtes Jahrhundert-Jubiläum.

Portugal ist dafür alles andere als ein unbekanntes Pflaster. Bereits dreimal gastierten die legendären Six Days im Land – 1999 in Coimbra, 2009 in Figueira da Foz und 2019 in Portimão. Die Jubiläumsausgabe 2026 in Grândola wird somit zum vierten portugiesischen Kapitel der 6DAYS®-Geschichte.

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Und die bisherigen drei Veranstaltungen zeigen ziemlich deutlich: Enduro in Portugal kann alles. Staub, Schlamm, Felsen, Sand, Berge, Regen und intensive Hitze – genau die Mischung also, für die die Six Days seit Jahrzehnten berüchtigt sind.

100. Ausgabe der 6DAYS®: Ein historisches Enduro-Jubiläum

Die heutigen 6DAYS® FIM Enduro of Nations blicken auf eine Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1913 reicht. Damals wurde die Veranstaltung noch als International Six Days Trial – kurz ISDT – ausgetragen. Später wurde daraus das International Six Days Enduro (ISDE), bevor der traditionsreiche Mannschaftswettbewerb seine heutige Bezeichnung erhielt.

Das Grundprinzip ist über all die Jahrzehnte gleich geblieben: Fahrer und Motorräder müssen sich sechs Tage lang unter extremen Bedingungen beweisen.

Dabei geht es nicht nur um maximale Geschwindigkeit in den Sonderprüfungen. Ausdauer, Konstanz, Teamarbeit, technische Zuverlässigkeit und der eigenständige Service am Motorrad gehören genauso zum Charakter der Veranstaltung.

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Genau deshalb besitzen die Six Days innerhalb des Endurosports einen besonderen Stellenwert. Für viele Fahrer ist eine Teilnahme schon ein Erlebnis für sich – ein Sieg mit der Nationalmannschaft zählt zu den größten Erfolgen, die man im klassischen Enduro feiern kann.

2026 bekommt diese ohnehin außergewöhnliche Veranstaltung noch einmal eine zusätzliche Bedeutung: In Grândola wird tatsächlich die 100. Ausgabe ausgetragen.

Portugal und die 6DAYS® – bisherige Austragungen im Überblick

JahrAusgabeAustragungsortWorld TrophyJunior World TrophyWomen’s World Trophy
199974. AusgabeCoimbraFinnlandSpanien
200984. AusgabeFigueira da FozFrankreichSpanienFrankreich
201994. AusgabePortimãoUSAAustralienUSA
2026100. AusgabeGrândolaoffenoffenoffen

Schon anhand der Austragungsorte wird deutlich, wie unterschiedlich Portugal als Enduro-Land sein kann. Von Zentralportugal über die Atlantikküste bis hinunter an die Algarve und 2026 schließlich in den Alentejo – jede Veranstaltung hatte ihren ganz eigenen Charakter.

1999: Coimbra bringt die Six Days erstmals nach Portugal

Portugal musste lange auf seine erste Six-Days-Austragung warten. Erst 1999, bei der 74. Ausgabe, kam die Veranstaltung erstmals ins Land.

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Austragungsort war Coimbra im Zentrum Portugals. Die normalerweise eher ruhige Stadt wurde Mitte September für einige Tage zum Mittelpunkt der internationalen Enduro-Welt. Professionelle Spitzenfahrer und ambitionierte Amateure aus zahlreichen Nationen trafen dort aufeinander.

Und die Bedingungen machten gleich bei der portugiesischen Premiere klar, dass es keine gemütliche Veranstaltung werden würde.

Die Teilnehmer bekamen eine Mischung aus Staub und Schlamm, Sonne und Regen sowie technisch anspruchsvollem Gelände serviert. Wechselnde Wetterverhältnisse machten die ohnehin schwierigen Strecken noch unberechenbarer und verlangten Fahrern wie Motorrädern alles ab.

Am Ende setzte sich Finnland in der World Trophy durch.

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Für die Finnen war es bereits der dritte Erfolg in dieser prestigeträchtigen Mannschaftswertung. In der Junior World Trophy triumphierte Spanien.

Noch wichtiger für die Zukunft der Veranstaltung in Portugal war jedoch etwas anderes: Die Premiere funktionierte. Portugal bewies, dass das Land organisatorisch und sportlich hervorragend für ein internationales Enduro-Großereignis geeignet war.

Damit war der Grundstein gelegt.

2009: Figueira da Foz kombiniert Berge und Sand

Trotz der erfolgreichen Premiere dauerte es anschließend zehn Jahre, bis die Six Days nach Portugal zurückkehrten.

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2009 war es schließlich wieder so weit. Für die 84. Ausgabe wurde die Küstenstadt Figueira da Foz als Zentrum der Veranstaltung ausgewählt.

Die Lage war interessant: Figueira da Foz befindet sich ungefähr auf halber Strecke zwischen Lissabon und Porto und liegt nicht weit vom Austragungsgebiet der ersten portugiesischen Six Days rund um Coimbra entfernt.

Dadurch konnten die Veranstalter auf einige der Eigenschaften zurückgreifen, die bereits 1999 für anspruchsvolle Bedingungen gesorgt hatten.

Doch diesmal kam noch eine weitere Herausforderung dazu.

Neben felsigen und bergigen Streckenabschnitten warteten körperlich extrem fordernde Sandprüfungen auf die Teilnehmer. Damit wurde die Veranstaltung zu einem echten Konditionstest.

Frankreich dominiert die Six Days 2009

Theo Espinasse at 2019 FIM 6DAYS® in Portimão (Portugal) © Future7Media

Als Titelverteidiger reiste Frankreich 2009 entsprechend selbstbewusst nach Portugal – und ließ vom ersten Tag an kaum Zweifel an den eigenen Ambitionen aufkommen.

Bereits am Auftakttag setzte sich die französische Mannschaft an die Spitze der World Trophy.

Von dort gab Frankreich die Kontrolle über den Wettbewerb praktisch nicht mehr aus der Hand. Über die gesamte Woche hinweg bestimmten die Franzosen das Geschehen und sicherten sich schließlich den Gesamtsieg.

In der Junior World Trophy zeigte erneut Spanien, wie gut die Mannschaft mit den portugiesischen Bedingungen zurechtkam. Bereits 1999 hatten die Spanier die Nachwuchswertung gewonnen – zehn Jahre später wiederholten sie diesen Erfolg.

Auch in der Women’s World Trophy gab es französischen Grund zum Feiern: Frankreich gewann neben der World Trophy ebenfalls die Frauenwertung.

Damit wurde die portugiesische Ausgabe 2009 vor allem zu einer Demonstration der französischen Mannschaftsstärke.

2019: Die Six Days ziehen an die Algarve

Wieder vergingen exakt zehn Jahre.

2019 kehrten die Six Days für ihre 94. Ausgabe zum dritten Mal nach Portugal zurück. Diesmal ging es deutlich weiter in den Süden.

Austragungszentrum wurde Portimão in der Algarve.

Als Herzstück der Veranstaltung diente eine international bekannte Motorsportanlage: das Autódromo Internacional do Algarve.

Doch wer deshalb mit einer hauptsächlich rund um die Rennstrecke ausgetragenen Veranstaltung gerechnet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Von Portimão aus führte die Route die Fahrer weit hinein in das umliegende Bergland.

Damit wartete erneut eine typisch portugiesische Mischung auf die Teilnehmer: anspruchsvolle Offroad-Etappen, technisch schwierige Prüfungen und ein Untergrund, der von Tag zu Tag härter werden konnte.

USA feiern 2019 ihren zweiten World-Trophy-Sieg

Sportlich entwickelte sich die Veranstaltung in Portimão zu einem äußerst engen Kampf.

Am Ende setzte sich das Team der USA in der World Trophy durch. Für die Vereinigten Staaten war es erst der zweite Sieg in der Geschichte dieser Mannschaftswertung.

Damit war die Feier für die Amerikaner allerdings noch nicht beendet.

Auch die amerikanische Frauenmannschaft gewann die Women’s World Trophy.

Beinahe hätte es sogar den kompletten Durchmarsch durch die wichtigsten Trophy-Wertungen gegeben. Doch in der Juniorenkategorie machte Australien den USA einen Strich durch die Rechnung.

Die Junior World Trophy 2019 ging an Australien.

Die 94. Ausgabe in Portimão wurde damit vor allem für das Team USA zu einer der erfolgreichsten Six-Days-Veranstaltungen seiner Geschichte.

2026: Grândola schreibt das nächste Kapitel

Sieben Jahre nach Portimão kehren die Six Days nun erneut nach Portugal zurück.

Diesmal führt die Reise nach Grândola in der Region Alentejo. Die Stadt liegt rund 100 Kilometer südöstlich von Lissabon und wird vom 12. bis 17. Oktober 2026 zum Mittelpunkt der internationalen Enduro-Szene.

Der Austragungsort passt hervorragend zum Charakter der Veranstaltung. Die Region rund um Grândola bietet genau jene Mischung aus weitläufigem Gelände, natürlichen Offroad-Strecken und anspruchsvollen Untergründen, die man bei einer Six Days erwartet.

Und diesmal kommt noch ein Faktor hinzu, den keine der bisherigen Portugal-Ausgaben bieten konnte:

Es ist die 100. Ausgabe.

Damit dürfte Grândola schon vor dem ersten Start in die Geschichtsbücher des internationalen Endurosports eingehen.

Deutschland bei den Six Days in Portugal: Dreimal dabei – 2026 ohne Trophy-Nationalmannschaft

Auch aus deutscher Sicht sind die bisherigen Six Days in Portugal eng mit der Geschichte des Nationenklassikers verbunden. Bei allen drei bisherigen Austragungen 1999, 2009 und 2019 war Deutschland sowohl mit einer World-Trophy-Mannschaft als auch mit einer Junior-World-Trophy vertreten.

Die Bilanz kann sich durchaus sehen lassen – besonders bei der Premiere 1999 und bei der bisher letzten Portugal-Ausgabe 2019 schaffte es die deutsche World Trophy in die Top 10.

Coimbra 1999: Deutschland zweimal in den Top 10

Bei der ersten portugiesischen Austragung im Jahr 1999 in Coimbra erreichte die deutsche World Trophy den achten Gesamtrang.

Insgesamt wurden damals 18 World-Trophy-Mannschaften gewertet. Deutschland landete damit unmittelbar hinter Großbritannien und noch vor Belgien, der Tschechischen Republik und den Niederlanden.

Noch etwas weiter nach vorne ging es für den deutschen Nachwuchs. Die deutsche Junior World Trophy belegte Platz sieben. Spanien gewann die Juniorenwertung vor Italien und der Tschechischen Republik.

Damit brachte Deutschland bei der Portugal-Premiere gleich beide Nationalmannschaften innerhalb der besten acht Nationen ins Ziel.

Figueira da Foz 2009: Junioren erneut auf Platz sieben

Zehn Jahre später standen die deutschen Nationalteams bei der zweiten Portugal-Ausgabe erneut am Start.

Bei den Six Days 2009 in Figueira da Foz beendete die deutsche World Trophy den Wettbewerb auf dem zehnten Platz. Frankreich gewann die Mannschaftswertung vor Italien und Finnland.

Deutlich weiter vorne platzierte sich erneut die deutsche Junior World Trophy. Wie bereits 1999 erreichten die deutschen Nachwuchsfahrer Rang sieben.

Damit bestätigten die Junioren das starke Ergebnis der ersten Portugal-Ausgabe. Sieger wurde 2009 Spanien.

Portimão 2019: Platz sieben für die deutsche World Trophy

Bei der dritten portugiesischen Six-Days-Ausgabe 2019 in Portimão gelang der deutschen World Trophy das bislang beste Portugal-Ergebnis seit 1999.

Robert Riedel, Edward Hübner, Björn Feldt und Angus Heidecke brachten Deutschland auf den siebten Platz unter 17 Nationen.

Besonders bemerkenswert: Alle vier deutschen Trophy-Fahrer beendeten ihre Klassenwertungen mit einer Goldmedaille. Angus Heidecke wurde zudem Fünfter seiner Klasse.

Ganz anders verlief die Woche für die Junioren. Die deutsche Junior World Trophy belegte am Ende Rang 14 von 14 gewerteten Nationen.

Yanik Spachmüller erreichte das Ziel und erhielt für seine Leistung ebenfalls eine Goldmedaille. Für Jan Allers und Mike Kunzelmann endete die Veranstaltung dagegen vorzeitig mit einem Ausfall. Dadurch war eine bessere Mannschaftsplatzierung nicht mehr möglich.

Deutsche Portugal-Bilanz bei World Trophy und Junior Trophy

JahrAustragungsortDeutsche World TrophyDeutsche Junior Trophy
1999Coimbra8. Platz7. Platz
2009Figueira da Foz10. Platz7. Platz
2019Portimão7. Platz14. Platz
2026Grândolakeine deutsche Nationalmannschaftkeine deutsche Nationalmannschaft

Damit stand Deutschland bei jeder der bisherigen drei Six-Days-Austragungen in Portugal mit beiden Männer-Nationalmannschaften am Start. Umso bedauerlicher ist es, dass diese Serie ausgerechnet bei der historischen 100. Ausgabe 2026 nicht fortgesetzt wird.

Bitter für deutsche Fans: 2026 keine deutsche Trophy-Nationalmannschaft

Aus deutscher Sicht hat das Jubiläum in Grândola deshalb einen deutlichen Wermutstropfen. Nach aktuellem Stand wird Deutschland bei der 100. Ausgabe der 6DAYS® FIM Enduro of Nations nicht mit einer World Trophy oder Junior World Trophy als Nationalmannschaft vertreten sein.

Bereits Ende 2025 hatte der für die deutsche ISDE-Organisation zuständige Verein für Endurosport e.V. darauf hingewiesen, dass eine Nennung der Trophy-, Junior-Trophy- und Damen-Trophy-Mannschaften sehr unwahrscheinlich sei. Als ein wesentlicher Grund wurde die Terminkollision mit dem Lauf zur Deutschen Enduro Meisterschaft in Streitberg am 18. Oktober 2026 genannt – also unmittelbar nach den Six Days, die vom 12. bis 17. Oktober in Portugal stattfinden. Dadurch sei davon auszugehen gewesen, dass zahlreiche deutsche Spitzenfahrer für die Trophy-Mannschaften nicht zur Verfügung stehen.

Im weiteren Verlauf konkretisierte sich die Situation. Nach Angaben aus dem Umfeld des Team Germany konnte für 2026 keine Trophy-Mannschaft zusammengestellt werden. Eine anschließende Abfrage für eine Teilnahme mit Clubmannschaften brachte zunächst lediglich zwölf positive Rückmeldungen. Aufgrund der damit verbundenen und nicht entsprechend skalierbaren Kosten wurde die Teilnahme als offizielles Team Deutschland schließlich abgesagt.

Damit fehlt Deutschland ausgerechnet beim historischen 100. Jubiläum in den offiziellen Trophy-Wertungen.

Das ist besonders schade, weil deutsche Trophy-Mannschaften in Portugal bislang zur festen Besetzung gehörten: Platz acht 1999, Platz zehn 2009 und Platz sieben 2019 lautete die Bilanz der World Trophy. Die Junioren kamen zweimal auf Rang sieben, bevor die schwierige Ausgabe 2019 mit Platz 14 endete.

Deutsche Fahrer sollen trotzdem in Grândola starten

Ganz ohne deutsche Beteiligung sollen die 6DAYS® 2026 allerdings nicht stattfinden. (LINK)

Engagierte Fahrer und Unterstützer haben versucht, die Teilnahme auf Clubebene doch noch möglich zu machen. Nach dem zuletzt veröffentlichten Stand sollen drei deutsche Clubmannschaften für Portugal aufgestellt werden:

  • Team Germany DMV Deutschland e.V.
  • Team Germany ADAC Nordbaden e.V.
  • Team Germany Nordbayern Best Plum Racing

Damit könnten die deutschen Farben auch bei der 100. Ausgabe auf den Strecken rund um Grândola zu sehen sein – allerdings eben nicht in der World Trophy oder Junior World Trophy, sondern innerhalb der Clubwertung.

Für den deutschen Endurosport bleibt dennoch ein bitterer Beigeschmack. Während bei den vergangenen Portugal-Ausgaben deutsche Nationalmannschaften selbstverständlich zum Teilnehmerfeld gehörten, wird das große Jubiläum 2026 ohne eine deutsche Trophy- und Junior-Trophy-Mannschaft stattfinden.

Gerade bei einer 100. Ausgabe der Six Days hätte man sich eine deutsche Nationalmannschaft auf der größten Bühne des klassischen Endurosports gewünscht.

Warum die 6DAYS® so besonders sind

Im modernen Motorradsport gibt es nur wenige Veranstaltungen mit einer vergleichbaren Tradition.

Sechs Tage Wettbewerb bedeuten nicht einfach sechs einzelne Rennen hintereinander. Die Belastung summiert sich. Fahrer werden müde, Motorräder bekommen zunehmend Betriebsstunden und die Strecke verändert sich mit jedem Teilnehmer.

Genau darin liegt der Reiz.

Wer hier gewinnen will, braucht nicht nur pure Geschwindigkeit. Ein Fahrer muss über die komplette Woche hinweg konzentriert bleiben, Fehler vermeiden und gleichzeitig technisch mit seinem Motorrad umgehen können.

Dazu kommt der besondere Nationencharakter.

Bei der World Trophy, Junior Trophy und Women’s Trophy fahren die Teilnehmer nicht nur für persönliche Ergebnisse, sondern vor allem für ihre Nationalmannschaft. Ein Sturz, ein technischer Defekt oder ein Ausfall kann damit nicht nur das eigene Ergebnis, sondern die Chancen eines kompletten Teams beeinflussen.

Das macht die Six Days taktisch und emotional zu einem völlig anderen Wettbewerb als einen klassischen Enduro-WM-Lauf.

Die Portugal-Bilanz: Vier Austragungen, vier Generationen

Interessant ist auch der zeitliche Abstand zwischen den portugiesischen Veranstaltungen.

1999, 2009 und 2019 lagen jeweils exakt zehn Jahre auseinander. 2026 endet dieses Muster zwar nach sieben Jahren, dafür könnte der Anlass kaum passender sein.

Von Coimbra über Figueira da Foz und Portimão bis nach Grândola lässt sich gleichzeitig ein gutes Stück moderner Enduro-Geschichte nachvollziehen.

1999 prägten Fahrer und Motorräder einer völlig anderen technischen Generation das Bild der Six Days. Zehn Jahre später hatten sich Fahrwerk, Motoren, Reifen und professionelle Teamstrukturen deutlich weiterentwickelt. 2019 war der Wettbewerb längst ein hochprofessionelles internationales Großereignis.

Und 2026 folgt nun die Jubiläumsausgabe mit moderner digitaler Berichterstattung und weltweitem Livestream.

6DAYS® Portugal 2026 im Livestream

Wer im Oktober nicht selbst nach Portugal reisen kann, soll die Jubiläumsausgabe trotzdem umfangreich verfolgen können.

Die FIM bietet die 100. Ausgabe der 6DAYS® FIM Enduro of Nations über FIM-MOTO.TV an.

Der angekündigte Zugang kostet 10,90 Euro.

Geplant ist tägliche Live-Action inklusive der entscheidenden Final Special Tests. Dabei sollen Fahrer aus der World Trophy, Junior Trophy, Women’s Trophy sowie den Club Teams gezeigt werden.

Zusätzlich ist das 6DAYS® Studio Show Teil der Übertragung. Direkt aus dem Bereich des Parc Fermé soll es täglich Interviews mit Spitzenfahrern sowie Einschätzungen und Analysen von Enduro-Experten geben.

Auch der abschließende Final Cross Test am sechsten Tag soll live übertragen werden.

Dazu kommen die Siegerehrung sowie Wiederholungen der Veranstaltung, sodass die wichtigsten Duelle und Entscheidungen auch später noch angesehen werden können.

Damit wird die historische 100. Ausgabe auch für Fans außerhalb Portugals wesentlich leichter zu verfolgen sein.

6DAYS® Portugal 2026: Termin im Kalender markieren

Für Enduro-Fans gehört dieser Termin definitiv in den Kalender:

12. bis 17. Oktober 2026 – Grândola, Portugal.

Die vierte portugiesische Six-Days-Ausgabe wird gleichzeitig die bedeutendste.

Nach Coimbra 1999, Figueira da Foz 2009 und Portimão 2019 übernimmt nun Grândola die Gastgeberrolle. Und während bei den bisherigen Portugal-Ausgaben Finnland, Frankreich und die USA die World Trophy gewinnen konnten, ist völlig offen, welche Nation sich 2026 in die Geschichtsbücher eintragen wird.

Eines steht allerdings schon jetzt fest: Eine 100. Ausgabe der Six Days gibt es nur einmal.

Grândola 2026 dürfte deshalb weit mehr werden als lediglich die nächste Auflage des wichtigsten Nationenwettbewerbs im Endurosport. Es wird eine Jubiläumsveranstaltung, bei der mehr als ein Jahrhundert Motorsportgeschichte auf die aktuelle Enduro-Elite trifft.

Und Portugal bekommt zum vierten Mal die Bühne dafür.

Quelle: FIM

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