ADAC Enduro Jugend Cup Ost 2026: Saisonfinale mit historischem Doppelrennen in Hilmersdorf

Zwei Renntage, wechselhafte Wetterbedingungen, anspruchsvolle Sonderprüfungen und spannende Meisterschaftsentscheidungen: Das Saisonfinale des ADAC Enduro Jugend Cup Ost am 10. und 11. Oktober 2026 hatte einiges zu bieten. Beim 9. Hilmersdorfer ADAC Enduro Jugend Cup Ost kämpften die Nachwuchsfahrerinnen und Nachwuchsfahrer ein letztes Mal um wertvolle Meisterschaftspunkte. Am Ende standen nicht nur die Tagessieger fest, sondern auch die neuen Meister der Saison 2026.

Für eine Premiere sorgte der Off-Road-Club Hilmersdorf e.V.: Erstmals in der Geschichte der Nachwuchsrennserie wurde ein Meisterschaftslauf an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ausgetragen. Und genau diese Premiere hatte es in sich. Regen, Schlamm, zwischenzeitlicher Sonnenschein und spannende Zweikämpfe verlangten den jungen Enduro-Talenten noch einmal alles ab.

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Historische Premiere: Zwei Fahrtage beim Enduro Jugend Cup Ost

Das Saisonfinale in Hilmersdorf war in mehrfacher Hinsicht besonders. Statt eines einzelnen Renntages standen am zweiten Oktoberwochenende gleich zwei komplette Fahrtage auf dem Programm. Damit hatten die Nachwuchspiloten die Möglichkeit, an beiden Tagen wichtige Meisterschaftspunkte einzufahren und ihre Platzierungen in der Gesamtwertung noch einmal zu verbessern.

Der veranstaltende Off-Road-Club Hilmersdorf e.V. hatte dafür eine abwechslungsreiche Strecke vorbereitet, die sowohl fahrerisch als auch konditionell einiges abverlangte.

Im Mittelpunkt stand eine rund sechs Kilometer lange Etappe, die mit zwei unterschiedlichen Sonderprüfungen kombiniert wurde:

  • Sonderprüfung 1 – Feldprüfung: Auf dem Feld direkt neben dem Vereinsgelände mussten die Fahrer ihr Können auf wechselnden Untergründen unter Beweis stellen. Hier waren saubere Linienwahl, präzises Beschleunigen und eine gute Fahrzeugbeherrschung gefragt.
  • Sonderprüfung 2 – Motocrossstrecke: Die zweite Sonderprüfung führte über die vereinseigene Motocrossstrecke des ORC Hilmersdorf. Hier kam es besonders auf die richtige Fahrtechnik, einen guten Rhythmus und eine möglichst fehlerfreie Runde an.

Je nach Alters- und Hubraumklasse mussten unterschiedlich viele Runden absolviert werden.

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KlasseRundenzahl
50 ccm3 Runden
65 ccm4 Runden
85B4 Runden
85A5 Runden
125 ccm5 Runden

Die größte Herausforderung wartete damit auf die Fahrer der 125-ccm-Klasse. Sie mussten fünf Runden absolvieren und kamen dabei auf eine Fahrzeit von rund 30 Minuten in den Sonderprüfungen.

Gerade bei einem Saisonfinale, bei dem jeder Meisterschaftspunkt zählt, war eine clevere Renneinteilung entscheidend. Wer zu viel riskierte, konnte schnell wertvolle Sekunden verlieren. Wer dagegen zu vorsichtig unterwegs war, verschenkte möglicherweise wichtige Positionen.

Samstag: Schlammige Bedingungen und harte Kämpfe um die Meisterschaftspunkte

Der erste Fahrtag am Samstag, dem 10. Oktober 2026, begann unter schwierigen Voraussetzungen. In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte es geregnet, sodass die Strecke zum Rennbeginn teilweise stark aufgeweicht war.

Besonders die jüngsten Teilnehmer in den Klassen 50 ccm und 65 ccm bekamen die schwierigen Bodenverhältnisse zu spüren. Auf den schlammigen Streckenabschnitten waren Balance, Gefühl am Gasgriff und Durchhaltevermögen gefragt.

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Doch genau hier zeigte sich einmal mehr, mit wie viel Leidenschaft und Ehrgeiz die jungen Fahrerinnen und Fahrer bei der Sache sind. Trotz der schwierigen Bedingungen kämpften sie sich durch ihre Runden und bewiesen eindrucksvoll, welche fahrerischen Fähigkeiten bereits im jüngsten Enduro-Nachwuchs stecken.

Im Verlauf des Tages besserte sich das Wetter zunehmend. Dadurch veränderten sich auch die Streckenbedingungen, was zusätzliche Anforderungen an die Fahrer stellte.

Meisterschaftsfavoriten unter Druck

In den größeren Klassen ging es ebenfalls ordentlich zur Sache. Schließlich war Hilmersdorf die letzte Gelegenheit, um in der Meisterschaft noch Plätze gutzumachen.

Die bis dahin Führenden mussten ihre Positionen verteidigen und durften sich möglichst keine Fehler erlauben. Gleichzeitig versuchten die Verfolger, mit schnellen Sonderprüfungszeiten den Rückstand noch zu verkürzen.

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Für zusätzliche Motivation sorgten die zahlreichen Zuschauer, die den Weg zur Veranstaltung ins Erzgebirge gefunden hatten. Entlang der Strecke unterstützten sie die jungen Motorsportler und sorgten für eine tolle Atmosphäre.

Ergebnisse Samstag, 10. Oktober 2026

Klasse1. Platz2. Platz3. Platz
50 ccmPaul Kiss (#119)Marius Winkler (#147)Leon Thierfelder (#112)
65 ccmMalte Bernhardt (#234)Tim Tränkner (#229)Ben Raschke (#252)
85BJorden Wittenberg (#318)Paul Kehr (#326)Nils Lindner (#330)
85ALou Wohlhaupt (#437)Mika Bernhardt (#434)Lenny Baum (#445)
125 ccmDomenik Klemm (#517)Paul Jacob (#591)Moritz Engelmann (#525)
LadiesNeele Trexler (#334)Luise Paulenz (#314)Magdalena Höfer (#548)

Besonders bemerkenswert: In allen Klassen konnten sich die späteren Sonntagssieger bereits am Samstag durchsetzen. Damit war die Ausgangslage für den zweiten Fahrtag klar – die Schnellsten wollten ihre starke Leistung bestätigen, während die Konkurrenz noch einmal angreifen konnte.

Sonntag: Regen, Sonne und Spannung bis zur letzten Sonderprüfung

Auch am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, zeigte sich das Wetter im Erzgebirge zunächst von seiner ungemütlichen Seite. Erneut setzte Regen ein und sorgte für anspruchsvolle Bedingungen auf der Endurostrecke.

Im Laufe des Vormittags besserte sich die Situation jedoch. Zeitweise ließ sich sogar die Sonne blicken, bevor während des zweiten Rennens wieder Niederschlag einsetzte.

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Die ständig wechselnden Streckenverhältnisse verlangten den Nachwuchsfahrern erneut einiges ab. Vor allem das richtige Einschätzen der Bodenbedingungen spielte eine wichtige Rolle.

Trockene Streckenabschnitte konnten plötzlich wieder rutschig werden. Gleichzeitig mussten die Fahrer weiterhin konzentriert bleiben, denn gerade am letzten Renntag der Saison konnte ein Fahrfehler entscheidende Meisterschaftspunkte kosten.

Tagessieger bestätigen ihre starke Leistung

Sportlich bot der Sonntag noch einmal alles, was den Endurosport so spannend macht. Die Fahrer lieferten sich enge Kämpfe um jede Position und versuchten, in den Sonderprüfungen die entscheidenden Sekunden herauszuholen.

Dabei zeigte sich eine bemerkenswerte Konstanz an der Spitze: Sämtliche Klassensieger vom Samstag konnten auch am Sonntag erneut gewinnen.

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Paul Kiss dominierte damit beide Fahrtage in der 50-ccm-Klasse, während Malte Bernhardt in der 65-ccm-Kategorie ebenfalls einen Doppelsieg feiern durfte.

In der 85B-Klasse setzte sich Jorden Wittenberg an beiden Tagen durch. Lou Wohlhaupt war in der 85A-Klasse zweimal nicht zu schlagen, und auch Domenik Klemm sicherte sich in der 125-ccm-Klasse beide Tagessiege.

Bei den Ladies zeigte Neele Trexler ebenfalls eine starke Leistung und stand sowohl am Samstag als auch am Sonntag ganz oben auf dem Podium.

Ergebnisse Sonntag, 11. Oktober 2026

Klasse1. Platz2. Platz3. Platz
50 ccmPaul Kiss (#119)Marius Winkler (#147)Leon Thierfelder (#112)
65 ccmMalte Bernhardt (#234)Tim Tränkner (#229)Till Ebert (#287)
85BJorden Wittenberg (#318)Paul Kehr (#326)Nils Lindner (#330)
85ALou Wohlhaupt (#437)Mika Bernhardt (#434)Franz Flieger (#464)
125 ccmDomenik Klemm (#517)Paul Jacob (#591)Moritz Engelmann (#525)
LadiesNeele Trexler (#334)Magdalena Höfer (#548)Lea Fischer (#524)

Ein Blick auf die Ergebnisse zeigt, wie konstant einige Nachwuchstalente unterwegs waren. In den Klassen 50 ccm, 85B und 125 ccm blieben sogar die kompletten Podiumsplatzierungen an beiden Tagen unverändert.

In der 65-ccm-Klasse schaffte es dagegen Till Ebert am Sonntag auf den dritten Platz, während in der 85A-Klasse Franz Flieger auf das Podium fuhr.

Bei den Ladies belegte Magdalena Höfer am zweiten Fahrtag Rang zwei vor Lea Fischer.

ADAC Enduro Jugend Cup Ost 2026: Das sind die neuen Meister

Nach zwei intensiven Renntagen in Hilmersdorf standen schließlich auch die endgültigen Meisterschaftsentscheidungen fest.

Die Meisterschaftsführenden konnten ihre Spitzenpositionen beim Saisonfinale erfolgreich verteidigen. Auch wenn die Tagessiege in einigen Klassen an andere Fahrer gingen, setzte sich über die gesamte Saison hinweg die Konstanz der neuen Titelträger durch.

Alle Meister der Saison 2026 im Überblick

50 ccm

Marius Winkler

65 ccm

Malte Bernhardt

85B

Paul Kehr

85A

Lou Wohlhaupt

125 ccm

Moritz Engelmann

Ladies

Neele Trexler

Besonders interessant waren die Entscheidungen in den Klassen 50 ccm, 85B und 125 ccm.

Während Paul Kiss beide Rennen des Finalwochenendes in der 50-ccm-Klasse gewinnen konnte, sicherte sich Marius Winkler mit zwei zweiten Plätzen den Meistertitel.

Ein ähnliches Bild gab es in der 85B-Klasse. Jorden Wittenberg gewann zwar beide Tageswertungen in Hilmersdorf, doch Paul Kehr konnte seine Meisterschaftsführung mit zwei zweiten Plätzen erfolgreich verteidigen.

Auch in der 125-ccm-Klasse reichten die beiden Tagessiege von Domenik Klemm nicht mehr aus, um Moritz Engelmann den Meistertitel streitig zu machen. Engelmann sicherte sich mit zwei dritten Plätzen beim Finale die Meisterschaft.

Dagegen konnten Malte Bernhardt in der 65-ccm-Klasse, Lou Wohlhaupt in der 85A-Klasse und Neele Trexler bei den Ladies ihre Meisterschaftstitel jeweils mit zwei Tagessiegen krönen.

Damit wurde beim Saisonfinale noch einmal deutlich, worauf es in einer Meisterschaft ankommt: Nicht nur einzelne Rennsiege zählen, sondern vor allem konstant gute Ergebnisse über die komplette Saison.

Enduro-Weltmeister Uwe Weber überreicht die Siegerpokale

Für einen ganz besonderen Moment sorgte die abschließende Siegerehrung in Hilmersdorf.

Mit Uwe Weber war ein prominenter Vertreter des Endurosports vor Ort, der es sich nicht nehmen ließ, dem Nachwuchs persönlich zu gratulieren.

Der ehemalige Enduro-Weltmeister überreichte die Pokale und würdigte damit die Leistungen der jungen Fahrerinnen und Fahrer.

Gerade für die Kinder und Jugendlichen war dies ein besonderer Augenblick. Schließlich gehört es nicht zum Alltag, die eigene Auszeichnung von einem Weltmeister überreicht zu bekommen.

Die persönliche Anerkennung durch einen erfolgreichen Endurosportler bildete einen passenden Abschluss für das ereignisreiche Rennwochenende.

Ergebnisse

Alle Ergebnisse gibt es auf der offiziellen Webseite (LINK).

Off-Road-Club Hilmersdorf sorgt für gelungenes Saisonfinale

Ein solches Veranstaltungswochenende lässt sich natürlich nicht ohne zahlreiche engagierte Helferinnen und Helfer auf die Beine stellen.

Ein besonderer Dank ging deshalb an den Vorsitzenden Christoph Seifert und das gesamte Team des Off-Road-Club Hilmersdorf e.V.

Mit der Organisation des erstmals zweitägigen Meisterschaftsfinales hatte der Verein eine anspruchsvolle Aufgabe übernommen.

Von der Streckenvorbereitung über den Rennablauf bis hin zur abschließenden Siegerehrung waren zahlreiche helfende Hände notwendig, um den jungen Motorsportlern ein gelungenes Saisonfinale zu ermöglichen.

Die abwechslungsreiche Streckenführung, die unterschiedlichen Sonderprüfungen und die wetterbedingt anspruchsvollen Bedingungen sorgten für einen sportlich fordernden Abschluss der Meisterschaft.

Serienkoordinator Martin Breitfeld zieht positives Fazit

Zum Ende der Saison richteten die Organisatoren des ADAC Enduro Jugend Cup Ost ihren Dank an alle Beteiligten.

Neben den Fahrerinnen und Fahrern standen dabei besonders die Eltern, betreuenden Familien, Vereine, Unterstützer, ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie die Sponsoren im Mittelpunkt.

Denn gerade im Nachwuchsendurosport ist der organisatorische und persönliche Einsatz im Hintergrund enorm wichtig.

Die jungen Fahrer benötigen nicht nur ein geeignetes Motorrad und die entsprechende Schutzausrüstung. Auch die regelmäßige Anreise zu den Veranstaltungen, die technische Betreuung und die Unterstützung durch Eltern und Vereine gehören dazu.

Serienkoordinator Martin Breitfeld betonte nach dem Finale in Hilmersdorf:

„Ohne euren Einsatz, eure Unterstützung und eure Begeisterung wäre eine solche Saison nicht möglich.

Die Saison 2026 hat wieder gezeigt, wie viel Leidenschaft, Zusammenhalt und sportliches Potenzial im Enduro-Nachwuchs steckt. Die Kinder und Jugendlichen haben bei jedem Lauf alles gegeben und eindrucksvoll bewiesen, dass der Endurosport auch in Zukunft auf einen starken Nachwuchs bauen kann.“

Diese Worte unterstreichen, welchen Stellenwert die Nachwuchsförderung innerhalb des Endurosports besitzt.

Fazit: Ein würdiger Abschluss der Enduro-Jugend-Saison 2026

Mit dem 9. Hilmersdorfer ADAC Enduro Jugend Cup Ost ist die Saison 2026 erfolgreich zu Ende gegangen.

Die Premiere mit zwei Fahrtagen erwies sich als sportlich anspruchsvolles Finale, das den Teilnehmern noch einmal einiges abverlangte. Wechselhaftes Wetter, schlammige Streckenabschnitte und spannende Sonderprüfungen sorgten dafür, dass bis zum Schluss voller Einsatz gefragt war.

Die sechs neuen Meister dürfen sich über ihre Titel freuen. Gleichzeitig haben zahlreiche weitere Nachwuchsfahrer mit starken Leistungen gezeigt, welches Potenzial in den verschiedenen Alters- und Hubraumklassen vorhanden ist.

Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die mit ihrem Engagement eine solche Rennserie überhaupt erst möglich machen.

Der ADAC Enduro Jugend Cup Ost hat auch 2026 eindrucksvoll bewiesen, dass sich die Enduro-Szene um ihren Nachwuchs keine Sorgen machen muss.

Quelle: ADAC Sachsen, Fotos von Marcel Sänger

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