Enduro-EM 2026 Woltersdorf: Jeremy Sydow dominiert – Luca Fischeder holt EM Overall Titel!

Was für ein Auftakt beim großen Finale der Enduro-Europameisterschaft 2026 in Woltersdorf! Bereits am ersten Fahrtag des traditionsreichen 48. Novemberpokals gab es jede Menge Action, anspruchsvolle Sonderprüfungen und gleich sechs vorzeitige Titelentscheidungen. Während Triumph-Werksfahrer Jeremy Sydow das Geschehen eindrucksvoll dominierte, durfte sich Luca Fischeder gleich doppelt freuen: Der Sachse sicherte sich sowohl den Europameistertitel in der Klasse E3 als auch die begehrte Overall-Krone.

Doch längst sind noch nicht alle Entscheidungen gefallen. In vier Klassen bleibt der Titelkampf bis zum Sonntag offen – und teilweise geht es dabei extrem eng zu.

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48. Novemberpokal: Anspruchsvolles Finale der Enduro-Europameisterschaft 2026

Zum mittlerweile vierten Mal gastiert die Enduro-Europameisterschaft beim MC Woltersdorf. Bereits 2015, 2022 und 2024 wurde hier das EM-Finale ausgetragen. Am Wochenende vom 31. Oktober bis 1. November 2026 ist es erneut so weit.

Nach drei vorangegangenen Doppelveranstaltungen reisten die Fahrerinnen und Fahrer mit noch völlig offenen Titelentscheidungen nach Brandenburg. In keiner der neun Solo-Klassen und auch nicht in der klassenübergreifenden Overall-Wertung stand vor dem Finale ein Europameister fest.

Knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nehmen die Herausforderung beim 48. Novemberpokal an.

Die Eckdaten der Veranstaltung haben es in sich:

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  • Veranstaltung: 48. Novemberpokal des MC Woltersdorf
  • Meisterschaft: Finale der Enduro-Europameisterschaft 2026
  • Termin: 31. Oktober und 1. November 2026
  • Austragungsort: Woltersdorf, Herzfelde und Rüdersdorf
  • Teilnehmer: Knapp 100 EM-Fahrerinnen und -Fahrer
  • Streckenlänge: Drei Runden mit jeweils rund 60 Kilometern
  • Gesamtdistanz: Etwa 180 Kilometer pro Fahrtag
  • Sonderprüfungen: Drei unterschiedliche Tests pro Runde, insgesamt neun Wertungsprüfungen

Besonders der Extrem-Test verlangt den Fahrern einiges ab. Aber auch der lange Enduro-Test und der schnelle Cross-Test sorgen dafür, dass die Teilnehmer ihre Fähigkeiten auf unterschiedlichstem Terrain unter Beweis stellen müssen.

Jeremy Sydow überragt am ersten Fahrtag – fast eine Minute Vorsprung

Als einer der großen Favoriten war Jeremy Sydow nach Woltersdorf gereist. Der 26-jährige Chemnitzer hatte bereits beim letzten EM-Gastspiel im Jahr 2024 den Gesamtsieg eingefahren.

Mittlerweile ist der Sachse als Triumph-Werksfahrer in der Enduro-Weltmeisterschaft unterwegs und gehört zu den stärksten deutschen Enduro-Piloten.

Dass Sydow auch 2026 den Novemberpokal unbedingt gewinnen möchte, machte er direkt am Samstag deutlich.

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Nach knapp sechs Stunden Fahrzeit und neun absolvierten Sonderprüfungen stand für ihn eine kumulierte Prüfungszeit von 47:32,82 Minuten auf der Uhr.

Damit war Sydow nicht nur der schnellste Fahrer der E1-Klasse, sondern auch der mit Abstand schnellste Pilot des gesamten Feldes.

Sein Vorsprung auf den Gesamtzweiten betrug beeindruckende 57,32 Sekunden.

Ein deutliches Ausrufezeichen – gerade bei einem EM-Finale, bei dem zahlreiche internationale Spitzenfahrer am Start stehen.

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Kleiner Sturz im Extrem-Test – trotzdem ein nahezu perfekter Tag

Ganz ohne Zwischenfall verlief der Auftakt für Jeremy Sydow allerdings nicht. Im Steinfeld des anspruchsvollen Extrem-Tests musste der Triumph-Pilot einen kleinen Sturz hinnehmen.

Seinen Rhythmus verlor er dadurch jedoch nicht. Besonders in der letzten Runde konnte Sydow noch einmal richtig aufdrehen.

Nach dem Rennen erklärte er:

„Mein Ziel war und ist, den Novemberpokal wieder zu gewinnen. Dazu lief der erste Tag schon echt gut. Ich konnte eine knappe Minute Vorsprung rausfahren, und die letzte Runde war noch einmal echt gut. Bis auf einen kleinen Sturz im Steinfeld des Extrem-Tests, war es ein sehr positiver Tag. Ich hoffe, dass ich am Sonntag so beginnen kann, wie die letzte Runde am Samstag aufgehört hat.“

Auch für die Streckenführung fand Sydow deutliche Worte:

„Das ist eine echt anspruchsvolle Veranstaltung. Dass der Extrem-Test wirklich extrem ist, war von vornherein klar. Der Enduro-Test hat eine ordentliche Länge und der Cross-Test ist auch mega schnell. Das ist alles WM-würdig, würde ich sagen.“

Damit stellt Sydow den Organisatoren des MC Woltersdorf ein ausgesprochen positives Zeugnis aus.

Luca Fischeder holt den Doppelpack: Overall- und E3-Europameister 2026!

Während Jeremy Sydow sportlich die Tagesbestzeit setzte, gehörte der Samstag aus Meisterschaftssicht vor allem einem anderen Sachsen: Luca Fischeder aus Geringswalde.

Der 27-Jährige beendete den ersten Fahrtag auf dem zweiten Gesamtrang und war damit gleichzeitig der beste Fahrer unter den regelmäßigen Teilnehmern der diesjährigen Europameisterschaft.

Diese Leistung reichte bereits aus, um die Entscheidung in der klassenübergreifenden Overall-Wertung vorzeitig zu seinen Gunsten herbeizuführen.

Luca Fischeder ist Overall-Europameister 2026!

Doch damit nicht genug.

Auch in seiner angestammten Klasse E3, in der die hubraumstärksten Motorräder am Start sind, war Fischeder erneut nicht zu schlagen.

Mit seinem Klassensieg am Samstag gelang ihm eine beeindruckende Bilanz: Sieben Klassensiege bei sieben möglichen Starts.

Eine makellose Erfolgsserie, die gleichzeitig den vorzeitigen Gewinn der E3-Europameisterschaft bedeutete.

Damit krönt sich Fischeder bereits vor dem letzten Fahrtag zum zweifachen Europameister.

Sechs Europameister stehen nach Samstag bereits fest

Nicht nur Luca Fischeder hatte am Samstag Grund zum Feiern. Insgesamt wurden bereits sechs der zehn möglichen EM-Titel vergeben.

Die vorzeitig feststehenden Enduro-Europameister 2026

KlasseEuropameisterNation
OverallLuca FischederDeutschland
E3Luca FischederDeutschland
E2Daniel MundellGroßbritannien
Senior 50Martin GottvaldSlowakei
WomenMatilda AhlströmSchweden
Youth U21Leo LavesvreFrankreich

Daniel Mundell wieder in Woltersdorf erfolgreich

Für den Briten Daniel Mundell erwies sich Woltersdorf erneut als erfolgreiches Pflaster.

Wie bereits beim EM-Finale 2024 konnte er sich in der E2-Klasse durchsetzen und mit seinem Klassensieg am Samstag auch den Europameistertitel 2026 sichern.

Martin Gottvald und Matilda Ahlström machen alles klar

Auch in den Senioren- und Damenwertungen fielen vorzeitige Entscheidungen.

Der Slowake Martin Gottvald sicherte sich mit seinem Tagessieg in der Klasse Senior 50 die Europameisterschaft.

Bei den Frauen ließ sich die Schwedin Matilda Ahlström ebenfalls nicht mehr aufhalten. Ihr Klassensieg am Samstag brachte ihr vorzeitig den Titel in der Women-Kategorie ein.

Youth U21: Leo Lavesvre wird Europameister trotz vorzeitigem Aus

Eine besonders ungewöhnliche Titelentscheidung gab es in der 125-ccm-Zweitaktklasse Youth U21.

Der Franzose Leo Lavesvre musste bereits nach der ersten Runde aufgeben und konnte den Samstag somit nicht regulär zu Ende fahren.

Trotzdem durfte er anschließend jubeln.

Der Grund: Mit vier Klassensiegen bei den vorherigen EM-Läufen hatte sich Lavesvre bereits ein starkes Punktepolster erarbeitet.

Seine beiden verbliebenen Verfolger konnten daraus nicht ausreichend Kapital schlagen.

  • Raphael Raynaud aus Frankreich belegte am Samstag lediglich den sechsten Klassenrang.
  • Davide Cabass aus Italien kam auf Rang vier.

Damit stand fest, dass Lavesvre unabhängig vom Sonntagsrennen nicht mehr eingeholt werden kann.

Der Europameistertitel in der Youth U21 geht somit nach Frankreich.

Vier EM-Titel noch offen: Am Sonntag wird es richtig spannend

Auch wenn bereits sechs Titelentscheidungen gefallen sind, verspricht der zweite Fahrtag beim Novemberpokal noch einmal jede Menge Spannung.

In vier Klassen ist die Meisterschaft noch nicht entschieden.

E1: Italienisches Duell zwischen Macoritto und Soreca

In der Klasse E1 kämpfen Lorenzo Macoritto und Davide Soreca um den Europameistertitel.

Die beiden Italiener liegen vor dem abschließenden Rennen lediglich zehn Punkte auseinander.

Da am Sonntag noch einmal maximal 20 Meisterschaftspunkte vergeben werden, ist die Entscheidung weiterhin offen.

Während Jeremy Sydow am Samstag die E1-Tageswertung souverän gewann, geht es bei den beiden italienischen Titelaspiranten um die entscheidenden Punkte für den EM-Gesamtsieg.

Junioren J1: Nico Guastini und Roland Liszka punktgleich!

Besonders spannend ist die Ausgangslage in der Juniorenklasse J1.

Hier liegen der Italiener Nico Guastini und der Ungar Roland Liszka vor dem finalen Fahrtag punktgleich an der Tabellenspitze.

Liszka konnte sich am Samstag den Klassensieg sichern und erreichte zudem den hervorragenden dritten Platz in der Tagesgesamtwertung.

Damit bringt sich der Ungar in eine ausgezeichnete Ausgangsposition für den Sonntag.

Aber auch Guastini hat weiterhin alle Möglichkeiten, die Meisterschaft für sich zu entscheiden.

Und selbst der Slowene Gal Hauptman darf noch auf den ganz großen Erfolg hoffen. Er liegt 15 Punkte hinter dem Spitzenduo und besitzt damit zumindest theoretische Titelchancen.

In der J1 ist somit ein echtes Finale auf Augenhöhe zu erwarten.

Junioren J2: Matyas Chlum mit 14 Punkten Vorsprung

In der Juniorenklasse J2 hat sich der Tscheche Matyas Chlum die beste Ausgangslage erarbeitet.

Der auch aus der Deutschen Enduro Meisterschaft bekannte Fahrer führt die Tabelle mit 14 Punkten Vorsprung an.

Sein direkter Verfolger ist der Italiener Nicolo Paolucci.

Chlum hat damit eine komfortable Ausgangsposition, muss am Sonntag aber dennoch ein entsprechendes Ergebnis ins Ziel bringen, um den Titel endgültig perfekt zu machen.

Senior 40: Nico Rambow kämpft um den EM-Titel

Auch in der Klasse Senior 40 ist das Rennen um den Europameistertitel noch völlig offen.

Hier stehen sich der Pole Dawid Hankus und der Deutsche Nico Rambow aus Panketal gegenüber.

Lediglich drei Punkte trennen die beiden Fahrer vor dem letzten Rennen der Saison.

Damit könnte bereits eine kleine Zeitdifferenz oder ein Fehler in einer der neun Sonderprüfungen den Ausschlag im Meisterschaftskampf geben.

Für Nico Rambow bietet sich die Chance, beim deutschen Heimfinale einen weiteren Europameistertitel zu holen.

Nationale Klasse: Max Stradtner gewinnt vor Björn Feldt

Neben den Teilnehmern der Enduro-Europameisterschaft war am Samstag auch die sogenannte nationale Klasse beim 48. Novemberpokal am Start.

Im Gegensatz zu den EM-Piloten absolvierten diese Fahrer ihren Wettbewerb ausschließlich am ersten Veranstaltungstag.

Den Sieg sicherte sich Max Stradtner aus Dietenhofen.

Der diesjährige Deutsche Juniorenmeister der Klasse J2 setzte sich gegen die Konkurrenz durch und konnte einen weiteren Erfolg verbuchen.

Ergebnis der nationalen Klasse

  1. Max Stradtner – Dietenhofen
  2. Björn Feldt – Roduchelstorf
  3. Daniel Mörbe – Hörlitz

Auf dem zweiten Platz landete mit Björn Feldt ein ehemaliger Fahrer der Deutschen Enduro Meisterschaft. Daniel Mörbe komplettierte das Podium auf Rang drei.

Drei anspruchsvolle Sonderprüfungen warten auch am Sonntag

Auch am finalen Sonntag müssen die Enduro-Piloten noch einmal ihre ganze Kondition, Konzentration und fahrerischen Fähigkeiten abrufen.

Die Veranstalter haben drei unterschiedliche Sonderprüfungen vorbereitet, die jeweils dreimal absolviert werden müssen.

Cross-Test „Powered by BVO“ bei Herzfelde

Hier sind vor allem Geschwindigkeit, präzise Linienwahl und ein sauberer Fahrstil gefragt. Jeremy Sydow beschrieb den Cross-Test nach dem ersten Fahrtag als ausgesprochen schnell.

Extrem-Test „Härtetest der Bundeswehr“ in Rüdersdorf

Der Extrem-Test im Motodrom am Kesselsee trägt seinen Namen nicht ohne Grund.

Technisch anspruchsvolle Hindernisse und insbesondere das Steinfeld verlangen den Fahrern alles ab.

Selbst Tagessieger Jeremy Sydow blieb hier am Samstag nicht fehlerfrei.

Enduro-Test „Powered by Möbel Höffner“ in Rüdersdorf

Ebenfalls im Motodrom am Kesselsee befindet sich der Enduro-Test.

Mit seiner beachtlichen Länge fordert diese Prüfung nicht nur fahrerische Präzision, sondern auch Kondition und ein gutes Gespür für den richtigen Rhythmus.

Insgesamt ergibt sich damit eine abwechslungsreiche Mischung aus Geschwindigkeit, klassischem Endurofahren und technischen Extrem-Hindernissen.

Zeitplan Sonntag, 1. November 2026: Hier fallen die letzten Entscheidungen

Am Sonntag geht es für die EM-Fahrerinnen und -Fahrer noch einmal über die komplette Distanz.

Der Zeitplan für den finalen Fahrtag:

  • 08:00 Uhr: Start auf dem Rathausvorplatz in Woltersdorf
  • Im Tagesverlauf: Drei rund 60 Kilometer lange Runden mit insgesamt neun Sonderprüfungen
  • Ca. 14:30 Uhr: Zielankunft auf dem Rathausvorplatz Woltersdorf
  • Im Anschluss: Siegerehrung des 48. Novemberpokals sowie Ehrung der Enduro-Europameister 2026

Für Zuschauer bietet das große Finale noch einmal die Gelegenheit, hochklassigen internationalen Endurosport live zu erleben.

Vor allem die noch offenen Titelduelle in E1, J1, J2 und Senior 40 dürften für Spannung bis zur letzten Sonderprüfung sorgen.

Weitere Veranstaltungsinformationen gibt es auf der offiziellen Website des MC Woltersdorf: https://www.enduro-mcwoltersdorf.de

Fazit: Deutscher Doppelerfolg prägt den Auftakt zum Enduro-EM-Finale

Der erste Fahrtag beim 48. Novemberpokal in Woltersdorf hatte bereits alles zu bieten, was ein großes Enduro-Finale ausmacht.

Jeremy Sydow stellte mit einer beeindruckenden Vorstellung seine Geschwindigkeit unter Beweis. Der Triumph-Werksfahrer dominierte die Tagesgesamtwertung und geht als klarer Favorit auf den Novemberpokal-Gesamtsieg in den Sonntag.

Luca Fischeder wiederum darf bereits feiern. Mit dem Overall-Titel und der E3-Europameisterschaft belohnte sich der Sachse für eine herausragende EM-Saison.

Insgesamt stehen sechs Europameister fest, doch in vier Klassen ist noch alles möglich.

Besonders der punktgleiche Titelkampf in der J1 und das enge Duell zwischen Dawid Hankus und Nico Rambow in der Senior 40 versprechen einen spannenden letzten Fahrtag.

Am Sonntag, 1. November, entscheidet sich in Woltersdorf endgültig, wer sich die letzten Europameistertitel der Saison 2026 sichern kann.

Quelle: Thorsten Horn, Pressemitteilung MC Woltersdorf e. V. vom 31. Oktober 2026.

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