Pfingstenduro in Wolfshausen: IGE und ADAC CC Enduro Cup West beim MSV Lahnberge

Am Pfingstwochenende wurde Wolfshausen wieder zum Treffpunkt der Enduro-Szene. Die IGE und der ADAC CC Enduro Cup West gastierten beim MSV Lahnberge im hessischen Wolfshausen, nur wenige Kilometer von Marburg entfernt. Was die Fahrer dort erwartete, war genau das, wofür diese Veranstaltung seit Jahren bekannt ist: eine extrem vielseitige Strecke, starke Organisation, anspruchsvolle Passagen und spannende Rennen über beide Veranstaltungstage hinweg.

Schon im Vorfeld standen die Zeichen auf ein richtig gutes Rennwochenende. Die Wetterprognose versprach Sonnenschein, sommerliche Temperaturen und beste Bedingungen für Fahrer, Teams und Zuschauer. Bei rund 26 Grad am Samstag und teilweise knapp 30 Grad auf dem Gelände war klar: Das wird kein lockerer Ausflug, sondern ein intensives Enduro-Wochenende mit allem, was dazugehört.

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Dass Wolfshausen längst zu den Highlights im Kalender gehört, kommt nicht von ungefähr. Im vergangenen Jahr wurde die Veranstaltung als „Beste Veranstaltung der Saison 2025“ ausgezeichnet. Eine Anerkennung, die sich der MSV Lahnberge mit viel Arbeit, Erfahrung und Liebe zum Detail verdient hat.

Wolfshausen bleibt eine der vielseitigsten Strecken im Kalender

Wer in Wolfshausen ganz vorne landen will, muss mehr können als nur schnell geradeaus fahren. Die Strecke beim MSV Lahnberge fordert die komplette Bandbreite des Offroad-Zweiradsports. Motocross-Passagen, Supermoto-Abschnitte, Superenduro-Elemente und enge, endurotypische Singletrails wechseln sich ab und lassen kaum Zeit zum Durchatmen.

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Genau diese Mischung macht den besonderen Reiz der Veranstaltung aus. Fahrer müssen permanent umschalten, sauber arbeiten und in jedem Streckenbereich die richtige Linie finden. Wer im Motocross-Teil Zeit gutmacht, kann sie in den engen Trails schnell wieder verlieren. Wer die künstlichen Hindernisse nicht sauber trifft, riskiert Rhythmusverlust oder Fehler. Und wer auf den schnellen Abschnitten überzieht, bekommt spätestens in den technischeren Passagen die Quittung.

Der Verein entwickelte die Strecke auch in diesem Jahr weiter. Neu hinzu kamen mehrere Waldpassagen, zusätzliche künstliche Hindernisse und ein leicht angepasster Streckenverlauf. Damit blieb Wolfshausen seinem Ruf treu: keine Strecke von der Stange, sondern ein Kurs, der jedes Jahr weitergedacht und verbessert wird.

Superenduro-Sektion entschärft, Betonröhren als neue Herausforderung

Ein echter Zuschauermagnet war auch diesmal die bekannte Superenduro-Sektion direkt vor dem Vereinsheim. Dieser Bereich liegt perfekt einsehbar und sorgt traditionell für viel Action vor Publikum. Für die diesjährige Ausgabe wurde der Abschnitt jedoch etwas entschärft. Ziel war es, mehr Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, die Passage sauber und erfolgreich zu meistern.

Das bedeutete aber nicht, dass die Strecke ihren Anspruch verlor. Direkt nach dem Start wurden mehrere Betonröhren teilweise eingegraben. Vor allem erfahrene Fahrer konnten diese Elemente als Sprungkombination nutzen und dadurch wichtige Sekunden herausholen. Gleichzeitig bot der Abschnitt für weniger routinierte Piloten eine technische Aufgabe, bei der saubere Linienwahl und kontrolliertes Fahren gefragt waren.

Gerade diese Balance zwischen fahrbarer Strecke und sportlicher Herausforderung zeichnete das Wochenende aus. Wolfshausen bot keine künstlich überzogene Härte, sondern anspruchsvollen Motorsport mit fairen Bedingungen.

Starke Streckenpflege trotz sommerlicher Temperaturen

Bei Temperaturen um die 30 Grad ist Staub auf Enduro-Strecken schnell ein großes Thema. In Wolfshausen bekam der MSV Lahnberge die Bedingungen jedoch gut in den Griff. Durch gezielte Bewässerungseinsätze konnte der Verein die Staubbildung gering halten und gleichzeitig für griffige Bodenverhältnisse sorgen.

Das war nicht nur für die Fahrer wichtig, sondern auch für die Sicherheit auf der Strecke. Weniger Staub bedeutet bessere Sicht, sauberere Zweikämpfe und geringeres Risiko in den schnellen sowie technischen Bereichen. Auch hier zeigte sich, warum die Veranstaltung in Wolfshausen einen so guten Ruf genießt: Der Verein arbeitet nicht nur im Vorfeld intensiv, sondern reagiert auch während des Wochenendes auf die Bedingungen.

Nachwuchs legt am Samstagmorgen los

Bereits am Samstagmorgen gehörte die Strecke dem Nachwuchs. Insgesamt 35 Kinder gingen an den Start und sorgten früh für die ersten sportlichen Highlights des Wochenendes.

In der Klasse bis 85 ccm setzte sich Mia Abelein vom AMC Bad Windsheim von Beginn an deutlich in Szene. Sie übernahm früh die Kontrolle über das Rennen und fuhr souverän zum Sieg. Mit einer Runde Rückstand folgten Linus Wirth und Damian Knupfer auf den weiteren Podiumsplätzen.

Gerade die Nachwuchsklassen zeigen immer wieder, wie wichtig Veranstaltungen wie diese für den Sport sind. Hier sammeln junge Fahrer wertvolle Rennpraxis, lernen den Umgang mit anspruchsvollen Streckenbedingungen und wachsen Schritt für Schritt in den Enduro-Sport hinein.

Teamlauf bleibt bis zum Schluss offen

Richtig spannend wurde es im Teamlauf. Über weite Teile des Rennens war nicht klar, welches Team am Ende ganz oben stehen würde. Die Platzierungen wechselten immer wieder, die Abstände blieben eng und bis kurz vor Schluss war kein eindeutiger Sieger auszumachen.

Am Ende setzte sich das OSK Racing Team Abis mit Fynn Hannemann und Tom Kölbach durch. Der Vorsprung betrug gerade einmal neun Sekunden. Knapp dahinter landeten die Lokalmatadoren Tim Hofmann und David Wagner vom Team Wills Racing Husqvarna / MSV Lahnberge auf Rang zwei.

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Platz drei ging an Motorradtechnik Siegerland mit Steven Nicolai und Florian Ebner. Damit bot der Teamlauf genau das, was sich Fahrer und Zuschauer wünschen: enge Abstände, viele Positionswechsel und Spannung bis zur letzten Runde.

Positives Fazit nach dem ersten Veranstaltungstag

Nach den Rennen am Samstag zog der MSV Lahnberge ein rundum positives Zwischenfazit. Der erste Veranstaltungstag verlief ohne größere Probleme oder Zwischenfälle. Der Verein zeigte sich entsprechend zufrieden:

„Wir sind wirklich happy mit dem ersten Tag. Alles lief ohne Probleme und Zwischenfälle, morgen kann es genauso weitergehen.“

Diese Einschätzung passte zum Gesamtbild. Die Organisation funktionierte, die Strecke präsentierte sich in starkem Zustand und die Rennen lieferten sportlich genau das, was man sich von einem Pfingstenduro-Wochenende erwartet.

Sonntag mit Sonne und etwas angenehmeren Temperaturen

Auch der Sonntag begann mit reichlich Sonnenschein. Im Vergleich zum Vortag waren die Temperaturen jedoch etwas niedriger, was vielen Fahrern entgegenkam. Gerade bei längeren Rennläufen machen ein paar Grad weniger schnell einen spürbaren Unterschied.

Die Strecke blieb weiterhin anspruchsvoll, aber gut fahrbar. Nach dem intensiven Samstag zeigte sich erneut, dass die Vorbereitung und Pflege des Geländes passten. Für Fahrer, Teams und Zuschauer bot der zweite Veranstaltungstag damit erneut beste Rahmenbedingungen.

Geländesport Südwest dominiert den Youngsters-Lauf

Ein besonders starkes Ergebnis feierte am Sonntag das Team Geländesport Südwest. Im Youngsters-Lauf gingen alle drei Podiumsplätze geschlossen an das Team.

Den Sieg sicherte sich Malte Schmitt. Nur 36 Sekunden dahinter kam Frederik Härtner ins Ziel. Platz drei belegte Felix Hissenauer. Damit stellte Geländesport Südwest eindrucksvoll unter Beweis, wie stark das Team im Nachwuchsbereich aufgestellt ist.

Die drei Fahrer zeigten sich nach dem Rennen entsprechend erfreut darüber, ihr Team so geschlossen auf dem Podium vertreten zu haben. Für Geländesport Südwest war es ein perfekter Auftritt und eines der sportlichen Highlights des Sonntags.

Weiter geht es bereits am kommenden Wochenende im Saarland

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Fahrern allerdings nicht. Schon am kommenden Wochenende, dem 30. und 31. Mai, geht es weiter ins Saarland zum MSC Niederwürzbach. Dort steht die nächste Station auf dem Programm, bevor anschließend die wohlverdiente Sommerpause beginnt.

Wolfshausen hat einmal mehr gezeigt, warum die Veranstaltung beim MSV Lahnberge zu den festen Highlights der Saison gehört. Eine vielseitige Strecke, starke Organisation, spannende Rennen und eine gelungene Mischung aus Nachwuchs-, Team- und Youngsters-Wertung machten das Pfingstwochenende zu einem echten Enduro-Fest.

Ergebnisse und Highlights im Überblick

Kinder bis 85 ccm

  1. Mia Abelein, AMC Bad Windsheim
  2. Linus Wirth
  3. Damian Knupfer

Teamlauf

  1. OSK Racing Team Abis: Fynn Hannemann / Tom Kölbach
  2. Team Wills Racing Husqvarna / MSV Lahnberge: Tim Hofmann / David Wagner
  3. Motorradtechnik Siegerland: Steven Nicolai / Florian Ebner

Youngsters-Lauf

  1. Malte Schmitt, Geländesport Südwest
  2. Frederik Härtner, Geländesport Südwest
  3. Felix Hissenauer, Geländesport Südwest

Quelle: Julian Mayer / IGE

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