Test: Acerbis Vulcan Enduro Motorradbrille – starke Sicht, einfacher Glaswechsel, kleine Schwäche beim Schaumstoff

Wer im Enduro- und Hardenduro-Bereich unterwegs ist, weiß: Eine gute Motorradbrille muss deutlich mehr können, als nur Staub und Dreck von den Augen fernzuhalten. Gerade bei Regen, Schlamm, wechselnden Lichtverhältnissen und schweißtreibenden Sektionen entscheidet eine funktionierende Brille darüber, ob man die nächste Spur sauber erkennt oder plötzlich nahezu im Blindflug unterwegs ist.

Wir haben die Acerbis Vulcan Enduro Motorradbrille deshalb über einen längeren Zeitraum und bei unterschiedlichen Bedingungen getestet. Dabei musste sie sich sowohl auf normalen Enduro-Runden als auch bei hoher körperlicher Belastung beweisen. Getestet haben wir unter anderem das verspiegelte silberne Glas, Fahrten im Wald sowie Einsätze bei Regen.

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Die Vulcan Enduro positioniert Acerbis als leistungsorientierte Offroad-Brille mit Schnellwechselsystem für die Scheibe, verschiedenen Glasvarianten sowie Tear-Off- und Roll-Off-Kompatibilität. Besonders interessant ist zudem die erhältliche Doppelglas-Version.

Acerbis Vulcan Enduro im Überblick

Die Acerbis Vulcan Enduro ist auf anspruchsvolle Offroad-Einsätze ausgelegt. Acerbis kombiniert dafür einen Rahmen aus unterschiedlichen Materialien mit einem mehrlagigen Schaumstoffsystem und verschiedenen Scheibenvarianten.

Der Außenbereich des Rahmens ist relativ steif ausgeführt, während der innere TPU-Bereich weicher ist und sich besser an das Gesicht anpassen soll. Dazu kommen große Belüftungsöffnungen, über die permanent Luft durch die Brille geführt wird.

Acerbis setzt außerdem auf ein dreilagiges, thermogeformtes Schaumstoffsystem. Dieses soll einerseits einen guten Sitz ermöglichen und andererseits Schweiß aufnehmen.

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Zur Ausstattung gehören:

  • Schnellwechselsystem für die Scheibe
  • spritzgegossene Polycarbonat-Scheiben
  • Dual-Density-Rahmen mit steifer Außenseite und weicher TPU-Innenseite
  • dreilagiger thermogeformter Gesichtsschaum
  • große Belüftungsöffnungen
  • 45 mm breites Brillenband
  • drei Silikonstreifen auf der Innenseite des Bandes
  • Tear-Off-Vorbereitung
  • Roll-Off-Kompatibilität
  • abnehmbares Brillenband
  • abnehmbarer Nasenschutz
  • unterschiedliche Scheibenvarianten
  • optionales Doppelglas
  • laut Hersteller OTG-Kompatibilität für Brillenträger

Material der Acerbis Vulcan Enduro

Beim Materialmix setzt Acerbis auf Polyester, Polycarbonat, Polyethylen, ABS und TPU.

Die Materialverteilung wird folgendermaßen angegeben:

  • Brillenband: Polyester – 10 %
  • Scheibe: Polycarbonat – 25 %
  • Schaumstoff: Polyethylen – 15 %
  • Rahmen: ABS – 25 %
  • Rahmen: TPU – 25 %

Gerade die Kombination aus ABS und TPU ist beim Rahmen interessant. Während die stabilere Außenseite für die notwendige Formstabilität sorgt, soll sich die weichere Innenseite besser an unterschiedliche Gesichtsformen anlegen.

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Passform im Offroad-Helm

Bei unserem Test hinterließ die Acerbis Vulcan Enduro hinsichtlich ihrer grundsätzlichen Abmessungen zunächst einen guten Eindruck.

Die Brille besitzt eine vernünftige Gesamtgröße und ließ sich in verschiedenen von uns verwendeten Offroad-Helmen ohne Visier problemlos einsetzen. Dabei füllt sie den Brillenausschnitt des Helmes gut aus und schließt sauber mit diesem ab.

Gerade bei einer Enduro-Brille ist das nicht unwichtig. Ist die Brille zu klein, entstehen schnell größere offene Bereiche zwischen Helm und Brillenrahmen. Ist sie dagegen zu groß, drückt der Rahmen möglicherweise gegen den Helmausschnitt oder sitzt nicht sauber auf dem Gesicht.

Bei der Vulcan Enduro hatten wir in unseren getesteten Helmen diesbezüglich keine größeren Probleme.

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45-mm-Brillenband mit drei Silikonstreifen

Das Brillenband lässt sich selbstverständlich in der Länge an den jeweiligen Helm anpassen.

Positiv aufgefallen sind insbesondere die drei Silikonstreifen auf der Innenseite des Bandes. Sie erhöhen die Reibung zwischen Brillenband und Helmschale deutlich.

Dadurch blieb die Acerbis Vulcan Enduro während unserer Fahrten sicher an ihrer Position. Gerade bei Enduro- und Hardenduro-Einsätzen mit vielen Kopfbewegungen oder wenn die Brille zwischendurch einmal auf den Helm geschoben wird, ist ein rutschfestes Band ein klarer Vorteil.

Mit einer Breite von 45 mm ist das Brillenband zudem ausreichend breit ausgeführt.

Mehrlagiger Schaumstoff nimmt Schweiß gut auf

Acerbis verwendet bei der Vulcan Enduro mehrere Schaumstoffschichten.

Grundsätzlich funktioniert dieses System gut. Der Schaum liegt angenehm am Gesicht an und kann auch eine entsprechende Menge Schweiß aufnehmen.

Gerade bei körperlich anspruchsvollen Enduro- oder Hardenduro-Passagen wird eine Brille allerdings erheblich stärker belastet als bei gemütlicheren Offroad-Runden. Genau hier haben wir einen Punkt entdeckt, der uns nicht vollständig überzeugt.

Kritikpunkt: Geknickte Schaumstoff-Oberfläche

Die Oberfläche des Gesichtsschaums besitzt an einigen Stellen eine geknickte beziehungsweise strukturierte Form.

Das ist aus unserer Sicht nicht optimal.

Bei hoher körperlicher Belastung kann sich der aufgenommene Schweiß entlang dieser Bereiche bewegen und anschließend ins Gesicht laufen. Während unseres längeren Tests ist uns das tatsächlich ein- bis zweimal passiert.

Und wer schon einmal während einer anspruchsvollen Auffahrt oder einer technischen Hardenduro-Passage Schweiß direkt in die Augen bekommen hat, weiß, wie unangenehm das sein kann.

Hier würden wir uns eine gleichmäßigere Kontaktfläche beziehungsweise eine bessere Führung des Schweißes wünschen.

Bei normalen Enduro-Fahrten war dieser Punkt weniger auffällig. Besonders bei hoher körperlicher Belastung und entsprechend starkem Schwitzen kann er allerdings relevant werden.

Sichtfeld und Nutzung mit einer normalen Brille

Der Gesamtausschnitt der Acerbis Vulcan Enduro fällt nach unserem Eindruck vergleichsweise schmal aus.

Acerbis gibt die Brille zwar als OTG-kompatibel – Over The Glasses – an, sodass sie grundsätzlich auch über einer Korrekturbrille getragen werden können soll.

Nach unserem praktischen Eindruck würden wir sie für Brillenträger allerdings nur eingeschränkt empfehlen. Je nach Größe und Form der normalen Brille kann der Platz relativ knapp werden.

Wer dauerhaft mit einer Korrekturbrille unter der Enduro-Brille fahren möchte, sollte die Kombination deshalb möglichst vor dem Kauf ausprobieren.

Acerbis Vulcan Enduro mit verspiegeltem Silberglas im Test

Während unseres Tests verwendeten wir hauptsächlich die Variante mit verspiegelter silberner Scheibe.

Und genau dieses Glas hat uns sehr gut gefallen.

Verspiegelte Scheiben sehen zwar nicht nur sportlich aus, entscheidend ist im Offroad-Bereich aber vor allem, wie stark sie tatsächlich abdunkeln. Ein extrem dunkles Glas kann auf einer offenen Motocross-Strecke bei strahlendem Sonnenschein hervorragend funktionieren. Sobald man damit jedoch in einen dunkleren Waldabschnitt fährt, wird es schnell problematisch.

Das silberne Spiegelglas der Vulcan Enduro ist hier angenehm ausgewogen.

Nicht zu dunkel – auch im Wald gut nutzbar

Die verspiegelte Silberscheibe ist nicht übermäßig dunkel.

Dadurch konnten wir sie auch bei Fahrten im Wald gut verwenden. Selbst bei wechselnden Lichtbedingungen blieben Geländeformen ausreichend gut sichtbar.

Besonders wichtig war für uns dabei die Erkennbarkeit von:

  • Spurrillen
  • Wurzeln
  • Kanten
  • Löchern
  • Bodenwellen
  • unterschiedlichen Untergründen
  • Geländeübergängen und Konturen

Genau diese Details müssen beim Enduro möglichst früh erkannt werden.

Das Silberglas bot in unserem Test einen gelungenen Kompromiss zwischen Lichtschutz und ausreichender Durchsicht in dunkleren Streckenabschnitten.

Kein störendes Beschlagen bei Regen

Natürlich haben wir die Acerbis Vulcan Enduro auch bei Regen eingesetzt.

Dabei hatten wir mit der von uns getesteten Scheibe keine nennenswerten Probleme mit einer beschlagenen Innenseite.

Die Belüftung funktionierte bei unseren Testbedingungen zuverlässig. Selbst bei feuchter Witterung blieb die Sicht entsprechend brauchbar.

Das ist beim Enduro besonders wichtig. Bei Regen steigt die Luftfeuchtigkeit stark an, gleichzeitig produziert der Fahrer durch die körperliche Belastung viel Wärme und Schweiß. Kommt dann noch wenig Fahrtwind hinzu, kann eine schlecht belüftete Brille sehr schnell anlaufen.

Bei unserem Test der Vulcan Enduro trat dieses Problem erfreulicherweise nicht in störendem Umfang auf.

Doppelglas für besonders schwierige Bedingungen

Zusätzlich bietet Acerbis für die Vulcan eine Double Lens, also eine Doppelglasscheibe, an.

Das Prinzip kennt man beispielsweise auch von Skibrillen. Zwischen äußerer und innerer Scheibe befindet sich eine isolierende Luftschicht. Dadurch werden die Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenseite reduziert.

Das soll das Beschlagen der Innenscheibe nochmals deutlich vermindern.

Gerade für:

  • Regenrennen
  • kalte Temperaturen
  • nasse Wintertrainings
  • langsame Hardenduro-Passagen
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • wechselnde Temperaturen

ist eine Doppelglasscheibe interessant.

Wer regelmäßig unter solchen Bedingungen fährt, sollte sich diese Version deshalb genauer ansehen.

Welche Gläser gibt es für die Acerbis Vulcan?

Acerbis bietet mehrere Scheiben für die Vulcan-Serie an.

Verfügbar sind:

Double Lens Vulcan

Die Doppelglasscheibe ist vor allem für feuchte, kalte und wechselhafte Bedingungen interessant. Durch die Luftschicht zwischen den beiden Scheiben soll das Beschlagen reduziert werden.

Mirror Lens Vulcan

Die verspiegelte Scheibe ist für helle Bedingungen gedacht. Wir haben die silberne Spiegelversion getestet und fanden die Abstimmung auch bei Waldpassagen gelungen.

Dark Lens Vulcan

Eine dunkle Scheibe bietet sich insbesondere bei starkem Sonnenschein und offenen Strecken an.

Transparent Lens Vulcan

Die klare Scheibe ist universell bei schlechtem Wetter, dunklen Waldpassagen oder geringer Sonneneinstrahlung einsetzbar.

Tear-Off-Pins serienmäßig vorhanden

Die Scheiben sind mit Pins zur Aufnahme von Abreißfolien beziehungsweise Tear-Offs ausgestattet.

Gerade bei Rennen mit viel Schlamm kann das ein entscheidender Vorteil sein. Wird die Scheibe durch den vorausfahrenden Fahrer komplett mit Dreck bedeckt, kann die oberste Folie abgezogen werden und innerhalb weniger Sekunden steht wieder eine saubere Sichtfläche zur Verfügung.

Für klassische Enduro-Ausfahrten benötigt man Tear-Offs sicherlich nicht ständig. Im Rennbetrieb ist die Vorbereitung dafür jedoch praktisch.

Vulcan auch als Roll-Off-Version erhältlich

Für besonders schlammige Verhältnisse gibt es die Acerbis Vulcan zusätzlich als Roll-Off-Version.

Das Roll-Off-System arbeitet mit einem 50 mm breiten Film. Dadurch steht eine vergleichsweise große saubere Sichtfläche zur Verfügung.

Der Roll-Off-Kit kann laut Acerbis grundsätzlich an jeder Vulcan-Brille montiert werden.

Für extreme Schlammbedingungen ist ein Roll-Off-System oftmals die praktischere Lösung gegenüber mehreren übereinanderliegenden Tear-Offs, da kontinuierlich frischer Film über den Sichtbereich gezogen werden kann.

Scheibenwechsel: Einfach und schnell

Ein weiterer Pluspunkt der Acerbis Vulcan Enduro ist der unkomplizierte Scheibenwechsel.

Acerbis verwendet dafür seitliche Schieber beziehungsweise Verriegelungen. Dadurch muss man die Scheibe nicht mühsam Stück für Stück aus einem stark gespannten Rahmen herauslösen.

Das System erleichtert nicht nur den Wechsel auf eine andere Tönung, sondern auch die Reinigung nach einer schlammigen Enduro-Runde.

In unserem Test ließ sich die Scheibe zügig und unkompliziert entfernen und wieder einsetzen.

Das ist gerade dann praktisch, wenn sich Staub, Schlamm oder Wasser zwischen Rahmen, Schaumstoff und Scheibe angesammelt haben.

So wird die Scheibe der Acerbis Vulcan gewechselt

Acerbis empfiehlt, die Scheibe möglichst bei Raumtemperatur zu entfernen. Dadurch bleibt der Kunststoff ausreichend flexibel.

Der Wechsel funktioniert folgendermaßen:

  1. Einen der seitlichen Schieber nach unten drücken.
  2. Den Schieber anschließend nach außen bewegen.
  3. Den gleichen Vorgang auf der gegenüberliegenden Seite wiederholen.
  4. Die entriegelte Scheibe aus dem Rahmen entfernen.
  5. Scheibe reinigen oder eine andere Scheibenvariante einsetzen.
  6. Die Verriegelungen anschließend wieder vollständig schließen.

In der Praxis funktioniert das System erfreulich schnell.

Gerade Fahrer, die je nach Wetter zwischen klarer, dunkler und verspiegelter Scheibe wechseln, werden dieses System zu schätzen wissen.

Reinigung nach schlammigen Fahrten

Durch die schnell herausnehmbare Scheibe lässt sich die Vulcan auch vergleichsweise unkompliziert gründlich reinigen.

Das ist wichtiger, als es auf den ersten Blick klingt.

Nach einer extrem schlammigen Tour befindet sich Dreck oftmals nicht nur auf der Außenseite der Scheibe. Schlammwasser kann sich ebenso an den Rändern, zwischen Rahmen und Glas oder an den Belüftungsöffnungen sammeln.

Kann das Glas vollständig entnommen werden, erreicht man diese Bereiche wesentlich einfacher.

Beim Schaumstoff sollte man dagegen möglichst vorsichtig vorgehen. Starkes Reiben oder aggressives Auswaschen kann die Verklebung und Struktur des Schaums auf Dauer beschädigen.

Preise der Acerbis Vulcan Enduro

Preislich liegt die Vulcan Enduro im gehobenen Bereich klassischer Offroad-Brillen.

Die von uns vorliegenden Preise unterscheiden sich je nach Scheiben- beziehungsweise Roll-Off-Ausstattung:

  • Acerbis Vulcan mit klarer Standardscheibe: 74,95 Euro
  • Acerbis Vulcan mit verspiegelter silberner Scheibe: 84,95 Euro
  • Acerbis Vulcan mit Doppelglas: 84,95 Euro
  • Acerbis Vulcan Roll-Off-Version: 104,95 Euro

Unsere getestete Version mit verspiegelter silberner Scheibe liegt damit bei 84,95 Euro.

Für wen eignet sich die Acerbis Vulcan Enduro?

Die Vulcan Enduro eignet sich unserer Einschätzung nach besonders für Fahrer, die eine robuste Offroad-Brille mit verschiedenen Scheibenoptionen suchen und regelmäßig unter wechselnden Bedingungen unterwegs sind.

Besonders interessant ist sie für:

  • klassische Enduro-Fahrer
  • Hardenduro-Fahrer
  • Rennfahrer
  • Fahrer mit häufig wechselnden Lichtverhältnissen
  • Fahrer, die regelmäßig zwischen verschiedenen Scheiben wechseln
  • Nutzer von Tear-Off-Systemen
  • Fahrer, die optional ein Roll-Off-System verwenden möchten
  • Fahrer, die bei Regen und feuchter Witterung unterwegs sind

Brillenträger sollten dagegen vor dem Kauf ausprobieren, ob ihre Korrekturbrille ausreichend Platz unter der Vulcan findet.

Vorteile und Nachteile der Acerbis Vulcan Enduro

Vorteile

  • gute Gesamtgröße für verschiedene Offroad-Helme
  • sauberer Abschluss zum Helmausschnitt
  • 45 mm breites und gut verstellbares Brillenband
  • drei Silikonstreifen verhindern ein Verrutschen auf dem Helm
  • mehrlagiger Schaumstoff
  • gute Schweißaufnahme
  • einfacher und schneller Scheibenwechsel
  • verschiedene Scheibentönungen erhältlich
  • gutes verspiegeltes Silberglas
  • Silberglas auch in Waldpassagen ausreichend hell
  • Spurrillen und Konturen bleiben gut erkennbar
  • im Test keine relevanten Probleme mit Beschlagen bei Regen
  • Doppelglas erhältlich
  • Tear-Off-Pins vorhanden
  • Roll-Off-System verfügbar
  • 50-mm-Roll-Off-Film
  • abnehmbarer Nasenschutz
  • abnehmbares Brillenband

Nachteile

  • geknickte beziehungsweise strukturierte Schaumstoffoberfläche kann Schweiß ungünstig ins Gesicht ableiten
  • trotz OTG-Angabe aus unserer Sicht für größere Korrekturbrillen nur eingeschränkt geeignet

Fazit zum Acerbis Vulcan Enduro Test

Die Acerbis Vulcan Enduro hat sich in unserem längeren Praxistest insgesamt als durchdachte und vielseitige Offroad-Brille präsentiert.

Besonders gefallen haben uns die gute Passform in unterschiedlichen Enduro-Helmen, das breite und rutschfeste Brillenband sowie der unkomplizierte Scheibenwechsel.

Auch die von uns getestete verspiegelte Silberscheibe konnte überzeugen. Sie reduziert das Licht ausreichend, bleibt aber hell genug, um auch in Waldpassagen Spurrillen, Konturen und Bodenunebenheiten sauber erkennen zu können.

Bei Regen hatten wir ebenfalls keine Probleme mit starkem Beschlagen. Wer besonders häufig bei kalter und nasser Witterung fährt, bekommt zusätzlich eine spezielle Doppelglas-Version.

Mit Tear-Off-Vorbereitung und optionalem Roll-Off-System ist die Vulcan außerdem für harte Rennbedingungen gerüstet.

Einen Kritikpunkt gibt es allerdings beim Gesichtsschaum. Die mehrlagige Konstruktion nimmt Schweiß grundsätzlich gut auf, allerdings können die geknickten Bereiche der Oberfläche Flüssigkeit ungünstig ableiten. Bei sehr hoher körperlicher Belastung ist uns dadurch vereinzelt Schweiß direkt ins Gesicht beziehungsweise in die Augen gelaufen.

Auch Brillenträger sollten den relativ schmalen Innenbereich berücksichtigen und die Kombination mit ihrer Korrekturbrille möglichst vorher ausprobieren.

Unterm Strich bietet die Acerbis Vulcan Enduro jedoch ein umfangreiches Gesamtpaket für Enduro-, Hardenduro- und Rennfahrer, die Wert auf schnell wechselbare Scheiben, unterschiedliche Glasoptionen und die Möglichkeit zur Nutzung eines Roll-Off-Systems legen.

Hinweis: Die Brille wurde uns von Acerbis zur Verfügung gestellt.

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