Nach der Sommerpause ging es für die Nachwuchsfahrer des ADAC Enduro Jugendcup Mitte 2026 endlich wieder um Meisterschaftspunkte. Beim AMC Hohe Aßlitz Sonnefeld stand am vergangenen Wochenende der vierte und damit vorletzte Saisonlauf auf dem Programm. Nach den bisherigen Stationen in Neuhaus-Schierschnitz, Lederhose und Schlüchtern begann damit die entscheidende Phase im Kampf um die Meisterschaftsplätze.
Gleichzeitig hatte die Veranstaltung in Sonnefeld für den gastgebenden Verein eine ganz besondere Bedeutung. Mit Blick auf den Bundesendlauf 2027 diente der diesjährige Jugendcup als wichtige Generalprobe – und diese bestand der AMC Hohe Aßlitz Sonnefeld mit Bravour.
Eine hervorragend organisierte Veranstaltung, ein reibungsloser Ablauf und eine bestens vorbereitete Strecke sorgten für einen rundum gelungenen Renntag. Auch sportlich wurde den Zuschauern einiges geboten.
Abwechslungsreiche Strecke mit echtem Endurocharakter
Bereits im Vorfeld hatte der Verein eine vielseitige Streckenführung angekündigt – und die Strecke hielt, was sie versprach.
Wiesen- und Waldpassagen wechselten sich mit Auf- und Abfahrten sowie künstlichen Hindernissen ab. Damit bekamen die jungen Fahrer einen echten Enduromix geboten und mussten sich während des gesamten Renntages immer wieder auf unterschiedliche Bedingungen einstellen.
Gerade für den Enduronachwuchs war das ein anspruchsvoller, aber gleichzeitig sehr lehrreicher Kurs. Nicht allein Geschwindigkeit war gefragt. Auch Fahrtechnik, Konzentration und eine saubere Linienwahl spielten eine wichtige Rolle.
Technischer Endurotest trifft schnellen Crossabschnitt
Besonders positiv fiel die Sonderprüfung in Sonnefeld auf.
Der Endurotest kombinierte technische Passagen und Singletrails mit künstlichen Hindernissen. Dazu kam ein flüssigerer Crossabschnitt auf dem Acker, auf dem die Fahrer das Motorrad richtig laufen lassen konnten.
Genau diese Mischung machte die Prüfung interessant. In den technischen Bereichen konnten kleine Fehler schnell wertvolle Sekunden kosten, während auf den schnelleren Passagen ein sauberer Rhythmus und konsequentes Tempo gefragt waren.
Damit kam es nicht ausschließlich auf die reine Geschwindigkeit an. Wer vorne landen wollte, musste technisch sauber fahren und gleichzeitig die richtige Linie treffen.
Die vielleicht wichtigste Nachricht des gesamten Renntages gab es jedoch unabhängig von den gefahrenen Zeiten: Die Veranstaltung verlief ohne Unfälle.
Neben der starken Organisation und den sportlichen Leistungen war dies zweifellos einer der erfreulichsten Aspekte des Wochenendes.
Jugend 125ccm: Max Eppelmann setzt sich vor Maximilian Voith durch
Sportlich richteten sich viele Blicke auf die Klasse Jugend 125ccm.
Hier meldete sich Max Eppelmann nach seinem Erfolg beim Saisonauftakt eindrucksvoll an der Spitze zurück. Über insgesamt sieben gewertete Sonderprüfungen erreichte Eppelmann eine Gesamtzeit von 41:47,478 Minuten und war damit in Sonnefeld das Maß der Dinge.
Bemerkenswert war dabei vor allem seine Entwicklung über den gesamten Renntag. Eppelmann steigerte sich kontinuierlich und setzte seine schnellste Zeit ausgerechnet in der letzten Sonderprüfung.
Mit 5:43,229 Minuten unterstrich er dort noch einmal seine starke Tagesform.
Ganz abschütteln konnte er seinen direkten Verfolger allerdings nicht.
Maximilian Voith bestätigte nach seinen starken Auftritten bei den vorangegangenen Veranstaltungen erneut seine Form. Nach sieben gewerteten Prüfungen fehlten ihm lediglich 25,426 Sekunden auf den Tagessieger.
Damit blieb der Kampf um den Sieg bis zum Ende spannend.
Auf Rang drei landete Lenny Hofmann, der sich vor Aaron Eisele und Lias Köhler behaupten konnte.
Schüler 50ccm: Nur 6,366 Sekunden entscheiden über den Sieg
Auch in den jüngeren Nachwuchsklassen wurde um jede einzelne Sekunde gekämpft.
Besonders eng fiel die Entscheidung in der Klasse Schüler 50ccm aus.
Nach drei gewerteten Sonderprüfungen setzte sich Moritz Anders durch. Sein Vorsprung auf Milo Anders betrug gerade einmal 6,366 Sekunden.
Damit lieferten sich beide eines der engsten Duelle des gesamten Veranstaltungstages.
Den dritten Platz sicherte sich Malo Berthold.
Schüler 65ccm: Ben Raschke bleibt stark
In der Klasse Schüler 65ccm setzte Ben Raschke seine starke Saison fort.
Vier gewertete Prüfungen absolvierte Raschke in einer Gesamtzeit von 19:47,649 Minuten. Für einen deutlichen Sieg reichte es allerdings nicht, denn Luca Deininger blieb dicht dran.
Am Ende trennten die beiden lediglich 11,965 Sekunden.
Den dritten Rang und damit den letzten Platz auf dem Podium sicherte sich Korbinian Baier.
Jugend 85B: Nils Lindner gewinnt vor Richard Lehmann
In der Klasse Jugend 85B führte an diesem Tag kein Weg an Nils Lindner vorbei.
Mit einer Gesamtzeit von 41:00,983 Minuten setzte er sich an die Spitze der Wertung.
Doch auch hier blieb die Entscheidung vergleichsweise knapp. Richard Lehmann lag nach den gewerteten Prüfungen nur 29,249 Sekunden hinter Lindner.
Tim Schaller komplettierte das Podium auf Rang drei.
Jugend 85A: Paul Wirth holt den Tagessieg
In der Klasse Jugend 85A ging der Sieg an Paul Wirth.
Auf dem zweiten Platz folgte Len Berthold, während Emil Doras den dritten Rang belegte.
Gerade diese beiden Platzierungen sollten später auch in der Mannschaftswertung noch eine wichtige Rolle spielen.
Ladies-Wertung: Mia Abelein erfolgreich
Auch die Ladies-Wertung war beim ADAC Enduro Jugendcup Mitte in Sonnefeld wieder vertreten.
Hier setzte sich Mia Abelein durch.
Auf den weiteren Plätzen folgten Magdalena Höfer und Nele Taig.
ADAC Hessen-Thüringen gewinnt die Mannschaftswertung
Spannend verlief auch die Mannschaftswertung.
Den Tagessieg sicherte sich ADAC Hessen-Thüringen 1.
Entscheidend waren vor allem die starken Einzelresultate der Fahrer. Nils Lindner und Max Eppelmann gewannen jeweils ihre Klassen. Dazu kamen der zweite Platz von Len Berthold sowie Rang drei von Emil Doras in der Jugend 85A.
Die drei besten gewerteten Resultate ergaben am Ende eine Platzierungssumme von lediglich vier Punkten.
Damit ging der Mannschaftssieg an ADAC Hessen-Thüringen 1.
ADAC Nordbayern knapp dahinter
Auf Rang zwei folgte ADAC Nordbayern 1.
Für die Mannschaft gingen Moritz Anders, Maximilian Voith, Tim Schaller und Mia Abelein an den Start.
Mit einer Platzierungssumme von sechs Punkten fehlte nicht viel zum Mannschaftssieg.
Den dritten Platz holte sich ADAC Nordbayern 2 mit Lenny Hofmann, Korbinian Baier, Lias Köhler und Liam Paul.
Dahinter folgten:
- ADAC Nordbayern 3
- MC Isolator
- ADAC Hessen-Thüringen 2
Damit zeigte sich auch in der Mannschaftswertung, wie ausgeglichen die Leistungen beim vierten Lauf des ADAC Enduro Jugendcup Mitte 2026 waren.
Nachwuchsgewinnung beginnt neben der Rennstrecke
Ein besonderes Lob verdiente sich der AMC Hohe Aßlitz Sonnefeld nicht nur für die Organisation des eigentlichen Jugendcup-Laufes, sondern auch für das Rahmenprogramm.
Zwischen den beiden Läufen veranstaltete der Verein ein Lauf- und Fahrradrennen für Kinder zwischen zwei und zehn Jahren.
Das Angebot wurde hervorragend angenommen.
Gerade für eine Nachwuchsserie wie den ADAC Enduro Jugendcup Mitte ist eine solche Aktion enorm wertvoll. Während die älteren Nachwuchsfahrer bereits auf ihren Motorrädern um Meisterschaftspunkte kämpfen, konnten die Jüngsten spielerisch erste Rennluft schnuppern.
Vielleicht stand dabei sogar schon der eine oder andere zukünftige Teilnehmer des Jugendcups an der Startlinie.
Jedes teilnehmende Kind erhielt eine Medaille sowie Sachpreise – eine schöne Erinnerung und gleichzeitig zusätzliche Motivation für den Nachwuchs.
Ergebnisse
Alle Ergebnisse gibt es auf der offiziellen Webseite (LINK).
Auch abseits der Strecke bestens organisiert
Dass eine erfolgreiche Enduroveranstaltung nicht allein aus Strecke und Zeitnahme besteht, zeigte sich ebenfalls in Sonnefeld.
Das Cateringteam des AMC Sonnefeld kümmerte sich während des gesamten Veranstaltungstages um Fahrer, Familien, Helfer und Zuschauer.
Damit passte auch das Umfeld zur insgesamt sehr gelungenen Organisation des vierten Saisonlaufes.
Sonnefeld macht Lust auf den Bundesendlauf 2027
Am Ende konnte der AMC Hohe Aßlitz Sonnefeld auf einen durchweg gelungenen Veranstaltungstag zurückblicken.
Die abwechslungsreiche Strecke mit echtem Endurocharakter, eine attraktive Sonderprüfung, der reibungslose organisatorische Ablauf und das zusätzliche Angebot für den jüngsten Nachwuchs machten den vierten Saisonlauf des ADAC Enduro Jugendcup Mitte 2026 zu einer gelungenen Veranstaltung.
Gleichzeitig zeigte der Verein eindrucksvoll, dass er für eine noch größere Aufgabe gerüstet ist.
Die Generalprobe für den Bundesendlauf 2027 wurde mit Bravour bestanden.
Saisonfinale am 3. Oktober beim MSC Schwabhausen
Für die Fahrer des ADAC Enduro Jugendcup Mitte 2026 richtet sich der Blick nun auf das große Saisonfinale.
Am 3. Oktober geht es beim MSC Schwabhausen ein letztes Mal um Punkte.
Dort fallen die endgültigen Entscheidungen in den einzelnen Klassen und in der Meisterschaft.
Nach dem erfolgreichen Lauf in Sonnefeld dürfte für Spannung gesorgt sein.
Ein Dank gilt neben dem AMC Hohe Aßlitz Sonnefeld und seinen zahlreichen Helfern auch den Seriensponsoren Addinol, MXC und Weber-Werke, die mit ihrer Unterstützung einen wichtigen Beitrag zum ADAC Enduro Jugendcup Mitte und damit zur Förderung des Enduronachwuchses leisten.
Quelle: Denis Günther, Fotos von Antje-Biana Schott