Teilnehmerrekord beim IGE & ADAC CC Enduro Cup West in Bad Windsheim

418 Teilnehmer, wechselhafte Wetterbedingungen, anspruchsvolle Streckenpassagen und spektakuläre Rennen: Der vorletzte Lauf der IGE & ADAC CC Cup West Serie 2026 in Bad Windsheim hatte einiges zu bieten. Am Wochenende vom 12. bis 13. September 2026 gastierten die IGE und der ADAC CC Enduro Cup West im nordbayerischen Bad Windsheim – und sorgten dort für einen echten Teilnehmerrekord.

Wie bereits im Vorbericht angekündigt, wurde die Streckenführung für die diesjährige Veranstaltung angepasst. Mehr künstliche Hindernisse, zusätzliche technische Passagen und diverse Steilauffahrten sorgten dafür, dass die traditionsreiche Strecke noch abwechslungsreicher wurde.

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Damit kamen sowohl technisch versierte Enduro-Fahrer als auch die Freunde schneller Streckenabschnitte voll auf ihre Kosten.

Neue Streckenführung bringt zusätzliche Herausforderungen

Die Verantwortlichen hatten die bekannte Strecke rund um Bad Windsheim an mehreren Stellen überarbeitet. Vor allem die zusätzlichen künstlichen Hindernisse und die verschiedenen Steilauffahrten verlangten von den Fahrern deutlich mehr als nur Geschwindigkeit.

Während auf einigen Abschnitten weiterhin ein hohes Tempo möglich war, kam es an anderen Stellen auf saubere Linienwahl, Gefühl am Gas und die richtige Technik an.

Doch wie so oft im Endurosport gibt es einen Faktor, den selbst die beste Streckenplanung nicht beeinflussen kann: das Wetter.

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Wer auf die vergangenen Veranstaltungen in Bad Windsheim zurückblickt, erkennt fast schon ein festes Muster. Am Samstag wird bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein gefahren – und spätestens am Sonntagmittag setzt der Regen ein.

Auch 2026 sollte es wieder genauso kommen.

Staubiger Auftakt beim Kids-Lauf

Bereits beim stark besetzten Kids-Lauf am Samstagmorgen um 9:30 Uhr war auf der Strecke eine leichte Staubentwicklung zu erkennen.

Die trockenen Bedingungen sorgten zunächst für guten Grip und schnelle Rundenzeiten. Im weiteren Tagesverlauf wurde die Strecke zunehmend trockener, sodass beim anschließenden Jedermannslauf ordentlich Staub aufgewirbelt wurde.

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Vor allem die hohen Starterzahlen sorgten dabei für mächtig Betrieb auf der Strecke.

106 Fahrer im Jedermannslauf

Allein in der Klasse 99 gingen beim Zwei-Stunden-Rennen beeindruckende 106 Fahrer an den Start.

Damit war auf der Strecke entsprechend viel los. Die Fahrer kämpften nicht nur gegen die Uhr, sondern auch um die besten Linien und natürlich um die vorderen Positionen.

Beim anschließenden Drei-Stunden-Rennen gingen zusätzlich 68 Teams an den Start.

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Entsprechend hoch war der sportliche Stellenwert des Rennens. Über drei Stunden galt es, konstant schnelle Rundenzeiten zu fahren und gleichzeitig möglichst fehlerfrei durch die teilweise anspruchsvollen Streckenpassagen zu kommen.

MMC Schweinfurt gewinnt das Drei-Stunden-Rennen

Den deutlichsten Sieg des Samstags holte sich das Team MMC Schweinfurt.

Mit insgesamt 22 gefahrenen Runden setzte sich das Team an die Spitze des Klassements.

Dahinter entwickelte sich ein enger Kampf um die weiteren Podiumsplätze.

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Mit jeweils einer Runde Rückstand folgten:

  • Platz 1: Team MMC Schweinfurt – 22 Runden
  • Platz 2: Team Werthmann – 21 Runden
  • Platz 3: Team Rissbildung MSC Alzey – 21 Runden

Damit war das Podium des Drei-Stunden-Rennens komplett.

Der Regen kommt in der Nacht

Bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag waren die ersten Regentropfen zu spüren.

Zunächst blieb der Einfluss auf die Strecke allerdings überschaubar. Der Untergrund war durch den trockenen Samstag so stark ausgetrocknet, dass die ersten Niederschläge kaum Auswirkungen hatten.

Das änderte sich am Sonntagmorgen.

Kurz nach dem Start des ersten Rennens zogen mehrere kurze Schauer über Bad Windsheim.

Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich die zuvor staubtrockene Strecke in eine regelrechte Rutschpartie.

113 Fahrer arbeiten die Strecke wieder trocken

Mit 113 gestarteten Fahrern war allerdings auch am Sonntagmorgen mächtig Betrieb auf der Strecke.

Das hatte einen interessanten Nebeneffekt: Die aufgeweichte oberste Bodenschicht wurde durch die vielen Motorräder schnell wieder in den Untergrund eingearbeitet.

Nach der anfänglichen Rutschpartie entwickelte sich dadurch bereits nach kurzer Zeit wieder ein erstaunlich gut fahrbarer Boden.

Für viele Fahrer entstanden damit sogar richtig gute Enduro-Bedingungen.

Besonders gut kamen die Nachwuchsfahrer mit den wechselnden Bedingungen zurecht.

Frederik Härtner gewinnt bei den Youngstern

Bei den Youngstern bis 18 Jahre zeigte sich, wer mit dem wechselhaften Untergrund besonders gut zurechtkam.

Frederik Härtner setzte sich mit insgesamt 21 gefahrenen Runden an die Spitze und sicherte sich den Gesamtsieg.

Dahinter folgten Maximilian Voith und Aaron Eisele vom Team ADAC Pfalz.

Das Ergebnis der Youngster:

  • Platz 1: Frederik Härtner – 21 Runden
  • Platz 2: Maximilian Voith
  • Platz 3: Aaron Eisele – Team ADAC Pfalz

Damit war der Vormittag sportlich bereits bestens angerichtet.

Was anschließend folgte, sollte die Fahrer jedoch noch einmal deutlich stärker fordern.

Sportfahrer starten unter schwierigen Bedingungen

Zum letzten Lauf des Rennwochenendes gingen wie gewohnt die Sportfahrer, E-Bike-Fahrer und Teilnehmer der Sprintklasse an den Start.

Bereits während der Fahrerbesprechung setzte der erste Regenschauer ein.

Danach beruhigte sich das Wetter zunächst wieder. Rund 50 Minuten lang blieb es trocken.

Doch anschließend öffnete der Himmel endgültig seine Schleusen.

Sintflutartige Regenfälle verwandelten die bereits stark ausgefahrene Strecke innerhalb kürzester Zeit.

Teile der Strecke müssen gesperrt werden

Der massive Regen sorgte dafür, dass einige Streckenabschnitte zeitweise kaum noch fahrbar waren.

Teilweise mussten Passagen sogar vollständig gesperrt werden.

Besonders problematisch entwickelten sich die steilen Auf- und Abfahrten. Dort war kaum noch ausreichend Traktion vorhanden, um kontrolliert nach oben oder unten zu kommen.

Doch nicht nur der Boden stellte die Fahrer vor Probleme.

Auch die künstlichen Hindernisse wurden durch den Regen deutlich anspruchsvoller.

Nasse Baumstämme und Reifen boten praktisch keinen Grip mehr. Wer hier nicht mit einer äußerst gefühlvollen Gashand unterwegs war, fand sich schnell neben der Ideallinie oder sogar auf dem Boden wieder.

Aufgeben war keine Option

Trotz der teilweise extrem schwierigen Bedingungen dachte kaum jemand daran, das Rennen vorzeitig zu beenden.

Nachdem der stärkste Regen nachgelassen hatte, begann sich die Situation langsam wieder zu verbessern.

Runde für Runde wurde die zuvor teilweise geflutete Strecke wieder besser fahrbar.

Genau in solchen Situationen zeigt sich, was Endurosport ausmacht.

Während reine Geschwindigkeit weiterhin wichtig war, entschieden jetzt vor allem eine saubere Linienwahl, Gefühl am Gas und ein kühler Kopf über schnelle Rundenzeiten.

Max Stradtner dominiert im Schlamm

Einer kam mit diesen Bedingungen besonders gut zurecht: Max Stradtner.

Der Lokalmatador und aktuelle Führende der Enduro-DM in der Jugendklasse lieferte eine beeindruckende Vorstellung ab.

Stradtner bewies eindrucksvoll, dass er nicht nur auf trockener Strecke schnell unterwegs sein kann.

Auch im tiefen und extrem rutschigen Schlamm fand er offenbar immer wieder die schnellsten Linien.

Am Ende stand ein außergewöhnlich deutlicher Vorsprung.

Mit zwei Runden Vorsprung sicherte sich Max Stradtner den ersten Platz im Gesamtklassement.

Benjamin Richter und Jonathan Enners auf dem Podium

Hinter Stradtner ging es ebenfalls hochkarätig zur Sache.

Den zweiten Platz sicherte sich Benjamin Richter, der unter anderem als Gewinner der Bronze-Klasse bei den Red Bull Romaniacs bereits seine Qualitäten unter schwierigen Enduro-Bedingungen unter Beweis gestellt hat.

Auf Rang drei folgte Jonathan Enners.

Das Gesamtpodium des abschließenden Rennens:

  • Platz 1: Max Stradtner
  • Platz 2: Benjamin Richter
  • Platz 3: Jonathan Enners

Besonders der Vorsprung von zwei Runden unter diesen schwierigen Bedingungen unterstrich die starke Vorstellung von Stradtner.

Ergebnisse & Galerie

  • Die Ergebnisse gibt es auf der offiziellen Webseite (LINK)
  • Die Fotos findet man unter folgendem –Link

Teilnehmerrekord mit 418 Startern

Unterm Strich war der vorletzte Lauf der IGE & ADAC CC Cup West Serie 2026 ein rundum gelungenes Rennwochenende.

Neben den spannenden Rennen und den wechselnden Streckenbedingungen sorgte insbesondere die enorme Beteiligung für zufriedene Gesichter bei Veranstaltern und Beteiligten.

Insgesamt standen am Wochenende unglaubliche 418 Teilnehmer am Start.

Damit konnte die Veranstaltung in Bad Windsheim einen beeindruckenden Teilnehmerrekord verbuchen.

Auch die Rückmeldungen der Fahrer fielen entsprechend positiv aus.

Von trockenen und schnellen Bedingungen am Samstag über rutschige Passagen am Sonntagmorgen bis hin zur regelrechten Schlammschlacht beim abschließenden Lauf war an diesem Wochenende praktisch alles dabei, was ein abwechslungsreiches Enduro-Rennen ausmacht.

Trackview: So sah die Strecke in Bad Windsheim aus

Wer sich selbst einen Eindruck von der Streckenführung und den verschiedenen Passagen machen möchte, sollte einen Blick in den Trackview aus Bad Windsheim werfen.

Hier lässt sich noch einmal nachvollziehen, welche Streckenabschnitte die Fahrer am Wochenende bewältigen mussten und wo die besonderen Herausforderungen lagen.

Trackview: Video haben wir oben eingefügt!

Saisonfinale am 17. und 18. Oktober 2026 in Mernes

Nach dem spektakulären Rennwochenende in Bad Windsheim richtet sich der Blick jetzt bereits auf das große Saisonfinale.

Der letzte Lauf der IGE & ADAC CC Enduro Cup West Serie 2026 findet am 17. und 18. Oktober 2026 in Mernes statt.

Dort werden die letzten Punkte der Saison vergeben – und entsprechend spannend dürfte es in den einzelnen Klassen noch einmal werden.

Nach dem Teilnehmerrekord und der Schlammschlacht von Bad Windsheim steht damit bereits das nächste große Enduro-Wochenende vor der Tür.

Quelle: ADAC Pfalz, Julian Mayer, Fotos: Rudi Oberländer ro_fotos

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