EnduroGP Frankreich 2026: Jeremy Sydow holt zwei Podestplätze – Josep Garcia vorzeitig Weltmeister

Jeremy Sydow hat beim vorletzten Lauf der FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft 2026 im französischen Saint-Agrève erneut ein starkes Rennwochenende abgeliefert. Der Triumph-Werksfahrer sicherte sich an beiden Fahrtagen den zweiten Platz in der Enduro1-Klasse und bestätigte damit seinen deutlichen Aufwärtstrend auf der Triumph TF 250-E.

Während der Deutsche in der EnduroGP-Gesamtwertung mit den Plätzen acht und neun ebenfalls überzeugte, wurden die Tagessiege zwischen Zach Pichon und Josep Garcia aufgeteilt. Garcia krönte sich am Sonntag vorzeitig zum EnduroGP- und Enduro1-Weltmeister 2026.

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Auch weitere deutsche Fahrer waren beim EnduroGP von Frankreich am Start. Luca Fischeder, Leon Thoms und Garry Dittmann erlebten dabei ein Wochenende mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Jeremy Sydow zweimal Zweiter in der Enduro1-Klasse

Jeremy Sydow zeigte in Saint-Agrève erneut, dass er sich in seiner ersten Saison mit Triumph Factory Racing kontinuierlich steigert. Bereits bei den vorherigen Veranstaltungen hatte der Deutsche sein Potenzial angedeutet. In Frankreich konnte er dieses nun mit zwei weiteren Podestplätzen bestätigen.

Der Auftakt am Freitagabend verlief für Sydow zunächst solide. Im Super Test belegte er den sechsten Platz. Die entscheidenden Wertungsprüfungen folgten jedoch an den beiden darauffolgenden Fahrtagen.

Starke Leistung am ersten Fahrtag

Am Samstag fand Sydow schnell einen guten Rhythmus. Auf den anspruchsvollen Sonderprüfungen rund um Saint-Agrève gelangen ihm fünf Testzeiten innerhalb der besten fünf Fahrer der EnduroGP-Gesamtwertung.

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Damit bewegte er sich phasenweise auf Augenhöhe mit den schnellsten Fahrern der Weltmeisterschaft. Besonders bemerkenswert war die enorme Leistungsdichte im Kampf um die vorderen Positionen. Zwischen dem fünften und dem achten Platz lagen nach Abschluss des Tages lediglich zehn Sekunden.

Sydow beendete den ersten Fahrtag auf dem achten Platz der EnduroGP-Gesamtwertung. In der Enduro1-Klasse sicherte er sich souverän den zweiten Rang. Sein Vorsprung auf den Drittplatzierten betrug 23 Sekunden.

Lediglich Josep Garcia war in der E1-Kategorie schneller. Der KTM-Werksfahrer feierte am Samstag bereits seinen elften Klassensieg in Folge.

Erneutes Enduro1-Podium am Sonntag

Auch am zweiten Fahrtag konnte Jeremy Sydow seine starke Form bestätigen. Der Triumph-Pilot mischte erneut im erweiterten Kreis der EnduroGP-Spitzenfahrer mit und erzielte vier Testzeiten innerhalb der besten sechs.

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Auf einer Sonderprüfung fuhr Sydow sogar die drittschnellste Zeit des gesamten EnduroGP-Feldes. Einige kleinere Fehler verhinderten nach eigener Aussage eine noch bessere Platzierung in der Gesamtwertung.

Am Ende stand für ihn der neunte Gesamtrang. In der Enduro1-Klasse wurde er erneut Zweiter hinter Josep Garcia. Morgan Lesiardo komplettierte auf einer weiteren Triumph das Podium der E1-Kategorie.

Mit den beiden zweiten Plätzen sammelte Sydow wichtige WM-Punkte. In der EnduroGP-Gesamtwertung verbesserte er sich auf den zwölften Platz. In der Enduro1-Weltmeisterschaft liegt er vor dem Saisonfinale auf Rang fünf und hat den Abstand zu den ersten vier Fahrern weiter verkürzt.

Jeremy Sydow: „Ich bin wirklich glücklich mit dem Wochenende“

Jeremy Sydow zeigte sich nach dem Grand Prix von Frankreich zufrieden mit seiner Leistung und der Entwicklung während des Wochenendes.

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„Ich bin wirklich glücklich mit dem Wochenende. Zwei zweite Plätze in der Enduro1-Klasse sind ein großartiges Ergebnis. Es war außerdem fantastisch, vor so vielen leidenschaftlichen Fans zu fahren. Die Atmosphäre war das gesamte Wochenende über unglaublich.“

Sydow fühlte sich auf seiner Triumph TF 250-E sichtbar wohl. Vor allem im Extreme Test konnte er sich im Verlauf der Veranstaltung deutlich steigern.

„Ich habe mich auf dem Motorrad sehr gut gefühlt und bin mit unseren Fortschritten zufrieden. Einige kleinere Fehler haben mich am Sonntag leider ein besseres Ergebnis in der Gesamtwertung gekostet. Wir haben uns während des Wochenendes aber stark verbessert, besonders im Extreme Test. Das ist ein großer positiver Punkt.“

Auch die Vorbereitung durch seinen vorherigen Start in der Französischen Enduro-Meisterschaft zahlte sich aus.

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„Das gesamte Team hat einen großartigen Job gemacht. Ich freue mich darauf, diesen Schwung mit zum Finale nach Wales zu nehmen. Der Start in der Französischen Meisterschaft am vergangenen Wochenende hat mir bei der Vorbereitung definitiv geholfen. Das zeigt, wie wertvoll zusätzliche Rennzeit sein kann.“

Zach Pichon dominiert den ersten Fahrtag

Der erste Fahrtag beim Polisport GP von Frankreich wurde zur großen Show von Zach Pichon. Der Fahrer des TM MOTO Boano Factory Enduro Teams feierte seinen ersten EnduroGP-Gesamtsieg vor heimischem Publikum.

Bereits am Freitagabend hatte Pichon den Super Test gewonnen. Am Samstag setzte er dieses Tempo eindrucksvoll fort. Von den insgesamt neun Sonderprüfungen entschied der Franzose acht für sich.

Auf der ersten Runde gewann Pichon sowohl den Expotrade Cross Test als auch den GMOTO Enduro Test und den Polisport Extreme Test. Dadurch verschaffte er sich früh einen Vorsprung auf Steve Holcombe, Josep Garcia und Andrea Verona.

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Auch auf der zweiten Runde blieb Pichon fehlerfrei und gewann erneut alle drei Sonderprüfungen. Erst im abschließenden Extreme Test musste er sich mit der drittschnellsten Zeit zufriedengeben.

Sein Vorsprung im Ziel betrug 33 Sekunden auf Josep Garcia. Andrea Verona wurde weitere sieben Sekunden dahinter Dritter.

Holcombe verpasst nach Fehlern das Gesamtpodium

Steve Holcombe lag während des ersten Fahrtages lange auf dem zweiten Platz. Der Sherco-Werksfahrer konnte das Tempo von Pichon zwar nicht vollständig mitgehen, hielt Garcia und Verona zunächst jedoch hinter sich.

Ein Fehler im Enduro Test ermöglichte Garcia den Sprung auf Rang zwei. Im letzten Cross Test unterlief Holcombe ein weiterer Fehler, durch den Andrea Verona ebenfalls vorbeiziehen konnte.

Holcombe musste sich dadurch mit Platz vier zufriedengeben. Julien Roussaly zeigte vor seinem französischen Heimpublikum eine starke Leistung und erreichte mit Rang fünf sein bislang bestes Saisonergebnis.

Hamish Macdonald wurde Sechster. Damit belegte Sherco am ersten Fahrtag die Positionen vier, fünf und sechs.

Klassensiege für Holcombe, Pichon und Garcia

Neben seinem EnduroGP-Gesamtsieg gewann Zach Pichon am Samstag auch die Enduro2-Klasse. Er setzte sich mit rund 40 Sekunden Vorsprung gegen Andrea Verona durch. Hamish Macdonald komplettierte das E2-Podium.

In der Enduro3-Kategorie feierte Steve Holcombe seinen vierten Klassensieg in Folge. Sein Teamkollege Julien Roussaly sorgte als Zweiter für einen Sherco-Doppelerfolg. Brad Freeman wurde auf der Beta Dritter.

Die Enduro1-Wertung ging erwartungsgemäß an Josep Garcia. Der Spanier gewann auch den elften Fahrtag der Saison. Jeremy Sydow wurde Zweiter, Morgan Lesiardo Dritter.

Josep Garcia wird EnduroGP-Weltmeister 2026

Der zweite Fahrtag entwickelte sich zum großen Finale im Kampf um den EnduroGP-Weltmeistertitel. Josep Garcia sicherte sich mit dem Tagessieg vorzeitig die EnduroGP- und Enduro1-Weltmeisterschaft.

Für Garcia war es insgesamt bereits der neunte FIM-Enduro-Weltmeistertitel seiner Karriere.

Zunächst sah es allerdings erneut nach einem erfolgreichen Tag für Zach Pichon aus. Der Franzose gewann den ersten Cross Test sowie den ersten Enduro Test und übernahm damit die Führung.

Garcia konterte im Extreme Test und beendete die erste Runde mit einem Vorsprung von 1,64 Sekunden auf Pichon. Steve Holcombe lag auf Platz drei, hatte zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits 13 Sekunden Rückstand auf das Spitzenduo.

Pichon macht Druck – Garcia behält die Nerven

Auf der zweiten Runde war Pichon erneut in Cross Test und Enduro Test schneller als Garcia. Damit eroberte er die Führung zurück.

Im darauffolgenden Extreme Test unterlief dem Franzosen jedoch ein größerer Fehler. Garcia nutzte die Gelegenheit und setzte sich wieder an die Spitze.

Auf der letzten Runde verkürzte Pichon den Rückstand noch einmal. Vor dem abschließenden Extreme Test trennten die beiden Fahrer lediglich 1,31 Sekunden.

Garcia hätte selbst mit einem zweiten Platz ausreichend Punkte für den WM-Titel gesammelt. Der KTM-Pilot wollte die Meisterschaft jedoch mit einem Sieg perfekt machen. Im letzten Test fuhr er die schnellste Zeit und verteidigte seine Führung bis ins Ziel.

Pichon musste sich knapp geschlagen mit Platz zwei zufriedengeben. Steve Holcombe komplettierte das Gesamtpodium auf Rang drei. Sein Rückstand auf Garcia betrug allerdings bereits 45 Sekunden.

Brad Freeman wurde Vierter, Hamish Macdonald belegte Platz fünf.

Garcia gewinnt auch die Enduro1-Weltmeisterschaft

Mit seinem zwölften Enduro1-Sieg der Saison verteidigte Josep Garcia gleichzeitig seinen Titel in der E1-Kategorie.

Jeremy Sydow wurde erneut Zweiter und unterstrich damit seine starke Entwicklung. Morgan Lesiardo belegte wie bereits am Vortag den dritten Platz.

In der Enduro2-Klasse gewann Zach Pichon auch den zweiten Fahrtag. Der Franzose setzte sich mit mehr als einer Minute Vorsprung gegen Hamish Macdonald durch. Andrea Verona beendete den Tag als Dritter.

Steve Holcombe gewann erneut die Enduro3-Kategorie und übernahm damit vor dem Finale in Wales die WM-Führung. Brad Freeman wurde Zweiter, Julien Roussaly Dritter.

Junioren: Giraudon und Elgari teilen sich die Siege

In der Juniorenklasse sorgten die französischen Fahrer am ersten Fahrtag für große Begeisterung bei den heimischen Fans.

Thibault Giraudon erwischte einen starken Start und gewann bereits den ersten Cross Test. Zur Halbzeit des Renntages führte er knapp vor Romain Dagna und Leo Joyon.

Vor dem letzten Extreme Test lag Giraudon lediglich drei Sekunden vor Joyon. Der Fantic-Pilot behielt die Nerven und sicherte sich seinen ersten Saisonsieg.

Leo Joyon wurde Zweiter. Alberto Elgari arbeitete sich noch auf den dritten Platz nach vorn. Romain Dagna fiel auf Rang vier zurück, Manuel Verzeroli komplettierte die besten fünf.

Am Sonntag schlug Elgari zurück. Der Tabellenführer gewann den ersten Cross Test und den ersten Extreme Test. Nach der ersten Runde lag er sieben Sekunden vor Giraudon.

Elgari verteidigte seine Führung und feierte seinen sechsten Saisonsieg. Hinter ihm entwickelte sich ein extrem enger Kampf um Platz zwei.

Leo Joyon setzte sich am Ende mit lediglich 0,01 Sekunden Vorsprung gegen Thibault Giraudon durch. Manuel Verzeroli wurde Vierter, Romain Dagna Fünfter.

Youth Enduro: Siege für Cagnoni und Scardina

In der Youth-Enduro-Kategorie lagen die Fahrer an beiden Tagen besonders eng zusammen.

Am Samstag setzte sich Simone Cagnoni nach einem intensiven Duell gegen Pietro Scardina durch. Cagnoni gewann mit 13 Sekunden Vorsprung und feierte damit seinen ersten Saisonsieg.

Scardina musste sich gleichzeitig gegen Yago Dominguez verteidigen. Der Spanier lag im Ziel nur sechs Sekunden hinter dem Italiener. Valentin Mersin belegte Platz vier, Gabin Allemand Rang fünf.

Am Sonntag drehte Scardina das Ergebnis um. Zur Rennmitte führte er vor Valentin Mersin, Gabin Allemand und Cagnoni.

Auf der letzten Runde rückte Cagnoni auf den zweiten Platz vor und verkürzte den Abstand. Scardina brachte seinen Vorsprung jedoch ins Ziel und gewann mit sechs Sekunden.

Gabin Allemand sicherte sich auf Rang drei sein erstes Podium der Saison. Er lag nur 0,66 Sekunden vor Valentin Mersin. Riccardo Pasquato komplettierte die Top fünf.

Luca Fischeder mit DNF und Platz neun in Enduro3

Für Luca Fischeder verlief der Grand Prix von Frankreich wechselhaft. Am ersten Fahrtag konnte der Deutsche in der Enduro3-Klasse mehrfach Testzeiten innerhalb der besten acht erzielen.

Den Tag konnte Fischeder jedoch nicht erfolgreich beenden und wurde mit einem DNF gewertet.

Am Sonntag lief es für ihn besser. In einzelnen Sonderprüfungen fuhr er Zeiten innerhalb der besten sechs Fahrer seiner Klasse. In der EnduroGP-Gesamtwertung belegte er den 25. Platz.

In der Enduro3-Tageswertung erreichte Fischeder Rang neun.

Leon Thoms steigert sich in der Juniorenklasse

Leon Thoms zeigte im Verlauf des Wochenendes eine deutliche Steigerung. Am ersten Fahrtag belegte er in der Junioren-2-Kategorie den 13. Platz.

Am Sonntag konnte sich der Deutsche verbessern und fuhr auf den achten Platz seiner Klasse.

Damit beendete Thoms den Grand Prix von Frankreich mit einem positiven Ergebnis und einer klaren Leistungssteigerung am zweiten Tag.

Garry Dittmann trotz Beinverletzung im Ziel

Garry Dittmann reiste bereits mit einer Verletzung am Bein nach Saint-Agrève. Dadurch war der Deutsche körperlich eingeschränkt und konnte nicht seine maximale Leistung abrufen.

Trotz der Beschwerden stellte sich Dittmann den anspruchsvollen Sonderprüfungen und brachte beide Fahrtage ins Ziel.

Am Samstag belegte er den 15. Platz. Den zweiten Fahrtag beendete er auf Rang 14.

EnduroGP-Saisonfinale in Wales

Nach dem Grand Prix von Frankreich steht nur noch eine Veranstaltung im Kalender der FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft 2026.

Das Saisonfinale findet vom 7. bis 9. August in Rhayader in Wales statt. Für Triumph Factory Racing ist der Grand Prix von Wales gleichzeitig das Heimrennen.

Jeremy Sydow reist mit viel Selbstvertrauen zum Finale. Nach seinen beiden zweiten Plätzen in Frankreich will der Deutsche die Saison mit einem weiteren starken Ergebnis abschließen und möglicherweise noch in die Top drei der Enduro1-Weltmeisterschaft vorstoßen.

Während Josep Garcia die Titel in der EnduroGP- und Enduro1-Kategorie bereits sicher hat, bleiben in anderen Klassen noch wichtige Entscheidungen offen. Besonders in der Enduro3-Weltmeisterschaft dürfte es nach der Übernahme der Tabellenführung durch Steve Holcombe spannend werden.

EnduroGP Frankreich 2026: Ergebnisse im Überblick

EnduroGP – Tag 1

  1. Zach Pichon
  2. Josep Garcia
  3. Andrea Verona
  4. Steve Holcombe
  5. Julien Roussaly

EnduroGP – Tag 2

  1. Josep Garcia
  2. Zach Pichon
  3. Steve Holcombe
  4. Brad Freeman
  5. Hamish Macdonald

Enduro1 – Tag 1

  1. Josep Garcia
  2. Jeremy Sydow
  3. Morgan Lesiardo

Enduro1 – Tag 2

  1. Josep Garcia
  2. Jeremy Sydow
  3. Morgan Lesiardo

Deutsche Ergebnisse

Enduro3

Luca Fischeder:

  • Tag 1: DNF
  • Tag 2: Platz 9

Junior 2 – Leon Thoms

  • Tag 1: Platz 13
  • Tag 2: Platz 8

Garry Dittmann

  • Tag 1: Platz 15
  • Tag 2: Platz 14

Die vollständigen Ergebnisse des EnduroGP von Frankreich sind auf der offiziellen EnduroGP-Webseite (LINK) abrufbar.

Quelle: EnduroGP, Triumph, Fotos von Future7media

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