Red Bull Romaniacs 2026: Mani Lettenbichler holt historischen siebten Gesamtsieg

Mani Lettenbichler gewinnt die Red Bull Romaniacs „UNSTOPPABLE“ Edition 23 und zieht mit Rekordsieger Graham Jarvis gleich. James Moore überrascht bei seinem Debüt auf Rang drei, während Mario Roman die Adventure Ultimate Class für sich entscheidet.

Der vierte Offroad-Tag bildete den krönenden Abschluss der Red Bull Romaniacs „UNSTOPPABLE“ Edition 23. Nach vier brutalen Renntagen durch die Karpaten standen die Gesamtsieger in den verschiedenen Klassen fest. Im Mittelpunkt des Finales stand erneut Manuel „Mani“ Lettenbichler. Der Deutsche ließ auch am letzten Tag nichts anbrennen, gewann die Gold Class und feierte seinen mittlerweile siebten Gesamtsieg bei den Red Bull Romaniacs.

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Damit zieht Lettenbichler in der ewigen Bestenliste mit Hard-Enduro-Legende Graham Jarvis gleich. Beide Fahrer kommen nun auf jeweils sieben Gesamtsiege beim wohl härtesten Hard-Enduro-Rennen der Welt.

Video Rückblicke

Trockene und staubige Bedingungen am letzten Renntag

Die steigenden Temperaturen hatten die Strecke bis zum Finale deutlich verändert. Während an den vorherigen Tagen teilweise noch feuchter Untergrund und rutschige Passagen auf die Fahrer warteten, präsentierten sich die Strecken am vierten Offroad-Tag überwiegend trocken und staubig.

Das machte die zahlreichen technischen Auffahrten, Steinfelder, Spitzkehren und Abfahrten keineswegs leichter. Der lose Untergrund sorgte für wenig Traktion, während der aufgewirbelte Staub die Sicht zusätzlich erschwerte.

Für die Gold-Class-Fahrer sollte es der härteste Renntag der gesamten Woche werden.

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Mani Lettenbichler startet mit komfortablem Vorsprung

Mani Lettenbichler ging mit einem Vorsprung von 18 Minuten und 44 Sekunden auf seinen härtesten Verfolger Teodor Kabakchiev in den letzten Renntag.

Kabakchiev hatte den dritten Offroad-Tag gewonnen und wollte den Druck auf den KTM-Werksfahrer noch einmal erhöhen. Der Bulgare war hoch motiviert, den Rückstand zumindest zu verkürzen und Lettenbichler zu einem Fehler zu zwingen.

Doch bereits unmittelbar nach dem Start machte Lettenbichler deutlich, dass er derzeit nur äußerst schwer zu schlagen ist.

Der Deutsche fand sofort seinen Rhythmus, fuhr kontrolliert und nahezu fehlerfrei durch die anspruchsvollen Sektionen. Statt seinen Vorsprung lediglich zu verwalten, baute er ihn im Laufe des Tages weiter aus.

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Lettenbichler erreichte die Sibiu Hillclimb Arena, den Austragungsort der finalen LEATT LIVEmaniacs Stage 4, mit einem deutlichen Vorsprung.

Souveräne Vorstellung in der Sibiu Hillclimb Arena

In der finalen Arena mussten die Gold-Class-Fahrer drei Runden absolvieren. Die Zuschauer bekamen noch einmal alles geboten, was die Red Bull Romaniacs auszeichnet: technische Hillclimbs, künstliche Hindernisse, Sprünge und spektakuläre Auffahrten.

Lettenbichler meisterte die technischen Passagen souverän, flog über die Sprünge und überquerte schließlich unter dem berühmten Red-Bull-Bogen die Ziellinie.

Der siebte Gesamtsieg bei den Red Bull Romaniacs war perfekt.

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Mit diesem Erfolg zieht der Deutsche mit Graham Jarvis gleich. Jarvis und Lettenbichler stehen nun gemeinsam bei jeweils sieben Siegen in der Geschichte des Rennens.

Lettenbichler: „Ich bin sprachlos“

Nach seinem historischen Erfolg zeigte sich Mani Lettenbichler emotional und überwältigt:

„Ich bin sprachlos. Es ist verrückt, wie sich meine Karriere entwickelt hat. Dieses Gefühl ist einfach unglaublich. Für jeden Sieg investiert man unheimlich viel Arbeit, aber ich hätte nie erwartet, hier bei den Red Bull Romaniacs siebenmal zu gewinnen.

Die schweren Sektionen heute haben mir richtig Spaß gemacht. Ich wusste, dass Teo Zeit verloren hatte, deshalb bin ich mein eigenes Tempo gefahren und konnte den Tag wirklich genießen.

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Der Zieleinlauf hier ist das beste Gefühl überhaupt. Ich liebe dieses Event. Man trifft Fahrer aus der ganzen Welt, und nach einem Renntag sind wir alle gleich erschöpft. Ich bin gerade einfach überglücklich.“

Technischer Defekt stoppt Kabakchievs Angriff

Für Teo Kabakchiev begann der letzte Renntag denkbar schlecht. Bereits früh im Rennen verlor der Sherco-Fahrer aufgrund eines technischen Defekts wertvolle Zeit.

Damit waren seine ohnehin geringen Hoffnungen auf den Gesamtsieg praktisch beendet.

Kabakchiev ließ sich von dem Rückschlag jedoch nicht entmutigen. Er kämpfte sich zurück, fuhr weiterhin am Limit und rettete den zweiten Gesamtrang ins Ziel.

Über die gesamte Rennwoche hinweg gehörte Kabakchiev zu den stärksten Fahrern im Feld. Besonders sein Tagessieg am dritten Offroad-Tag zeigte, dass er das Tempo von Lettenbichler zumindest phasenweise mitgehen konnte.

Für den ganz großen Erfolg reichte es diesmal jedoch nicht.

Michael Walkner verliert Podium kurz vor dem Ziel

Besonders dramatisch verlief der Kampf um den dritten Platz.

Michael Walkner hatte bis dahin eine herausragende Rennwoche gezeigt. Der Österreicher lag lange Zeit auf sicherem Podiumskurs und stand kurz davor, sein erstes Podium bei den Red Bull Romaniacs zu feiern.

Doch unmittelbar vor dem Ziel in der Hillclimb Arena stürzte Walkner.

Der Traum vom Podium platzte auf den letzten Metern. Trotz des schweren Rückschlags kämpfte er sich noch ins Ziel und beendete die Veranstaltung auf dem sechsten Gesamtrang.

James Moore überrascht mit sensationellem dritten Platz

Vom Pech Michael Walkners profitierte James Moore. Der Südafrikaner feierte bei der „UNSTOPPABLE“ Edition 23 sein Debüt bei den Red Bull Romaniacs und überzeugte vom ersten bis zum letzten Renntag.

Moore ist Junioren-Weltmeister des Jahres 2025 und Gewinner der Roof of Africa. Trotz seiner bisherigen Erfolge war sein erster Start bei den Romaniacs eine völlig neue Herausforderung.

Mit jedem Tag gewann er mehr Selbstvertrauen. Moore gewöhnte sich zunehmend an das spezielle Format, die langen Renntage und die extrem technischen Sektionen in den Karpaten.

Am letzten Renntag arbeitete er sich erneut Position um Position nach vorne.

Kurz nach dem Service Point drohte seine starke Fahrt jedoch zu enden. Plötzlich blockierte die Gabel seines Motorrads vollständig. Erst nach einem harten Einschlag in eine Bodenwelle löste sie sich wieder.

Die Gabel war danach weiterhin beschädigt, doch Moore dachte nicht ans Aufgeben.

Er kämpfte sich mit dem Defekt bis zur Sibiu Hillclimb Arena und absolvierte sogar die drei finalen Runden durch die anspruchsvollen Hindernisse mit der beschädigten Front.

Am Ende überquerte er sensationell als Dritter die Ziellinie und sicherte sich bei seinem Debüt direkt einen Platz auf dem Gold-Class-Podium.

Starke neue Generation im Hard Enduro

Während der vier Offroad-Tage entwickelte sich ein spannender Kampf zwischen einigen der größten Nachwuchstalente im internationalen Hard Enduro.

Zu den auffälligsten Fahrern gehörten:

  • Matt Green aus Südafrika, erster Junior Hard Enduro World Champion des Jahres 2022
  • Mitch Brightmore aus Großbritannien, ehemaliger British Youth Elite Champion, FIM SuperEnduro Junior World Champion und Junior Hard Enduro World Champion 2023
  • Ashton Brightmore aus Großbritannien, Vizeweltmeister der FIM Hard Enduro World Championship 2023
  • Tom Scales aus Südafrika, ehemaliger südafrikanischer Enduro-Meister und Dritter der FIM Junior Hard Enduro World Championship 2025
  • Lorenzo Gandola aus Italien, ehemaliger Trial-Weltmeister und Trial-Europameister
  • James Moore aus Südafrika, Junioren-Weltmeister 2025 und Gewinner der Roof of Africa

Die jungen Fahrer lieferten sich über die gesamte Woche hinweg packende Duelle und zeigten eindrucksvoll, dass die nächste Generation im Hard Enduro bereits bereitsteht.

Härtester Gold-Class-Tag der Woche

Der vierte Offroad-Tag war für die Gold Class der härteste Renntag der gesamten Veranstaltung.

Eine Schlüsselstelle folgte auf die nächste. Bereits die Namen der Sektionen ließen erahnen, was die Fahrer erwartete:

  • „The Revenge“
  • „Too Many Switchbacks“
  • „Momentum“
  • „Bed Time Alarm“
  • „Skydive“
  • „Pandora“
  • „Wolfnest“

Die Fahrer mussten steile Auffahrten, enge Spitzkehren, technische Waldpassagen, Felsfelder und schwierige Abfahrten bewältigen.

Das Finale bildete die LEATT LIVEmaniacs Stage 4 in der Sibiu Hillclimb Arena. Dort mussten die Fahrer drei Runden durch einen speziell angelegten Hindernisparcours absolvieren.

Prolog-Mastermind Andy Fazekas hatte zusätzliche Hindernisse entworfen. Dazu gehörten unter anderem ein Gap Jump über den berühmten Hillclimb sowie mehrere FMX-Rampen.

Vor Tausenden Zuschauern entstand ein spektakulärer Abschluss der Rennwoche.

Gold Class Gesamtergebnis

  1. Mani Lettenbichler, Deutschland
  2. Teo Kabakchiev, Bulgarien
  3. James Moore, Südafrika

Graham Jarvis schreibt Geschichte auf dem Elektro-Motorrad

Auch Graham Jarvis sorgte bei der „UNSTOPPABLE“ Edition 23 für einen historischen Moment.

Der mittlerweile 51-jährige Brite bewies einmal mehr, warum er als „Silent Assassin“ und als eine der größten Legenden des Hard-Enduro-Sports gilt.

Jarvis war der erste Fahrer überhaupt, der die Gold Class der Red Bull Romaniacs auf einem elektrischen Motorrad absolvierte.

Während der vier Offroad-Tage erreichte er das Ziel ohne fremde Hilfe bei den Batteriewechseln. Besonders bemerkenswert war seine Leistung am zweiten Offroad-Tag. Dort erzielte Jarvis mit seinem Jarv-e-Motorrad die zweitschnellste Zeit der LEATT LIVEmaniacs.

Das Projekt lieferte wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung des elektrischen Motorrads.

Langfristig soll daraus ein serienreifes Elektro-Enduro entstehen, das auch Hobbyfahrern einen kompletten Tag im Gelände ermöglichen kann.

Jarvis bewies damit eindrucksvoll, dass er nicht nur eine Legende des Sports ist, sondern weiterhin zu den wichtigsten technischen Vorreitern im Hard Enduro gehört.

Sandon Kerswell dominiert die Silver Class

In der Silver Class standen am vierten Offroad-Tag besonders technische Strecken und zahlreiche Höhenmeter auf dem Programm.

Sandon Kerswell aus Australien dominierte die Klasse während der gesamten Rennwoche. Er gewann alle vier Offroad-Tage und sicherte sich souverän den Gesamtsieg.

Auch Sandra Gomez zeigte erneut eine beeindruckende Leistung. Die Spanierin meisterte das extreme Gelände der Karpaten und beendete die Silver Class nach vier kräftezehrenden Tagen auf dem fünften Gesamtrang.

Gomez bleibt weiterhin die einzige Frau, die jemals die Gold Class der Red Bull Romaniacs erfolgreich beendet hat.

Santiago Freinademetz erreicht Gesamtrang zehn

Eine besondere Geschichte schrieb auch Santiago Freinademetz.

Der Sohn von Veranstalter Martin Freinademetz arbeitet seit vielen Jahren hinter den Kulissen an Streckenbau und Logistik der Red Bull Romaniacs mit.

Bei der „UNSTOPPABLE“ Edition 23 stellte er sich nun selbst der Herausforderung und startete in der Silver Class.

Mit einer starken und konstanten Leistung belegte er am Ende den zehnten Gesamtrang.

Remy Gardner beendet erstes Hard-Enduro-Rennen

Auch ein bekannter Fahrer aus dem Straßenrennsport wagte sich in die Karpaten.

Remy Gardner, aktueller WorldSBK-Pilot, ehemaliger MotoGP-Fahrer und Moto2-Weltmeister des Jahres 2021, stellte sich erstmals einem Hard-Enduro-Rennen.

Der Australier startete in der Silver Class und erreichte nach vier anspruchsvollen Offroad-Tagen einen beachtlichen 34. Gesamtrang.

Die erfolgreiche Zielankunft war für Gardner bereits ein großer Erfolg. Die Red Bull Romaniacs gelten selbst für erfahrene Endurofahrer als extreme Herausforderung.

Emanuel Gyenes zum 23. Mal im Ziel

In der Bronze Class schrieb Emanuel Gyenes ein weiteres Kapitel seiner außergewöhnlichen Romaniacs-Geschichte.

Der Rumäne hat an jeder einzelnen Ausgabe der Veranstaltung teilgenommen. Bei seiner 23. Teilnahme kämpfte er sich erneut bis ins Ziel und sicherte sich einen starken dritten Gesamtrang.

Auch Tjaša Fifer aus Slowenien überzeugte in der Bronze Class und belegte den fünften Gesamtrang.

Enorme Herausforderung für alle Amateurklassen

Nicht nur die Spitzenfahrer wurden in den Karpaten bis an ihre Grenzen gebracht.

Auch die Teilnehmer der Silver-, Bronze-, Iron- und Atom-Klassen mussten körperlich und mental alles geben.

Die Strecken verlangten den Fahrern Fähigkeiten ab, die weit über normales Endurofahren hinausgehen. Steile Auffahrten, rutschige Wurzeln, loses Geröll, tiefe Spurrillen und technisch anspruchsvolle Abfahrten machten jeden einzelnen Kilometer zur Herausforderung.

Viele Teilnehmer kämpften über Stunden hinweg gegen Erschöpfung, technische Probleme und die Uhr.

Gerade diese Leistungen zeigen, dass die Red Bull Romaniacs unabhängig von Klasse und Leistungsniveau für jeden Fahrer ein außergewöhnlich hartes Abenteuer darstellen.

Dani Oțil Dritter in der eMoto Class

Auch die eMoto Class war erneut ein fester Bestandteil der Veranstaltung.

Der bekannte rumänische TV-Moderator Dani Oțil zeigte eine starke Leistung und sicherte sich den dritten Gesamtrang.

Die elektrische Klasse gewinnt innerhalb der Red Bull Romaniacs zunehmend an Bedeutung. Besonders das Projekt von Graham Jarvis zeigte, welches Potenzial moderne Elektro-Motorräder mittlerweile auch im extremen Gelände besitzen.

Adventure Bike Kategorie endgültig bei den Romaniacs angekommen

Die Adventure Bike Kategorie hat sich bei den Red Bull Romaniacs endgültig etabliert.

Noch vor wenigen Jahren galt es als nahezu undenkbar, schwere mehrzylindrige Reiseenduros durch echtes Hard-Enduro-Gelände zu bewegen. Mittlerweile liefern sich internationale Spitzenfahrer auf Maschinen wie der Yamaha Ténéré 700, der CFMOTO 450MT, der KTM 890 oder der Triumph Tiger 900 Rally Pro packende Duelle.

In allen drei Adventure-Klassen – Adventure Ultimate, Adventure Core und Adventure Lite – wurde bis zum letzten Renntag um Positionen und Gesamtsiege gekämpft.

Mario Roman gewinnt Adventure Ultimate Class

In der Adventure Ultimate Class entwickelte sich ein hochklassiger Kampf zwischen Mario Roman und Pol Tarrés.

Tarrés gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter für den Einsatz großer Adventure Bikes im extremen Gelände. Der Andorraner startete auf einer Yamaha Ténéré 700.

In diesem Jahr bekam er starke Konkurrenz von ehemaligen Gold-Class-Fahrern.

Mario Roman ging mit einer CFMOTO 450MT an den Start, während Dieter Rudolf eine KTM 890 pilotierte. Auch Kevin Gallas und Jonny Walker mischten an der Spitze mit.

Roman gewann die ersten beiden Offroad-Tage. Am dritten Renntag schlug Tarrés zurück und sicherte sich den Tagessieg.

Dieter Rudolf belegte währenddessen konstant den dritten Platz.

Vor dem letzten Renntag führte Roman mit lediglich fünf Minuten Vorsprung auf Tarrés. Der Kampf um den Gesamtsieg war damit völlig offen.

Stürze und gebrochene Fußraste bei Pol Tarrés

Pol Tarrés musste am letzten Renntag gleich mehrere Rückschläge verkraften.

Der Yamaha-Fahrer stürzte zweimal und brach sich bereits vor dem Service Point eine Fußraste ab.

Mario Roman blieb dagegen ruhig, konzentriert und machte kaum Fehler. Der Spanier verteidigte seine Gesamtführung und brachte den Sieg kontrolliert ins Ziel.

Dieter Rudolf startete zum Abschluss noch einmal eine starke Attacke und verkürzte seinen Rückstand auf Tarrés.

Für Rang zwei reichte es jedoch nicht mehr.

Mario Roman: „Das ist mein erster Sieg bei den Romaniacs“

Nach seinem Erfolg zeigte sich Mario Roman begeistert:

„Ich bin unglaublich glücklich. Das ist mein erster Sieg bei den Romaniacs. Ich hatte zuvor keine Erfahrung auf einem großen Adventure Bike.

Ich bin Pol sehr dankbar, dass er mich in diese Kategorie gebracht hat. Die CFMOTO war einfach unglaublich. Ich bin wahnsinnig stolz, ich liebe die Red Bull Romaniacs.“

Adventure Ultimate Class Gesamtergebnis

  1. Mario Roman, Spanien
  2. Pol Tarrés, Andorra
  3. Dieter Rudolf, Österreich

Kevin Gallas aus Deutschland belegte den vierten Gesamtrang. Dabei gelang ihm eine besondere Premiere: Er bezwang als erster Fahrer der Adventure-Kategorie den berühmten Hillclimb in der Finish Arena.

Jonny Walker beendete die Veranstaltung auf seiner Triumph Tiger 900 Rally Pro auf dem sechsten Platz.

Beide Fahrer zeigten über die gesamte Rennwoche hinweg beeindruckende Leistungen.

Sam Sunderland verpasst Sieg um elf Minuten

Auch in der Adventure Core Class blieb die Entscheidung bis zum letzten Tag spannend.

Der zweimalige Dakar-Sieger Sam Sunderland startete auf einer Triumph Tiger 900 Rally Pro eine beeindruckende Aufholjagd.

Am letzten Renntag machte der Brite viel Zeit gut. Am Ende fehlten ihm lediglich elf Minuten zum Gesamtsieg.

Der Sieg ging an Rene Columna aus der Dominikanischen Republik. Chris Power aus Neuseeland komplettierte das Podium.

Adventure Core Class Gesamtergebnis

  1. Rene Columna, Dominikanische Republik
  2. Sam Sunderland, Großbritannien
  3. Chris Power, Neuseeland

Triumph-Fahrer mit besonders seriennahen Motorrädern

Sam Sunderland und Jonny Walker gingen in ihren jeweiligen Klassen mit den schwersten und zugleich am wenigsten modifizierten Motorrädern an den Start.

Die Triumph Tiger 900 Rally Pro verlangte beiden Fahrern enorme Ausdauer, Kraft und fahrerisches Können ab.

Gerade deshalb sind ihre Leistungen besonders hoch einzuschätzen.

Auch Ivan Cervantes startete auf einer Triumph Tiger 900.

Nachdem Cervantes und Walker am zweiten Offroad-Tag technische Probleme hatten, entschied sich Cervantes dazu, sein eigenes Rennen aufzugeben. Er überließ Walker benötigte Ersatzteile, damit dieser die Veranstaltung fortsetzen konnte.

Diese Aktion unterstrich den besonderen Teamgeist und die Kameradschaft innerhalb der Adventure-Kategorie.

Amanda Elvin und Andrea Goga erreichen das Ziel

Mit Amanda Elvin aus Schweden und Andrea Goga aus Rumänien meisterten auch zwei Fahrerinnen erfolgreich die Adventure Core Class.

Elvin beendete das Rennen auf Gesamtrang 14, Goga erreichte den 26. Platz.

Beide bewiesen eindrucksvoll, dass Entschlossenheit, Kondition und fahrerisches Können auf großen Adventure Bikes keine Grenzen kennen.

Adventure Lite Class Gesamtergebnis

  1. Guishu He, China
  2. Adrian Raduta, Rumänien
  3. Matěj Oliva, Tschechien

Auch in der Adventure Lite Class entwickelte sich ein intensiver Wettkampf.

Die Fahrer brachten ihre Motorräder und sich selbst vom ersten bis zum letzten Kilometer an die Belastungsgrenze.

Deutsche Finisher bei den Red Bull Romaniacs

Neben Gesamtsieger Manuel Lettenbichler erreichten zahlreiche weitere deutsche Teilnehmer das Ziel der Red Bull Romaniacs „UNSTOPPABLE“ Edition 23. Besonders erfolgreich waren die deutschen Fahrer in der Bronze-, Iron- und eMoto-Hobby-Klasse.

Insgesamt kamen deutsche Teilnehmer in der Gold, Silver, Bronze, Iron und Atom Class sowie in sämtlichen Adventure-Bike-Kategorien und der eMoto Hobby Class ins Ziel.

Deutsche Finisher in der Gold Class

Manuel Lettenbichler krönte seine dominante Rennwoche mit dem Gesamtsieg. Auch Lenny Geretzky bewältigte die komplette Gold-Class-Distanz und erreichte einen starken 13. Gesamtrang.

  1. Manuel Lettenbichler – Startnummer 1
    KTM 300 EXC 4-Takt
  2. Lenny Geretzky – Startnummer 9
    KTM 300 EXC 2-Takt

Deutsche Finisher in der Silver Class

Drei deutsche Fahrer erreichten das Ziel der anspruchsvollen Silver Class. Eric Wiggenhauser war auf Rang 30 der bestplatzierte deutsche Teilnehmer dieser Kategorie.

  1. Eric Wiggenhauser – Startnummer 116
    Red Bull KTM Factory Racing
  2. Alexander Beck – Startnummer 169
    FB Factory Racing Team
  3. Nicolai Schork – Startnummer 160
    Endurides

Deutsche Finisher in der Bronze Class

Die Bronze Class stellte das größte deutsche Finisher-Aufgebot. Angeführt wurde die Wertung von Benjamin Richter, der sich den Klassensieg sicherte. Maik Schubert verpasste das Podium als Vierter nur knapp.

  1. Benjamin Richter – Startnummer 321
    Team Sturm Zschopau
  2. Maik Schubert – Startnummer 509
    Schubexx38 / BKM / Benzol
  3. Nils Asmussen – Startnummer 304
    Physiotherapie Tim Burk / Extreme Enduro S
  4. Rico Gehmlich – Startnummer 383
  5. Gerd Berger-Lohr – Startnummer 489
  6. Michael Rösch – Startnummer 424
    Team Sturm – Passion against Depression
  7. Eva Täuber – Startnummer 382
    ET Racing / MCA
  8. Phil Christ – Startnummer 343
    MGSC Simmern / Schreinerei Christ
  9. Alexander Stracke – Startnummer 457
    Low Budget Racing Team
  10. Nico Bauer – Startnummer 436
    Enduroriders UK
  11. Julian Uhl – Startnummer 472
  12. Andreas Stedele – Startnummer 320
    Stedele
  13. Sascha Diemer – Startnummer 362
    Oh my Balls Racing by EAS GmbH

Deutscher Doppelsieg in der Iron Class

In der Iron Class feierten die deutschen Fahrer einen herausragenden Doppelsieg. Nico Friedmann gewann die Klasse vor Patrick Jirjahn. Mit Sebastian Patzak auf Rang neun schaffte es ein weiterer deutscher Teilnehmer in die Top 10.

  1. Nico Friedmann – Startnummer 822
    Friedmann Extrem
  2. Patrick Jirjahn – Startnummer 781
    BlackRyder Sibiu
  3. Sebastian Patzak – Startnummer 702
    Sherco Romania
  4. Manuel Mueller – Startnummer 732
    Team ILUPI / Tacs PRO Racing
  5. Stefan Baer – Startnummer 769
    Tacs Pro Racing System
  6. Christian Patzak – Startnummer 722
    Sherco Romania
  7. Eddie Findling – Startnummer 798
    HMH Mineralöle Factory / Vater & Sohn Racing
  8. Holger Rabenberg – Startnummer 740
    Team Hoopepark
  9. Alf Schimmer – Startnummer 827
    Zement Racing Team
  10. Michael Möller – Startnummer 831
    Black Forest Kürbis Boys
  11. Thomas Hofsäß – Startnummer 832
    Black Forest Kürbis Opa

Deutsche Finisher in der Atom Class

Vier deutsche Fahrer absolvierten erfolgreich die Atom Class. Christian Boesner erreichte als bester Deutscher den siebten Gesamtrang.

  1. Christian Boesner – Startnummer 924
    Lausitz Karawane
  2. Klaus Dieter Müller – Startnummer 934
    Racing Event Technik
  3. Mathias Boesner – Startnummer 921
    Lausitz Karawane
  4. Martin Baer – Startnummer 925
    Lausitz Karawane

Kevin Gallas Vierter der Adventure Ultimate Class

Kevin Gallas zeigte auf seiner Yamaha eine starke Rennwoche und beendete die Adventure Ultimate Class auf dem vierten Gesamtrang.

Als erster Fahrer der Adventure-Bike-Kategorie bezwang er zudem den berühmten Hillclimb in der Finish Arena.

  1. Kevin Gallas – Startnummer 1019
    Yamaha Racing

Deutsche Finisher in der Adventure Core Class

Auch in der Adventure Core Class erreichten zwei deutsche Teilnehmer das Ziel. Maxi Schek verpasste das Podium als Vierter nur knapp, während Nikolaus Häring die Rennwoche auf dem achten Platz beendete.

  1. Maxi Schek – Startnummer 1118
    Schek Motorsport
  2. Nikolaus Häring – Startnummer 1105
    NikTheSlick by Tarmax Speed Factory

Deutsche Finisher in der Adventure Lite Class

Vier deutsche Fahrerinnen und Fahrer absolvierten erfolgreich die Adventure Lite Class.

  1. Raimund Ochs – Startnummer 1206
  2. Ralf Zeisberg – Startnummer 1201
    Team Powerride
  3. Kevin Kremer – Startnummer 1213
    GSC Prügel
  4. Ulrike Pleissner – Startnummer 1217
    The8hundreds / Mosko Moto

Deutscher Doppelsieg in der eMoto Hobby Class

Auch in der eMoto Hobby Class gab es einen deutschen Doppelsieg. Martin Dosch gewann die Klasse vor Valentin Rehrl. Karl-Jörg Mittendorf wurde Vierter, während Hannes Friedrich die Top 10 komplettierte.

  1. Martin Dosch – Startnummer e80
    DOWATEK Extreme Enduro Parts
  2. Valentin Rehrl – Startnummer e90
    VR-Vans „Best Campervans“
  3. Karl-Jörg Mittendorf – Startnummer e85
    DOWATEK
  4. Hannes Friedrich – Startnummer e86
    Oh my Balls Racing

Große Markenvielfalt in den Adventure-Klassen

Die Adventure Bike Kategorie zeigte die gesamte Vielfalt moderner Reiseenduros.

Bei der „UNSTOPPABLE“ Edition 23 waren unter anderem Motorräder folgender Hersteller vertreten:

  • CFMOTO
  • BMW
  • KTM
  • Triumph
  • Yamaha
  • Kove
  • Honda
  • Suzuki
  • Aprilia
  • Ducati

Damit wurde deutlich, wie stark sich das Segment der Adventure Bikes in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

Maschinen, die ursprünglich vor allem für lange Reisen und Schotterpisten konzipiert wurden, werden mittlerweile durch extrem anspruchsvolles Gelände bewegt.

Neue Strecken im Jiu-Tal

Die „UNSTOPPABLE“ Edition 23 führte die Teilnehmer weit in neue Gebiete des Jiu-Tals.

Besonders am ersten Offroad-Tag erschlossen die Veranstalter spektakuläres und bisher ungenutztes Terrain.

Das Gelände zeigte dabei keinerlei Gnade.

Endlose Steinfelder, hochalpine Hänge, zerklüftete Berglandschaften, versteckte Baumstümpfe und massive Hindernisse warteten hinter nahezu jeder Kurve.

Selbst vermeintlich flüssige Abschnitte waren gefährlich. Unter hohem Gras verbargen sich tiefe Spurrillen, loses Geröll oder plötzlich auftauchende Löcher.

Jede Sektion verlangte höchste Konzentration.

Mit jedem Renntag nahm die körperliche und mentale Erschöpfung zu. Ein einziger Fehler konnte mehrere Positionen kosten, technische Schäden verursachen oder sogar das komplette Rennende bedeuten.

Das galt für die Gold-Class-Stars genauso wie für Teilnehmer der Amateur- und Adventure-Klassen.

Einzigartige Zieleinfahrten in Bergwerksruinen

Zu den besonderen Höhepunkten der Edition gehörten die Zieleinfahrten in den Bergwerksruinen von Petrila und Lupeni.

Die Teilnehmer aus insgesamt 57 Nationen erlebten dort eine Kulisse, wie es sie im Hard-Enduro-Rallyesport zuvor noch nicht gegeben hatte.

Die Weltpremiere verlieh den Renntagen eine außergewöhnliche Atmosphäre.

Am dritten Offroad-Tag führte das Finale zudem über Hindernisse mitten durch die Stadt Săliște. Zahlreiche Zuschauer säumten die Strecke und feuerten die Fahrer lautstark an.

Den endgültigen Abschluss bildete die Sibiu Hillclimb Arena.

Vor Tausenden Fans entstand dort ein Finale, das im Hard-Enduro-Rallyesport seinesgleichen sucht.

Martin Freinademetz lobt Fahrer und Organisationsteam

Veranstalter Martin Freinademetz zog nach dem Rennen ein äußerst positives Fazit:

„Ich denke, diese Edition war einfach unglaublich. Wir hatten mit den Wetterbedingungen großes Glück und die Rennen waren extrem spannend.

Alle Klassen haben eine großartige Leistung gezeigt und es gibt sehr viele glückliche Gesichter. Ich freue mich außerdem sehr, dass die großen Adventure Bikes jetzt ein fester Bestandteil der Romaniacs sind.

Es ist unglaublich, wie viele Menschen auf mich zugekommen sind und gesagt haben: ‚Großartige Arbeit, dein Team ist fantastisch.‘

Ich möchte aber ganz klar betonen, dass ich das nicht alleine schaffen kann. Ich brauche all die Menschen draußen auf den Strecken, die sich um das Branding, die Sponsoren und all die vielen Aufgaben hinter den Kulissen kümmern.

Deshalb ein riesiges Dankeschön an mein Team.“

Karl Katoch: „Das beste Rennen im Extreme Enduro“

Eine der prägendsten Eigenschaften der Red Bull Romaniacs ist die besondere Kameradschaft innerhalb der Hard-Enduro-Szene.

Dieser Zusammenhalt geht weit über die Teilnehmer hinaus und verbindet auch die Veranstalter der größten Rennen.

Beim Finale war Karl Katoch, Gründer des Red Bull Erzbergrodeo, zu Gast.

Katoch zeigte sich beeindruckt:

„Ich denke, das ist das beste Rennen im Extreme Enduro. Großartige Arbeit, Martin, und herzlichen Glückwunsch an dich und dein Team.“

Karl Katoch nahm bereits an der ersten Ausgabe der Red Bull Romaniacs teil. Damals erreichte er den zweiten Platz in der Hobby Class.

Martin Freinademetz startete wiederum sechsmal beim Erzbergrodeo und erreichte dort dreimal das Ziel.

Hard Enduro World Ranking verbindet internationale Veranstaltungen

Gemeinsam entwickelten Martin Freinademetz und Karl Katoch das Hard Enduro World Ranking.

Das unabhängige Rankingsystem soll Hard-Enduro-Veranstaltungen aus aller Welt zusammenführen und vergleichbar machen.

Jedes Rennen wird entsprechend seiner Bedeutung, Größe und sportlichen Schwierigkeit eingestuft.

Die Red Bull Romaniacs gehören zur höchsten Kategorie des Rankings: „Supreme“.

In dieser Kategorie werden die meisten Punkte vergeben.

Fazit: Lettenbichler schreibt Romaniacs-Geschichte

Die Red Bull Romaniacs „UNSTOPPABLE“ Edition 23 bot vier Tage lang Hard Enduro auf höchstem Niveau.

Mani Lettenbichler dominierte die Gold Class und sicherte sich seinen siebten Gesamtsieg. Damit steht er nun gemeinsam mit Graham Jarvis an der Spitze der ewigen Siegerliste.

Teo Kabakchiev bestätigte mit Rang zwei seine Position als einer der stärksten Hard-Enduro-Fahrer der Welt. James Moore sorgte bei seinem Debüt und trotz einer beschädigten Gabel für eine der größten Überraschungen der Rennwoche.

Graham Jarvis schrieb mit dem ersten erfolgreichen Gold-Class-Finish auf einem Elektro-Motorrad erneut Geschichte.

In der Adventure Bike Kategorie setzte sich Mario Roman gegen Pol Tarrés und Dieter Rudolf durch. Der Sieg des Spaniers zeigte eindrucksvoll, wie hoch das sportliche Niveau der großen Reiseenduros mittlerweile ist.

Spektakuläre neue Strecken, einzigartige Zieleinfahrten in ehemaligen Bergwerksanlagen und das große Finale in der Sibiu Hillclimb Arena machten die „UNSTOPPABLE“ Edition 23 zu einer der außergewöhnlichsten Ausgaben in der Geschichte der Red Bull Romaniacs.

Quelle: redbullromaniacs.com

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