Enduro DM Großlöbichau 2026: Jeremy Sydow bleibt makellos – packender Zweikampf mit Luca Fischeder

Jeremy Sydow setzt seine beeindruckende Siegesserie in der Deutschen Enduro Meisterschaft fort. Beim zweiten Renntag des Sprint-Enduros in Großlöbichau lieferte sich der Triumph-Pilot einen hochklassigen Zweikampf mit Titelverteidiger Luca Fischeder. Am Ende trennten die beiden Spitzenfahrer lediglich 23 Sekunden. Für eine weitere große Geschichte sorgte erneut der erst 17-jährige Henry Strauss, der seinen dritten Gesamtrang vom Samstag eindrucksvoll bestätigte.

Nebel am Morgen, perfektes Enduro-Wetter am Nachmittag

Der Sonntagmorgen begann im Gemdental zunächst mit dichtem Nebel. Während sich die ersten Sonnenstrahlen langsam ihren Weg durch die Thüringer Landschaft bahnten, wartete bereits der zweite Renntag des Sprint-Enduros der Deutschen Enduro Meisterschaft auf Fahrer, Teams und Zuschauer.

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Pünktlich um 8:00 Uhr eröffnete die Mini Enduro Europameisterschaft das Renngeschehen. Die jungen Nachwuchsfahrer kämpften sich in den ersten Prüfungen noch durch die morgendlichen Nebelschwaden. Wenig später zeigte sich das Wetter jedoch von seiner besten Seite.

Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und sommerliche Temperaturen sorgten für optimale Bedingungen und eine beeindruckende Kulisse rund um die drei abwechslungsreichen Sonderprüfungen. Die trockenen Strecken wurden im Tagesverlauf allerdings zunehmend härter, staubiger und ausgefahrener – eine zusätzliche Herausforderung für die Fahrer.

Fünf Runden und drei Sonderprüfungen pro Umlauf

Nachdem die Sieger der Mini Enduro Europameisterschaft feststanden, richtete sich die Aufmerksamkeit auf den sportlichen Höhepunkt des Tages. Für die Fahrer der Deutschen Enduro Meisterschaft waren ursprünglich fünf Runden mit jeweils drei Sonderprüfungen vorgesehen.

Auf dem Programm standen ein Cross-Test, ein klassischer Enduro-Test sowie ein technisch anspruchsvoller Extreme-Test. Damit mussten die Teilnehmer ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen. Neben hoher Grundgeschwindigkeit waren Präzision, Kondition, Konzentration und eine möglichst fehlerfreie Fahrweise gefragt.

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Nach den Ergebnissen des Vortages stand besonders ein Fahrer im Fokus: Henry Strauss. Der erst 17-Jährige hatte am Samstag überraschend den dritten Rang in der Gesamtwertung des Championats belegt. Die große Frage vor dem Start lautete deshalb: Konnte der Junior seine sensationelle Leistung wiederholen oder war das Ergebnis vom ersten Renntag lediglich eine einmalige Überraschung?

Jeremy Sydow und Luca Fischeder setzen sich früh ab

Bereits in den ersten Sonderprüfungen wurde deutlich, dass sich an der Spitze erneut alles auf einen direkten Zweikampf zwischen Jeremy Sydow und Luca Fischeder zuspitzen würde.

Triumph-Pilot Jeremy Sydow präsentierte sich einmal mehr in herausragender Form. Die trockenen und harten Bedingungen kamen dem Tabellenführer entgegen. Auch seine Erfahrungen aus den zurückliegenden Läufen der EnduroGP-Weltmeisterschaft waren auf den Prüfungen deutlich zu erkennen.

Sydow fuhr ruhig, kontrolliert und nahezu fehlerfrei. Statt mit unnötigem Risiko einzelne spektakuläre Bestzeiten zu erzwingen, setzte er auf eine konstant hohe Geschwindigkeit. Genau diese Mischung aus Tempo, Kontrolle und technischer Präzision machte ihn über den gesamten Renntag extrem schwer angreifbar.

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Luca Fischeder greift im Cross-Test an

Der amtierende Deutsche Enduro-Meister Luca Fischeder wollte seinem Dauerrivalen den Tagessieg jedoch keinesfalls kampflos überlassen. Der Sherco-Pilot hatte am Samstag noch mit den Auswirkungen einer Grippe zu kämpfen, wirkte am Sonntag aber deutlich erholter.

Von Beginn an ging Fischeder voll auf Angriff. Besonders im Cross-Test spielte er seine Stärken aus und fuhr dort wiederholt die schnellsten Zeiten. Mit jeder starken Prüfung verkürzte er den Rückstand auf Sydow und hielt den Kampf um den Gesamtsieg bis zum Schluss offen.

Während Fischeder auf der schnellen Cross-Prüfung glänzte, konterte Sydow im Enduro- und Extreme-Test. Dort fand der Triumph-Fahrer regelmäßig die bessere Linie und machte den zuvor verlorenen Boden wieder gut.

Runde für Runde verteidigte Sydow seine Führung. Fischeder erhöhte den Druck, doch der Spitzenreiter ließ sich nicht zu Fehlern verleiten.

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Hochklassiger Zweikampf begeistert die Zuschauer

Die Zuschauer entlang der Strecke bekamen Endurosport auf höchstem nationalem Niveau geboten. Jeremy Sydow und Luca Fischeder lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, bei dem jede einzelne Sekunde entscheidend war.

Die unterschiedlichen Stärken der beiden Fahrer machten das Duell besonders spannend. Fischeder überzeugte vor allem mit seiner Geschwindigkeit im Cross-Test, während Sydow seine Vorteile auf den technischeren Enduro- und Extreme-Prüfungen ausspielte.

Genau solche Duelle prägen die Deutsche Enduro Meisterschaft seit Jahren. Gleichzeitig zeigte der Renntag in Großlöbichau, wie eng die Leistungsdichte an der Spitze mittlerweile geworden ist.

Jeremy Sydow gewinnt mit nur 23 Sekunden Vorsprung

Am Ende behielt Jeremy Sydow erneut die Oberhand – allerdings so knapp wie selten zuvor. Mit lediglich 23 Sekunden Vorsprung sicherte sich der Triumph-Pilot den Championatssieg vor Luca Fischeder.

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Damit gewann Sydow auch den zweiten Renntag des Wochenendes in Großlöbichau und bleibt in der Deutschen Enduro Meisterschaft 2026 weiterhin ungeschlagen. Gleichzeitig feierten Sydow und Fischeder jeweils den Sieg in ihren entsprechenden Klassen.

Das Ergebnis zeigte allerdings auch, dass Sydows Vorsprung auf die Konkurrenz kleiner wird. Besonders Fischeder rückte dem Triumph-Piloten am Sonntag deutlich näher als noch an den vorherigen Renntagen.

Henry Strauss bestätigt sensationellen dritten Gesamtrang

Für die nächste große Geschichte des Wochenendes sorgte erneut Henry Strauss. Wer seinen dritten Gesamtrang vom Samstag noch als Überraschung oder einmaligen Ausreißer bezeichnet hatte, wurde am Sonntag eindrucksvoll eines Besseren belehrt.

Der erst 17 Jahre alte Hard-Enduro-Spezialist etablierte sich erneut unter den schnellsten Fahrern des gesamten Feldes. Besonders im Enduro- und Extreme-Test überzeugte Strauss mit starken Zeiten und einer bemerkenswert abgeklärten Fahrweise.

Lediglich im Cross-Test musste der Nachwuchsfahrer einige Sekunden auf die erfahrenere Konkurrenz einbüßen. Trotzdem verteidigte Strauss souverän den dritten Gesamtrang im Championat.

Gleichzeitig feierte er einen weiteren Sieg in der Juniorenklasse J1. Spätestens nach diesem Wochenende steht fest, dass sein Erfolg keine Eintagsfliege war. Strauss gehört damit endgültig zu den größten positiven Überraschungen der bisherigen DEM-Saison.

Matyas Chlum setzt sich erneut in der Klasse E2 durch

In der Klasse E2 ging der Sieg erneut an den Tschechen Matyas Chlum. Nach einem schwierigen Start in den Renntag steigerte sich Chlum von Sonderprüfung zu Sonderprüfung.

Mit einer konstant starken Leistung arbeitete er sich nach vorn und sicherte sich am Ende verdient den Klassensieg. Besonders seine deutliche Leistungssteigerung im Verlauf des Rennens unterstrich, dass er auch unter schwierigen Bedingungen jederzeit in der Lage ist, um die Spitzenplätze zu kämpfen.

Toni Hoffmann überzeugt mit starkem fünften Championatsrang

Auch Toni Hoffmann zeigte am zweiten Renntag eine starke Vorstellung. Der ehemalige Motocross-Profi spielte insbesondere im Cross-Test seine Erfahrung und seinen hohen Grundspeed aus.

Auf der schnellen Prüfung konnte der BVZ-Pilot entscheidend Zeit gutmachen. In den technisch anspruchsvolleren Enduro- und Extreme-Tests verlor Hoffmann dagegen wieder etwas Boden auf die Spitze.

Trotzdem reichte seine Leistung zu Rang zwei in der Klasse E3. Im Championat erreichte er außerdem einen starken fünften Platz und bestätigte damit erneut, dass er sich auch im Endurosport längst in der erweiterten Spitzengruppe etabliert hat.

Yanik Spachmüller hadert mit den trockenen Bedingungen

Nicht vollständig zufrieden zeigte sich Triumph-Pilot Yanik Spachmüller. Mit einem Schmunzeln erklärte er nach dem Rennen, dass ihm die trockenen und stark ausgefahrenen Bedingungen deutlich weniger entgegengekommen seien als noch am Vortag.

Entsprechend wechselhaft verliefen seine Sonderprüfungen. Auf einzelne starke Zeiten folgten Prüfungen, in denen Spachmüller einige Sekunden liegen ließ.

Dennoch sammelte er mit Rang drei in der Klasse E1 weitere wichtige Punkte für die Meisterschaft. Auch wenn das Ergebnis nicht vollständig seinen eigenen Erwartungen entsprach, blieb der Schaden im Hinblick auf die Saisonwertung begrenzt.

Max Stradner gewinnt die Juniorenklasse J2 auf der 125er Beta

Großen Grund zur Freude hatte Max Stradner. Der Beta-Pilot zeigte auf seiner 125-Kubik-Maschine eine bemerkenswerte Vorstellung.

Trotz mehrerer kleiner Ausrutscher ließ sich Stradner nicht aus der Ruhe bringen. Nach jedem Fehler fand er schnell zurück in seinen Rhythmus und kämpfte sich erneut an seine Konkurrenten heran.

Seine starke Moral und sein Einsatz wurden schließlich mit dem Sieg in der Juniorenklasse J2 belohnt. Gerade auf den trockenen und ausgefahrenen Prüfungen war seine Leistung auf der kleinen 125er besonders beachtlich.

Rennabbruch nach schwerem Verkehrsunfall

Leider konnte der zweite Renntag nicht über die ursprünglich vorgesehene Distanz ausgetragen werden. Grund dafür war ein schwerer Verkehrsunfall auf einer nahe gelegenen Autobahn.

Sämtliche verfügbaren Rettungskräfte und Notärzte wurden zu diesem Einsatz alarmiert. Nach Rücksprache zwischen Rennleitung und den zuständigen Verantwortlichen fiel deshalb die Entscheidung, die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen vorzeitig abzubrechen.

Eine ausreichende medizinische Absicherung des Rennbetriebs konnte nicht mehr im erforderlichen Umfang gewährleistet werden. Die Entscheidung war für Fahrer, Zuschauer und Veranstalter zwar enttäuschend, wurde jedoch von allen Beteiligten mitgetragen.

Die Sicherheit der Fahrer und Helfer steht bei einer Motorsportveranstaltung jederzeit an erster Stelle. Ohne eine vollständig gewährleistete medizinische Versorgung war eine Fortsetzung des Rennens nicht vertretbar.

Positives Fazit für den MSTC Gemdental

Trotz des vorzeitigen Endes fiel das Fazit der Veranstalter durchweg positiv aus. Das Organisationsteam des MSTC Gemdental präsentierte gemeinsam mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern ein hervorragend vorbereitetes Sprint-Enduro-Wochenende.

Die drei Sonderprüfungen boten unterschiedliche Charakteristiken und stellten die Fahrer vor abwechslungsreiche Herausforderungen. Gleichzeitig zeigte die Veranstaltung, welches sportliche und organisatorische Potenzial das Sprint-Enduro-Format besitzt.

Organisationsleiter Günter Dressel bedankte sich nach dem Rennen bei allen Beteiligten:

„Wir wollten den Fahrern und Zuschauern ein Wochenende bieten, das den Endurosport von seiner besten Seite zeigt – und ich glaube, genau das ist uns gelungen. Natürlich hätten wir den Renntag gerne regulär beendet, aber bei der Sicherheit gibt es keine Kompromisse.

Mein großer Dank gilt allen Helfern, Sponsoren, Behörden und den vielen Ehrenamtlichen, die mit ihrem unglaublichen Einsatz diese Veranstaltung überhaupt möglich gemacht haben. Gleichzeitig freut es mich besonders, dass wir an beiden Tagen hochklassigen Sport erlebt haben und die Veranstaltung ohne schwerwiegende Verletzungen der Teilnehmer verlaufen ist.“

Tausende Zuschauer erleben spannendes DEM-Wochenende

Mit packenden Zweikämpfen, anspruchsvollen Sonderprüfungen, hervorragenden äußeren Bedingungen und tausenden begeisterten Zuschauern verabschiedete sich Großlöbichau aus dem Kalender der Deutschen Enduro Meisterschaft 2026.

Jeremy Sydow reist mit einer weiterhin makellosen Bilanz zum nächsten Meisterschaftslauf. Gleichzeitig wurde in Großlöbichau deutlich, dass die Konkurrenz näher rückt.

Luca Fischeder setzte den Tabellenführer massiv unter Druck, während Henry Strauss mit zwei dritten Gesamträngen endgültig den Anschluss an die nationale Spitze hergestellt hat. Auch dahinter sorgten Fahrer wie Toni Hoffmann, Matyas Chlum, Yanik Spachmüller und Max Stradner für spannende Entscheidungen in ihren Klassen.

Spätestens nach diesem Wochenende dürfte jedem klar sein: Die Deutsche Enduro Meisterschaft 2026 verspricht bei den kommenden Veranstaltungen noch jede Menge Spannung.

Die ausführlichen Ergebnisse des Rennwochenendes sind auf der offiziellen Internetseite der Deutschen Enduro Meisterschaft unter www.enduro-dm.de zu finden.

Quellen: Textgrundlage: Alexander Gehlert / ADAC Enduro, Fotos: Marcel Sänger / ADAC Enduro

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