Sherco Deutschland in Großlöbichau: Klassensiege für Fischeder und Chlum an beiden Renntagen

Das Sherco Deutschland Team hat beim 2. ADAC Sprint-Enduro Großlöbichau ein erfolgreiches Rennwochenende absolviert. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag fuhren Luca Fischeder und Matyas Chlum in ihren jeweiligen Klassen zum Sieg. Im Deutschen Enduro Championat sicherte sich Fischeder trotz gesundheitlicher Probleme zweimal den zweiten Gesamtrang, während Chlum an beiden Tagen auf Platz vier landete.

Auch die Nachwuchsfahrer Erik Schmidt und Jannis Schwabe stellten sich den schnellen, anspruchsvollen Sonderprüfungen rund um Großlöbichau. Beide mussten während des Wochenendes mit schwierigen Bedingungen beziehungsweise körperlichen Problemen kämpfen, konnten aber dennoch starke Einzelzeiten und wertvolle Ergebnisse einfahren.

2. ADAC Sprint-Enduro Großlöbichau: Anspruchsvolle Prüfungen und wechselnde Bedingungen

Das Sprint-Enduro in Großlöbichau verlangte den Fahrern einiges ab. Eine schnelle Crossprüfung, ein abwechslungsreicher Endurotest und eine technisch anspruchsvolle Extremprüfung sorgten dafür, dass sich die Teilnehmer keine größeren Fehler erlauben durften.

Am Samstag erschwerte die anfängliche Nässe den Einstieg in den Renntag. Besonders auf dem Enduro- und Extremtest waren ein sauberer Rhythmus, eine kontrollierte Linienwahl und ein gutes Gefühl für die wechselnden Bodenverhältnisse gefragt.

Am Sonntag präsentierten sich die Prüfungen teilweise trockener und schneller. Dadurch stieg das Tempo deutlich an. Gleichzeitig konnten kleine Fehler oder Verzögerungen beim Überholen unmittelbar mehrere Sekunden kosten.

Für das Sherco Deutschland Team entwickelte sich das Wochenende trotz einiger gesundheitlicher Rückschläge zu einem erfolgreichen Auftritt. Vier Klassensiege an zwei Tagen und zwei zweite Plätze im Deutschen Enduro Championat unterstrichen die Konkurrenzfähigkeit der Mannschaft.

Tag 1: Luca Fischeder fährt trotz Grippe auf Gesamtrang zwei

Luca Fischeder ging deutlich geschwächt in das Rennwochenende. Bereits beim vorherigen Lauf zur Enduro-Weltmeisterschaft in Frankreich hatte sich der Sherco-Pilot eine hartnäckige Grippe eingefangen.

In den beiden Wochen vor dem deutschen Meisterschaftslauf war deshalb weder Training auf dem Motorrad noch ergänzendes körperliches Training möglich. Fischeder lag mehrere Tage komplett flach und wusste bereits vor dem Start, dass er körperlich nicht bei 100 Prozent sein würde.

Die nassen Bedingungen am Samstag kamen ihm grundsätzlich entgegen. Normalerweise fühlt sich Fischeder auf rutschigem und anspruchsvollem Untergrund besonders wohl. Körperlich konnte er seine gewohnte Geschwindigkeit allerdings nicht über den gesamten Renntag abrufen.

Statt unnötig viel zu riskieren, konzentrierte sich der amtierende Deutsche Meister darauf, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen und wichtige Meisterschaftspunkte mitzunehmen.

Am Ende erreichte er:

  • Platz zwei in der Gesamtwertung des Deutschen Enduro Championats
  • Platz eins in der Klasse E3

Mit seinem eigenen Fahren war Fischeder dennoch nicht vollständig zufrieden. Besonders der Rückstand auf den Tagessieger fiel aus seiner Sicht zu groß aus. Unter Berücksichtigung seines gesundheitlichen Zustands war der zweite Platz jedoch ein wichtiges Ergebnis.

Luca Fischeder über den ersten Renntag

„Leider habe ich mir beim WM-Lauf in Frankreich schon eine ziemlich starke Grippe eingefangen. Dadurch konnte ich in den beiden Wochen vor dem DM-Lauf weder auf dem Motorrad noch neben dem Motorrad trainieren. Ich lag wirklich ziemlich flach und bin dementsprechend geschwächt in das Rennen gegangen.

Der erste Tag mit dem Regen waren eigentlich meine Bedingungen. Körperlich war es für mich aber einfach schwierig. Ich habe versucht, das Beste herauszuholen, Punkte mitzunehmen und den Tag ordentlich zu Ende zu bringen.

Mit Platz zwei war das Ergebnis in Ordnung, aber der Rückstand war auf jeden Fall zu groß. Deshalb war ich mit meinem Fahren nicht zufrieden. Unter den gegebenen Umständen musste ich das Ergebnis aber so akzeptieren.“

Matyas Chlum gewinnt am Samstag die Klasse E2

Matyas Chlum zeigte auf den drei unterschiedlichen Sonderprüfungen eine konstante Leistung. Der Tscheche fühlte sich besonders auf dem Endurotest und der Extremprüfung wohl.

Beide Prüfungen kamen seinem technisch kontrollierten Fahrstil entgegen. Auch auf dem schnellen Crosstest konnte Chlum konkurrenzfähige Zeiten fahren, allerdings fehlte ihm dort nach eigener Einschätzung noch etwas Geschwindigkeit.

Größere Stürze oder folgenschwere Fehler konnte der Sherco-Pilot vermeiden. Diese Konstanz zahlte sich über den gesamten Renntag aus.

Chlum beendete den Samstag mit:

  • Platz vier in der Gesamtwertung des Deutschen Enduro Championats
  • Platz eins in der Klasse E2

Damit sammelte er wichtige Meisterschaftspunkte und sorgte gemeinsam mit Luca Fischeder für einen erfolgreichen ersten Tag des Sherco Deutschland Teams.

Nachwuchsbereich: Schmidt und Schwabe kämpfen sich durch den Samstag

Auch für die beiden Nachwuchsfahrer des Teams war der erste Renntag alles andere als einfach.

Erik Schmidt startet mit verletztem Sprunggelenk

Erik Schmidt war bereits mit einer körperlichen Einschränkung nach Großlöbichau gereist. Rund vier Wochen vor dem Rennen hatte er sich am Sprunggelenk verletzt. Eine normale Vorbereitung auf das Sprint-Enduro war dadurch kaum möglich.

Während des Rennens hatte Schmidt weiterhin Schmerzen im Fuß. Besonders beim Bremsen machte sich die Verletzung bemerkbar. Trotzdem stellte er sich den Prüfungen und konnte vereinzelt schnelle Zeiten fahren.

Am Samstag belegte Schmidt:

  • Platz sechs in der Deutschen Enduro-Junioren-Meisterschaft J2

Das reine Ergebnis spiegelte sein vorhandenes Tempo nur teilweise wider. Mit einzelnen Top-Zwei-Zeiten innerhalb seiner Klasse zeigte Schmidt, welches Potenzial unter normalen körperlichen Voraussetzungen möglich gewesen wäre.

Jannis Schwabe kämpft mit den nassen Prüfungen

Jannis Schwabe hatte am Samstag vor allem mit der anfänglichen Nässe zu kämpfen. Auf dem Extremtest und dem Endurotest fand er zunächst nicht den gewünschten Rhythmus.

Die fehlende Lockerheit führte zu harten Armen und machte es zusätzlich schwierig, präzise und fehlerfrei zu fahren. Deutlich besser lief es auf dem Crosstest. Dort konnte Schwabe mehrere gute Zeiten setzen und seine Geschwindigkeit zeigen.

Am Ende des ersten Renntages stand für ihn:

  • Platz fünf im Deutschen Enduro-Jugend-Cup

In der hubraumoffenen nationalen Klasse musste sich Schwabe dabei gegen zahlreiche Fahrer auf deutlich größeren Motorrädern behaupten.

Ergebnisse Sherco Deutschland – Großlöbichau Tag 1

Deutsches Enduro Championat

  • Platz 2: Luca Fischeder
  • Platz 4: Matyas Chlum

Klassenwertungen

  • Platz 1, Klasse E2: Matyas Chlum
  • Platz 1, Klasse E3: Luca Fischeder

Nachwuchsbereich

  • Platz 6, Junioren-Meisterschaft J2: Erik Schmidt
  • Platz 5, Deutscher Enduro-Jugend-Cup: Jannis Schwabe

Tag 2: Fischeder steigert sich und fährt 3 Bestzeiten

Nach dem körperlich schwierigen Samstag versuchte Luca Fischeder, sich für den zweiten Renntag bestmöglich zu regenerieren. Am Sonntagmorgen war zunächst nicht klar, wie gut sein Körper die erneute Belastung verkraften würde.

Im Rennen fühlte sich der Sherco-Pilot jedoch deutlich besser als am Vortag. Er hatte mehr Energie, fand schneller seinen Rhythmus und konnte wieder wesentlich näher an seinem normalen Leistungsniveau fahren.

Besonders deutlich wurde die Steigerung bei den einzelnen Prüfungszeiten. Insgesamt gelangen Fischeder nach eigener Aussage 3 Bestzeiten.

Damit setzte er seine Konkurrenten erheblich stärker unter Druck als am Samstag. In der Gesamtwertung reichte es erneut zum zweiten Platz, während er die Klasse E3 ein weiteres Mal gewann.

Seine Bilanz am Sonntag:

  • Platz zwei in der Gesamtwertung des Deutschen Enduro Championats
  • Platz eins in der Klasse E3
  • 3 Bestzeiten auf den Sonderprüfungen

Obwohl der Gesamtsieg erneut außer Reichweite blieb, war Fischeder mit seinem zweiten Renntag wesentlich zufriedener.

Luca Fischeder über seine Steigerung am Sonntag

„Nach dem Samstag habe ich versucht, mich für den zweiten Tag noch einmal bestmöglich zu regenerieren. Beim Herumlaufen am Morgen dachte ich zunächst, dass es relativ schwierig werden könnte.

Im Rennen lief es dann aber überraschend gut. Ich habe mich auf dem Motorrad wohlgefühlt und hatte mehr Energie als am Tag zuvor. Insgesamt konnte ich 3 Bestzeiten fahren und habe mich ein ganzes Stück besser gefühlt.

Mit dem zweiten Tag bin ich deshalb relativ zufrieden. Jetzt hoffe ich, dass ich mich in den kommenden Tagen vollständig auskurieren kann und bei den nächsten Rennen wieder zu 100 Prozent fit bin.“

Matyas Chlum wiederholt E2-Klassensieg

Auch Matyas Chlum bestätigte am Sonntag seine starke Leistung vom ersten Renntag. Erneut fuhr der Sherco-Pilot kontrolliert durch die Prüfungen und vermied größere Fehler.

Auf dem Enduro- und Extremtest fühlte er sich weiterhin besonders wohl. Der Crosstest bereitete ihm ebenfalls viel Spaß, allerdings sah Chlum dort noch Verbesserungspotenzial bei der reinen Geschwindigkeit.

Mit einer konstanten Vorstellung sicherte er sich erneut:

  • Platz vier in der Gesamtwertung des Deutschen Enduro Championats
  • Platz eins in der Klasse E2

Damit gewann Matyas Chlum die E2-Wertung an beiden Renntagen.

Matyas Chlum über das Wochenende in Großlöbichau

„Das Rennwochenende war wirklich großartig. Die Prüfungen waren schnell und haben viel Spaß gemacht. Am besten haben mir der Endurotest und der Extremtest gefallen.

Auch auf dem Crosstest habe ich mich gut gefühlt, allerdings hat mir dort noch ein wenig Geschwindigkeit gefehlt. Ich hatte während des gesamten Wochenendes keine größeren Stürze und habe auch keine entscheidenden Fehler gemacht.

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“

Erik Schmidt verletzt sich erneut am Fuß

Für Erik Schmidt nahm das Wochenende am Sonntag ein bitteres Ende. Trotz der bereits vorhandenen Sprunggelenksverletzung kämpfte sich der Nachwuchsfahrer erneut durch die Prüfungen.

Im letzten gewerteten Test blieb Schmidt jedoch an einem Baum oder einem Ast hängen. Dabei wurde sein bereits angeschlagener Fuß erneut stark verdreht.

Das Gefühl erinnerte ihn unmittelbar an die Verletzung, die er sich vier Wochen zuvor zugezogen hatte. Eine genaue medizinische Untersuchung soll nun klären, ob sich das Problem erneut verschlimmert hat.

Schmidt beendete den Sonntag auf:

  • Platz acht in der Deutschen Enduro-Junioren-Meisterschaft J2

Trotz der Schmerzen konnte er auch am zweiten Renntag einzelne schnelle Prüfungszeiten fahren.

Erik Schmidt über sein schwieriges Wochenende

„Für mich war es leider kein leichtes Wochenende. Ich habe mich vor vier Wochen am Sprunggelenk verletzt, weshalb meine Vorbereitung sehr gering war.

Das gesamte Wochenende über hatte ich noch Schmerzen und Probleme im Fuß, besonders beim Bremsen. Am Sonntag bin ich dann im letzten gewerteten Test an einem Baum oder an Geäst hängen geblieben. Dabei wurde mein Fuß noch einmal extrem verdreht.

Ich hatte sofort wieder das gleiche Gefühl wie bei der Verletzung vor vier Wochen. Deshalb werde ich das jetzt noch einmal genau untersuchen lassen.

Trotzdem konnte ich am Samstag und am Sonntag ein oder zwei Top-Zwei-Zeiten fahren. Das ist etwas Positives, das ich aus dem Wochenende mitnehmen kann.“

Jannis Schwabe verpasst das Podium nur knapp

Jannis Schwabe startete am Sonntag stark in den Renntag. Nach den ersten beiden Prüfungen lag er sogar auf Platz eins seiner Klasse.

Auf dem Extremtest bekam der Nachwuchsfahrer jedoch erneut Probleme. Mehrere eigene Fehler und ungünstige Situationen mit zu überholenden Teilnehmern kosteten viel Zeit.

Auf dem Cross- und Endurotest fühlte sich Schwabe dagegen deutlich wohler. Dort gelangen ihm erneut starke Zeiten. Den zuvor eroberten ersten Platz konnte er trotzdem nicht verteidigen.

Am Ende belegte er:

  • Platz vier im Deutschen Enduro-Jugend-Cup

Damit verpasste Schwabe das Podium nur knapp. Sein selbst gestecktes Ziel erreichte er zwar nicht, dennoch konnte er sich im Feld der hubraumoffenen Motorräder gut in Szene setzen.

Jannis Schwabe über Tag zwei

„Der Sonntag begann für mich sehr gut. Nach den ersten beiden Tests konnte ich mich auf Platz eins in meiner Klasse setzen.

Diesen Platz konnte ich leider nicht halten, weil ich auf dem Extremtest wieder starke Probleme hatte. Einige Fehler und auch Pech mit Fahrern, die ich überholen musste, haben dort zu einem enormen Zeitverlust geführt.

Auf dem Cross- und Endurotest habe ich mich dagegen sehr wohlgefühlt und konnte gute Zeiten fahren.

Mit Platz vier habe ich das Podium am Ende knapp verpasst und mein gesetztes Ziel leider nicht erreicht. Trotzdem konnte ich mich zwischen den großen Motorrädern gut in Szene setzen. Darauf möchte ich bei den kommenden Rennen aufbauen.“

Ergebnisse Sherco Deutschland – Großlöbichau Tag 2

Deutsches Enduro Championat

  • Platz 2: Luca Fischeder
  • Platz 4: Matyas Chlum

Klassenwertungen

  • Platz 1, Klasse E2: Matyas Chlum
  • Platz 1, Klasse E3: Luca Fischeder

Nachwuchsbereich

  • Platz 8, Junioren-Meisterschaft J2: Erik Schmidt
  • Platz 4, Deutscher Enduro-Jugend-Cup: Jannis Schwabe

Erfolgreiche Teambilanz mit vier Klassensiegen

Das Sherco Deutschland Team verlässt Großlöbichau mit einer starken sportlichen Bilanz. Luca Fischeder und Matyas Chlum gewannen an beiden Tagen ihre jeweiligen Klassen.

Fischeder erreichte trotz seiner Grippe zweimal den zweiten Platz im Deutschen Enduro Championat. Besonders seine deutliche Steigerung am Sonntag mit 3 Bestzeiten zeigte, dass mit ihm in vollständig gesundem Zustand jederzeit im Kampf um den Gesamtsieg zu rechnen ist.

Chlum überzeugte mit Konstanz, sauberem Fahren und zwei Siegen in der Klasse E2. Größere Fehler oder Stürze vermied er über das gesamte Wochenende.

Bei den Nachwuchsfahrern zeigte Jannis Schwabe vor allem auf dem Cross- und Endurotest eine starke Geschwindigkeit. Nach seiner zwischenzeitlichen Führung am Sonntag fehlte am Ende nicht viel zum Podium.

Für Erik Schmidt steht dagegen zunächst die Gesundheit im Mittelpunkt. Nach dem erneuten Verdrehen seines verletzten Sprunggelenks soll eine Untersuchung Klarheit über den Zustand des Fußes bringen.

Nächster Stopp: 74. ADAC Geländefahrt „Rund um Rehna“

Nach dem Sprint-Enduro in Großlöbichau geht es für das Sherco Deutschland Team im September mit einem traditionsreichen deutschen Enduro-Klassiker weiter.

Die nächste Veranstaltung ist die:

📅 Samstag, 5. September 2026
📍 Rehna in Mecklenburg-Vorpommern
🏁 74. ADAC Geländefahrt „Rund um Rehna“

In Rehna wartet wieder ein klassisches Enduroformat auf die Fahrer. Für Luca Fischeder steht bis dahin vor allem die vollständige Genesung im Mittelpunkt. Auch bei Erik Schmidt bleibt abzuwarten, welches Ergebnis die Untersuchung seines Sprunggelenks bringt.

Matyas Chlum möchte seine konstanten Leistungen aus Großlöbichau bestätigen. Jannis Schwabe wird versuchen, seine starken Einzelzeiten in ein Podiumsergebnis umzusetzen.

Weitere Informationen rund um Sherco bekommt man auf der offiziellen Webseite (Link).

Quelle: Fotos von Marcel Sänger, Team Sherco Deutschland

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