Mini Enduro European Cup Finale in Großlöbichau: Europas jüngste Enduro-Champions gekürt

Das große Finale des Mini Enduro European Cup 2026 ist entschieden. Am 1. und 2. August trafen sich Europas schnellste Nachwuchs-Enduristen in Großlöbichau bei Jena, um beim dritten und letzten Saisonlauf die neuen Champions zu ermitteln. Nach den Stationen im lettischen Auzole und im ungarischen Nagytarcsa wartete in Thüringen noch einmal ein anspruchsvolles Sprint-Enduro-Wochenende mit engen Titelentscheidungen, schwierigen Wetterbedingungen und starken Auftritten der deutschen Nachwuchsfahrer.

Dabei zeigte sich erneut, welchen Stellenwert der Mini Enduro European Cup mittlerweile im internationalen Nachwuchsbereich besitzt. Für viele der jungen Fahrer ist die Serie der erste große Schritt in Richtung Enduro-Europameisterschaft und später möglicherweise sogar in die Enduro-Weltmeisterschaft.

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Besonders erfreulich aus deutscher Sicht: Neben mehreren starken Einzelergebnissen erkämpfte sich Team Germany U17 den dritten Platz in der Mannschaftswertung. Mit Lou Wohlhaupt stand am Sonntag zudem ein deutscher Fahrer auf dem Tagespodium der Junior-Klasse. Mia Abelein durfte sich nach einem dramatischen Finale sogar über den zweiten Platz in der Women-Junior-Gesamtwertung freuen.

Drei Sonderprüfungen fordern Europas Enduro-Nachwuchs

Das Finale in Großlöbichau wurde im Sprint-Enduro-Format ausgetragen. Die Fahrer mussten mehrere Durchgänge auf drei unterschiedlichen Sonderprüfungen absolvieren.

Auf dem Programm standen ein schneller Crosstest, ein abwechslungsreicher Endurotest mit Wald- und Wiesenpassagen sowie ein technisch anspruchsvoller Extremtest.

Die Voraussetzungen änderten sich dabei während des Wochenendes mehrfach. Regen vor und während des Samstags machte vor allem die Wiesenpassagen extrem rutschig. Am Sonntag sorgte dichter Nebel am Morgen wiederum für schwierige Sichtverhältnisse.

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Damit waren nicht nur Geschwindigkeit und fahrerisches Können gefragt. Auch Linienwahl, Reifenwahl, Konzentration und möglichst fehlerfreie Sonderprüfungen entschieden über wertvolle Sekunden.

Und genau diese Sekunden sollten in mehreren Meisterschaftsklassen bis zur allerletzten Prüfung über Titel und Platzierungen entscheiden.

Samstag: Andrea Surini setzt die Bestzeit

Bereits am ersten Renntag entwickelte sich ein hochklassiger Kampf um den Gesamtsieg.

Im Mittelpunkt stand einmal mehr die stark besetzte 125 Mini Klasse. Der Italiener Andrea Surini auf Beta, der bereits das Sonntagsrennen beim vorherigen Lauf in Ungarn gewonnen hatte, knüpfte in Großlöbichau nahtlos an seine starke Form an.

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Surini setzte die schnellste Gesamtzeit des Tages und sicherte sich damit den Sieg vor dem Spanier Eric Wic Huertas auf Alfer.

Den dritten Platz belegte der Schwede Douglas Sjöblom auf TM, der mit einer konstant starken Vorstellung überzeugte.

Auch Viktor Kallur und Franciszek Harazin hielten den Anschluss an die Spitzengruppe und sorgten dafür, dass die Abstände während des gesamten Tages überschaubar blieben.

Junior: Alex Esteban Puig legt im Titelkampf vor

Auch in der Junior-Kategorie blieb es spannend.

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Alex Esteban Puig auf Alfer setzte sich am Samstag gegen seine direkten Meisterschaftskonkurrenten durch und gewann den ersten Renntag.

Platz zwei ging an Tim Raffard auf Husqvarna, während Maximilian Dorfer auf Husqvarna den dritten Rang belegte.

Damit verschaffte sich Puig vor dem entscheidenden Sonntag eine starke Ausgangslage im Kampf um den Gesamtsieg des Mini Enduro European Cup.

Mini Junior: Nur zwölf Sekunden entscheiden

Einen besonders engen Kampf lieferten sich Sebestyén Szép auf KTM und Nathan Jay Caputo auf Yamaha.

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Nach mehreren Sonderprüfungen trennten die beiden Nachwuchsfahrer am Ende nur etwas mehr als zwölf Sekunden.

Szép setzte sich schließlich durch und holte den Tagessieg.

Nathan Jay Caputo musste sich mit Platz zwei zufriedengeben.

Aus deutscher Sicht besonders erfreulich: Emil Doras komplettierte das Podium auf Rang drei.

Women 125 Mini: Pauline Nicon schlägt zurück

Auch die Women 125 Mini Klasse bot erneut einen engen Kampf zwischen Pauline Nicon auf Husqvarna und Adela Godino Gomez auf Beta.

Bereits beim vorherigen Lauf in Ungarn hatten sich beide Fahrerinnen die Siege geteilt.

Am Samstag in Großlöbichau setzte sich zunächst die Französin Pauline Nicon durch.

Adela Godino Gomez belegte den zweiten Platz.

Rang drei ging an Anika Dal Pezzo auf KTM.

Natalie Sekotová bleibt ungeschlagen

In der Women-Junior-Klasse setzte Natalie Sekotová auf KTM ihre beeindruckende Saison fort.

Auch in Großlöbichau blieb sie zunächst ungeschlagen und gewann den Samstag vor Mia Abelein auf Husqvarna und Smilla Stahre Sturesson auf Husqvarna.

In der 50-Mini-Kategorie dominierte ebenfalls der Favorit.

Norbert Vágó Jr. auf Valenti Racing setzte seine perfekte Saison fort und feierte einen weiteren Sieg.

Sonntag: Tomás Joan González holt den Tagessieg

Der Sonntag brachte schließlich die Entscheidungen.

In mehreren Klassen war vor dem letzten Renntag noch nichts entschieden. Entsprechend hoch waren Druck und Anspannung.

Den schnellsten Fahrer des Tages stellte diesmal die Junior-Klasse.

Der Spanier Tomás Joan González auf KTM zeigte eine herausragende Leistung und fuhr die schnellste Gesamtzeit des Sonntags.

Damit gewann González gleichzeitig die Junior-Kategorie.

Alex Esteban Puig belegte Platz zwei und sicherte sich damit endgültig den Titel im Junior European Cup.

Für einen der größten deutschen Erfolge des Wochenendes sorgte Lou Wohlhaupt.

Der Deutsche kämpfte sich auf einen starken dritten Platz und stand damit beim EM-Finale auf dem Tagespodium.

Women 125 Mini: Adela Godino Gomez revanchiert sich

Nach ihrer Niederlage am Samstag schlug Adela Godino Gomez am Sonntag zurück.

Die Spanierin gewann den zweiten Renntag vor Pauline Nicon.

Anika Dal Pezzo belegte erneut den dritten Platz.

Damit hatte Godino Gomez im entscheidenden Moment der Saison noch einmal zurückgeschlagen.

Sebestyén Szép mit perfektem Wochenende

In der Mini-Junior-Kategorie ließ Sebestyén Szép auch am Sonntag nichts anbrennen.

Der KTM-Pilot gewann erneut und machte damit seinen Doppelsieg beim Finale perfekt.

Nathan Jay Caputo wurde erneut Zweiter.

Emil Doras komplettierte auch am Sonntag das Podium auf Rang drei.

Natalie Sekotová beendet perfekte Saison

Auch Natalie Sekotová blieb ihrer Linie treu.

Die KTM-Pilotin gewann erneut die Women-Junior-Klasse und beendete damit ihre Saison ungeschlagen.

Mia Abelein sicherte sich erneut Platz zwei.

Rang drei ging am Sonntag an Isona Colomer.

In der 50-Mini-Kategorie blieb Norbert Vágó Jr. ebenfalls ungeschlagen und vollendete mit einem weiteren Sieg seine perfekte Saison.

Mini Enduro European Cup 2026: Die neuen Champions

Nach den letzten Sonderprüfungen in Großlöbichau standen schließlich die Europacup-Sieger der Saison 2026 fest.

Besonders dramatisch verlief die Entscheidung in der prestigeträchtigen 125 Mini Klasse.

Eric Wic Huertas gewinnt 125 Mini nach Punktgleichheit

Eric Wic Huertas aus Spanien und Andrea Surini aus Italien beendeten die Saison punktgleich.

Damit musste das Ergebnis des letzten Renntages über den Titel entscheiden.

Aufgrund seines stärkeren Resultats am Sonntag ging der European Cup schließlich an Huertas.

Andrea Surini belegte Rang zwei.

Viktor Kallur komplettierte die Top 3 der Meisterschaft.

Diese Reihenfolge bildete gleichzeitig auch das Endergebnis der Overall-Wertung.

Nathan Jay Caputo gewinnt Mini Junior

In der Mini-Junior-Kategorie setzte sich über die gesamte Saison Nathan Jay Caputo durch.

Der Yamaha-Pilot gewann den European Cup vor Sebestyén Szép und dem Deutschen Emil Doras.

Damit durfte sich Doras trotz seines verletzungsbedingt schwierigen Finales über einen starken dritten Gesamtrang freuen.

Junior-Titel für Alex Esteban Puig

Den Gesamtsieg in der Junior-Kategorie holte Alex Esteban Puig.

Hinter ihm belegte Tim Raffard Platz zwei.

Maximilian Dorfer schloss die Meisterschaft auf Rang drei ab.

Adela Godino Gomez gewinnt Women 125 Mini

Bei den Nachwuchsfahrerinnen sicherte sich Adela Godino Gomez den Titel in der Women 125 Mini Kategorie.

Pauline Nicon wurde Zweite.

Carla Castellano Gálvez komplettierte die Top 3 der Saison.

Natalie Sekotová mit perfekter Meisterschaft

Eine der dominantesten Leistungen der gesamten Saison lieferte Natalie Sekotová ab.

Die KTM-Pilotin gewann den Women Junior European Cup nach einer perfekten Saison.

Aus deutscher Sicht besonders stark: Mia Abelein holte Platz zwei in der Gesamtwertung und darf sich damit über den Vizetitel freuen.

Smilla Stahre Sturesson beendete die Saison auf dem dritten Platz.

Norbert Vágó Jr. bleibt ungeschlagen

Auch in der kleinsten Kategorie gab es einen dominanten Champion.

Norbert Vágó Jr. absolvierte die Saison ohne Niederlage und gewann souverän den European Cup der 50-Mini-Klasse.

Teamwertung: Schweden vor Spanien und Deutschland

In der Mannschaftswertung ging der Sieg an Mini Enduro Team Sweden.

Platz zwei belegte Team España.

Die deutsche U17-Auswahl durfte sich über einen starken dritten Platz freuen.

Damit holte Team Germany U17 EM-Bronze und setzte beim Heimfinale einen gelungenen Schlusspunkt unter die internationale Nachwuchssaison.

Die deutschen Fahrer beim Mini Enduro European Cup Finale

Neben den internationalen Titelentscheidungen standen in Großlöbichau natürlich besonders die Leistungen der deutschen Nachwuchsfahrer im Mittelpunkt.

Von Podiumsplätzen über Stürze und technische Probleme bis hin zu persönlichen Bestzeiten und starken Aufholjagden war praktisch alles dabei, was den Endurosport ausmacht.

Maximilian Voith: Starker Samstag und EM-Bronze mit dem Team

Maximilian Voith fand am Samstag schnell seinen Rhythmus.

Bis zur vierten Runde lag er als schnellster deutscher Fahrer sogar auf dem fünften Platz.

Erst in der vorletzten Prüfung des Tages musste er einen Rückschlag hinnehmen. Auf der rutschigen Wiese im letzten Endurotest unterlief ihm ein kleiner Fehler, durch den er wertvolle Sekunden verlor.

Voith fiel dadurch noch auf Platz sieben zurück.

Am Sonntag kam er mit den Bedingungen weniger gut zurecht. Zwar konnte er sich während des Tages kontinuierlich nach vorne arbeiten, an seine starke Leistung vom Samstag kam er jedoch nicht mehr ganz heran.

Am Ende belegte er Rang elf.

Trotzdem konnte Voith auf eine erfolgreiche EM-Saison zurückblicken.

Gemeinsam mit seinen deutschen Mannschaftskollegen holte er sowohl am Samstag als auch am Sonntag Mannschafts-Bronze und durfte sich schließlich auch über den dritten Platz in der Serienwertung mit Team Germany U17 freuen.

In der Gesamtwertung der 125 Mini U17 sammelte Voith 68 Punkte und belegte Platz sieben.

Ohne seinen Ausfall beim Lauf in Ungarn wäre nach eigener Einschätzung sogar Rang fünf möglich gewesen.

Unter dem Strich konnte er dennoch zufrieden auf seine internationale Saison zurückblicken.

Mia Abelein: Dramatischer Kampf um den EM-Vizetitel

Für Mia Abelein bot das Finale praktisch alles, was der Endurosport an Höhen und Tiefen bereithält.

Bereits in der Nacht vor dem Samstag hatte es geregnet. Auch während des Renntages sorgte weiterer Regen dafür, dass die Wiese und große Teile der Strecke extrem glatt wurden.

Vor allem im Extremtest bekam Abelein die schwierigen Bedingungen zu spüren.

An einer Auffahrt rutschte ihr das Hinterrad weg. Ohne den notwendigen Schwung war es nahezu unmöglich, die Steigung zu bewältigen.

Dadurch verlor sie rund drei Minuten.

Ein gewaltiger Rückstand, der auf diesem internationalen Niveau normalerweise kaum noch aufzuholen ist.

Abelein gab trotzdem nicht auf.

Bis zur letzten Sonderprüfung kämpfte sie um jede einzelne Sekunde und arbeitete sich immerhin noch auf den vierten Platz zurück.

Sonntag wird zum Nervenspiel

Am Sonntag war die Ausgangslage völlig anders.

Abelein wusste, dass sie sich im Kampf um Platz zwei der Gesamtwertung keinen größeren Fehler mehr erlauben durfte.

Konstanz und schnelle Sonderprüfungszeiten waren gefragt.

Bis zur allerletzten Prüfung entwickelte sich ein spannendes Duell zwischen Abelein und ihrer spanischen Konkurrentin.

Praktisch jede Sonderprüfung veränderte den Abstand.

Die Entscheidung fiel erst ganz zum Schluss.

Im letzten Extremtest gelang Abelein schließlich sogar die Bestzeit.

Damit zahlte sich das intensive Training der gesamten Saison aus.

Mit Platz zwei in der Tageswertung sicherte sich Mia Abelein gleichzeitig Platz zwei in der Women-Junior-Gesamtwertung des Mini Enduro European Cup 2026.

Ein starkes Saisonergebnis nach einem Finale, das spannender kaum hätte verlaufen können.

Carlo Krüger: Kleine Fehler verhindern bessere Platzierung

Carlo Krüger startete unter schwierigen Wetterbedingungen in sein EM-Finale.

Dank einer guten Vorbereitung konnte er den Samstag auf Platz 15 beenden.

Für den Sonntag hatte sich Krüger entsprechend mehr vorgenommen.

Die beiden vor ihm platzierten Fahrer schienen durchaus erreichbar.

Mit diesem Ziel im Kopf schlichen sich allerdings mehrere kleine Fehler ein.

Vor allem im Crosstest verlor Krüger dadurch wertvolle Zeit und Positionen.

Am Ende musste er sich am Sonntag mit Platz 20 zufriedengeben.

Magdalena Höfer: Zweimal Platz vier nach starker Steigerung

Für Magdalena Höfer begann das Wochenende bereits am Donnerstag mit der Besichtigung der Sonderprüfungen.

Am Freitag folgte gemeinsam mit Tim Apolle ein weiterer Rundgang.

Dabei wurden noch einmal Linien analysiert und schnellere Spuren gesucht.

Nach Anmeldung und technischer Abnahme wurde es am Samstag ernst.

Fehler im Extremtest kostet wertvolle Zeit

Der Renntag begann mit dem schnellen Crosstest.

Höfer kam dort grundsätzlich gut zurecht, allerdings war auch ihre internationale Konkurrenz schnell unterwegs.

Nach einer kurzen Etappe folgte der Endurotest mit Waldpassagen und einer großen Wiese.

Genau dieser Test gefiel ihr besonders gut.

Im Laufe des Tages konnte sie ihre Zeiten immer weiter verbessern.

Direkt danach folgte der Extremtest, der schnelle und technische Elemente miteinander verband.

Schon in der ersten Runde kam es allerdings zu einem folgenschweren Zwischenfall.

Eine spanische Konkurrentin blieb vor ihr hängen.

Höfer versuchte auszuweichen, rutschte dabei selbst weg und verlor rund eine Minute.

Trotzdem steigerte sie anschließend ihr Tempo und beendete den Samstag auf Platz vier.

Am Sonntag fehlen nur wenige Sekunden zum Podium

Am Abend analysierte Höfer die Sonderprüfungen erneut.

Besonders im Crosstest wollte sie sich für Sonntag verbessern.

Das gelang direkt.

Ihre erste Crosstestzeit am Sonntag war die drittschnellste Zeit ihrer Klasse.

Im Endurotest verschenkte sie dagegen einige Sekunden.

Der Extremtest lief wieder besser und Höfer bewegte sich zeitweise nur wenige Sekunden hinter dem dritten Platz.

In Runde zwei blieb ihre Konkurrentin hängen, wodurch der Abstand sogar noch einmal kleiner wurde.

Damit schien das Podium plötzlich wieder möglich.

In der dritten Runde unterliefen Höfer allerdings mehrere kleinere Fehler.

Der Abstand wuchs erneut.

In der letzten Runde konzentrierte sie sich deshalb darauf, möglichst fehlerfrei und trotzdem schnell ins Ziel zu kommen.

Das gelang.

Am Ende wurde es wie am Samstag Platz vier.

Ein Podiumsplatz wäre sicherlich schöner gewesen, trotzdem konnte Höfer mit ihrer Entwicklung zufrieden sein. Ihre Zeiten waren am Sonntag deutlich besser, teilweise war sie sogar schneller unterwegs als die spätere Drittplatzierte.

Ein besonderes Dankeschön richtete sie an den ADAC Hessen-Thüringen, den MSTC Gembdental und Tim Apolle.

Nils Lindner: Erfolgreiche erste Saison auf der 85er

Mit dem Finale in Großlöbichau endete für Nils Lindner gleichzeitig seine erste komplette Saison auf einer 85-cm³-Maschine.

Der erste Renntag wurde stark vom Wetter geprägt.

Regen machte die Strecke anspruchsvoll, trotzdem kam Lindner ordentlich durch den Samstag.

Am Sonntag startete das Feld zunächst bei dichtem Nebel.

Erst nach der zweiten Sonderprüfung klarte das Wetter zunehmend auf.

Lindner fand danach immer besser seinen Rhythmus und arbeitete sich durch den Renntag.

Am Ende stand ein hart erkämpfter 14. Platz in seiner Klasse.

Damit ging eine lehrreiche erste internationale Mini-Enduro-Saison auf der 85er zu Ende.

Sein Dank ging besonders an Tim Apolle, den ADAC Hessen-Thüringen, die REINEX Hochdrucktechnik GmbH, Freunde und natürlich seine Familie, die ihn durch die komplette Saison begleitet hatte.

Lou Wohlhaupt: Von Platz fünf aufs Podium

Für Lou Wohlhaupt begann das EM-Wochenende bereits am Donnerstag mit der Anreise nach Großlöbichau.

Am Freitag standen die Vorbereitungen im Mittelpunkt.

Alle drei Sonderprüfungen wurden zunächst besichtigt und anschließend gemeinsam mit Tim Apolle noch einmal detailliert analysiert.

Danach folgten letzte Einstellungen am Motorrad auf dem Test-Track sowie Anmeldung und technische Abnahme.

Samstag beginnt direkt mit einem Sturz

Am Samstag startete Wohlhaupt um 08:17 Uhr.

Schon im ersten Wertungstest, dem Crosstest, gab es den ersten Rückschlag.

Bereits in der dritten Kurve stürzte er.

Die Zeiten der ersten Runde waren zwar solide, entsprachen aber noch nicht seinen eigenen Erwartungen.

Zunächst fand sich Wohlhaupt deshalb nur im Mittelfeld wieder.

Doch er steigerte sich.

Mit jeder Runde wuchsen Tempo und Selbstvertrauen.

In der letzten Runde setzte zusätzlich Regen ein und erschwerte die Bedingungen noch einmal deutlich.

Trotzdem kämpfte sich Wohlhaupt bis auf Platz fünf nach vorne.

Die kleine Schwester gibt das Ziel vor

Für den Sonntag gab es aus der Familie eine klare Ansage.

Seine kleine Schwester meinte:

„Heute wird’s Platz 3!“

Und genau das sollte tatsächlich passieren.

Der Sonntag begann allerdings erneut schwierig.

Dichter Nebel sorgte im Crosstest für extrem schlechte Sicht.

Die erste Zeit entsprach daher noch nicht den Erwartungen.

Im Enduro- und Extremtest lief es dagegen wesentlich besser.

Wohlhaupt konnte bereits zu Beginn schnellere Zeiten als am Vortag fahren und steigerte sich anschließend weiter.

Am Ende wurde aus dem zunächst etwas optimistischen Ziel tatsächlich Realität:

Platz drei in der Junior-Klasse.

Damit stand Wohlhaupt beim Finale des Mini Enduro European Cup auf dem Podium.

Für zusätzlichen Nervenkitzel sorgte anschließend noch die Technik.

Direkt nach der letzten Sonderprüfung riss der Gasbowdenzug.

Das Glück im Unglück: Der Defekt trat erst nach dem letzten gewerteten Test auf.

Wohlhaupt musste sein Motorrad deshalb lediglich noch bis ins Ziel schieben.

Noah Rübesamen: Falsche Reifenentscheidung wird teuer

Für Noah Rübesamen verlief der letzte EM-Lauf dagegen nicht wie erhofft.

In der Nacht vor dem Samstag hatte es erneut geregnet.

Am Morgen war die Strecke entsprechend spiegelglatt.

Rübesamen ging trotzdem mit einem bereits angefahrenen Hinterreifen ins Rennen.

Im Nachhinein erwies sich diese Entscheidung als problematisch.

Besonders im Extremtest mit seinen kurzen und steilen Auf- und Abfahrten fehlte ihm Grip.

An einem Anstieg kam Rübesamen nicht nach oben und verlor dadurch rund zwei Minuten.

Damit war der erste Renntag im Kampf um eine gute Platzierung praktisch gelaufen.

Neuer Reifen bringt deutlich mehr Grip

Nach dem Samstag montierte das Team einen neuen Hinterreifen.

Am Sonntag konnte Rübesamen damit deutlich besser angreifen.

Sowohl im Crosstest als auch im Extremtest gelangen ihm teilweise Top-10-Zeiten.

Lediglich im Endurotest verlor er weiterhin zu viel Zeit.

Genau dort sieht Rübesamen deshalb auch einen Bereich, an dem er in Zukunft weiterarbeiten möchte.

Am Ende belegte er Platz 16.

Das Ergebnis entsprach zwar nicht seinen ursprünglichen Erwartungen, die deutliche Leistungssteigerung am Sonntag sorgte dennoch für einen versöhnlicheren Abschluss.

Maddox Mittag: Internationale Erfahrung und Mannschafts-Bronze

Für Maddox Mittag war das Wochenende gleichzeitig das Finale seiner ersten EM-Saison auf der 125er.

Der ADAC Hessen-Thüringen sorgte gemeinsam mit Kadertrainer Tim Apolle für eine intensive Vorbereitung.

Bereits am Freitag ging Apolle mit den Fahrern alle drei Sonderprüfungen ab.

Auch am Samstag unterstützte er die Nachwuchsfahrer.

Der Tag begann mit einem gemeinsamen Aufwärmprogramm.

Später stand Apolle an den Sonderprüfungen, zeigte Linien und gab direkt vor dem Start noch einmal wichtige Tipps.

Platz 23 am Samstag

Mittags Rennen begann am Samstag um 8 Uhr.

Grundsätzlich gefielen ihm alle drei Sonderprüfungen.

Trotzdem fand er nicht sofort den gewünschten Rhythmus.

Zwar verbesserte er sich von Runde zu Runde, mit seinen Zeiten war er jedoch nicht vollständig zufrieden.

Am Ende belegte Mittag Platz 23.

Nach dem Rennen folgte eine weitere Analyse gemeinsam mit Tim Apolle.

Ziel war es, für Sonntag konkrete Möglichkeiten zur Verbesserung zu finden.

Persönliche Bestzeiten in der letzten Runde

Der Rennablauf am Sonntag entsprach dem Samstag.

Die erste Runde wurde allerdings durch dichten Nebel erschwert.

Zusätzlich beschlug die Brille und sorgte für weitere Sichtprobleme.

Mit zunehmender Renndauer fand Mittag jedoch immer besser in seinen Rhythmus.

Seine stärkste Phase folgte in der letzten Runde.

Dort fuhr er in allen drei Sonderprüfungen jeweils seine persönliche Bestzeit.

An der Platzierung änderte sich trotzdem nichts.

Auch am Sonntag wurde es Rang 23.

Viel Erfahrung in der ersten 125er-Saison

Für Mittag stand ohnehin nicht allein das Ergebnis im Mittelpunkt.

Es war sein erstes Jahr auf der 125er und gleichzeitig seine erste internationale EM-Saison.

Alle drei Läufe waren für ihn wertvolle Erfahrungen.

Gerade die starke internationale Konkurrenz motivierte ihn, weiter an sich zu arbeiten.

Erschwert wurde die Saison durch einen gebrochenen Fuß und eine siebenwöchige Verletzungspause.

Ohne diese Unterbrechung wäre möglicherweise eine bessere Gesamtplatzierung möglich gewesen.

So beendete Mittag die Saison auf Rang 21.

Das große Highlight folgte dennoch zum Abschluss.

Als Mitglied der deutschen U17-Nationalmannschaft durfte er sich über Bronze in der Gesamtwertung freuen.

Für Mittag steht deshalb bereits fest: Auch im kommenden Jahr möchte er wieder international antreten.

Neben der sportlichen Herausforderung ist dafür auch der starke Zusammenhalt innerhalb der deutschen Mannschaft ein wichtiger Grund.

Emil Doras: Sturz zerstört Titeltraum – trotzdem EM-Bronze

Für Emil Doras war das Finale in Großlöbichau das Wochenende, auf das er praktisch die gesamte Saison hingearbeitet hatte.

Bereits am Donnerstag reiste Doras mit seinem Team an.

Noch am Abend wurden gemeinsam mit den Mannschaftskollegen sämtliche Sonderprüfungen abgelaufen.

Jede Spur und jeder Meter wurden analysiert.

Ein schneller Crosstest auf einem abgeernteten Acker, ein anspruchsvoller Endurotest und ein spektakulärer Extremtest mit zahlreichen Hindernissen warteten auf die Fahrer.

Am Freitag folgte gemeinsam mit dem Förderkader des ADAC Hessen-Thüringen und Trainer Tim Apolle eine weitere Besichtigung.

Die Tipps des erfahrenen Enduro-Piloten sollten den Nachwuchsfahrern noch einmal zusätzliches Selbstvertrauen geben.

Nach Papier- und Maschinenabnahme stand am Abend die Eröffnungszeremonie auf dem Programm.

Der gemeinsame Einlauf mit der deutschen Mannschaft wurde für Doras zu einem besonderen Moment.

Traumstart am Samstag

Der Samstag begann mit einer gemeinsamen Sporteinheit unter der Leitung von Tim Apolle.

Um 8:26 Uhr ging Doras schließlich ins Rennen.

Als Tabellenzweiter der Mini-Junior-Klasse war der Europacup-Titel noch möglich.

Und zunächst lief alles perfekt.

Direkt im ersten Test setzte Doras die Klassenbestzeit.

Auch anschließend war er schnell unterwegs und konnte seinen Vorsprung weiter ausbauen.

Zwischenzeitlich lag er in Führung.

Der Traum vom Titel rückte immer näher.

Dann kam der Rückschlag.

Im Endurotest stürzte Doras schwer und verdrehte sich das linke Knie.

Von einem Moment auf den anderen änderte sich die gesamte Situation.

Stehend zu fahren war kaum noch möglich.

Selbst normales Laufen verursachte starke Schmerzen.

An schnelle Sonderprüfungszeiten war damit praktisch nicht mehr zu denken.

Der Kampf um den Tagessieg war vorbei.

Stattdessen ging es nur noch darum, überhaupt bis ins Ziel zu kommen und möglichst viele Meisterschaftspunkte zu retten.

Doras kämpfte weiter.

Mit enormem Willen erreichte er tatsächlich das Ziel und rettete noch Platz drei in der Tageswertung.

Sonntag wird zum Kampf gegen die Schmerzen

Am Sonntagmorgen zeigte sich das volle Ausmaß der Verletzung.

Das Knie war stark angeschwollen.

Ohne Hilfe konnte Doras nach eigenen Angaben kaum aus dem Wohnmobil steigen.

Das Team versuchte mit Kühlung, Bandagen und Mobilisation, das Knie irgendwie beweglich zu bekommen.

Doch an einen normalen Renntag war kaum zu denken.

Doras war klar, dass der Traum vom Europacup-Titel praktisch beendet war.

Trotzdem trat er an.

Im Laufe des Tages wurde die Beweglichkeit etwas besser, die Schmerzen begleiteten ihn jedoch durch jede Sonderprüfung.

Doras kämpfte erneut bis zum Schluss und sicherte sich trotz der Verletzung noch einmal Platz drei in der Tageswertung.

Platz drei im Mini Enduro European Cup

Mit den beiden dritten Plätzen beendete Emil Doras die Saison auf Rang drei der Mini-Junior-Gesamtwertung.

Natürlich überwog zunächst die Enttäuschung darüber, dass der Titelkampf durch einen Sturz entschieden wurde.

Gleichzeitig zeigte die Saison aber auch, dass Doras das Tempo besitzt, um mit Europas besten Nachwuchsfahrern um Siege zu kämpfen.

Hinzu kam ein weiterer Erfolg:

Gemeinsam mit der deutschen U17-Nationalmannschaft sicherte sich Doras ebenfalls den dritten Platz in der Jahreswertung.

Sein Dank ging an Familie, Team, Sponsoren, den ADAC Hessen-Thüringen, Yamaha Deutschland, Trainer und alle Unterstützer.

Die wichtigste Erkenntnis aus seiner Saison lautet entsprechend:

Der Traum lebt weiter.

Korbinian Baier: Platz fünf in der Meisterschaft abgesichert

Für Korbinian Baier war die Ausgangslage vor dem Finale klar.

Vor Großlöbichau lag er punktgleich mit einem französischen Konkurrenten auf dem fünften Platz der Meisterschaft.

Da der Franzose beim Finale nicht antrat, lautete die wichtigste Mission zunächst:

Ankommen und die notwendigen Punkte sichern.

Am Samstag gelang genau das.

Baier fuhr auf Platz sechs und schuf damit eine solide Grundlage.

Am Sonntag konnte er dann sogar wieder nach vorne schauen.

Im Laufe des Renntages rückte Baier immer näher an den Viertplatzierten der Meisterschaft heran.

In der allerletzten Sonderprüfung gelang ihm schließlich noch der entscheidende Schritt.

Baier zog vorbei und sicherte damit Platz fünf in der Gesamtwertung des Mini Enduro European Cup 2026.

Nach Rang drei im Vorjahr war auch dieses Ergebnis ein starker Erfolg.

Deutschland holt Bronze in der U17-Mannschaftswertung

Neben den zahlreichen Einzelergebnissen war die deutsche Teamleistung eines der großen Highlights des Finales.

Über die gesamte Saison hinweg sammelten die deutschen Nachwuchsfahrer wichtige Punkte.

In Großlöbichau wurde dieser Einsatz schließlich mit dem dritten Platz in der Jahreswertung der U17-Nationalmannschaften belohnt.

Vor Deutschland lagen lediglich Mini Enduro Team Sweden und Team España.

Gerade angesichts der starken internationalen Konkurrenz ist dieser dritte Rang ein wichtiges Signal für den deutschen Enduro-Nachwuchs.

Auch der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft wurde von mehreren Fahrern besonders hervorgehoben.

Die gemeinsame Vorbereitung, die Unterstützung untereinander und die Betreuung durch den ADAC Hessen-Thüringen sowie Trainer Tim Apolle spielten dabei eine wichtige Rolle.

Starkes Finale für Europas Enduro-Nachwuchs

Der Mini Enduro European Cup 2026 hat in Großlöbichau noch einmal eindrucksvoll gezeigt, welches Niveau der europäische Enduro-Nachwuchs bereits erreicht hat.

Über drei Läufe in Lettland, Ungarn und Deutschland mussten sich die jungen Fahrer auf unterschiedlichste Strecken, Wetterbedingungen und Rennformate einstellen.

Dabei ging es um weit mehr als Pokale und Meisterschaftspunkte.

Die Serie bietet den Nachwuchspiloten die Möglichkeit, früh internationale Rennerfahrung zu sammeln, sich mit Fahrern aus ganz Europa zu messen und den nächsten Schritt in ihrer sportlichen Entwicklung zu machen.

Großlöbichau lieferte dafür ein würdiges Finale.

Enge Titelentscheidungen, schwierige Bedingungen, große Emotionen, starke deutsche Leistungen und mehrere Entscheidungen erst in den letzten Sonderprüfungen machten das Saisonfinale zu einem echten Highlight.

Und vielleicht stand bei diesem Finale bereits der eine oder andere zukünftige Enduro-Europa- oder Weltmeister am Start.

Ergebnisse

Alle Ergebnisse gibt es auf der offiziellen Webseite (LINK).

Quellen: fim-europe.com, Fotos von Denis Günther, Grenz Nic, Susan Wiskandt

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