FIM Enduro Vintage Trophy 2026: Die Endurowelt trifft sich in Zschopau

Vom 30. September bis 3. Oktober 2026 wird die Motorradstadt Zschopau zum internationalen Mittelpunkt des historischen Endurosports. Zur 10. FIM Enduro Vintage Trophy werden 458 Fahrer aus 20 Nationen erwartet. 41 Motorradmarken, zahlreiche frühere Welt- und Europameister, Trophy-Sieger und internationale Enduro-Legenden machen die Veranstaltung zu einem der großen Motorsporthöhepunkte des Jahres 2026.

Zschopau und Geländesport – das gehört seit Jahrzehnten zusammen. Kaum eine andere Region ist so eng mit der Geschichte des deutschen und internationalen Endurosports verbunden wie die Motorradstadt im Erzgebirge. Ende September kehrt nun ein ganz besonderes Kapitel dieser Geschichte nach Hause zurück: Die 10. FIM Enduro Vintage Trophy 2026 wird in Zschopau ausgetragen.

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Das offizielle Veranstaltungsprogramm beginnt bereits am Dienstag, 29. September 2026, mit technischer Abnahme und Eröffnungsveranstaltung. Die eigentlichen Fahrtage laufen vom 30. September bis 3. Oktober 2026.

Und das Starterfeld kann sich sehen lassen: Nach aktuellem Nennungsstand sind 458 Teilnehmer aus 20 Ländern gemeldet. Dazu kommen 17 Trophy-Mannschaften, 48 Silbervasen-Teams, 65 Clubmannschaften und 52 Einzelstarter.

Zschopau und der Geländesport – eine jahrzehntelange Verbindung

Seit 1955 steht Zschopau für hochkarätigen Geländesport. Mit der Gründung des MSC MZ Zschopau im Jahr 1957 wurden die Kapazitäten des Motorradwerkes gebündelt. Ziel war es, dem Motorradgeländesport eine breite Basis zu geben, Nachwuchsfahrer zu fördern und gleichzeitig die enge Verbindung zwischen Motorradwerk, Motorsport und Bevölkerung weiter auszubauen.

Der Geländesport war dabei weit mehr als nur sportlicher Wettbewerb. Er spielte auch für die technische Weiterentwicklung der Motorräder eine entscheidende Rolle. Zschopau wurde über Jahrzehnte hinweg zu einem Synonym für Geländesport, Motorradbau und eine außergewöhnliche Begeisterung der Bevölkerung.

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Die Geschichte reicht weit zurück. Bereits 1928 ist die Teilnahme von DKW-Motorrädern an der Internationalen Sechstagefahrt belegt. 1935 gewannen Ewald Kluge, Arthur Geis und Walfried Winkler auf DKW die Silbervase.

1963 folgte schließlich ein Meilenstein: In Spindleruv Mlyn gelang der erste Trophy-Sieg. Weitere Erfolge folgten 1964, 1965, 1966, 1967, 1969 und 1987. Namen wie Werner Salevsky, Peter Uhlig, Horst Lohr, Klaus Halser, Hans Weber, Klaus Teuchert, Fred Willamowski, Frank Schubert, Manfred Jäger, Harald Sturm, Jens Scheffler, Uwe Weber, Andreas Cyffka, Jochen Schützler, Jens Grüner, Rolf Hübler und Reinhard Klädtke sind untrennbar mit dieser Geschichte verbunden.

Auch andere deutsche Hersteller wie Zündapp, Hercules/Sachs, Maico, Simson und DKW prägten die Zuverlässigkeitsfahrten und die Internationale Sechstagefahrt. In Zschopau entwickelte sich daraus über Generationen hinweg ein ganz eigenes Lebensgefühl rund um Motorräder und Geländesport.

„In Zschopau trifft sich die Welt des Geländesportes“

Selbst die politischen und wirtschaftlichen Umbrüche nach 1989 konnten diese Tradition nicht stoppen. Trotz zahlreicher Unsicherheiten gelang es, die Zschopauer Geländefahrten fortzuführen und deren internationalen Ruf zu erhalten.

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Der bekannte Satz „In Zschopau trifft sich die Welt des Geländesportes“ gilt deshalb bis heute.

Das betrifft längst nicht mehr ausschließlich modernes Enduro. Auch der klassische Geländesport hat sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt. Historische Enduromotorräder aus den 1960er-, 1970er- und 1980er-Jahren sind heute weit mehr als reine Sammlerstücke. Sie werden wieder bewegt – und zwar so, wie es ursprünglich vorgesehen war: im Gelände.

Der klassische Endurosport verbindet historische Technik, ehemalige Spitzenfahrer, Nachwuchs, Motorsportgeschichte und die besondere Atmosphäre vergangener Geländesport-Epochen.

Von der ISDE zur eigenständigen FIM Vintage Trophy

Die FIM führte 2016 erstmals eine eigene Vintage-Wertung im Rahmen der International Six Days Enduro ein.

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Großbritannien gewann die erste Ausgabe. 2017 siegte Frankreich im eigenen Land. 2018 holte Deutschland mit Jens Oestreich, Sven Roth und Jens Bossdorf den Trophy-Erfolg in Chile.

2019 folgte der erste italienische Erfolg.

Aufgrund der stetig wachsenden Teilnehmerzahlen entschied sich die FIM schließlich dazu, die Vintage Trophy ab 2021 als eigenständige Veranstaltung auszutragen. Der erste eigenständige Wettbewerb auf Elba wurde zu einem echten Klassiker. Frankreich gewann mit Motorsportlegende Stéphane Peterhansel, während Deutschland mit Uwe Weber, Bert von Zitzewitz und Johannes Steinel Rang zwei erreichte.

2022 und 2023 triumphierte Italien. Auch 2024 ging der Trophy-Sieg erneut an die Italiener.

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2025 folgte schließlich der nächste deutsche Triumph: Uwe Weber, Bert von Zitzewitz und Johannes Steinel gewannen die Trophywertung und kommen damit 2026 als Titelverteidiger nach Zschopau.

458 Fahrer aus 20 Nationen

Das internationale Interesse an Zschopau ist gewaltig. Nach Nennschluss stehen 458 Teilnehmer aus insgesamt 20 Ländern auf der Liste.

Mit 174 Teilnehmern stellt Deutschland das mit Abstand größte Kontingent. Dahinter folgen Italien mit 74 und Frankreich mit 39 Fahrern. Aus den USA reisen 26 Teilnehmer an, Polen ist mit 19 Fahrern vertreten, Tschechien mit 17 und Österreich mit 13.

Auch aus den Niederlanden, Australien, Großbritannien, der Schweiz, Schweden, der Slowakei, Portugal, Belgien, Norwegen, Ungarn, Finnland und Kanada reisen Fahrer ins Erzgebirge.

Damit wird die Vintage Trophy ihrem internationalen Anspruch mehr als gerecht.

Weltmeisterliches Fahrerfeld in Zschopau

Besonders spannend wird der Kampf um die Trophy.

Deutschland schickt seine Titelverteidiger Uwe Weber, Bert von Zitzewitz und Johannes Steinel ins Rennen.

Weber startet auf einer MZ ETS 350/G von 1975, Steinel setzt eine Kramer ER 250 von 1978 ein und von Zitzewitz geht mit einer Maico 490 GS von 1981 an den Start.

Aber die Konkurrenz ist enorm.

Italien bringt unter anderem die Trophy-Sieger Giorgio Grasso und Tullio Pellegrinelli sowie Enrico Tortoli nach Sachsen.

Aus den USA kommen Billy Burns, Terry Cunningham und Fred Hoess. Besonders Hoess dürfte vielen Vintage-Fans ein Begriff sein. Der Amerikaner gehört zu den erfolgreichsten Einzelfahrern der bisherigen Geschichte der FIM Enduro Vintage Trophy.

Tschechien setzt auf Rudolf Kavský, Dusan Kotrla und Lubomir Vojkuvka, Österreich auf Johann Kaiser, Bernhard Walzer und Christian Kaiser.

Die Niederlande treten mit Martin Schalkwijk, Marcel Bulten und Lubert Lenselink an.

Frankreich bringt Didier Tirard, Denis Chipier und Francois Borsotto.

Auch die Trophy-Teams aus der Slowakei, Portugal, Schweiz, Norwegen, Polen, Finnland, Australien, Schweden, Großbritannien und Spanien unterstreichen, welchen internationalen Stellenwert die Veranstaltung inzwischen erreicht hat.

Die 17 Trophy-Nationen 2026

NationFahrer
DeutschlandUwe Weber, Bert von Zitzewitz, Johannes Steinel
ItalienEnrico Tortoli, Giorgio Grasso, Tullio Pellegrinelli
USABilly Burns, Terry Cunningham, Fred Hoess
TschechienRudolf Kavský, Dusan Kotrla, Lubomir Vojkuvka
ÖsterreichJohann Kaiser, Bernhard Walzer, Christian Kaiser
NiederlandeMartin Schalkwijk, Marcel Bulten, Lubert Lenselink
FrankreichDidier Tirard, Denis Chipier, Francois Borsotto
SlowakeiEmil Cunderlík, Jozef Drozda, Frantisek Hostinsky
PortugalAntonio Lopes, Antonio da Silva, Paulo Marques
SchweizChristophe Bernard, Dany Wirz, Roland Huguelet
NorwegenDan Sebastian Lindkjølen, Jan Roar Olafsen, Terje Edvardsen
PolenRyszard Augustyn, Sebastian Baklarz, Wojciech Rencz
FinnlandAri Kannela, Harri Leppälaakso, Veli-Matti Mäkinen
AustralienAndrew Dennett, Ricky Madden, Ashley Sprenger
SchwedenOlov Elm, Kurt Bäck, Joachim Torsson
GroßbritannienAndy Elliott, Simon Thomas, Ian Barnett
SpanienXavier Arenas de Sorrarain, Alex Garcia Llobet, David Gomez Carrion

Harald Sturm kehrt mit MZ nach Zschopau zurück

Für die einheimischen Zuschauer gibt es neben dem Trophy-Wettbewerb noch zahlreiche weitere Highlights.

Zu den bekanntesten Namen gehört Harald Sturm. Der ehemalige Spitzenfahrer tritt für das Team MC MZ Zschopau 1 mit einer MZ GS 250 aus dem Jahr 1984 an. Gemeinsam mit Matthias Lehmberg auf MZ GS 350 und Udo Grellmann auf MZ GT 350 entsteht damit ein Team, das bei vielen langjährigen Zschopauer Endurofans Erinnerungen wecken dürfte.

Auch Alessandro Gritti ist dabei. Der erfolgreiche italienische Geländefahrer startet im Gritti Vintage Team auf einer Moto Morini Corsaro 160.

Die deutschen Silbervasen-Mannschaften sind stark besetzt

Nicht nur in der Trophy-Wertung ist Deutschland prominent vertreten. Gleich 15 deutsche Silbervasen-Mannschaften stehen in den Nennlisten.

Im Germany-1-Team fahren Ole Fleischer, Jürgen Althaus und Peter Zink auf Kramer-Motorrädern. Genau diese Paarung beziehungsweise Fahrergruppe steht sinnbildlich für die enorme Stärke der deutschen Klassik-Enduro-Szene.

Dazu kommen Teams des MC Simson Suhl, EMC Witzschdorf, Kalli Racing Classic, Team BSG MZ, MC Ohrdruf, Team Allgäu, MC MZ Zschopau, Kramer und zahlreiche weitere traditionsreiche Mannschaften.

Insgesamt sind 48 Silbervasen-Mannschaften gemeldet.

65 Clubmannschaften sorgen für riesiges Fahrerfeld

Noch größer fällt das Feld bei den Clubteams aus.

65 Clubmannschaften stehen auf der Nennliste. Allein aus Deutschland kommen 34 Teams.

Darunter befinden sich unter anderem MZ Classic Zschopau, MC MZ Zschopau, MZ Sport, mehrere Club Team Germany-Mannschaften, Team 40 BMW Süd, MSV MZ-Stadt Zschopau, MSC Mauer, Klassik-Enduro Südharz, MSC Fränkische Schweiz, MC Neustadt Coburg und mehrere Mannschaften des DMV/AMC Rodheim-Bieber.

Das internationale Feld reicht von tschechischen Jawa-Teams über italienische Vintage-Mannschaften bis hin zu US-amerikanischen, australischen, schwedischen, belgischen, britischen, französischen, niederländischen und spanischen Teams.

41 Motorradmarken und 458 historische Motorräder

Nicht nur sportlich wird Zschopau außergewöhnlich. Für Technikfans dürfte das Fahrerlager beinahe einem rollenden Motorrad-Museum gleichen.

Insgesamt sind 41 unterschiedliche Motorradmarken vertreten.

Bei den deutschen beziehungsweise österreichischen Marken und Herstellern spielen KTM, MZ, Kramer und Maico eine besonders große Rolle. Dazu kommen Hercules/Sachs beziehungsweise DKW, BMW, Simson und Zündapp.

Allein 65 KTM, 36 Maico, 31 Kramer und 23 MZ finden sich in der Markenstatistik.

Mit 69 Motorrädern ist Husqvarna ebenfalls extrem stark vertreten.

Die italienische Motorradgeschichte ist besonders vielfältig. Puch-Frigerio, SWM, Fantic, Cagiva, Aprilia, Moto Villa, Gilera, Moto Gori, Valenti, Moto Morini, Beta, AIM, Accossato, Moto TM, TGM, Kram-it und Ancilotti sorgen für jede Menge Exoten und technische Leckerbissen.

Aus Spanien kommen Montesa, Bultaco und Ossa.

Tschechien ist mit Jawa und CZ vertreten.

Bei den japanischen Marken stehen Yamaha, Honda, Suzuki und Kawasaki auf der Liste.

Auch Can-Am, Penton, Portal, BPS, BSA und PEMDA gehören zum riesigen Markenmix.

Für Freunde historischer Endurotechnik dürfte allein ein Rundgang durch Fahrerlager, Parc Fermé und Servicebereich mehrere Stunden dauern.

Fahrerlager kehrt auf ehemaliges MZ-Gelände zurück

Ein Starterfeld dieser Größe bringt selbst einen erfahrenen Veranstalter wie den MSC MZ Zschopau an logistische Grenzen.

Deshalb wird das Fahrerlager auf dem Gelände der Klädtke Metallverarbeitung GmbH in Hohndorf, dem ehemaligen MZ-Werk, eingerichtet.

Die technische Abnahme und das Parc Fermé befinden sich dagegen im Bereich des Schlosses Wildeck.

Der tägliche Start findet mitten in Zschopau auf dem Neumarkt statt.

Das bekannte Gelände am Multizentrum Zschopau, ebenfalls ein historischer MZ-Standort, wird während der Fahrtage zum Servicezentrum für Fahrer und Betreuer.

Damit verteilt sich die Vintage Trophy auf mehrere traditionsreiche Schauplätze der Zschopauer Motorradgeschichte.

Rund 160 Kilometer pro Fahrtag

Sportlich wartet auf die Teilnehmer echtes klassisches Enduro.

Eine Runde ist rund 80 Kilometer lang und führt von Zschopau über Scharfenstein, Venusberg, Gelenau, Amtsberg, Gornau, Dittmannsdorf, Witzschdorf und Waldkirchen sowie über Börnichen und Krumhermersdorf zurück nach Zschopau.

Die Runde muss zweimal absolviert werden.

Damit kommen die Fahrer auf etwa 160 Kilometer pro Fahrtag.

Das Erzgebirge bietet dafür genau die richtige Kulisse: Waldwege, traditionelle Geländesportregionen, schnelle Prüfungen und zahlreiche Orte, deren Namen seit Jahrzehnten eng mit dem Endurosport verbunden sind.

Sonderprüfungen am Donnerstag

Am Donnerstag, 1. Oktober, beginnt der erste volle klassische Fahrtag um 8:00 Uhr auf dem Neumarkt.

Gefahren werden drei Sonderprüfungen pro Runde.

Der Mücke Motorsport Classic Enduro Test befindet sich in Weißbach, hinzu kommt der Sparkassen-Test in Witzschdorf sowie der Intoplan-Test am Skihang in Zschopau.

Gerade der Skihang dürfte für Zuschauer zu einem der zentralen Punkte der Veranstaltung werden.

Neue Tests am Freitag

Am Freitag verändert sich die Prüfungsstruktur.

Los geht es erneut um 8:00 Uhr auf dem Neumarkt.

Anschließend warten der Andreas-Cyffka-Test in Venusberg, der Zabag-Test in Wilischthal und erneut der Intoplan-Test am Skihang in Zschopau auf die Teilnehmer.

Besonders die Benennung der Prüfung nach Andreas Cyffka erinnert an einen Fahrer, dessen Name eng mit der internationalen Geschichte des Zschopauer Geländesports verbunden ist.

Abschlusscross in Venusberg

Am Samstag, 3. Oktober, folgt das große Finale.

Um 8:00 Uhr starten die ersten Fahrer auf dem Neumarkt.

Ab 10:00 Uhr beginnen die ersten Rennen des Energiequelle-Abschlusscross auf dem bekannten Trainingsgelände des MC Mittleres Erzgebirge in Venusberg.

Damit endet die mehrtägige Vintage Trophy ganz klassisch mit dem Abschlussmotocross – genau jener Disziplin, die über Jahrzehnte hinweg zum unverwechselbaren Charakter der Internationalen Sechstagefahrt gehörte.

Am Abend folgt schließlich die Siegerehrung.

Zeitplan der 10. FIM Enduro Vintage Trophy 2026

DatumUhrzeitProgrammpunkt
Samstag, 26.09.202613:00 UhrÖffnung des Fahrerlagers bei Klädtke Maschinenbau Hohndorf
Montag, 28.09.202607:30–11:30 UhrAkkreditierung der FMNR-Verantwortlichen
08:00 UhrÖffnung Service Paddock im MZZ Zschopau
ab 08:00 UhrÖffnung der Sonderprüfungen
17:00 Uhr1. Jurysitzung
Dienstag, 29.09.202607:30–15:30 UhrPapierabnahme, nationenweise
08:00–17:00 UhrTechnische Abnahme, nationenweise
18:30 UhrEröffnungsveranstaltung auf dem Neumarkt
Mittwoch, 30.09.202607:30–09:30 UhrPapierabnahme Trophyteams
08:00–10:00 UhrTechnische Abnahme Trophyteams
13:00 UhrStart des ersten Fahrers auf dem Neumarkt mit Sander-Fördertechnik-Beschleunigungsprüfung
Donnerstag, 01.10.202608:00 UhrStart erster Fahrer – Tests in Weißbach, Witzschdorf und Zschopau
Freitag, 02.10.202608:00 UhrStart erster Fahrer – Tests in Venusberg, Wilischthal und Zschopau
Samstag, 03.10.202608:00 UhrStart der ersten Fahrer auf dem Neumarkt
10:00 UhrErste Rennen zum Energiequelle-Abschlusscross in Venusberg
19:00 UhrSiegerehrung im Fahrerlager in Hohndorf

Teilnehmerstatistik der Vintage Trophy 2026

LandTeilnehmer
Deutschland174
Italien74
Frankreich39
USA26
Spanien20
Polen19
Tschechien17
Österreich13
Niederlande12
Australien9
Portugal9
Großbritannien8
Schweiz8
Schweden7
Slowakei6
Norwegen5
Belgien4
Ungarn4
Finnland3
Kanada1
Gesamt458

Mannschaften bei der FIM Enduro Vintage Trophy 2026

WertungAnzahl
Trophy-Teams17
Silbervasen-Mannschaften48
Clubmannschaften65
Einzelstarter52

Die Dimensionen zeigen, was Zschopau Ende September und Anfang Oktober erwartet: Es handelt sich nicht einfach um eine weitere Klassik-Geländefahrt, sondern um ein internationales Großereignis des historischen Endurosports.

Motorradgeschichte wird wieder lebendig

Die besondere Faszination der FIM Enduro Vintage Trophy liegt darin, dass die Motorräder nicht einfach in Museen oder Sammlungen stehen.

Eine MZ, Maico, Kramer, KTM, Husqvarna, Puch, SWM, Fantic, Jawa oder Yamaha wird hier nicht nur betrachtet. Die Maschinen werden gestartet, gefahren, repariert, über Sonderprüfungen gejagt und durchs Erzgebirge bewegt.

Genau dadurch wird Motorradgeschichte wieder lebendig.

Viele der Fahrer haben selbst internationale Endurogeschichte geschrieben. Andere treten auf Motorrädern an, mit denen ihre Väter oder Großväter den Geländesport erlebt haben. Und wieder andere gehören zu einer jüngeren Generation, die diese Epoche erst heute für sich entdeckt.

Diese Mischung macht Vintage-Enduro aus.

Zschopau wird für vier Tage zum Zentrum der internationalen Endurowelt

Die Voraussetzungen für ein außergewöhnliches Motorsportwochenende könnten kaum besser sein.

Eine Stadt mit jahrzehntelanger Geländesporttradition, ein internationales Starterfeld mit 458 Fahrern aus 20 Ländern, 41 Motorradmarken, ehemalige Trophy-Sieger und Spitzenfahrer sowie eine Strecke mitten durch eine der traditionsreichsten Enduroregionen Europas treffen aufeinander.

Für den MSC MZ Zschopau e.V. im ADAC ist die Austragung gleichzeitig Anerkennung und Verpflichtung. Die Vergabe der Vintage Trophy würdigt die Bedeutung von DKW, AUTO-Union, MZ und dem gesamten Erzgebirge für die Entwicklung des internationalen Geländesports.

Vom 30. September bis 3. Oktober 2026 heißt es deshalb wieder:

In Zschopau trifft sich die Welt des Geländesports.

Und diesmal reist sie mit Motorrädern aus mehreren Jahrzehnten Endurogeschichte an.

Quelle: Dietrich Clauß, msc-mz.de

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