Nach dem spektakulären Auftakt in Jüterbog geht der ROCK Oil Enduro Wintercup 2026 am 21. Februar in Reetz in die zweite Runde – und das mit einem echten Paukenschlag: Rund 350 Fahrerinnen und Fahrer haben ihre Nennung abgegeben. Damit bestätigt die Serie eindrucksvoll ihre starke Form zum Saisonstart und zeigt, welchen Stellenwert der Wintercup inzwischen im nationalen Endurosport einnimmt.
Schon der erste Lauf machte deutlich: Wer hier um Punkte kämpft, bekommt nichts geschenkt. Und auch in Reetz dürfte es wieder zur Sache gehen.
Rückblick auf Jüterbog: Winterenduro vom Feinsten
Der Auftakt vor zwei Wochen hatte alles, was ein echtes Winterrennen ausmacht. Schnee, gefrorene Passagen, tückische Eisplatten – und im weiteren Rennverlauf sogar schlammige Abschnitte, die den Kurs zusätzlich fordernd machten. Trotz dieser anspruchsvollen Bedingungen stellten sich über 250 Starter der Herausforderung und sorgten für hochklassigen Motorsport.
Vor allem Paul-Erik Huster setzte ein deutliches Zeichen. Im stark besetzten Sportfahrerlauf ließ er der Konkurrenz kaum Luft und sicherte sich souverän den Sieg – ein erstes Ausrufezeichen im Championat.
Doch auch die Konkurrenz schlief nicht:
- Felix Bopp überzeugte mit starkem Speed und konstanten Rundenzeiten
- Stefan Schulz punktete mit taktischer Cleverness und sauberem Fahrstil
- Sky Dombrowski zeigte großes Potenzial, musste jedoch Rückschläge verkraften
Schon beim Saisonauftakt wurde klar: Die Leistungsdichte ist enorm. Jeder Fehler kann entscheidend sein – und genau das macht die Serie so spannend.
Reetz: Sandboden verspricht faire Rennbedingungen
Aktuell liegt auch in Reetz noch etwas Schnee. Doch die Wetterprognosen kündigen steigende Temperaturen bis zum Rennwochenende an. Entscheidender Faktor dürfte jedoch der Untergrund sein: sandiger Boden statt klassischer Lehmpassagen.
Das bringt gleich mehrere Vorteile mit sich:
- Wasser versickert deutlich schneller
- Weniger Gefahr von spiegelglatten Eisflächen
- Bessere Traktion trotz Nässe
- Konstantere Bedingungen über den gesamten Renntag
Während Lehmböden bei Frost und Tauwetter schnell zur Rutschpartie werden, bleibt Sand in der Regel berechenbarer. Das verspricht faire und fahrbare Bedingungen – auch bei wechselhaftem Wetter.
13 Minuten pro Runde: Kondition und Taktik gefragt
Die Runde in Reetz wird in diesem Jahr eine Fahrzeit von rund 13 Minuten pro Umlauf haben. Damit erwartet die Teilnehmer ein anspruchsvoller Mix aus:
- flüssigen Sandpassagen
- technischen Sektionen
- konditionell fordernden Abschnitten
- taktisch wichtigen Überholmöglichkeiten
Eine solche Rundenlänge verlangt nicht nur fahrerisches Können, sondern auch eine durchdachte Renneinteilung. Wer zu Beginn überzieht, könnte im späteren Rennverlauf wertvolle Sekunden verlieren.
Ein aktuelles GoPro-Trackpreview gibt bereits einen guten Eindruck vom Layout und den einzelnen Streckenteilen:
Klar strukturierter Zeitplan für einen kompakten Renntag
Auch organisatorisch präsentiert sich der zweite Lauf klar und kompakt:
- 09:00 Uhr – Start des ersten Rennens
- Anschließend – Kidsrennen
- 13:00 Uhr – Sportfahrerklasse sowie Enduro-Klassen E1 bis E3
Damit ist für Spannung von morgens bis in den Nachmittag gesorgt. Besonders der Nachmittagslauf dürfte zum sportlichen Höhepunkt werden, wenn die Topfahrer erneut aufeinandertreffen.
Alle Spitzenfahrer wieder am Start – Titelkampf nimmt Fahrt auf
Sportlich verspricht Reetz zusätzliche Brisanz. Sämtliche Spitzenfahrer aus Jüterbog haben erneut genannt. Das bedeutet: Keine Verschnaufpause im Championat.
Im Mittelpunkt steht erneut Paul-Erik Huster. Kann er seinen Auftaktsieg bestätigen? Oder schlägt die Konkurrenz zurück?
- Felix Bopp dürfte nach seinem starken zweiten Platz auf Revanche aus sein
- Stefan Schulz setzt auf Konstanz und clevere Linienwahl
- Sky Dombrowski will ein fehlerfreies Rennen abliefern und sein Potenzial abrufen
Mit rund 350 Teilnehmern unterstreicht der Wintercup seine sportliche Relevanz eindrucksvoll. Der Lauf in Reetz könnte bereits eine erste klare Richtung im Titelkampf vorgeben – insbesondere, wenn die Bedingungen konstanter bleiben als noch in Jüterbog.
Ausblick: Finale in Treuenbrietzen steht direkt bevor
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Nur sieben Tage nach Reetz geht es in Treuenbrietzen bereits ins große Finale. Das bedeutet maximaler Druck für alle Titelanwärter. Jeder Punkt zählt, jede Platzierung kann entscheidend sein.
Der 21. Februar in Reetz wird damit nicht nur ein weiteres Rennen – sondern eine echte Standortbestimmung im Championat des ROCK Oil Enduro Wintercup 2026.
Alle Infos zur Serie
Weitere Details, Ergebnisse und Serieninformationen gibt es unter:
www.enduro-wintercup.de