Mission 100 – Six Days 2026: Marco Pfeifer im Final-Interview – „Eine richtig coole Erfahrung, auch wenn nicht alles perfekt lief!“

Sechs Tage Enduro, tiefer Sand, anspruchsvolle Sonderprüfungen und jede Menge Emotionen: Für Marco Pfeifer gingen die International Six Days Enduro (ISDE) 2026 in Portugal mit einem echten Highlight zu Ende. Nach einer starken Woche, die am fünften Fahrtag durch einen technischen Defekt einen bitteren Rückschlag erhielt, konnte der deutsche Fahrer beim abschließenden Motocross-Rennen noch einmal richtig aufdrehen. Im Interview mit Enduro.de blickt Marco auf seine Six Days zurück, spricht über den Ärger mit dem Startermotor und verrät, warum er trotz der Schwierigkeiten mehr als zufrieden ist.

Interview mit Marco Pfeifer: Eine starke Six-Days-Woche mit einem bitteren Rückschlag

Enduro.de: Marco, die Six Days 2026 in Portugal sind geschafft. Wie fällt dein persönliches Fazit nach dieser intensiven Woche aus?

Werbung

Marco Pfeifer: „Ich hatte wirklich eine klasse Woche! Bis zum fünften Tag ist eigentlich alles hervorragend gelaufen. Ich habe die Sonderprüfungen sauber erwischt, konnte konstant gute Zeiten fahren und bin weitestgehend ohne größere Stürze durchgekommen.

Ich habe versucht, ruhig zu bleiben, nicht unnötig viel Risiko einzugehen und einfach meinen Rhythmus zu fahren. Das hat wirklich super funktioniert. Bis zum fünften Tag war ich mit meiner Leistung absolut zufrieden.“

Tag fünf: Defekter Startermotor und ein enormer Zeitverlust

Enduro.de: Am fünften Fahrtag lief es dann leider nicht mehr ganz nach Plan. Was genau ist passiert?

Marco Pfeifer: „Leider hatte ich am fünften Tag einen Ausfall in einer Sonderprüfung. Der Startermotor ist kaputtgegangen und die Batterie ist zusammengebrochen.

Werbung

Dadurch musste ich mein Motorrad aus der Prüfung herausschieben. Das hat natürlich enorm viel Zeit gekostet. Gerade wenn die ganze Woche zuvor so gut gelaufen ist, ist das schon ziemlich ärgerlich.“

Der technische Defekt war die Folge eines turbulenten fünften Fahrtages. Wie bereits im Enduro.de-Tagesbericht vom Freitag berichtet, war Marco zuvor in einer Sonderprüfung heftig gestürzt. Anschließend gab es massive Probleme mit dem E-Starter.

Enduro.de: Wie bist du mit diesem Rückschlag umgegangen?

Marco Pfeifer: „Natürlich ist es schade, wenn man auf diese Weise so viel Zeit verliert. Vor allem, weil ich vorher wirklich gut unterwegs war. Aber das gehört bei den Six Days eben auch dazu. Ich wollte die Woche auf jeden Fall ordentlich zu Ende bringen und beim Abschlusscross noch einmal zeigen, was möglich ist.“

Werbung

Abschlusscross: Von den Top Ten bis an die Spitze

Enduro.de: Beim Abschlusscross hast du dann noch einmal richtig Gas gegeben. Wie lief das letzte Rennen für dich?

Marco Pfeifer: „Heute beim Abschlusscross konnte ich zum Glück wieder einiges gutmachen. Ich bin im drittletzten Club-Trophy-Lauf gestartet und hatte richtig viel Spaß.

Mein Start war schon ziemlich gut. Ich bin innerhalb der Top Ten aus dem Start herausgekommen und konnte mich dann direkt weiter nach vorne arbeiten.

Noch innerhalb der ersten Runde habe ich es tatsächlich geschafft, bis auf Platz eins vorzufahren. Das war natürlich richtig cool und hat im Sand enorm viel Spaß gemacht!“

Werbung

Enduro.de: Nach dem schwierigen fünften Tag dürfte das ein besonders schöner Abschluss gewesen sein, oder?

Marco Pfeifer: „Auf jeden Fall! Nach dem ganzen Ärger am Vortag war es richtig schön, beim Abschlusscross noch einmal vorne mitfahren zu können und zu zeigen, dass der Speed da ist.

Ich konnte noch einmal glänzen und das Rennen genießen. Das war für mich ein wirklich schöner Abschluss dieser Six Days.“

Tiefer Sand, Staub und anspruchsvolle Sonderprüfungen

Enduro.de: Die diesjährigen Six Days in Portugal waren besonders sandlastig. Wie bist du mit den Bedingungen zurechtgekommen?

Werbung

Marco Pfeifer: „Eigentlich überraschend gut! Ich bin normalerweise nicht so viel Sand gewohnt, aber trotzdem bin ich die ganze Woche richtig gut damit zurechtgekommen.

Die Sonderprüfungen waren teilweise extrem anspruchsvoll. Die gesamte Strecke war brutal fordernd, aber irgendwie hat es mir trotzdem richtig Spaß gemacht.

Ich konnte meinen Rhythmus finden und bin auch mit den schwierigen Bedingungen sehr gut klargekommen.“

Enduro.de: Was war für dich die größte Herausforderung während der sechs Tage?

Werbung

Marco Pfeifer: „Die Strecke war insgesamt wirklich heftig. Gerade am Anfang der Woche hatten wir zusätzlich noch den vielen Staub. Das hat das Ganze natürlich nicht einfacher gemacht.

Zum Ende der Woche wurde es dann immer besser, weil die Fahrtzeiten entzerrt wurden. Dadurch war weniger Staub unterwegs und man konnte deutlich besser fahren.

Aber unabhängig davon waren die Sonderprüfungen und die gesamte Strecke schon extrem anspruchsvoll. Man musste die ganze Zeit konzentriert bleiben.“

„Ich bin mega zufrieden und freue mich auf weitere Six Days!“

Enduro.de: Wenn du jetzt auf die komplette Veranstaltung zurückblickst – was bleibt dir besonders in Erinnerung?

Marco Pfeifer: „Ich bin mega zufrieden! Es waren echt coole Six Days für mich und generell eine richtig tolle Erfahrung.

Natürlich war der technische Ausfall am fünften Tag schade, aber insgesamt hat es super viel Spaß gemacht. Ich bin mit den Sonderprüfungen gut zurechtgekommen, konnte gute Zeiten fahren und hatte beim Abschlusscross noch einmal ein richtig schönes Erlebnis.

Es war eine richtig coole Woche und ich freue mich auf weitere Six Days!“

Enduro.de: Vielen Dank für das Interview, Marco, und Glückwunsch zu deinem starken Auftritt beim Abschlusscross!

Fazit: Marco Pfeifer zeigt Kampfgeist bis zum letzten Meter

Die Six Days 2026 in Portugal werden Marco Pfeifer sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Fünf anspruchsvolle Fahrtage, ein technischer Rückschlag und ein versöhnlicher Abschluss beim finalen Motocross-Rennen – seine persönliche Six-Days-Geschichte hatte einiges zu bieten.

Besonders beeindruckend war seine Konstanz während der ersten Tage. Trotz der schwierigen Sandbedingungen fand Marco schnell seinen Rhythmus und konnte die Sonderprüfungen mit guten Zeiten absolvieren.

Der Defekt am fünften Tag machte eine bis dahin nahezu reibungslose Woche zunichte und kostete wertvolle Zeit. Doch anstatt sich davon unterkriegen zu lassen, mobilisierte Marco beim Abschlusscross noch einmal alle Kräfte.

Vom Start innerhalb der Top Ten bis auf Position eins in der ersten Runde – ein starkes Ausrufezeichen zum Abschluss! Dabei ist die Spitzenposition in der ersten Runde nicht mit einem bestätigten Laufsieg gleichzusetzen.

Für Mission 100 – Team Germany steht Marcos Rückblick sinnbildlich für die Herausforderungen bei den International Six Days Enduro: Es geht nicht nur um Geschwindigkeit, sondern ebenso um Ausdauer, Konzentration und den Willen, auch nach Rückschlägen weiterzukämpfen.

Die 100. Ausgabe der traditionsreichen Six Days fand vom 12. bis 17. Oktober 2026 in Grândola, Portugal, statt.

Quelle: Julia vom teamgermany6days

Weitere Beiträge

6DAYS 2026 Portugal – Tag 6: Italien feiert historischen Doppelsieg, Andrea Verona gewinnt die Gesamtwertung

Six Days 2026 Portugal – Tag 5: Zach Pichon siegt, Andrea Verona verteidigt knappe Führung vor Josep Garcia

Mission 100 Team Germany – Six Days Portugal, Tag 5: Tiefer Sand, heftige Stürze und eine starke Mannschaft im Hintergrund