Am 31. Oktober und 1. November 2026 wird Woltersdorf erneut zum Mittelpunkt der europäischen Enduro-Szene. Der traditionsreiche Novemberpokal geht in seine 48. Auflage und bildet gleichzeitig das große Finale der Enduro-Europameisterschaft 2026. Neben den internationalen Topfahrern bekommen auch nationale Enduro-Piloten die Möglichkeit, auf der anspruchsvollen Strecke am östlichen Stadtrand von Berlin an den Start zu gehen. Eine neue Fahrtrichtung, ein komplett neuer Cross-Test und die bekannten Herausforderungen rund um den Kesselsee versprechen einen spannenden Saisonabschluss.
Enduro-Europameisterschaft kehrt zum Saisonfinale nach Woltersdorf zurück

Der MC Woltersdorf e. V. im ADMV richtet nach 2015, 2022 und 2024 erneut das Finale der Enduro-Europameisterschaft aus. Für die internationalen Teilnehmer geht es am letzten Oktoberwochenende beziehungsweise am ersten Novembertag um die entscheidenden Meisterschaftspunkte, Podestplätze und möglicherweise sogar um die letzten Titelentscheidungen.
Der Novemberpokal zählt zu den traditionsreichsten Enduro-Veranstaltungen Deutschlands. Die Mischung aus anspruchsvollen Geländepassagen, abwechslungsreichen Sonderprüfungen und einer besonderen Atmosphäre macht die Veranstaltung seit Jahrzehnten zu einem festen Bestandteil des Enduro-Kalenders.
Besonders interessant: Auch 2026 wird wieder eine nationale Klasse ausgeschrieben. Damit können ambitionierte Hobby- und Lizenzfahrer zum Saisonabschluss noch einmal selbst aktiv werden und große Teile derselben Strecke absolvieren wie die europäischen Spitzenfahrer.
Neue Streckenführung: 2026 wird erstmals in entgegengesetzter Richtung gefahren
Für die 48. Auflage haben sich die Organisatoren einige Änderungen einfallen lassen. Die wohl auffälligste Neuerung betrifft die Fahrtrichtung.
Erstmals wird die rund 50 Kilometer lange Runde in entgegengesetzter Richtung gefahren.
Dadurch verändert sich die Charakteristik zahlreicher bekannter Streckenabschnitte. Passagen, die in den vergangenen Jahren vielleicht noch einfach zu bewältigen waren, können aus der anderen Richtung ganz neue Herausforderungen bieten.
Pro Runde stehen drei Sonderprüfungen auf dem Programm: ein Cross-Test, ein Extrem-Test und ein Enduro-Test.
Neuer Cross-Test bei Herzfelde mit rund 3,5 Kilometern Länge
Eine der größten Neuerungen ist der Cross-Test unweit der Ortschaft Herzfelde.
Hier bereitet der MC Woltersdorf eine vollständig neue Sonderprüfung vor. Mit einer Länge von rund 3,5 Kilometern wartet ein neuer Test auf die Teilnehmer, bei dem es auf eine saubere Linienwahl, Fahrtechnik und möglichst konstante Rundenzeiten ankommt.
Gerade für erfahrene Novemberpokal-Starter dürfte diese Prüfung interessant werden. Schließlich können die Fahrer hier nicht auf Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zurückgreifen.
Extrem-Test am Kesselsee: Kürzer, aber weiterhin spektakulär
Der bekannte Extrem-Test im Gebiet Kesselsee bei Rüdersdorf bleibt auch 2026 Bestandteil des Rennens.
Allerdings wird die Prüfung gegenüber den Vorjahren deutlich verkürzt. Die geplante Fahrzeit beträgt nur noch etwa drei Minuten.
Trotz der kürzeren Distanz müssen sich die Fahrer auf zahlreiche Herausforderungen einstellen:
- Steile Auf- und Abfahrten: Die bekannten Geländehindernisse verlangen den Fahrern eine gute Fahrzeugbeherrschung und ausreichend Traktion ab.
- Anspruchsvolle Steinfelder: Hier kommt es auf die richtige Linienwahl und ein gutes Gefühl für das Motorrad an.
- Verschiedene Hindernisse: Neben natürlichen Geländeschwierigkeiten sorgen weitere Hindernisse für zusätzliche Herausforderungen.
- Vorhandene Umfahrungen: Für besonders schwierige Passagen werden Alternativen angeboten, sodass nicht jedes Hindernis direkt bewältigt werden muss.
Präsentiert wird die Sonderprüfung von der deutschen Bundeswehr unter dem Motto „Härtetest der Bundeswehr“.
Gerade für Zuschauer dürfte der Extrem-Test wieder zu den interessantesten Anlaufpunkten des gesamten Wochenendes gehören.
Enduro-Test mit der legendären „Mausefalle“
Auch der lange Enduro-Test bleibt ein fester Bestandteil des Novemberpokals.
Die Sonderprüfung führt erneut durch das Gelände rund um den Kesselsee und zeichnet sich durch eine flüssige, aber dennoch anspruchsvolle Streckenführung aus.
Mit dabei ist auch 2026 die bekannte „Mausefalle“, die bei vielen Teilnehmern und Fans längst einen besonderen Stellenwert besitzt.
Daneben integriert der Veranstalter zahlreiche weitere bekannte Streckenabschnitte. Die Kombination aus Länge, wechselnden Geländepassagen und fahrtechnischen Anforderungen dürfte den Enduro-Test zu einem entscheidenden Faktor im Kampf um schnelle Sonderprüfungszeiten machen.
Start und Ziel des Extrem-Tests sowie des Enduro-Tests befinden sich direkt im Areal am Kesselsee. Hier werden außerdem ein umfangreicher Catering-Bereich und eine Eventfläche eingerichtet.
Enduro-EM 2026: Diese Klassen und Teilnahmebedingungen gelten
Wer beim Finale der Enduro-Europameisterschaft antreten möchte, benötigt eine gültige internationale FIME-Jahreslizenz oder eine entsprechende FIME-Tageslizenz.
Ausgeschrieben werden folgende Wertungsklassen:
- Youth: Nachwuchsklasse der Enduro-Europameisterschaft.
- Junior 1 (J1): Erste Juniorenwertung der EM.
- Junior 2 (J2): Zweite Juniorenwertung der EM.
- E1: Internationale Enduro-Wertungsklasse.
- E2: Internationale Enduro-Wertungsklasse.
- E3: Internationale Enduro-Wertungsklasse.
- Senior 40: Seniorenwertung ab 40 Jahren gemäß Reglement.
- Senior 50: Seniorenwertung ab 50 Jahren gemäß Reglement.
- Women: Damenwertung der Enduro-Europameisterschaft.
Das Nenngeld beträgt 250 Euro und ist an den Serien-Promotor zu entrichten.
Die EM wird als Zweitagesveranstaltung ausgetragen. An beiden Fahrtagen müssen die Teilnehmer jeweils drei Runden mit einer Länge von rund 50 Kilometern absolvieren.
Damit ergibt sich folgendes Wettbewerbsprogramm:
| Merkmal | Enduro-EM |
|---|---|
| Veranstaltungstage | Samstag und Sonntag |
| Streckenlänge pro Runde | ca. 50 Kilometer |
| Runden pro Tag | 3 |
| Sonderprüfungen pro Runde | 3 |
| Sonderprüfungen pro Tag | 9 |
| Gesamtdistanz an zwei Tagen | ca. 300 Kilometer |
| Sonderprüfungen insgesamt | 18 |
| Nenngeld | 250 Euro |
| Lizenz | Internationale FIME-Jahres- oder Tageslizenz |
Nationale Klasse am Samstag: Enduro-Rennen für fast jedermann
Für viele deutsche Enduro-Fahrer dürfte die nationale Klasse besonders interessant sein.
Der MC Woltersdorf bietet damit erneut die Möglichkeit, am traditionsreichen Novemberpokal teilzunehmen, ohne selbst in der Enduro-Europameisterschaft eingeschrieben zu sein.
Die nationale Wertung wird ausschließlich am Samstag, dem 31. Oktober 2026, ausgetragen.
Im Gegensatz zu den EM-Teilnehmern müssen die nationalen Starter lediglich zwei Runden absolvieren. Allerdings warten auch auf sie sämtliche drei Sonderprüfungen pro Runde.
Das bedeutet insgesamt rund 100 Kilometer Wettbewerbsstrecke und sechs Sonderprüfungen.
Drei Wertungsklassen für nationale Teilnehmer
Ausgeschrieben werden folgende Klassen:
- E1/E2: Gemeinsame Wertung der beiden Enduro-Klassen.
- E3: Separate Wertung für die Klasse E3.
- Senioren ab 40 Jahren: Eigene Wertung für Fahrer ab 40 Jahren.
Lizenz, Straßenzulassung und Führerschein sind Pflicht
Auch wenn die nationale Klasse vielen Enduro-Fahrern offensteht, gibt es einige Voraussetzungen, die vor der Anmeldung unbedingt beachtet werden müssen.
Für die Teilnahme wird eine gültige nationale DMSB-Jahreslizenz oder eine entsprechende DMSB RaceCard benötigt.
Außerdem sind ausschließlich anerkannte Enduro-Motorräder zugelassen, die ordnungsgemäß für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen sind.
Jeder Teilnehmer muss zudem über den für das eingesetzte Motorrad gültigen Führerschein verfügen.
Das bedeutet: Ein reines Sportmotorrad ohne Straßenzulassung reicht für die Teilnahme nicht aus.
Nenngeld und Anmeldung für die nationale Klasse
Das Nenngeld für die nationale Klasse beträgt 80 Euro.
Die Anmeldung erfolgt online über das Nennsystem www.vorstart.de.
Die wichtigsten Daten im Überblick:
| Merkmal | Nationale Klasse |
|---|---|
| Renntag | Samstag, 31. Oktober 2026 |
| Runden | 2 |
| Streckenlänge pro Runde | ca. 50 Kilometer |
| Gesamtdistanz | ca. 100 Kilometer |
| Sonderprüfungen | 6 |
| Nenngeld | 80 Euro |
| Lizenz | DMSB-Jahreslizenz oder RaceCard |
| Motorrad | Anerkanntes Enduro-Motorrad mit Straßenzulassung |
| Führerschein | Passend zum eingesetzten Motorrad |
| Nennschluss laut Veranstaltungsinformation | 17. Oktober 2026 |
| Nennbestätigung | Digital bis zum 20. Oktober 2026 |
Wichtig: Nach der ursprünglichen Veranstaltungsinformation endet die Nennfrist am 17. Oktober 2026. Fahrer sollten die aktuell gültige Frist direkt im Nennsystem überprüfen.
Die Bestätigung über die Zulassung zur Veranstaltung erfolgt digital. Spätestens am 20. Oktober soll auch die Teilnehmerliste veröffentlicht werden.
Zeitplan Novemberpokal und Enduro-EM Woltersdorf 2026
Bereits am Freitag beginnen die Vorbereitungen für die Teilnehmer mit der Papierabnahme und der technischen Abnahme der Motorräder.
Am Samstag stehen sowohl die EM-Fahrer als auch die nationalen Starter an der Startlinie. Der Sonntag gehört ausschließlich den Teilnehmern der Enduro-Europameisterschaft.
Freitag, 30. Oktober 2026
| Uhrzeit | Programmpunkt |
|---|---|
| 09:00–13:00 Uhr | Trainingsstrecke geöffnet |
| 11:00–16:30 Uhr | Papierabnahme EM-Teilnehmer |
| 16:00–17:00 Uhr | Papierabnahme nationale Klasse |
| 11:30–17:00 Uhr | Technische Abnahme EM-Motorräder |
| 17:00–18:00 Uhr | Technische Abnahme nationale Klasse |
| 18:00 Uhr | Eröffnungszeremoniell und EM-Fahrervorstellung |
Samstag, 31. Oktober 2026
| Uhrzeit | Programmpunkt |
|---|---|
| 08:00 Uhr | Start der ersten Startgruppe |
| ca. 16:00 Uhr | Zielankunft der ersten Startgruppe |
| anschließend | Siegerehrung nationale Klasse |
| ab 18:00 Uhr | „Middle-Raceparty“ am Kesselsee |
Sonntag, 1. November 2026
| Uhrzeit | Programmpunkt |
|---|---|
| 08:00 Uhr | Start der ersten Startgruppe (nur EM) |
| ca. 16:00 Uhr | Zielankunft der ersten Startgruppe |
| anschließend | Siegerehrung Novemberpokal 2026 und Enduro-EM 2026 |
Kesselsee als zentraler Anlaufpunkt für Zuschauer und Fans
Für Enduro-Fans bietet der Novemberpokal eine hervorragende Gelegenheit, internationale Spitzenfahrer und nationale Teilnehmer aus nächster Nähe zu erleben.
Besonders das Gelände rund um den Kesselsee dürfte wieder zu den wichtigsten Zuschauerbereichen gehören. Dort befinden sich sowohl der Extrem-Test als auch der Enduro-Test.
Die Zuschauer können sich auf spektakuläre Hindernisse, anspruchsvolle Steinfelder, steile Auf- und Abfahrten sowie schnelle Enduro-Passagen freuen.
Neben dem sportlichen Geschehen gibt es auf dem Gelände einen umfangreichen Catering-Bereich und eine Eventfläche.
Am Samstagabend geht es ab 18:00 Uhr mit der „Middle-Raceparty“ am Kesselsee weiter. Damit bietet der Veranstalter auch abseits der Wertungsprüfungen Gelegenheit, gemeinsam mit Fahrern, Teams und Fans den ersten Renntag ausklingen zu lassen.
Fazit: Woltersdorf verspricht einen spannenden Saisonabschluss 2026
Der 48. Novemberpokal hat alles, was ein gelungener Enduro-Saisonabschluss braucht: internationale Spitzenfahrer, spannende Meisterschaftsentscheidungen, anspruchsvolle Sonderprüfungen und eine traditionsreiche Veranstaltung.
Die überarbeitete Streckenführung mit umgekehrter Fahrtrichtung und dem neuen Cross-Test bei Herzfelde sorgt für zusätzliche Abwechslung.
Für nationale Enduro-Fahrer bietet sich am Samstag zudem die besondere Gelegenheit, auf einer echten EM-Strecke anzutreten und die Saison mit rund 100 Kilometern und sechs Sonderprüfungen abzuschließen.
Wer zum Jahresende noch einmal richtig Enduro fahren oder die europäische Enduro-Elite live erleben möchte, sollte sich den 31. Oktober und 1. November 2026 im Kalender markieren.
Weitere Informationen: MC Woltersdorf
Quelle: MC Woltersdorf





