Drei Rennen, drei bewährte Austragungsorte und eine neue Reihenfolge: Der Enduro Wintercup hat seinen Rennkalender für die Saison 2027 veröffentlicht. Am 30. Januar beginnt die neue Saison in Treuenbrietzen, bevor es über Jüterbog zum großen Finale am 27. Februar in Reetz geht. Neu sind eine zusätzliche Pause zwischen den Rennen sowie eine eigene Reiseenduro-/2-Zylinder-Klasse. Die Einschreibung startet am 1. Dezember 2026.
Enduro Wintercup 2027: Drei Rennen zum Start in die neue Motorsportsaison

Nach der erfolgreichen Saison 2026 laufen die Vorbereitungen für die nächste Auflage des Enduro Wintercups bereits auf Hochtouren. Auch im kommenden Winter setzen die Verantwortlichen auf das bewährte Konzept mit drei Veranstaltungen, bei denen sich die Fahrer unter unterschiedlichsten Bedingungen auf die neue Motorsport-Saison vorbereiten können.
Dabei dürfen sich die Teilnehmer erneut auf die drei bekannten Austragungsorte Treuenbrietzen, Jüterbog und Reetz freuen. Allerdings ändert sich die Reihenfolge gegenüber dem vergangenen Winter deutlich.
Während 2026 noch Jüterbog den Auftakt bildete und Treuenbrietzen das Saisonfinale ausrichtete, beginnt die neue Saison auf dem Krähenberg. Das große Finale findet diesmal auf dem sandigen Gelände in Reetz statt.
Besonders interessant: Zwischen den einzelnen Rennen liegt 2027 jeweils ein rennfreies Wochenende. Dadurch bleibt den Teilnehmern mehr Zeit, um sich zu regenerieren und ihre Motorräder für den nächsten Einsatz vorzubereiten.
Saisonauftakt am 30. Januar 2027 erstmals in Treuenbrietzen

Den Auftakt bildet am 30. Januar 2027 Treuenbrietzen. Der Krähenberg feierte erst im Februar 2026 seine Premiere als Austragungsort eines Wintercup-Laufes. Zuvor war das Gelände vor allem durch Motocross-Veranstaltungen bekannt.
Die Kombination aus Teilen der bestehenden MX-Strecke und eigens angelegten Enduro-Passagen im angrenzenden Waldstück sorgte beim damaligen Saisonfinale für eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Runde.
Besonders die technischen Waldabschnitte verlangten den Fahrern einiges ab. Enge Kurven, wechselnde Bodenverhältnisse und die Kombination aus Motocross- und Enduro-Elementen sorgten dafür, dass sowohl fahrtechnisches Können als auch Kondition gefragt waren.
Nachdem sich Treuenbrietzen 2026 bei bestem Frühlingswetter präsentierte, bleibt abzuwarten, welche Bedingungen die Fahrer diesmal Ende Januar erwarten.
Gerade die technischen Waldpassagen könnten bei winterlicher Witterung eine zusätzliche Herausforderung darstellen. Gefrorener Boden, nasse Wurzeln, rutschige Spurrillen oder schlammige Abschnitte könnten die Strecke deutlich schwieriger machen als beim vergangenen Saisonfinale.
Damit dürfte bereits der erste Lauf zeigen, wer über den Winter gut trainiert hat und mit den unterschiedlichen Bedingungen am besten zurechtkommt.
Zweiter Lauf am 13. Februar 2027 in Jüterbog

Zwei Wochen später, am 13. Februar 2027, steht der zweite Lauf in Jüterbog auf dem Programm.
Dort begann die Saison 2026 unter echten Winterbedingungen mit Schnee, Eis und später auch Schlamm. Die Strecke verlangte den Teilnehmern damals einiges ab und zeigte eindrucksvoll, warum der Wintercup seinen Namen zu Recht trägt.
Gerade die wechselnden Bodenverhältnisse machten die Veranstaltung besonders anspruchsvoll. Während einige Abschnitte zunächst noch gefroren waren, entwickelten sich andere Passagen im Laufe des Rennens zu tiefen Schlammlöchern.
Für die Fahrer bedeutete das, ihre Linienwahl immer wieder anzupassen und gleichzeitig möglichst kraftsparend unterwegs zu sein. Auch die richtige Reifenwahl und eine passende Motorradabstimmung spielten eine wichtige Rolle.
Ob Jüterbog 2027 erneut Schnee und Eis bereithält oder sich die Strecke von einer milderen Seite präsentiert, wird sich erst kurz vor dem Rennen zeigen.
Sportlich könnte der zweite Lauf bereits eine Vorentscheidung im Kampf um die Gesamtwertung bringen. Wer beim Auftakt in Treuenbrietzen Punkte liegen lässt, erhält in Jüterbog die nächste Gelegenheit, den Rückstand aufzuholen.
Saisonfinale am 27. Februar 2027 in Reetz
Das große Finale des Enduro Wintercups 2027 wird am 27. Februar in Reetz ausgetragen.
Der sandige Untergrund bietet dort traditionell andere Voraussetzungen als an den beiden übrigen Austragungsorten. Gerade bei schwierigen Witterungsbedingungen kann der Sandboden seine Vorteile ausspielen, fordert von den Fahrern aber auch eine gehörige Portion Kondition.
Wer schon einmal im tiefen Sand unterwegs war, weiß, wie anstrengend eine solche Strecke werden kann. Ständiges Beschleunigen, das Halten des Schwungs und die richtige Gewichtsverlagerung verlangen den Teilnehmern über die gesamte Renndistanz einiges ab.
Hinzu kommen die besonderen Herausforderungen, die winterliches Wetter mit sich bringen kann.
Bereits 2026 herrschten in Reetz wechselhafte Verhältnisse mit gefrorenen Wasserstellen und zunehmend tiefem Schlamm. Die Kombination aus Sand, Wasser und aufgeweichten Streckenabschnitten sorgte damals für anspruchsvolle Rennbedingungen.
Beim Saisonfinale 2027 könnte Reetz somit erneut zum entscheidenden Schauplatz im Kampf um die Meisterschaft werden.
Gerade wenn die Punkteabstände nach den ersten beiden Veranstaltungen gering ausfallen, dürfte auf der Sandstrecke noch einmal alles möglich sein.
Mehr Zeit zwischen den Rennen: Neuer Rennrhythmus für 2027
Eine wichtige Neuerung im Rennkalender 2027 ist die bewusst eingeplante Pause zwischen den Veranstaltungen.
Zwischen jedem Wintercup-Lauf liegt künftig ein rennfreies Wochenende.
Damit reagieren die Verantwortlichen auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre und möchten den Fahrern mehr Zeit für Regeneration, Wartung und Vorbereitung ihrer Motorräder geben.
Gerade bei den teilweise extrem unterschiedlichen Bedingungen des Wintercups kann eine zusätzliche Woche entscheidend sein, um nach einem kräftezehrenden Rennen wieder optimal vorbereitet an den Start zu gehen.
Die neue Terminplanung bietet gleich mehrere Vorteile:
- Mehr Regenerationszeit: Nach einem anstrengenden Rennen bei Schnee, Schlamm oder tiefem Sand können sich die Fahrer besser erholen. Gerade für Hobbyfahrer, die unter der Woche beruflich eingebunden sind, ist das ein wichtiger Punkt.
- Mehr Zeit für die Motorradwartung: Winterliche Bedingungen beanspruchen das Material besonders stark. Bremsen, Lager, Ketten, Reifen und andere Verschleißteile können zwischen den Veranstaltungen ausführlich kontrolliert und bei Bedarf ersetzt werden.
- Weniger Stress bei Reparaturen: Wer beim Rennen einen technischen Defekt oder Sturzschaden erleidet, hat mehr Zeit, benötigte Ersatzteile zu besorgen und das Motorrad wieder startklar zu machen.
- Gezielte Vorbereitung auf die nächste Strecke: Die unterschiedlichen Charakteristiken von Treuenbrietzen, Jüterbog und Reetz erfordern teilweise verschiedene Abstimmungen. Mit einer zusätzlichen Woche bleibt mehr Zeit für die Vorbereitung.
- Bessere Planbarkeit: Besonders Fahrer, die an allen drei Veranstaltungen teilnehmen möchten, profitieren von der Entzerrung des Rennkalenders.
Damit dürfte der neue Rhythmus gerade für die zahlreichen Hobby- und Amateurfahrer eine willkommene Verbesserung darstellen.
Alle Termine des Enduro Wintercups 2027 im Überblick

| Datum | Austragungsort | Veranstaltung |
|---|---|---|
| 30.01.2027 | Treuenbrietzen | 1. Lauf – Saisonauftakt |
| 13.02.2027 | Jüterbog | 2. Lauf |
| 27.02.2027 | Reetz | 3. Lauf – Saisonfinale |
Alle drei Veranstaltungen finden jeweils an einem Samstag statt.
Bewährte Klassen bleiben – neue Reiseenduro-/2-Zylinder-Klasse kommt hinzu
Auch beim sportlichen Konzept setzt die Serie auf Kontinuität.
Die bewährten Klassen für Sportfahrer, Enduro 1 bis 3, Junioren, Senioren, Damen und Kids bleiben erhalten.
Damit bietet der Wintercup weiterhin ein breites Spektrum an Startmöglichkeiten für verschiedene Altersgruppen und Leistungsniveaus.
Folgende Klassen sind für 2027 vorgesehen:
- Sportfahrer
- Enduro 1
- Enduro 2
- Enduro 3
- Junioren
- Senioren
- Damen
- Kids-Klassen
- Neu: Reiseenduro-/2-Zylinder-Klasse
Neue Klasse für Reiseenduros und Zweizylinder-Motorräder
Eine besonders interessante Neuerung für 2027 ist die Einführung einer Reiseenduro-/2-Zylinder-Klasse.
Damit möchte der Wintercup künftig auch Fahrern größerer Reiseenduros die Möglichkeit geben, sich unter Wettbewerbsbedingungen zu messen.
Die neue Kategorie soll das bestehende Starterfeld ergänzen und für zusätzliche Abwechslung sorgen.
Gerade in den vergangenen Jahren haben große Adventure-Bikes auch abseits befestigter Straßen immer mehr Aufmerksamkeit bekommen. Mit der neuen Klasse erhält diese Motorradkategorie nun ebenfalls eine Startmöglichkeit beim Enduro Wintercup.
Dabei dürfte die Herausforderung für die Teilnehmer nicht zu unterschätzen sein.
Während klassische Sportenduros auf geringes Gewicht und maximale Geländetauglichkeit ausgelegt sind, stellen größere Reiseenduros durch ihr höheres Fahrzeuggewicht und ihre Motorcharakteristik besondere Anforderungen an die Fahrer.
Vor allem enge Passagen, tiefer Schlamm und schwierige Bodenverhältnisse könnten mit den großen Zweizylindern schnell zur echten Herausforderung werden.
Welche Motorräder konkret zugelassen sind und welche technischen Vorgaben für die neue Klasse gelten, soll mit der offiziellen Ausschreibung bekannt gegeben werden.
Einschreibung startet am 1. Dezember 2026
Während der Rennkalender bereits feststeht, müssen sich interessierte Fahrer mit ihrer Anmeldung noch etwas gedulden.
Die Serieneinschreibung für den Enduro Wintercup 2027 beginnt am 1. Dezember 2026.
Bis dahin werden weitere Informationen zur Ausschreibung, den einzelnen Klassen und zum Ablauf der Veranstaltungen veröffentlicht.
Gerade wer die komplette Wintercup-Serie bestreiten möchte, sollte sich den Einschreibetermin bereits vormerken.
Alle offiziellen Informationen werden wie gewohnt auf der Webseite des Enduro Wintercups bereitgestellt.
Offizielle Webseite: www.enduro-wintercup.de
Rückblick auf die Saison 2026: Drei Rennen mit völlig unterschiedlichen Bedingungen
Wie unterschiedlich die Bedingungen innerhalb einer Wintercup-Saison sein können, zeigte das vergangene Jahr eindrucksvoll.
Während der Auftakt in Jüterbog noch von Schnee und Eis geprägt war, erwarteten die Fahrer in Reetz wechselhafte Verhältnisse mit gefrorenen Wasserstellen und zunehmend tiefem Schlamm.
Beim Finale in Treuenbrietzen herrschten dagegen bereits frühlingshafte Temperaturen.
Diese unterschiedlichen Bedingungen machten die Saison nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Zuschauer besonders interessant.
Jedes Rennen stellte andere Anforderungen an Fahrtechnik, Kondition und Material.
Paul-Erik Huster sicherte sich den Gesamtsieg 2026

Sportlich setzte sich am Ende Paul-Erik Huster durch.
Mit Siegen in Jüterbog und Treuenbrietzen sowie Platz zwei in Reetz zeigte Huster über die gesamte Saison hinweg eine starke Leistung.
Damit sicherte er sich den Gesamtsieg des Enduro Wintercups 2026 und trat die Nachfolge von Janik Kossak an.
Ob Huster auch 2027 wieder an den Start gehen und seinen Titel verteidigen wird, bleibt abzuwarten.
Fest steht jedoch, dass die drei Veranstaltungen erneut interessante Rennen und spannende Kämpfe um die Platzierungen versprechen.
Fazit: Der Enduro Wintercup 2027 kann kommen
Mit der Veröffentlichung des Rennkalenders sind die wichtigsten Eckdaten für den Enduro Wintercup 2027 geklärt.
Die Verantwortlichen halten am bewährten Konzept mit drei Rennen und bekannten Austragungsorten fest, bringen mit der geänderten Reihenfolge und dem entzerrten Terminplan aber gleichzeitig frischen Wind in die Serie.
Besonders die neue Reiseenduro-/2-Zylinder-Klasse dürfte für Aufmerksamkeit sorgen und zusätzliche Fahrer ansprechen.
Der Saisonauftakt am 30. Januar in Treuenbrietzen, der zweite Lauf am 13. Februar in Jüterbog und das Finale am 27. Februar in Reetz versprechen einen abwechslungsreichen Start in das Motorsportjahr 2027.
Jetzt heißt es für alle interessierten Fahrer: Termine vormerken, Motorräder vorbereiten und den 1. Dezember 2026 für den Start der Einschreibung im Kalender markieren.
Weitere Informationen: www.enduro-wintercup.de
Quelle: Denis Günther, Fotos von Michel238pic/Michel Kuchel





