Was für ein Statement von Billy Bolt! Beim vierten Lauf der FIM SuperEnduro World Championship 2026 in Budapest hat der Husqvarna-Werksfahrer erneut eindrucksvoll gezeigt, warum er der Mann ist, den es aktuell zu schlagen gilt. SuperPole gewonnen, alle drei Prestige-Finalläufe für sich entschieden – besser geht’s nicht.
Auf der flüssig gesteckten Strecke in der ungarischen Hauptstadt blieb Bolt auch unter Druck eiskalt und baute seine Serie ohne Gesamtsieg weiter aus. Mit diesem perfekten Abend wächst auch sein Vorsprung in der WM-Wertung weiter an.

SuperPole: Bolt legt die Basis für den Sieg
In der Qualifikation ließ es Billy Bolt zunächst kontrolliert angehen und sicherte sich Rang zwei – genau richtig, um sicher in den entscheidenden SuperPole einzuziehen. Dort folgte dann eine absolut fehlerfreie Runde, mit der er sich die Pole Position sicherte.
Mehr als eine halbe Sekunde Vorsprung auf die Konkurrenz bedeuteten:
- 3 wichtige WM-Punkte
- Erste Startplatzwahl für die Finalläufe
- Die perfekte Ausgangslage für den Abend
Prestige-Rennen 1: Starker Kampfgeist nach Zwischenfall
Der erste Lauf begann nicht ideal. Nach einem ordentlichen Start kam Bolt als Dritter aus der ersten Kurve, wurde jedoch im Stein-Segment in eine Kollision verwickelt und fiel auf Rang fünf zurück.
Was dann folgte, war typisch Bolt:
- aggressive, aber saubere Überholmanöver
- perfektes Timing im Verkehr
- maximale Konzentration bis zur letzten Runde
Auf dem vorletzten Umlauf übernahm er die Führung und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen – Comeback des Abends.
Prestige-Rennen 2: Von hinten nach vorne – und weg
Dank Reverse-Grid musste Bolt aus der zweiten Startreihe ins zweite Finale gehen. Statt Risiko setzte er zunächst auf Übersicht und vermied Chaos in den ersten Kurven.
Bereits am Ende der ersten Runde lag er in Führung – danach war das Rennen gelaufen:
- kontrolliertes Tempo
- saubere Linien
- über neun Sekunden Vorsprung im Ziel
Ein lupenreiner Start-Ziel-Sieg.
Prestige-Rennen 3: Spannung bis zum Schluss
Im dritten Lauf sah zunächst alles nach einem weiteren dominanten Sieg aus. Doch ein kleiner Fehler im Steinbereich brachte Mitch Brightmore kurzzeitig an die Spitze.
Bolt blieb ruhig, setzte nach und wartete auf den richtigen Moment. Mit einem entschlossenen Überholmanöver holte er sich die Führung zurück und brachte auch den dritten Sieg sicher ins Ziel – perfekte Ausbeute in Budapest.
Deutsche Fahrer in Budapest: starke Ergebnisse in allen Klassen
🇩🇪 PRESTIGE
Tim Apolle zeigte eine solide Leistung im hochklassigen Prestige-Feld:
- Laufergebnisse: 7. / 11. / 8.
- Gesamtplatz 10
Ein starkes Top-10-Resultat gegen die Weltelite.
🇩🇪 JUNIOREN

Hier gab es Grund zum Jubeln:
Milan Schmüser
- 2 Laufsiege
- 1× Platz 3
- Gesamtsieg
- weiterhin Führender der Junioren-WM
Glückwunsch zu dieser überragenden Leistung!
Fynn Hannemann
- Ergebnisse: 5. / 6. / 3.
- Gesamtplatz 4, nur knapp am Podium vorbei
Besonders bitter: Platz 3 im dritten Lauf – das Podium war greifbar nah.
Henry Strauss
- Gesamt 6. (7. / 7. / 5.)
Felix Bähker
- Gesamt 8. (8. / 8. / 7.)
🇩🇪 YOUTH

Max Eppelmann überzeugte mit Konstanz:
- Zwei Mal Rang 4
- Gesamtplatz 3
- Podium!
Eine richtig starke Vorstellung im Nachwuchsfeld.
🇩🇪 EUROPE CUP
Auch hier solide deutsche Ergebnisse:
- Florian Görner
- Läufe: 9. / 4.
- Gesamtplatz 4
- Felix Strauss
- Gesamtplatz 14 (13. / 14.)
WM-Stand nach Runde 4: Bolt setzt sich ab
Mit dem maximalen Punkteergebnis in Budapest baut Billy Bolt seine Führung weiter aus:
- Billy Bolt (Husqvarna) – 249 Punkte
- Jonny Walker (Triumph) – 188 Punkte
- Mitch Brightmore (GASGAS) – 169 Punkte
Der Vorsprung beträgt nun 61 Punkte, bei noch drei ausstehenden Rennen.
Stimmen zum Rennen: Billy Bolt zufrieden, aber selbstkritisch
Billy Bolt nach dem Rennen:
„Es war ein großartiger Abend hier in Budapest. Die Fans waren unglaublich, die Strecke hatte einen richtig guten Flow. Ehrlich gesagt hatte ich heute nicht das Gefühl, der schnellste Fahrer zu sein – umso besser fühlt sich dieser Gesamtsieg an. Ich habe mich gut positioniert und wenig Fehler gemacht. Mitch war besonders im letzten Lauf extrem stark. Drei Siege, ein perfekter Abend – darüber kann man sich wirklich nicht beschweren.“
Ausblick: SuperEnduro-WM geht in Serbien weiter
Der nächste Stopp der SuperEnduro-Weltmeisterschaft ist bereits terminiert:
📍 GP von Serbien
📅 21. Februar 2026
Husqvarna Factory Racing reist mit maximalem Selbstvertrauen an – und Billy Bolt als der Mann, den es zu schlagen gilt.
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Quelle: Husqvarna, SuperEnduro.org
