Die Dakar Rally 2026 wirft ihre Schatten voraus – und im Motorradfeld steht ein Name ganz besonders im Fokus: Daniel Sanders. Der amtierende Dakar-Sieger von 2025 geht als Topfavorit in die 48. Ausgabe des härtesten Rallye-Rennens der Welt. Doch die Konkurrenz schläft nicht: Honda, Hero, Sherco und eine bärenstarke Rally2-Klasse versprechen Hochspannung vom ersten Kilometer an.

Daniel Sanders: Der Mann, den es zu schlagen gilt
Der Australier Daniel Sanders kommt mit einer beeindruckenden Serie nach Saudi-Arabien. Seit seinem Dakar-Triumph 2025 scheint „Chucky“ kaum zu stoppen:
- Dakar Rally 2025: Gesamtsieg, von Anfang bis Ende kontrolliert
- Abu Dhabi Desert Challenge: Sieg
- South African Safari Rally: Sieg
- bp Ultimate Rally-Raid Portugal: Sieg
- Rallye du Maroc: Platz 2 – ausreichend für den W2RC-Gesamtsieg
Damit geht Sanders nicht nur als natürlicher Leader von Red Bull KTM Factory Racing ins Rennen, sondern auch als erster Fahrer seit Jahren mit realistischen Chancen auf eine Titelverteidigung. Ein Kunststück, das in den letzten zehn Dakar-Ausgaben niemand geschafft hat.
KTM mit Tiefe im Kader: Benavides und Canet lauern
Sollte Sanders straucheln, hat KTM gleich zwei heiße Eisen im Feuer:
- Luciano Benavides – ehemaliger Weltmeister, 2025 Dakar-Vierter, immer stärker auf den langen Etappen
- Edgar Canet – erst 19 Jahre alt, bei seiner Dakar-Premiere sensationeller Achter und dominanter Rally2-Weltmeister
Vor allem Canet gilt als eines der größten Rally-Talente der letzten Jahre. Die große Frage: Reicht seine Konstanz bereits für ganz vorne in der Königsklasse?
Monster Energy Honda HRC: Erfahrung pur gegen Sanders
Der wohl härteste Widerstand kommt aus dem Honda-Lager. Monster Energy Honda HRC bringt gleich vier absolute Topfahrer an den Start:
- Ricky Brabec – Dakar-Sieger 2020 und 2024, einziger Fahrer mit Chance auf einen dritten Titel
- Tosha Schareina – Dakar-Zweiter 2025, W2RC-Vizeweltmeister und einziger Sieger gegen Sanders im Jahr 2025
- Adrien Van Beveren – zweimal in Folge Dakar-Dritter, extrem konstant
- Skyler Howes – taktisch stark, immer für Top-5-Ergebnisse gut
Gerade Schareina gilt als Mann der Stunde bei Honda. Sein Sieg bei der Rallye du Maroc hat gezeigt, dass Sanders verwundbar ist – wenn alles perfekt zusammenpasst.
Außenseiter mit Podiumsträumen: Hero und Sherco
Auch abseits der beiden Giganten KTM und Honda gibt es Teams mit hohen Ambitionen:
Hero MotoSport
- Ross Branch – Ex-Weltmeister, 2025 früh ausgeschieden, hochmotiviert
- Nacho Cornejo – erfahrener Dakar-Pilot mit starkem Speed
Sherco Rally Factory
- Bradley Cox – Neuzugang mit großem Potenzial
- Lorenzo Santolino – technisch stark, konstant schnell
Beide Teams haben das klare Ziel: Podium in Yanbu – und wenn sich die Favoriten Fehler erlauben, ist das absolut realistisch.
Rally2: Das Sprungbrett zur Elite wird heiß umkämpft
In der Rally2-Kategorie geht es nicht nur um den Klassensieg, sondern oft um den nächsten großen Karriereschritt. Nach dem Aufstieg von Edgar Canet öffnet sich das Feld neu:
- Tobias Ebster (Hero) – W2RC-Zweiter 2025
- Harith Noah (Sherco) – Rally2-Sieger 2024
- Michael Docherty (BAS World KTM) – Top-10-Gesamtplatz als klares Ziel
- Toni Mulec – Dakar 2025: Platz 13
- Konrad Dabrowski – Dakar 2025: Platz 16
Die Rally2 dürfte 2026 so umkämpft sein wie selten zuvor – mit direktem Einfluss auf die Gesamtwertung.
Original by Motul: Gyenes gegen Melot – das Duell geht weiter
Eine ganz besondere Kategorie ist Original by Motul: keine Mechaniker, kein Service – nur Fahrer, Motorrad und Werkzeug.
- Emanuel Gyenes – Sieger 2025
- Benjamin Melot – denkbar knapp unterlegen nach Navigationsfehler
- Jérôme Martiny – Zweiter 2024
- Javi Vega – Zweiter 2023
Hier zählen Durchhaltevermögen, Schrauber-Skills und mentale Stärke mehr als reine Geschwindigkeit.
Maxi Schek auf dem Weg zur Dakar – Motorsport im Blut, Abenteuer im Herzen

Wenn es um echte Motorsport-DNA geht, dann fällt ein Name ziemlich schnell: Maximilian „Maxi“ Schek. Der junge Deutsche ist kein Quereinsteiger, kein Spätzünder, sondern jemand, der Benzin und Rennsport quasi von klein auf inhaliert hat. Sein Weg führt ihn jetzt konsequent in Richtung größtes Abenteuer im Motorsport – die Dakar Rally. Und das nicht irgendwie, sondern stilecht in der härtesten Klasse: Original by Motul.
Motorsport-Dynastie: Die Familie Schek und die Dakar-Gene
Dass Maxi heute dort steht, wo er steht, ist kein Zufall. Sein Großvater Herbert Schek war eine echte Dakar-Legende: 15 Teilnahmen, Sieger der Marathon-Kategorie und maßgeblich beteiligt an den BMW R100GS, mit denen Hubert Auriol (1983) und Gaston Rahier (1984) Dakar-Geschichte schrieben.
Auch die nächste Generation blieb dem Rallye-Sport treu: Maxis Tante Patricia Watson-Miller gewann mehrfach die Damenwertung bei der Dakar. Seine Eltern? Ebenfalls leidenschaftliche Endurofahrer und bis heute als Motorradhändler aktiv. Kurzum: Motorsport ist bei den Scheks Familiensache.
Vom Trial-Bike zum Enduro-Ass
Maxis eigene Karriere begann früh – mit acht Jahren auf dem Trial-Bike. Rückblickend nennt er diese Zeit „die Schule für alles, was im Offroad-Sport zählt“. Balance, Gefühl fürs Bike, saubere Linien – alles Fähigkeiten, die ihm später enorm helfen sollten.
Mit 17 Jahren folgte der Wechsel ins Enduro. Und da ging es ziemlich steil nach oben:
- Dominanz im deutschen Enduro- und Cross-Country-Sport
- Gesamtsieg im nationalen Cup 2022
- Sieger aller Läufe der Deutschen Cross-Country-Meisterschaft 2023
- Mehrfache Teilnahme an den ISDE (2021, 2022, 2024, 2025)
Maxi entwickelte sich schnell zu einem starken deutschen Offroad-Fahrer seiner Generation.
BMW, Zweizylinder und ein Stück Motorsport-Geschichte
Ein echtes Ausrufezeichen setzte Maxi mit seinem Engagement bei BMW. Auf Basis einer seriennahen BMW F900GS entwickelte er ein wettbewerbsfähiges Rennmotorrad – und gewann damit direkt die Meisterschaft.
Der absolute Wahnsinn folgte jedoch bei den ISDE: Maxi ging dort mit der großen Zweizylinder-GS an den Start und wurde der erste Fahrer überhaupt, der das Event mit einem vollwertigen Adventure-Bike erfolgreich beendete. Ein Projekt, das perfekt zu seinem Charakter passt: mutig, technisch anspruchsvoll und irgendwie „gegen den Strom“.
Wechsel zum Rally-Raid: Neues Terrain, schnelle Anpassung
2023 wagte Maxi den Schritt in den Rallye-Raid-Sport – und auch hier zeigte sich schnell sein Talent. Bereits bei seiner ersten Rallye du Maroc 2024 fuhr er souverän in die Top 40.
Ursprünglich war die Dakar erst für 2027 geplant. Doch Maxi ist schneller bereit als gedacht. Dank seiner Erfahrung, seiner physischen Basis und nicht zuletzt seiner technischen Fähigkeiten als ausgebildeter Mechaniker stellt er sich schon früher der ultimativen Herausforderung.
Ziel Dakar 2026: Ankommen ist alles
Maxis Ziel ist klar – und gleichzeitig kompromisslos ehrlich: ankommen. Egal wie hart es wird. Egal wie viel es kostet – körperlich und mental.
Die Wahl der Original by Motul-Kategorie ist dabei kein Zufall:
- keine externe Hilfe
- Schrauben am eigenen Bike
- Energiemanagement über zwei harte Wochen
- Navigation, Strategie und mentale Stärke
Für Maxi ist das die reinste Form der Dakar. Genau das, was ihn schon als Kind an den legendären Rallyes der 80er- und 90er-Jahre fasziniert hat.
Das Arbeitsgerät: KTM 450 Rally Factory Replica
Technisch setzt Maxi auf bewährtes Material – aber perfekt auf ihn abgestimmt:
- Motorrad: KTM 450 Rally Factory Replica
- Motor: 449 ccm, Einzylinder, 4-Takt
- Leistung: ca. 70 PS
- Gewicht: 139 kg
- Tankvolumen: 32 Liter
- Rahmen: Stahl-Gitterrohr
- Klasse: Rally 2
- Team: Maxi Schek Motorsport
- Assistenz: Original by Motul
Ein kompromissloses Rallye-Bike für ein kompromissloses Ziel.
Fazit: Fahrer, Mechaniker, Abenteurer
Maxi Schek steht sinnbildlich für eine neue Generation Rallye-Fahrer – technisch versiert, mental stark und bereit, über Grenzen zu gehen. Er ist nicht nur schnell, sondern denkt das Rennen als Ganzes. Genau das macht ihn zu einem spannenden Kandidaten für die Dakar.
Ob er es ins Ziel schafft? Das weiß niemand. Aber eines ist sicher: Maxi Schek wird alles dafür tun.
Medien-Setup: Ein logistisches Monster
Die Dimensionen der Dakar-Medienproduktion sind beeindruckend:
- Über 600 akkreditierte Medienvertreter aus 56 Nationen
- 130 Fotografen auf 80 Fahrzeugen
- 5 TV-Helikopter
- 7 mobile TV-Fahrzeuge auf den Etappen
- 23 Produktions- und Übertragungs-Trucks
- 23 Kameraleute, 27 Onboard-Kameras
Neu:
- Das 52-minütige internationale Tagesformat wurde neu strukturiert und enthält jetzt Studio-Segmente mit Gästen, moderiert von Matt Smith
- Zweimal täglich Flash-News, um Schlüsselmomente der Etappe blitzschnell weltweit zu verbreiten
Galaxie dakar.com: Die Rallye aus jeder Perspektive
Die offiziellen Plattformen dakar.com sowie die Dakar-App (iOS & Android) sind das digitale Herzstück der Rallye. Millionen Fans nutzen sie jährlich für:
- Live-Timing & Tracking
- Gesamt- und Etappenwertungen
- Stage-Reports & Interviews
- Fotos, Videos & Fahrerprofile
Ein echtes Highlight sind die Stage Replays:
Hier lassen sich die Spuren mehrerer Fahrzeuge parallel auf einer interaktiven Karte verfolgen – fast so, als wären sie zeitgleich gestartet.
Neu 2026:
- Interaktive Q&A-Sessions mit den Dakar-Journalisten
- Kahoot-Quizze zum Testen des Dakar-Wissens
- Predictor-Game, bei dem Fans täglich ihre Favoriten tippen können
Social Media: 9,4 Millionen Fans weltweit
Die digitale Dakar-Community wächst rasant:
Zur letzten Ausgabe folgten den offiziellen Dakar-Kanälen 9,4 Millionen Fans – ein Plus von 15 %.
Auf Facebook, Instagram, X, TikTok und Weibo produziert ein zehnköpfiges Social-Team täglich rund 250 Content-Pieces:
- Action-Reels
- Behind-the-Scenes-Clips
- Live-Stories
- Interviews mit Fahrern, Mechanikern und Helfern
- Direkte Interaktion mit Profis und Amateuren
Quelle: Dakar.com
