Der deutsche Motorsport-Nachwuchs stellt sich neu auf – und das mit ordentlich Power! Am 06. Februar 2026 wurde in der Motorworld München der Bundeskader 2026 des Motorsport Team Germany vorgestellt. Mit dabei: gleich drei starke Namen aus dem Enduro-Sport – Milan Schmüser, Leon Thoms und Fynn Hannemann.
Insgesamt gehen 30 Sportlerinnen und Sportler in neun Disziplinen für das gemeinsame Förderprojekt von Deutscher Motor Sport Bund (DMSB) und der ADAC Stiftung Sport an den Start. Ziel: deutsche Talente fit machen für internationale Topserien – auf zwei und vier Rädern.
Enduro stark vertreten: Schmüser, Thoms und Hannemann im Perspektivkader
Für die Offroad-Community besonders spannend:
- Milan Schmüser – Enduro – Perspektivkader (PK)
- Leon Thoms – Enduro – Perspektivkader (PK)
- Fynn Hannemann – Enduro – Perspektivkader (PK)
Die drei Nachwuchspiloten stehen stellvertretend für eine neue, ambitionierte Generation im deutschen Enduro-Sport. Mit der Aufnahme in den Perspektivkader erhalten sie gezielte Unterstützung auf ihrem Weg Richtung internationale Wettbewerbe – inklusive Europameisterschaften und Weltmeisterschaften.
Gerade im Enduro, wo technisches Verständnis, Ausdauer, taktisches Gespür und mentale Stärke gleichermaßen gefragt sind, ist eine strukturierte Nachwuchsförderung Gold wert. Die Aufnahme in den Bundeskader bedeutet nicht nur finanzielle Unterstützung – sondern Zugang zu einem professionellen Umfeld.
30 Talente in 9 Disziplinen – Motorsport Team Germany 2026
Das Motorsport Team Germany setzt 2026 klare Schwerpunkte auf:
- Kart-Sport
- Formelsport
- Motorrad-Straßenrennsport
- Motocross
- Enduro
- Trial
- Bahnsport
- GT-Sport
- Prototypen (LMP)
Fünf Kart- und drei Formelpiloten starten in internationalen Topmeisterschaften. Besonders im Fokus steht Oliver Goethe, der in seiner zweiten Saison in der FIA Formel 2 den nächsten Schritt Richtung Formel 1 plant.
Im Motorradsport dominieren Straßenrennfahrer – sieben Talente haben die Moto3-WM als Fernziel. Dazu kommen starke Offroad-Vertreter aus Motocross, Enduro, Trial und Bahnsport.
Mentoring Circle: Hersteller greifen den Talenten unter die Arme
Ein echtes Highlight des Programms ist der sogenannte „Mentoring Circle“. Hier bündeln große Hersteller ihre Nachwuchsförderung.
Im Automobilsport unterstützen:
- Audi
- BMW
- Mercedes-AMG
- Porsche
- Toyota
Im Motorradsport engagieren sich:
- BMW Motorrad
- Honda
Die Fördermaßnahmen reichen von:
- Simulator-Training
- Testfahrten
- Technik-Schulungen
- Aufnahme in Junior-Programme
- Professionelles Media-Training
- Sponsoring-Workshops
- Mentaltraining
- Fitness-Coaching
- Rennstreckentrainings mit Experten
Gerade für Offroad-Fahrer ist die Kombination aus Technikverständnis, körperlicher Belastbarkeit und mentaler Stärke entscheidend. Genau hier setzt das Programm an.
Weltkader: Erfolgreiche Alumni als Vorbilder
Vier Motorsportler gehören nach ihrer Förderzeit inzwischen dem Weltkader an:
- Laurin Heinrich – Porsche-Vertragsfahrer
- Max Hesse – BMW M Werkspilot
- Norick Blödorn – international erfolgreicher Bahnsportler
- Simon Längenfelder – frisch gekürter MX2-Weltmeister
Sie zeigen: Der Weg vom Nachwuchskader bis in die Weltspitze ist realistisch – wenn Talent, Struktur und Unterstützung zusammenkommen.
Strenges Auswahlverfahren – echte Leistungsdichte
Das Auswahlverfahren gilt als anspruchsvoll. 13 Vierrad- und 14 Zweiradsportler qualifizierten sich für den Bundeskader 2026.
- 12 Athleten waren bereits im Vorjahr dabei
- 15 neue Talente wurden aufgenommen
- Zwei Sportlerinnen starten im Motorrad-Straßenrennsport
Das zeigt: Die Leistungsdichte im deutschen Nachwuchsmotorsport ist hoch – und der Konkurrenzdruck entsprechend groß.
Bedeutung für den deutschen Enduro-Sport
Mit Milan Schmüser, Leon Thoms und Fynn Hannemann im Perspektivkader ist der Endurosport stark im Bundeskader vertreten.
Für die Szene bedeutet das:
- Mehr Sichtbarkeit auf nationaler Ebene
- Professionellere Strukturen im Nachwuchsbereich
- Bessere internationale Vernetzung
- Langfristige Perspektiven Richtung EnduroGP und WM

