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WERA zieht klare Grenze: Nur sechs Läufe für die FIM Hard Enduro World Championship 2026

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Nach Monaten ohne Antworten, ohne finanzielle Zusagen und ohne echtes Entgegenkommen seitens des Promoters zieht die World Enduro Riders Association jetzt die Reißleine. Die Fahrervereinigung fordert einen realistischen, nachhaltigen Rennkalender für die FIM Hard Enduro World Championship 2026 – und begrenzt ihre Teilnahme klar auf maximal sechs WM-Läufe.

Kurz & Knapp

  • Die WERA zieht Konsequenzen nach monatelangem mangelndem Entgegenkommen des Promoters ProTouchGlobal und fordert einen realistischen Rennkalender für die FIM Hard Enduro World Championship 2026.
  • Ein überfüllter Kalender mit mehr als sechs Rennen ist für die Fahrer und Teams unter den aktuellen Bedingungen untragbar.
  • WERA kritisiert die fehlende finanzielle Unterstützung für Reisekosten und Startgelder, was die Teilnahme für Amateure gefährdet.
  • Die Fahrervereinigung boykottiert bestimmte HEWC-Rennen aufgrund hoher Kosten und logistischer Herausforderungen.
  • WERA konzentriert sich im Jahr 2026 auf maximal sechs realistische Events, um die Zukunft des Hard Enduro zu sichern.

Harte Kritik am 2026er HEWC-Kalender

Die World Enduro Riders Association (WERA) hat am 28. Januar 2026 in Andorra ein deutliches Statement veröffentlicht. Darin macht die Fahrervertretung klar:
Ein aufgeblähter Kalender mit neun oder mehr Rennen ist unter den aktuellen Bedingungen nicht tragbar – weder für Profis, noch für Teams, Hersteller oder ambitionierte Amateure.

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Der Hauptkritikpunkt richtet sich gegen den Promoter ProTouchGlobal und dessen Championship Director Ross Whitehead. Trotz zahlreicher Gespräche und klar formulierter Bedenken habe es keinerlei finanzielle Unterstützung für Reisekosten, Logistik, Startgelder oder Einschreibungen gegeben.


Gespräche gab es – Konsequenzen aber nicht

Bereits im Herbst 2025, konkret bei den Events Hixpania und GetzenRodeo, suchte WERA das persönliche Gespräch. Mit dabei: Hochkaräter wie Alfredo Gomez, Manuel Lettenbichler, Mario Roman und Billy Bolt.

Damals signalisierte der Promoter Offenheit für einen gemeinsamen, sinnvollen Kalender. WERA machte unmissverständlich klar:

  • Maximal sechs WM-Läufe sind realistisch
  • Zusätzlich müssen Top-Events wie
    • Red Bull Erzbergrodeo
    • Red Bull Romaniacs
      berücksichtigt werden
  • Ergebnis: ein „6+2-Modell“, das den realen finanziellen Möglichkeiten der Szene entspricht

Kostenexplosion und globale Logistik als Kernproblem

Was viele Fans oft unterschätzen: Hard Enduro ist logistisch extrem aufwendig. Gerade die Saison 2025 mit Rennen in Afrika und den USA hat gezeigt, wie schnell Budgets gesprengt werden – nicht nur bei Werksteams, sondern auch bei Privatfahrern.

WERA benennt die Probleme klar:

  • explodierende Transport- und Reisekosten
  • hohe Startgelder
  • zeitlich kaum machbare Abfolgen von Rennen
  • massive Belastung für Mechaniker, Teams und Material
  • sinkende Teilnahme bei Amateuren, die das Rückgrat des Sports bilden

Funkstille nach Kalender-Veröffentlichung

Besonders brisant:
Einen Tag nach der Veröffentlichung des neun Rennen umfassenden 2026er Kalenders kontaktierte WERA den Promoter erneut. Die Reaktion? Vier Wochen Funkstille. Erst Mitte Januar 2026 kam es zu einer Rückmeldung – ohne Ergebnis.

Bis heute gibt es keinerlei Zusagen zu finanzieller Entlastung. Die komplette Last bleibt bei Fahrern und Teams.


Klare Ansage von WERA-Präsident Alfredo Gomez

Mario Roman

„WERA stand immer für Zusammenarbeit und Weiterentwicklung des Hard Enduro Sports.
Wir haben unsere Bedenken mehrfach und frühzeitig geäußert. Dass sie ignoriert wurden, zwingt uns jetzt zu diesem Schritt – zum Schutz der Zukunft unseres Sports.“


Diese HEWC-Rennen werden von WERA boykottiert

Aufgrund von Logistik, Kosten und Terminüberschneidungen nehmen WERA-Fahrer nicht an folgenden Läufen teil:

  • XL Lagares (Portugal)
    Extrem abgelegen, zusätzlich ein weit entfernter Prolog – logistischer Albtraum.
  • Roof of Africa (Lesotho)
    Enorme Transportkosten, massive Kritik an der Organisation aus Fahrersicht.
  • Sea to Sky (Türkei)
    Hohe Start- und Logistikkosten, zu wenig Zeit zwischen diesem Event und Hixpania.
  • Forza Orza (Schweden)
    Überschneidung mit dem Tennessee Knock Out – WERA fordert eine Terminverschiebung.

Diese sechs HEWC-Läufe sind für WERA realistisch

Die Fahrervereinigung konzentriert sich 2026 ausschließlich auf folgende Events:

  • Alestrem
  • Silver Kings
  • Abestone
  • Wild Woods Extreme
  • Hixpania
  • Forza Orza (nur bei Terminänderung)

Ein Signal für die Zukunft des Hard Enduro

Die Entscheidung ist kein Boykott aus Trotz – sondern ein deutliches Warnsignal. WERA will sicherstellen, dass Hard Enduro langfristig überlebt, bezahlbar bleibt und nicht an unrealistischen Strukturen zerbricht.

Die Tür für Gespräche bleibt offen. Jetzt liegt der Ball bei ProTouchGlobal.


Über die World Enduro Riders Association (WERA)

Die World Enduro Riders Association ist eine von Fahrern gegründete Organisation. Ihr Ziel:
Hard Enduro Racing fairer, transparenter und nachhaltiger zu gestalten – im Dialog mit Fahrern, Veranstaltern und Industrie.

📧 E-Mail: werideenduro@gmail.com
📲 Social: @weride.enduro

Quelle: WERA

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