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SuperEnduro GP Riesa: Billy Bolt mit perfekter Nacht – Milan Schmüser gewinnt Junioren-Wertung

SuperEnduro Riesa 2026

Die WT Energiesysteme Arena in Riesa bebte – ausverkauftes Haus, Top-Stimmung und Racing auf absolutem Weltklasse-Niveau. Beim zweiten Lauf der FIM SuperEnduro World Championship 2025/2026 lieferte Billy Bolt eine Machtdemonstration ab, wie sie im Lehrbuch steht: SuperPole-Sieg plus drei Finalsiege – sauberer Sweep, maximale Punkte, klare Ansage an die Konkurrenz.

SuperEnduro Riesa 2026

Neben Bolts Gala-Abend sorgten ein emotionales Heimrennen im Junior-Feld und ein spannender Youth-Showdown für reichlich Gesprächsstoff. Hier kommt der ausführliche Rennbericht aus Riesa 👇

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ACERBIS Fastest Lap

  • Prestige: Billy Bolt – 40,777 s
  • Junior: Toby Shaw – 44,630 s
  • Youth: Connor Watson – 47,248 s

24MX Leader Plate

  • Prestige: Billy Bolt
  • Junior: Milan Schmüser
  • Youth: Wojtek Walczak

Prestige-Klasse: Billy Bolt dominiert nach Belieben

SuperPole: Bolt unter 38 Sekunden – Statement zum Start

Der Abend begann mit der SuperPole der besten sieben Fahrer. Während Dominik Olszowy (RIEJU) und Toby Martyn (Stark) solide Zeiten vorlegten, patzte Jonny Walker im Sand und fiel zurück. Dann kam Bolt – einziger Fahrer unter der 38-Sekunden-Marke, Sieg mit 0,370 Sekunden Vorsprung auf Josep Garcia. Früh war klar: Bolt ist on fire.


Prestige Final 1: Geduld zahlt sich aus

  • Holeshot: Billy Bolt
  • Führungswechsel nach Fehler von Bolt
  • Walker zunächst vorne, dann eigener Fehler

Bolt blieb cool, setzte Walker unter Druck und nutzte dessen Patzer konsequent. Sieg Nummer eins. Dahinter glänzte Eddie Karlsson (Stark) mit Rang drei.


Prestige Final 2: Angriff aus Reihe zwei

Ein starker Start von Manuel Lettenbichler brachte kurz Jubel im deutschen Publikum, doch Bolt pflügte im Sand spektakulär nach vorne und übernahm sofort die Führung.
Ergebnis:

  • 🥇 Bolt – kontrolliert, souverän, über 7 Sekunden Vorsprung
  • 🥈 Walker
  • 🥉 Karlsson nach hartem Fight gegen Brightmore & Lettenbichler

Prestige Final 3: Chaos hinter Bolt – Garcia nutzt die Chance

Bolt erneut mit dem Holeshot – und dann absolute Dominanz: 16 Sekunden Vorsprung im Ziel.
Hinter ihm ging’s richtig zur Sache:

  • Garcia setzt sich stark durch und wird Zweiter
  • Crashs von Karlsson und Walker
  • Mitch Brightmore holt sich Rang drei
  • Olszowy mit bestem Ergebnis des Abends auf Platz vier

Prestige Gesamtwertung – Riesa

  1. 🥇 Billy Bolt (Husqvarna)
  2. 🥈 Jonny Walker (Triumph)
  3. 🥉 Josep Garcia (KTM) – erstes SuperEnduro-Podium überhaupt

Deutsche Präsenz in der Prestige-Klasse

In der Top-Kategorie, der Prestige-Klasse, standen mit Manuel Lettenbichler aus Bayern und Tim Apolle aus Sachsen-Anhalt gleich zwei deutsche Fahrer am Start.

Der fünffache Hard-Enduro-Weltmeister feierte in Riesa sein viel beachtetes SuperEnduro-Comeback nach zweijähriger Pause. Mit einem starken sechsten Gesamtrang zeigte Lettenbichler, dass er Schritt für Schritt wieder zu alter Form findet. Sein Fazit fiel entsprechend positiv aus:

„Das war heute nicht so schlecht. Ich denke, ich komme langsam wieder in die Richtung, in die ich hin möchte. Die Stimmung war wieder der Wahnsinn und mega geil. Ich habe mich auch am Ende bei den Fans auf meine Weise bedankt.“

Auch Tim Apolle konnte sich im Vergleich zum vorherigen WM-Lauf deutlich steigern. Mit Platz neun im Tagesklassement zeigte er eine sehr solide Vorstellung – und vor allem Kampfgeist. Besonders der erste Heat blieb ihm in Erinnerung:

„Mein persönliches Highlight war, ein paar Runden auf Platz drei zu fahren. Die Prestige-Klasse hat in diesem Winter einen wahnsinnig hohen Level. Umso zufriedener bin ich, dass ich gut gefahren bin.“


Junior-Klasse: Heimsieg für Milan Schmüser 🇩🇪

Der deutsche Hoffnungsträger Milan Schmüser (Beta) zeigte Nervenstärke:

  • Final 1: Sieg für Toby Shaw (GasGas), Schmüser noch unter Druck
  • Final 2: Schmüser fehlerfrei, klarer Sieg
  • Final 3: Shaw am Hinterrad, massiver Druck – Schmüser hält stand

➡️ Gesamtsieg vor heimischem Publikum, Shaw Zweiter, Strauss komplettiert ein starkes deutsches Podium.

Nordlicht triumphiert in der Junior-Kategorie

Ein echtes Ausrufezeichen setzte Milan Schmüser. Der 22-Jährige aus Schleswig-Holstein stand in Riesa schon mehrfach auf dem Podest – diesmal jedoch erstmals ganz oben. Nach seinem Auftaktsieg bestätigte er seine starke Form und holte sich vor heimischem Publikum den nächsten Tagessieg.

Dabei lief nicht alles fehlerfrei:

  • Sturz in Führung liegend im ersten Heat
  • Probleme ausgerechnet in der Sand-Sektion, eigentlich sein Spezialgebiet
  • Danach jedoch souveräne Siege in Heat zwei und drei

Am Ende stand dennoch ein klarer Gesamtsieg – und die frühe Führung in der Junior-WM-Wertung. Schmüser selbst zeigte sich reflektiert und begeistert:

„Ich habe mich im ersten Heat selbst geschlagen. Insgesamt bin ich drei Mal in der Sand-Sektion gestürzt, aber am Ende hat mit dem nächsten Sieg alles gepasst. Die Fans waren wieder fantastisch.“

Zweites deutsches Podium und starke Nachwuchsarbeit

Mit Henry Strauss aus Niedersachsen auf Rang drei hinter dem Briten Toby Shaw durfte sich das deutsche Publikum sogar über zwei deutsche Fahrer auf dem Junior-Podium freuen.

Für die Wertungsläufe qualifizierten sich außerdem:

  • Fynn Hannemann (Hessen) – Platz 10
  • Maximilian Spies (Brandenburg, Ortrand) – Platz 11
  • Felix Bähker (Baden-Württemberg) – Platz 13

Youth-Klasse: Luca Kropitsch mit starkem Gesamtsieg

Auch die jüngsten SuperEnduro-Piloten wussten zu überzeugen. In der Youth-Kategorie setzte sich der Österreicher Luca Kropitsch durch, vor dem Polen Wojtek Walczak und dem Briten Connor Watson.

Mit Bastian Serlitzky aus Bayern war auch ein deutscher Fahrer am Start. Als Reserve eingesprungen, belegte er trotz der Heat-Plätze zehn und zwölf am Ende Rang 14 – punktgleich mit drei weiteren Fahrern.


FIM Europe Cup: Eric Miguel ganz oben

Spannender Zweikampf zwischen Eric Miguel (RIEJU) und Norbert Zsigovits (Husqvarna).
Je ein Laufsieg – Gesamtwertung dank Final-2-Erfolg an Miguel. Podium komplettiert Szõke Márk.

Die sächsischen Starter:
Florian Görner – Platz 7
Pascal Sadecki – Platz 10
Edward „Eddi“ Hübner – Platz 11


Stimmen zum Rennen

Billy Bolt:

„Final 2 war der Schlüssel. Mein Ziel war der Clean Sweep – und es hat geklappt. Perfekter Start ins Jahr!“

Jonny Walker:

„Durchwachsener Abend, aber Platz zwei nach dem Sturz nehme ich gern mit.“

Josep Garcia:

„Wie ein Traum. Damit habe ich nicht gerechnet – danke an alle!“


Veranstalter ziehen rundum positives Fazit

Nach einem weiteren Motorsport-Fest zeigten sich die Veranstalter Daniel und Tobias Auerswald von der Eventmanufaktur Auerswald hochzufrieden. Besonders die Stimmung in der Halle und das positive Feedback aus dem Fahrerlager hoben sie hervor.

Daniel Auerswald betonte den enormen Einsatz aller Beteiligten, während Tobias bereits den Blick nach vorn richtete:

  • SuperEnduro Riesa 2027 am 9. Januar 2027
  • Neuer Termin: zweiter Samstag im Januar
  • Kartenvorverkauf ab 1. Oktober

Ergebnisse

Alle Ergebnisse gibt es auf der offiziellen Webseite (LINK).


Ausblick: Nächster Stopp Bilbao 🇪🇸

Weiter geht’s am 17. Januar mit Lauf drei in Bilbao (Spanien). Alle Rennen live & on demand auf fim-moto.tv.

Quellen: Thorsten Horn, Sport UP Agency

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