Das zweite Rennwochenende der Deutschen Cross Country Meisterschaft (GCC) in Triptis hatte alles – nur keine einfachen Bedingungen. Was zunächst nach einem normalen Renntag aussah, entwickelte sich schnell zu einer echten Material- und Nervenprobe. Regen, Schlamm und völlig zerstörte Streckenabschnitte machten aus dem Event eine der härtesten Herausforderungen der bisherigen Saison.
Wetterkapriolen bringen Strecke an ihre Grenzen

Schon früh war klar: Dieses Wochenende wird kein Selbstläufer. Anfangs noch halbwegs fahrbare Passagen verwandelten sich mit jeder Stunde in tiefe Rillen, rutschige Kurven und schlammige Wasserlöcher.
- Dauerregen setzte dem Boden massiv zu
- Spurrillen wurden immer tiefer und unkontrollierbarer
- Wasser sammelte sich in Senken und machte Linien unberechenbar
- Selbst erfahrene Fahrer kämpften mit der Traktion
Das Resultat: Extrem anspruchsvolle Bedingungen, bei denen nicht nur Geschwindigkeit, sondern vor allem Kontrolle und Erfahrung entscheidend waren.
MSC Triptis kämpft gegen die Bedingungen
Der veranstaltende MSC Triptis zeigte vollen Einsatz. Mit schwerem Gerät, Streckenposten und permanentem Einsatz versuchte das Team, die Strecke fahrbar und sicher zu halten.
Doch irgendwann war klar: Gegen diese Wetterlage kommt auch das beste Organisationsteam nicht an.
- Permanente Streckenpflege während der Rennen
- Anpassungen an besonders kritischen Streckenabschnitten
- Sicherheitsbewertung nach jeder Rennphase
Trotz aller Bemühungen verschlechterten sich die Bedingungen zunehmend – bis zur finalen Entscheidung.
Rennabbruch: Sicherheit geht vor
Das große Finale mit den Klassen XC Pro, XC Expert und XC Sport wurde letztendlich abgesagt. Eine nachvollziehbare, aber dennoch bittere Entscheidung.
Warum der Abbruch unvermeidlich war:
- Extreme Schlammverhältnisse machten kontrolliertes Fahren unmöglich
- Unfallrisiko stieg deutlich an
- Bergung und Streckensicherung kaum noch gewährleistet
Damit blieb der Meisterschaftsstand in der XC Pro Klasse unverändert.
XC Woman: Steffi Laier dominiert im Schlamm
Trotz Chaos auf der Strecke wurde in den bereits absolvierten Rennen echter Spitzensport geboten. Besonders in der XC Woman Klasse zeigte Steffi Laier einmal mehr ihre Klasse.
Top 5 Ergebnisse XC Woman:
- Steffi Laier – 16 Runden
- Carmen Allinger – 14 Runden
- Magdalena Höfer – 14 Runden
- Kerstin Schmidt – 14 Runden
- Mia Abelein – 13 Runden
Laier überzeugte mit Konstanz, Erfahrung und perfektem Umgang mit den schwierigen Bedingungen. Damit baut sie ihre Führung in der Meisterschaft weiter aus.
Meisterschaftsstand XC Woman:
- Steffi Laier – 60 Punkte
- Carmen Allinger – 50 Punkte
- Magdalena Höfer – 44 Punkte
- Kerstin Schmidt – 40 Punkte
- Mia Abelein – 38 Punkte
XC Quad Pro: Ole Klotz setzt klares Zeichen

Auch bei den Quads ging es ordentlich zur Sache. Trotz identischer Rundenzahl der Top 4 zeigte Ole Klotz eine starke Performance und sicherte sich den Sieg.
Top 5 Ergebnisse XC Quad Pro:
- Ole Klotz – 17 Runden
- Kevin Müller – 17 Runden
- Lennard Scheibner – 17 Runden
- Richard Scheibner – 17 Runden
- Marius Kernchen – 13 Runden
Meisterschaftsstand XC Quad Pro:
- Ole Klotz – 60 Punkte
- Kevin Müller – 44 Punkte
- Marius Kernchen – 44 Punkte
- Lennard Scheibner – 42 Punkte
- Jan Vehar – 22 Punkte
Klotz baut damit seine Führung weiter aus und unterstreicht seine Titelambitionen.
XC Pro: Meisterschaft bleibt unverändert
Durch den Rennabbruch bleibt die Spannung in der Königsklasse bestehen.
Meisterschaftsstand XC Pro:
- Chris Gundermann – 30 Punkte
- Yanik Spachmüller – 25 Punkte
- Leonard Koch – 22 Punkte
- Mike Stender – 20 Punkte
- Lukas Riedißer – 19 Punkte
Fazit: Extrembedingungen zeigen den wahren Charakter des Sports
Auch wenn das Finale abgesagt werden musste – Triptis hat einmal mehr gezeigt, was Cross Country Racing ausmacht:
- Härte
- Leidenschaft
- Teamgeist
- Improvisation unter extremen Bedingungen
Ein Wochenende, das Fahrer, Teams und Fans garantiert nicht so schnell vergessen werden.
Weitere Ergebnisse findet ihr unter: www.xcc-racing.com
Quelle: GCC, Fotos von OCR Bilder


