Großer Schritt für Triumph Factory Racing und ein echtes Ausrufezeichen für den deutschen Enduro-Sport: Das Triumph Factory Racing Enduro Team verpflichtet den aufstrebenden deutschen Topfahrer Jeremy Sydow für die Saison 2026. Der 25-Jährige wird in der hart umkämpften Enduro1-Klasse der FIM EnduroGP World Championship an den Start gehen – und das auf der brandneuen Triumph TF 250-E. Parallel dazu vertritt Sydow die britische Traditionsmarke auch in der Deutschen Enduromeisterschaft.
Damit geht Triumph mit einem deutlich verstärkten Werksteam in sein zweites volles EnduroGP-Jahr und setzt klar auf internationale Schlagkraft.

Starke Besetzung: Sydow ergänzt Persson im Werksteam
Im Triumph-Werksteam trifft Jeremy Sydow auf keinen Geringeren als Mikael Persson. Gemeinsam bilden sie ein schlagkräftiges Duo in der Enduro1-Klasse – jung, schnell und mit enormem Entwicklungspotenzial.
Triumph verfolgt damit konsequent den eingeschlagenen Weg:
- Langfristiger Teamaufbau im EnduroGP
- Fokus auf junge, entwicklungsfähige Fahrer
- Konsequente Weiterentwicklung der TF 250-E unter Rennbedingungen
Gerade für den deutschen Markt ist Sydows Verpflichtung ein echtes Signal – selten war ein deutscher Fahrer so nah an einem großen Werkseinsatz auf WM-Niveau.
Vom Motocross zum EnduroGP-Topfahrer
Jeremy Sydows Karriere ist ein Paradebeispiel für einen gelungenen Disziplinwechsel. Erst Ende 2022 wechselte er vom Motocross in den Endurosport – und sorgte seitdem für ordentlich Aufsehen:
- 2023: Vize-Meister Junior1
- 2024: Top-5 Gesamtwertung Enduro1
- 2025: Erneut Top-5 in Enduro1
Diese Konstanz auf höchstem Niveau hat die Verantwortlichen bei Triumph überzeugt. Sydow gilt als technisch extrem sauberer Fahrer, mental stark und sehr analytisch – Eigenschaften, die gerade im EnduroGP entscheidend sind.
Premiere auf der Triumph TF 250-E
Besonders spannend: Für Jeremy Sydow ist 2026 die erste komplette Enduro-Saison auf einem Viertakt-Motorrad. Sein erstes Kennenlernen mit der TF 250-E verlief vielversprechend.
Sydow nach dem ersten Shakedown-Test:
„Vom ersten Moment an habe ich mich auf dem Bike unglaublich wohlgefühlt. Das passiert nicht oft – und es hat mir sofort Vertrauen gegeben.“
Die Kombination aus:
- gut kontrollierbarer Leistungsentfaltung
- hoher Traktion
- stabiler Fahrwerksbasis
scheint perfekt zu seinem Fahrstil zu passen. Genau hier will Triumph ansetzen und gemeinsam den nächsten Schritt Richtung Podium machen.
Intensive Vorbereitung: Trainingslager in Portugal
Bevor es im April ernst wird, steht ein umfangreiches Vorbereitungsprogramm an. Unter der Leitung von Teammanager Paul Edmondson geht es für Sydow zunächst ins Winter- und Frühjahrs-Testing, inklusive eines Trainingscamps in Portugal.
Der Fokus liegt dabei auf:
- Feinabstimmung von Motor und Mapping
- Fahrwerks-Setup für unterschiedliche Böden
- Rennsimulationen unter EnduroGP-Bedingungen
- Eingewöhnung an Teamstrukturen und Abläufe
Der Saisonauftakt der EnduroGP-WM steigt vom 10. bis 12. April 2026 in Italien – und Triumph will dort bereits voll konkurrenzfähig sein.
Klare Ziele für 2026
Jeremy Sydow formuliert seine Ziele offen – und selbstbewusst:
- Regelmäßige Podestplätze in Enduro1
- Kampf um das Overall-Podium, wenn möglich
- Top-5 Gesamtwertung in der EnduroGP
- Titelgewinn in der Deutschen Enduromeisterschaft
Ambitioniert? Ja. Unrealistisch? Ganz sicher nicht – vor allem mit einem starken Werksteam im Rücken.
Triumph blickt optimistisch nach vorn
Auch aus dem Management kommt viel Rückenwind. Ian Kimber, Head of Global Racing Programmes bei Triumph, betont die positive Entwicklung des gesamten Programms. Besonders bemerkenswert: In der ersten EnduroGP-Saison erreichten alle Triumph-Maschinen zuverlässig das Ziel – ein starkes Zeichen für die Basis der TF 250-E.
Mit einem hungrigen Fahrer wie Sydow soll genau darauf aufgebaut werden.
Fazit: Ein starkes Signal für Triumph und den deutschen Enduro-Sport
Die Verpflichtung von Jeremy Sydow ist mehr als nur ein Fahrerwechsel – sie ist ein klares Statement. Triumph meint es ernst im EnduroGP, investiert gezielt in Talent und Entwicklung und bringt mit Sydow einen deutschen Hoffnungsträger auf die ganz große Bühne.
Quelle: Triumph
