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Vorschau Wintercup Treuenbrietzen: Entscheidung am Krähenberg

Enduro Wintercup Treuenbrietzen

Am kommenden Samstag steigt das große Finale im ROCK Oil Enduro Wintercup 2026 – und das mit einer echten Premiere. In Treuenbrietzen fällt die Entscheidung um die Meistertitel. Mit dem dritten und letzten Lauf der Serie wartet nicht nur das Saisonhighlight, sondern auch ein komplett neues Terrain auf die Fahrer: Der Krähenberg feiert seine Enduro-Premiere.

Bislang war das Gelände ausschließlich für Motocross-Veranstaltungen bekannt. Ein klassischer Endurolauf? Fehlanzeige. Genau das macht die Sache jetzt so spannend. Neue Strecke, neue Bedingungen, neue Herausforderungen – besser kann ein Saisonabschluss kaum inszeniert sein.

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Enduro-Debüt am Krähenberg: Neue Strecke, neuer Charakter

Am Treuenbrietzener Krähenberg wurde in den vergangenen Jahren vor allem Motocross gefahren. Für den Wintercup wurde das Areal nun umfassend angepasst und erweitert. Neben bekannten MX-Passagen führt der Kurs erstmals auch durch ein angrenzendes Waldstück, das speziell freigeschnitten und endurotauglich gemacht wurde.

Die Teilnehmer erwartet eine abwechslungsreiche Mischung aus:

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  • Schnellen MX-Sektionen, die saubere Linienwahl und Mut am Gasgriff verlangen
  • Technischen Passagen, in denen Bike-Beherrschung und saubere Fahrtechnik gefragt sind
  • Natürlichem Waldboden, der je nach Feuchtigkeit rutschig oder griffig sein kann
  • Wechselnden Bodenverhältnissen, die Setup und Reifenwahl entscheidend beeinflussen

Das Layout verspricht einen echten Hybrid-Charakter: Motocross-Speed trifft auf klassische Enduro-Technik. Wer hier vorne mitfahren will, braucht das Komplettpaket aus Tempo, Präzision und Renntaktik.

Einen ersten Eindruck liefert das offizielle Track-Preview-Video:


Von Schnee und Schlamm zu Frühlingsbedingungen

Die ersten beiden Läufe in Jüterbog und Reetz hatten es in sich. Frostige Temperaturen, Schnee, aufgeweichte Böden und tiefe Spurrillen verlangten den Fahrern alles ab. Hier waren vor allem Kondition, saubere Technik im schweren Geläuf und Durchhaltevermögen gefragt.

Nun scheint sich das Blatt zu wenden.

Für das Finale werden Temperaturen von über zehn Grad prognostiziert – Schnee ist kein Thema mehr. Damit verändern sich auch die Anforderungen deutlich:

  • Weniger Kraftkampf im tiefen Schlamm
  • Mehr Fokus auf Geschwindigkeit und Rhythmus
  • Entscheidende Bedeutung von Linienwahl und Bremspunkten
  • Taktisches Fahren statt reiner Materialschlacht

Die große Frage lautet: Wer kann sich am schnellsten auf die neuen Bedingungen einstellen? Genau hier könnten sich die Titelentscheidungen zuspitzen.


Spannung pur in allen Klassen

Gefahren wird wie gewohnt nach dem etablierten Zeitplan. Am Ende des Tages steht dann die Meisterehrung der besten Fahrer aller Klassen an – und selten war die Ausgangslage so eng.

Die wechselhaften Winterbedingungen haben die Tabellen ordentlich durcheinandergewirbelt. In nahezu allen Wertungen liegen die Top-Piloten nur wenige Punkte auseinander. Ein kleiner Fehler, ein Sturz oder eine verpatzte Sonderprüfung können im Finale den Unterschied zwischen Titel und Platz zwei ausmachen.

Das verspricht Hochspannung bis zur letzten Zeitnahme.


Championat: Huster gegen Bopp – und Melnikoff als Joker

Im Championat gilt Paul-Erik Huster als Favorit auf den Gesamtsieg. Mit seinem Sieg in Jüterbog und Platz zwei in Reetz hat er sich die beste Ausgangsposition erarbeitet. Konstanz, Speed und Übersicht sprechen aktuell für ihn.

Doch entschieden ist noch nichts.

Felix Bopp sitzt ihm dicht im Nacken. In beiden bisherigen Läufen kam er jeweils direkt hinter Huster ins Ziel. Der Abstand ist minimal – ein einziger Ausrutscher könnte das Klassement komplett drehen.

Zusätzliche Würze bringt ein starker Gaststarter ins Feld: Felix Melnikoff wird in Treuenbrietzen ebenfalls am Start stehen. Auch wenn er nicht in die Gesamtwertung eingreift, kann er mit schnellen Zeiten die Dynamik im Feld massiv beeinflussen und wertvolle Punkteverteilungen durcheinanderbringen.


Würdiges Saisonfinale mit Premiere-Charakter

Neue Strecke, frühlingshafte Bedingungen und minimale Punktabstände – das Finale am Krähenberg bringt alles mit, was ein echtes Enduro-Highlight braucht.

Die Premiere in Treuenbrietzen könnte sich als fester Bestandteil im Rennkalender etablieren. Klar ist: Am Ende dieses Wochenendes stehen die Wintercup-Meister 2026 fest – und der Weg dorthin dürfte alles andere als langweilig werden.

Alle Informationen zur Serie gibt es unter:
www.enduro-wintercup.de

Quelle: Denis Günther, Fotos von Michel238pic/Michel Kuchel

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