Das MXoN Team Germany hat das 79. Monster Energy FIM Motocross of Nations 2026 im französischen Ernée auf dem 16. Platz der Nationenwertung beendet. Dabei musste die deutsche Mannschaft am Rennsonntag einen herben Rückschlag verkraften: Noah Ludwig verletzte sich bereits im zweiten Lauf nach einem starken Start am Daumen und konnte anschließend nicht mehr antreten.
Damit lag die Verantwortung für das deutsche Ergebnis vor allem bei Tom Koch und MXoN-Rookie Valentin Kees. Koch sorgte mit Platz 14 im abschließenden Rennen für das beste deutsche Laufergebnis des Sonntags, während Kees bei seinem ersten Motocross of Nations wertvolle internationale Erfahrung sammelte.

Den Gesamtsieg beim prestigeträchtigen Nationenklassiker holte sich Belgien vor Spanien und den Niederlanden.
MXoN Team Germany 2026: Die wichtigsten Fakten
- Deutschland beendet das Motocross of Nations auf Rang 16
- Tom Koch erzielt mit Platz 14 das beste deutsche Laufergebnis
- Valentin Kees absolviert ein solides MXoN-Debüt
- Noah Ludwig fällt nach einem Sturz mit Daumenverletzung aus
- Belgien gewinnt die Nationenwertung vor Spanien und den Niederlanden
Rennen 1 – MXGP + MX2: Schwieriger Auftakt für Deutschland
Im ersten Lauf des Tages standen die Piloten der MXGP- und MX2-Klasse gemeinsam am Startgatter. Für Team Germany gingen Tom Koch und Valentin Kees ins Rennen.
Koch entschied sich am Startgatter für eine Position ganz außen. Dort erwischte er zunächst einen guten Absprung, wurde allerdings bereits in der ersten Kurve weit nach außen gedrängt.
Anschließend musste sich der deutsche MXGP-Pilot durch das Feld arbeiten.
Im weiteren Rennverlauf fand Koch zunehmend seinen Rhythmus und konnte wieder Boden gutmachen. Am Ende überquerte er die Ziellinie auf Position 19.
Für Valentin Kees begann gleichzeitig sein erstes Rennen bei einem Motocross of Nations. Nach der ersten Runde wurde der MX2-Pilot auf Rang 24 geführt. Im weiteren Verlauf musste er einige Positionen abgeben und beendete seinen ersten MXoN-Lauf schließlich auf Platz 28.

Angesichts der besonderen Atmosphäre, des enormen Medieninteresses und des hohen Drucks beim Motocross of Nations war es für den Rookie dennoch ein solider Einstieg in das wichtigste Nationenrennen der Motocross-Saison.
Den Laufsieg sicherte sich Romain Febvre aus Frankreich vor Jorge Prado aus Spanien und Lucas Coenen aus Belgien.
Tom Koch zeigte sich mit seinem eigenen Resultat allerdings nicht zufrieden:
„Ich hatte einen guten Start, da außen der Boden etwas fester war. In der ersten Runde habe ich versucht, mich aus dem Chaos rauszuhalten und verschiedene Linien zu probieren, um wieder Plätze gutzumachen. Das hat auch halbwegs funktioniert, aber ich bin leider wieder etwas verkrampft gefahren. Platz 19 ist natürlich nicht zufriedenstellend für mich.“
Rennen 2 – MX2 + Open: Noah Ludwig nach Traumstart früh ausgeschieden
Der zweite Lauf sollte für das MXoN Team Germany zum bittersten Moment des gesamten Wochenendes werden.
Gemeinsam gingen die Fahrer aus der MX2- und Open-Klasse auf die Strecke.
Besonders große Hoffnungen ruhten auf Noah Ludwig. Bereits am Samstag hatte Ludwig gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Mit Platz acht in der Qualifikation erzielte er das beste deutsche Ergebnis des Qualifikationstages.

Auch am Sonntag erwischte Ludwig einen hervorragenden Start.
Nach der ersten Kurve lag der deutsche Open-Pilot sensationell auf Position vier und damit mitten in der internationalen Spitzengruppe.
Doch die Freude hielt nur kurz.
Wenig später kam Ludwig zu Sturz und verletzte sich dabei am Daumen. Eine Fortsetzung des Rennens war nicht möglich. Gleichzeitig stand schnell fest, dass Ludwig aufgrund der Verletzung auch im dritten und letzten Lauf des Tages nicht mehr antreten konnte.
Für die deutsche Mannschaft war das besonders bitter.
Beim Motocross of Nations bestreitet jeder Fahrer zwei Rennen. Für die Nationenwertung werden anschließend die fünf besten Ergebnisse der insgesamt sechs möglichen Laufergebnisse addiert.
Durch Ludwigs verletzungsbedingten Ausfall konnte Deutschland kein weiteres Resultat des Open-Piloten mehr einbringen. Somit musste der Ausfall zwangsläufig in die Mannschaftswertung eingehen.
Valentin Kees arbeitet sich nach vorne
Für Valentin Kees begann der zweite Lauf dagegen am hinteren Ende des Feldes.
Der junge MX2-Pilot ließ sich davon nicht entmutigen und kämpfte sich im Verlauf des Rennens kontinuierlich nach vorne.
Am Ende erreichte Kees Platz 27 und sammelte damit weitere wichtige Erfahrungen bei seinem ersten MXoN-Einsatz.
Den zweiten Lauf gewann Jeffrey Herlings aus den Niederlanden vor dem Italiener Andrea Adamo und Pauls Jonass aus Lettland.
Rennen 3 – MXGP + Open: Tom Koch holt bestes deutsches Ergebnis
Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Noah Ludwig war Tom Koch im dritten Rennen der einzige deutsche Fahrer am Start.
Koch begann den abschließenden Lauf auf Position 17.
Anders als im ersten Rennen fand der deutsche MXGP-Pilot diesmal besser in seinen Rhythmus und arbeitete sich Stück für Stück nach vorne.
Bis zur Rennmitte konnte Koch drei Positionen gewinnen und lag auf Platz 14.
Diese Position verteidigte er bis ins Ziel.
Damit erzielte Tom Koch im letzten Rennen des Wochenendes gleichzeitig das beste deutsche Einzelresultat des gesamten Rennsonntags.
Der Laufsieg ging erneut an Jeffrey Herlings, der damit beide Rennen seiner Klasse gewinnen konnte. Dahinter folgten Jorge Prado und Romain Febvre.
Koch zog anschließend ein gemischtes, aber dennoch versöhnliches Fazit:
„Wir waren ein bisschen vom Pech verfolgt. Schade, denn Noah ist am Samstag ein starkes Rennen gefahren und hat sich heute leider in seinem ersten Lauf wehgetan. Das ist immer so eine Sache beim Nations. Ich habe in meinem zweiten Lauf noch einmal alles gegeben und es mit Platz 14 solide beendet. Das war auch für mich ein guter Abschluss.“
Belgien gewinnt das MXoN 2026 – Deutschland auf Rang 16
In der Nationenwertung werden beim Motocross of Nations die fünf besten Laufergebnisse einer Mannschaft zusammengerechnet.
Am Ende setzte sich Belgien mit 23 Punkten durch.
Extrem knapp dahinter landete Spanien mit 26 Punkten auf dem zweiten Platz. Die Niederlande komplettierten mit 34 Punkten das Podium.
Auch Gastgeber Frankreich blieb vom Pech nicht verschont. Die Franzosen hatten am Samstag noch die Qualifikation gewonnen, mussten am Rennsonntag jedoch ebenfalls zwei Ausfälle verkraften.
Am Ende reichte es für Frankreich lediglich zu Rang zehn.
Das MXoN Team Germany belegte trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Noah Ludwig Rang 16 im A-Finale der besten 20 Nationen.
Angesichts der schwierigen Ausgangslage und des fehlenden zweiten Resultats von Ludwig war es für die deutsche Mannschaft zumindest noch ein versöhnlicher Abschluss.
Starker Teamgeist im deutschen Fahrerlager

Während es sportlich nicht ganz nach Wunsch lief, zeigte sich das deutsche Team abseits der Strecke als geschlossene Einheit.
Im Fahrerlager hatte die Mannschaft einen eigenen Truck aufgebaut, der während des gesamten Wochenendes als zentrale Anlaufstelle für Fahrer, Betreuer und Fans diente.
Das Konzept kam bei den Beteiligten gut an und sorgte gleichzeitig dafür, dass sich die Piloten bestmöglich auf ihre Einsätze konzentrieren konnten.
Tom Koch lobte insbesondere die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft:
„Die Stimmung im Team war das ganze Event über sehr gut. Die Organisation rund um Marcel hat sich gut um uns gekümmert und uns Fahrern eine gute Basis geboten. Das sorgt für extra Motivation. Jeder hat alles gegeben, und auch wenn es von den Resultaten nicht optimal gelaufen ist, war es rundum ein geiles Wochenende.“
Valentin Kees begeistert von seinem ersten Motocross of Nations
Für Valentin Kees war das Wochenende in Ernée ein ganz besonderes Erlebnis.
Der deutsche Nachwuchspilot stand erstmals beim Motocross of Nations im Aufgebot des deutschen Teams und musste sich dabei nicht nur mit einem hochkarätigen internationalen Fahrerfeld auseinandersetzen.
Auch die Atmosphäre rund um das Rennen unterscheidet sich deutlich von einem normalen Rennwochenende.
Zehntausende Fans, Nationalteams aus aller Welt, Medienrummel und die besondere Bedeutung des Nationenrennens sorgen dafür, dass das MXoN für viele Fahrer zu den emotionalsten Rennen ihrer Karriere gehört.
Bei Kees überwogen deshalb nach dem Rennen trotz der anstrengenden Tage klar die positiven Eindrücke:
„Es war auf jeden Fall ein Hammer-Gefühl, vor so einer Kulisse für sein eigenes Land zu fahren. Ich würde es sofort wieder machen. Ich bin jetzt erst einmal müde, aber es war ein sehr geiles Erlebnis.“
Teammanager Marcel Dornhöfer: „Das Nations hat seine eigenen Gesetze“
Auch Teammanager Marcel Dornhöfer blickte nach dem Rennsonntag auf ein ereignisreiches Wochenende zurück.
Besonders der Ausfall von Noah Ludwig schmerzte, schließlich hatte der Open-Pilot mit seinem starken achten Platz in der Qualifikation am Samstag bereits gezeigt, welches Potenzial vorhanden war.
Dornhöfer:
„Man hat wieder einmal gemerkt, dass das Nations seine eigenen Gesetze hat. Uns verfolgt anscheinend ein bisschen das Verletzungspech. Es ist natürlich mega schade, dass Noah sich nach seinem super Qualirennen heute an der Hand verletzt hat und keinen Lauf fahren konnte. Total verrückt, dass wir mit solchen Ergebnissen trotzdem noch auf Platz 16 landen. Ich würde mir für das kommende MXoN in Assen eine Veranstaltung ohne Pech wünschen.“
Wichtige Erfahrungen für Noah Ludwig und Valentin Kees
Trotz des schwierigen Rennausgangs sieht die Teamleitung insbesondere die Entwicklung der beiden MXoN-Neulinge positiv.
Noah Ludwig hatte bereits am Qualifikationstag gezeigt, dass ihn die besondere Atmosphäre des Nationenrennens zusätzlich motivieren kann.
Mit Platz acht gelang ihm eines der stärksten deutschen Einzelresultate des Wochenendes.
Auch für Valentin Kees war die Teilnahme ein wichtiger Schritt in seiner Entwicklung.
Teammanager Dornhöfer erklärte:
„Man hat gestern bei Noah mit seinem achten Platz gesehen, wie sehr ihn das ganze Event motiviert hat. Valentin war zwar etwas aufgeregt, was aber bei den besonderen Anforderungen des MXoN mit einem großen Medienrummel, nur wenig Erholung zwischen den Läufen und so weiter nachvollziehbar ist. Aber solche Erfahrungen brauchen die Jungs, um sich weiterzuentwickeln. Ich denke, sie haben wieder einen Schritt gemacht, um in Zukunft noch bessere Ergebnisse abliefern zu können.“
Fazit: Rang 16 nach einem Wochenende mit Höhen und Tiefen
Das Motocross of Nations 2026 in Ernée wird für das MXoN Team Germany vor allem als Wochenende mit gemischten Gefühlen in Erinnerung bleiben.
Am Samstag machte insbesondere Noah Ludwig mit seinem starken achten Platz in der Qualifikation Hoffnung auf ein gutes Mannschaftsergebnis.
Am Rennsonntag änderte sich die Situation durch seine Daumenverletzung jedoch schlagartig.
Tom Koch übernahm anschließend die Rolle des konstantesten deutschen Fahrers und sorgte mit Rang 14 im letzten Lauf zumindest für einen versöhnlichen Abschluss.
Valentin Kees sammelte bei seinem MXoN-Debüt wiederum wichtige Erfahrungen auf höchstem internationalem Niveau.
Unter dem Strich steht Platz 16 für Deutschland – ein Ergebnis, das angesichts des großen Verletzungspechs zeigt, wie viel Kampfgeist die deutsche Mannschaft in Ernée bewiesen hat.
Der Blick richtet sich nun bereits auf das nächste Motocross of Nations. Dort hofft das Team vor allem auf eines: ein Wochenende ohne Verletzungspech.
Fan-Support und MXoN-Team-Germany-Updates
Weitere Einblicke und aktuelle Meldungen rund um das deutsche MXoN-Team gibt es auf Instagram und Facebook unter @mxonteamgermany2026 sowie unter dem Hashtag #mxonteamgermany.
Quelle: Busty Wolter/Atze Entertainment GmbH





