Nur zwei Wochen nach dem MelzExdraehm in Meltewitz steht für die AUNER HardEnduroSeries Germany 2026 bereits das große Saisonfinale auf dem Programm. Am Samstag, 26. September 2026, fällt beim traditionsreichen Isegrim Enduro in Schwepnitz die letzte Startflagge des Jahres.
Auch wenn der Champion im Gesamtklassement bereits feststeht, ist die Saison längst noch nicht komplett entschieden. In mehreren Wertungsklassen geht es im Alten Tanklager noch um Meistertitel und wichtige Platzierungen. Dazu bekommt das Finale in diesem Jahr eine zusätzliche internationale Bedeutung: Erstmals ist das Isegrim Enduro als Challenger Event für das Hard Enduro World Ranking ausgeschrieben.

Für die Fahrer geht es damit in Schwepnitz nicht nur um die letzten Punkte der AUNER HardEnduroSeries Germany, sondern gleichzeitig um Zähler für das internationale Hard-Enduro-Ranking.
Henry Strauss reist bereits als HESG-Champion nach Schwepnitz
Eine der wichtigsten Entscheidungen der Saison ist bereits gefallen. Henry Strauss konnte den Championatstitel schon beim vorletzten Saisonlauf in Meltewitz vorzeitig perfekt machen.
Beim MelzExdraehm reichte dem erst 17-Jährigen der zweite Platz hinter Leon Hentschel, um den Gesamtsieg in der Meisterschaft endgültig abzusichern. Nach seinem ersten Titelgewinn 2024 ist Strauss damit zum zweiten Mal Champion der AUNER HardEnduroSeries Germany.
Ganz entspannt dürfte das Finale für ihn trotzdem nicht werden. Schließlich wartet in Schwepnitz noch einmal das direkte Duell mit Leon Hentschel.
Hentschel reist nach seinem starken Auftritt in Meltewitz mit ordentlich Rückenwind an. Dort setzte er sich in einem spannenden Dreikampf gegen Strauss und den zurückgekehrten Milan Schmüser durch. Erst in der letzten Runde gelang Hentschel der entscheidende Angriff, mit dem er seinen zweiten Saisonsieg einfahren konnte.
Damit treffen beim Saisonfinale noch einmal zwei der erfolgreichsten Fahrer des Jahres direkt aufeinander. Für Strauss geht es zwar nicht mehr um den Meistertitel, ein Sieg zum Saisonabschluss wäre aber natürlich trotzdem ein starkes Statement.
Isegrim Enduro Schwepnitz: Der Klassiker im Alten Tanklager
Das Gelände des Alten Tanklagers in Schwepnitz gehört seit Jahren zu den festen Größen im Kalender der HardEnduroSeries Germany.
Kaum eine andere Strecke verbindet technische Passagen, künstliche Hindernisse und natürliche Hard-Enduro-Elemente so charakteristisch wie Schwepnitz. Besonders bekannt ist der lange Steingarten im Zuschauerbereich.
Hier entscheidet sich regelmäßig, wer einen sauberen Rhythmus findet und wer wertvolle Sekunden verliert. Gleichzeitig ist dieser Abschnitt für die Zuschauer einer der spannendsten Punkte der kompletten Runde, weil die Fahrer direkt vor den Fans mit großen Steinen, wechselnden Linien und wenig Platz kämpfen müssen.
Doch 2026 bekommt die Strecke noch einen weiteren interessanten Charakterzug zurück.
Erstmals seit 2019 wieder ein größerer Waldabschnitt
Zum ersten Mal seit 2019 wird beim Isegrim Enduro wieder ein größerer Waldabschnitt in den Streckenverlauf integriert.
Damit kehrt ein Streckenelement zurück, das viele Fahrer noch aus früheren Ausgaben des Rennens kennen. Bei der Planung wurde allerdings bewusst darauf geachtet, dass der Abschnitt nicht ausschließlich für die absoluten Topfahrer machbar ist.
Auch Hobbyfahrer sollen eine realistische Chance haben, die Passagen zu bewältigen. Trotzdem soll der typische Hardenduro-Charakter natürlich erhalten bleiben.
Genau diese Mischung macht Schwepnitz traditionell interessant: Die Strecke fordert Fahrtechnik, Linienwahl, Kondition und Konzentration, ohne sich ausschließlich an Profi-Hardenduristen zu richten.
Nach dem speziellen Langstreckenformat beim MelzExdraehm geht es beim Saisonfinale außerdem wieder zurück zum klassischen Rennablauf der HESG.
Zeitplan beim Isegrim Enduro 2026
Der Renntag beginnt bereits früh am Morgen mit der Papier- und Technischen Abnahme. Ab 08:45 Uhr wird es erstmals sportlich ernst.
Dann startet der ACE Bikes Prolog Award. Im Prolog kämpfen die Teilnehmer um möglichst gute Ausgangspositionen für die anschließenden Rennen.
Danach folgen die beiden Gruppenrennen:
- 08:45 Uhr: ACE Bikes Prolog Award
- 10:45 Uhr: Start Gruppenrennen 1
- 12:45 Uhr: Start Gruppenrennen 2
- 15:10 Uhr: Stark Reverse Challenge
- 15:30 Uhr: Autogrammstunde
- 16:15 Uhr: großes Finale über 55 Minuten plus eine Runde
- 17:30 Uhr: Siegerehrung des Rennens
- 20:15 Uhr: Meisterehrung der AUNER HardEnduroSeries Germany
- anschließend: Championship Party
In den beiden Gruppenrennen entscheidet sich, welche Fahrer den Sprung in das große Finale schaffen.
Gerade in Schwepnitz kann bereits dieser Teil des Renntages entscheidend werden. Fehler oder Zeitverluste in technischen Passagen können schnell darüber bestimmen, ob ein Fahrer am Nachmittag überhaupt noch um den Gesamtsieg kämpfen darf.
Finale über 55 Minuten plus eine Runde

Der sportliche Höhepunkt beginnt gegen 16:15 Uhr.
Im Finale geht es über 55 Minuten plus eine Runde noch einmal um alles. Für die Fahrer bedeutet das maximale Konzentration bis zum Schluss.
Gerade auf einer technisch geprägten Strecke wie Schwepnitz kann sich das Kräfteverhältnis während des Rennens mehrfach verschieben. Wer zu Beginn zu viel Kraft investiert, kann in den letzten Runden Probleme bekommen. Gleichzeitig darf man sich auf den schwierigen Passagen keine großen Fehler leisten.
Beim letzten Rennen des Jahres geht es außerdem nicht nur um Prestige. Für mehrere Fahrer stehen noch wichtige Meisterschaftspunkte und Klassentitel auf dem Spiel.
X-GRIP Junioren: Luca Kropitsch unter Druck
Besonders interessant wird die Entscheidung bei den X-GRIP Junioren.
Luca Kropitsch reist als Tabellenführer zum Saisonfinale. In Meltewitz musste er sich allerdings dem zurückgekehrten Emil Kessler und Max Eppelmann geschlagen geben.
Vor allem der Auftritt von Kessler sorgte dabei für Aufmerksamkeit.
Nach rund drei Monaten Verletzungspause meldete er sich mit einem Klassensieg direkt eindrucksvoll zurück. Damit hat Kessler gezeigt, dass auch beim Finale in Schwepnitz wieder mit ihm gerechnet werden muss.
Für Kropitsch bedeutet das: Obwohl er als Meisterschaftsführender anreist, dürfte der Titelkampf alles andere als ein Selbstläufer werden.
Senioren: Verletzung von Kai Uebe könnte Titelkampf verändern
Auch bei den Senioren ist die Ausgangslage vor dem Finale besonders spannend.
Kai Uebe konnte beim MelzExdraehm zwar noch den Klassensieg feiern, verletzte sich jedoch während des Rennens.
Sollte er in Schwepnitz tatsächlich nicht antreten können, könnte sich der Titelkampf noch einmal komplett verändern.
Davon profitieren könnte vor allem Manuel Woesner, der dadurch noch einmal die Möglichkeit bekommen würde, die Meisterschaft zu seinen Gunsten zu entscheiden.
Ob Uebe tatsächlich ausfällt, dürfte damit eine der entscheidenden Fragen vor dem Start in Schwepnitz sein.
Jakob Blazovich führt bei den Amateuren
Auch in der Amateurwertung ist noch nichts endgültig entschieden.
Jakob Blazovich geht als Meisterschaftsführender in den letzten Saisonlauf. Damit befindet er sich zwar in einer guten Ausgangsposition, beim Isegrim Enduro müssen die entscheidenden Punkte aber erst noch eingefahren werden.
Gerade bei einem technisch anspruchsvollen Saisonfinale kann viel passieren. Defekte, Stürze oder Probleme an schwierigen Hindernissen können innerhalb weniger Minuten große Auswirkungen auf die Meisterschaft haben.
Julia Bittner führt bei den Damen
In der Damenwertung reist Julia Bittner als Führende nach Schwepnitz.
Beim MelzExdraehm konnte sie erneut ihre Klasse gewinnen und damit ihre starke Saison fortsetzen.
Auch für sie geht es beim letzten Rennen des Jahres darum, die bisherigen Ergebnisse mit einem erfolgreichen Saisonabschluss zu bestätigen.
Damit bleiben trotz des bereits vergebenen Gesamttitels noch mehrere wichtige Entscheidungen offen.
Isegrim Enduro erstmals Teil des Hard Enduro World Ranking

Eine der größten Neuerungen beim diesjährigen Finale ist die internationale Wertung.
Das Isegrim Enduro 2026 zählt erstmals als Challenger Event zum Hard Enduro World Ranking.
Damit können die Teilnehmer zusätzlich zu den Punkten der AUNER HardEnduroSeries Germany auch Zähler für das internationale Ranking sammeln.
Für Schwepnitz ist das eine zusätzliche sportliche Aufwertung. Gleichzeitig bietet sich Fahrern aus der deutschen Szene die Gelegenheit, sich direkt bei einem nationalen Rennen Punkte für das internationale Hard-Enduro-Ranking zu sichern.
Sieben Wertungsläufe mit unterschiedlichsten Rennformaten
Mit Schwepnitz endet eine abwechslungsreiche HESG-Saison 2026.
Insgesamt umfasst das Jahr sieben Wertungsläufe, die den Fahrern sehr unterschiedliche Herausforderungen geboten haben.
Vom Saisonauftakt in Neuhaus-Schierschnitz ging es über Reetz, die Premiere in Kronach, das Jubiläums-Doppelwochenende in Reisersberg und das besondere MelzExdraehm in Meltewitz bis zum großen Finale nach Schwepnitz.
Kaum ein Rennen glich dabei dem anderen.
Während manche Veranstaltungen vor allem durch technische Einzelpassagen geprägt waren, verlangten andere Rennen Ausdauer, Rennintelligenz oder ein besonders gutes Energiemanagement.
Zum Saisonabschluss wartet nun noch einmal ein klassisches Hardenduro-Format.
Große Namen in der Siegerliste von Schwepnitz
Das Isegrim Enduro besitzt innerhalb der HardEnduroSeries Germany eine lange Geschichte.
Mehrere bekannte Namen der deutschen Hard-Enduro-Szene konnten sich bereits in die Siegerliste eintragen. Dazu gehören unter anderem Kevin Gallas, Leon Hentschel und Milan Schmüser.
Auch 2026 wartet auf den Sieger wieder ein ganz besonderer Preis.
Traditionell erhält der Gewinner in Schwepnitz die handgefertigte Wolfstrophäe. Sie gehört inzwischen fest zum Charakter des Isegrim Enduro und dürfte auch in diesem Jahr ein begehrtes Erinnerungsstück sein.
Weitere aktuelle Informationen zur Veranstaltung, Starterlisten und organisatorische Hinweise gibt es auf:
Großes Finale mit Meisterehrung und Championship Party
Mit dem Zieleinlauf des Finalrennens ist der Tag in Schwepnitz noch längst nicht beendet.
Ab 17:30 Uhr folgt zunächst die Siegerehrung des Isegrim Enduro. Am Abend steht dann der Abschluss der gesamten HESG-Saison auf dem Programm.
Ab 20:15 Uhr werden bei der großen Meisterehrung die erfolgreichsten Fahrer der AUNER HardEnduroSeries Germany 2026 ausgezeichnet.
Direkt danach geht es in die Championship Party.
Damit wird Schwepnitz nicht nur sportlich zum großen Finale, sondern gleichzeitig zum Treffpunkt für Fahrer, Teams, Helfer und Fans, um die Saison gemeinsam abzuschließen.
Spannung trotz bereits entschiedenem Championat
Auch wenn Henry Strauss bereits vorzeitig als Champion feststeht, bietet das Isegrim Enduro genügend Spannung für ein würdiges Saisonfinale.
In mehreren Klassen sind die Titel noch offen, Leon Hentschel reist als frischgebackener Meltewitz-Sieger an und mit Milan Schmüser ist ebenfalls wieder ein Fahrer dabei, der jederzeit um die Spitze kämpfen kann.
Dazu kommt die erstmalige Wertung für das Hard Enduro World Ranking.
Am Samstag entscheidet sich in Schwepnitz deshalb weit mehr als nur die Frage, wer das letzte HESG-Rennen des Jahres gewinnt. Die letzten Meistertitel werden vergeben, internationale Rankingpunkte gesammelt und am Abend schließlich die Champions der Saison 2026 gefeiert.
Quelle: HESG, Fotos von Michel238pic / Michel Kuchel




