90 Fahrerinnen und Fahrer, 21 Mannschaften und anspruchsvolle Bedingungen im märkischen Sand: Beim ADAC Enduro Jugend Bundesendlauf in Fürstenwalde kämpfte der deutsche Enduro-Nachwuchs um Klassensiege und den Erfolg in der Mannschaftswertung. Besonders erfolgreich präsentierte sich der ADAC Berlin-Brandenburg, der mit seiner ersten Mannschaft den Gesamtsieg holte.

Für Deutschlands junge Enduro-Talente gehört der ADAC Enduro Jugend Bundesendlauf zu den großen Höhepunkten einer langen Saison. In Fürstenwalde trafen Nachwuchsfahrerinnen und Nachwuchsfahrer aus zahlreichen ADAC Regionalclubs aufeinander und mussten auf der technisch anspruchsvollen Wertungsprüfung noch einmal alles zeigen.
Insgesamt gingen 90 Fahrerinnen und Fahrer in 21 Mannschaften an den Start. Auf dem sandigen Untergrund waren nicht nur Geschwindigkeit und Mut gefragt. Vor allem Fahrtechnik, Kondition, Konzentration und ein möglichst fehlerfreier Rhythmus entschieden über Sieg oder Niederlage.
ADAC Berlin-Brandenburg gewinnt die Mannschaftswertung

Für den ausrichtenden Regionalclub hätte das Wochenende kaum besser laufen können. ADAC Berlin-Brandenburg 1 sicherte sich den Sieg in der Mannschaftswertung.
Zum erfolgreichen Team gehörten:
- Karl Erich König
- Jordan Wittenberg
- Lenny Tiger Sabottke
- Franz Flieger
Hinter der Mannschaft aus Berlin-Brandenburg belegte ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt 1 den zweiten Platz. Rang drei ging an ADAC Sachsen 2.
Auch die zweite Mannschaft des ADAC Berlin-Brandenburg präsentierte sich stark und erreichte den vierten Platz.
Gerade bei einem Bundesendlauf hat die Mannschaftswertung einen besonderen Stellenwert. Die Fahrer kämpfen zwar in ihren jeweiligen Hubraum- und Altersklassen um persönliche Erfolge, gleichzeitig zählt aber auch das gemeinsame Ergebnis für den jeweiligen Regionalclub.
Technisch anspruchsvolle Wertungsprüfung in Fürstenwalde
Die Bedingungen in Fürstenwalde verlangten den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einiges ab. Der märkische Sand sorgte für eine Strecke, auf der saubere Linienwahl und eine kontrollierte Fahrweise besonders wichtig waren.
Tiefe Spuren, wechselnde Bodenverhältnisse und die zunehmende Beanspruchung der Strecke machten die Wertungsprüfung im Verlauf des Wettbewerbs nicht einfacher.
Gerade im Nachwuchsbereich zeigt sich unter solchen Bedingungen schnell, wer bereits über ein gutes Gefühl für Traktion, Balance und Linienwahl verfügt.
Neben der reinen Geschwindigkeit spielten deshalb auch Ausdauer und Konzentration eine entscheidende Rolle.
Mia Abelein gewinnt die Ladieswertung

Auch bei den Nachwuchsfahrerinnen gab es eine spannende Entscheidung.
Den Sieg in der Ladieswertung holte sich Mia Abelein vom ADAC Nordbayern.
Auf Rang zwei folgte Neele Trexler vom ADAC Sachsen, während Carlotta Hähnel vom ADAC Westfalen den dritten Platz belegte.
Vierte wurde Lina Kolbe.
Ergebnis Ladieswertung
- Mia Abelein – 8,5952381
- Neele Trexler – 2,88095238
- Carlotta Hähnel – 0,97619048
- Lina Kolbe – 0,5
Schüler 50: Karl Erich König gewinnt in Fürstenwalde

In der kleinsten Nachwuchsklasse setzte sich Karl Erich König vom ADAC Berlin-Brandenburg durch.
Mit einer Gesamtzeit von 28:23,34 Minuten sicherte er sich den Klassensieg deutlich vor Matti Radom.
Zwischen Platz zwei und drei ging es dagegen ausgesprochen knapp zu. Matti Radom erreichte das Ziel nach 31:05,57 Minuten, Louis Heinrich benötigte 31:13,10 Minuten.
Ergebnis Klasse 1 – Schüler 50
- Karl Erich König – 28:23,34
- Matti Radom – 31:05,57
- Louis Heinrich – 31:13,10
Schüler 65: Malte Bernhardt fährt zum Klassensieg

In der Klasse Schüler 65 durfte sich Malte Bernhardt vom ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt über den Sieg freuen.
Bernhardt kam auf eine Gesamtzeit von 30:31,06 Minuten.
Rang zwei sicherte sich Ben Raschke mit 31:52,31 Minuten. Dahinter komplettierte Tim Tränkner mit einer Zeit von 32:04,63 Minuten das Podium.
Ergebnis Klasse 2 – Schüler 65
- Malte Bernhardt – 30:31,06
- Ben Raschke – 31:52,31
- Tim Tränkner – 32:04,63
Jugend 85B: Jordan Wittenberg setzt sich durch

In der Klasse Jugend 85B ging der nächste Sieg an den ADAC Berlin-Brandenburg.
Jordan Wittenberg setzte sich mit einer Gesamtzeit von 45:40,39 Minuten durch.
Thies Baltruweit belegte mit 46:31,78 Minuten den zweiten Platz. Auf Rang drei landete Nils Lindner, der für seine Wertungsläufe insgesamt 47:50,32 Minuten benötigte.
Ergebnis Klasse 3B – Jugend 85B
- Jordan Wittenberg – 45:40,39
- Thies Baltruweit – 46:31,78
- Nils Lindner – 47:50,32
Jugend 85A: Sekundenkrimi zwischen Sabottke und Wohlhaupt

Besonders eng ging es in der Klasse Jugend 85A zu.
Lenny Tiger Sabottke vom ADAC Berlin-Brandenburg gewann mit einer Gesamtzeit von 53:07,94 Minuten.
Doch Lou Wohlhaupt war praktisch auf Augenhöhe unterwegs. Mit 53:10,56 Minuten fehlten am Ende lediglich 2,62 Sekunden auf den Klassensieg.
Matti Janne Hänel erreichte mit 54:38,74 Minuten Rang drei.
Ergebnis Klasse 3A – Jugend 85A
- Lenny Tiger Sabottke – 53:07,94
- Lou Wohlhaupt – 53:10,56
- Matti Janne Hänel – 54:38,74
Jugend 125: Maximilian Voith gewinnt vor Domenik Klemm

Auch in der hubraumstärksten Nachwuchsklasse fiel die Entscheidung knapp aus.
Maximilian Voith vom ADAC Nordbayern gewann die Klasse Jugend 125 mit einer Gesamtzeit von 48:54,69 Minuten.
Nur 13,70 Sekunden dahinter erreichte Domenik Klemm mit 49:08,39 Minuten den zweiten Platz.
Noah Rübesamen komplettierte mit 50:08,65 Minuten das Podium.
Ergebnis Klasse 4 – Jugend 125
- Maximilian Voith – 48:54,69
- Domenik Klemm – 49:08,39
- Noah Rübesamen – 50:08,65
Mannschaftswertung: Berlin-Brandenburg vor Niedersachsen/Sachsen-Anhalt und Sachsen
Die Mannschaftswertung entwickelte sich zu einem weiteren Höhepunkt des Bundesendlaufs.
Den Gesamtsieg sicherte sich ADAC Berlin-Brandenburg 1 mit mehreren Fahrern, die bereits in den Einzelklassen ganz vorne zu finden waren.
Platz 1 – ADAC Berlin-Brandenburg 1
- Karl Erich König
- Jordan Wittenberg
- Lenny Tiger Sabottke
- Franz Flieger
Platz 2 – ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt 1
- Malte Bernhardt
- Mika Bernhardt
- Lou Wohlhaupt
- Noah Rübesamen
Platz 3 – ADAC Sachsen 2
- Ben Raschke
- Dustin Schirmer
- Darius Delling
- Domenik Klemm
Alle Ergebnisse gibt es unter folgenden –LINK-.
Bundesendlauf als wichtiger Treffpunkt für den Enduro-Nachwuchs

Der ADAC Enduro Jugend Bundesendlauf ist allerdings deutlich mehr als nur ein weiterer Wettbewerb im Rennkalender.
Einmal im Jahr kommen Nachwuchsfahrerinnen und Nachwuchsfahrer aus den verschiedenen ADAC Regionalclubs zusammen. Dadurch entsteht ein überregionaler Vergleich, bei dem die jungen Sportler nicht nur gegen bekannte Konkurrenten aus ihrer Heimatregion antreten.
Neben den sportlichen Ergebnissen stehen auch Teamgeist, Fairness und der Austausch zwischen den Nachwuchsfahrern im Mittelpunkt.
Gerade für junge Endurosportler ist eine solche Veranstaltung eine wichtige Gelegenheit, Erfahrungen außerhalb der eigenen regionalen Meisterschaften zu sammeln.
Gleichzeitig können sich die Fahrer unter anspruchsvollen Bedingungen miteinander messen und zeigen, wie sie sich im Verlauf der Saison weiterentwickelt haben.
MC Fürstenwalde und ADAC Berlin-Brandenburg organisieren den Bundesendlauf

Für die Ausrichtung des Bundesendlaufs waren der MC Fürstenwalde e.V. und der ADAC Berlin-Brandenburg verantwortlich.
Für den Ortsclub war eine große Nachwuchsveranstaltung dieser Größenordnung kein Neuland.
Bereits 2025 hatte der MC Fürstenwalde mit dem Mini Enduro European Cup einen internationalen Nachwuchswettbewerb ausgerichtet.
Unterstützung bei der Vorbereitung des Bundesendlaufs kam außerdem von der ADAC Kooperationsgemeinschaft Enduro.
Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer waren ebenfalls im Einsatz. Sie kümmerten sich unter anderem um die Vorbereitung der Strecke, organisatorische Aufgaben und den Ablauf während der Veranstaltung.
Ohne diese ehrenamtliche Unterstützung wären Veranstaltungen dieser Größenordnung im Endurosport kaum möglich.
Besondere Pokale aus Fürstenwalde
Eine besondere Verbindung zur Region gab es auch bei der Siegerehrung.
Die Pokale für die Mannschaftswertung kamen direkt aus Fürstenwalde. Sie wurden speziell für den ADAC Enduro Jugend Bundesendlauf von den Christophorus-Werkstätten der Samariteranstalten gefertigt.
Bei der anschließenden Siegerehrung erhielten die drei bestplatzierten Mannschaften die eigens angefertigten Trophäen.
Damit blieb auch bei den Pokalen der regionale Bezug zum Veranstaltungsort erhalten.
ADAC Enduro Jugend Bundesendlauf 2027 in Nordbayern

Nach dem Bundesendlauf in Fürstenwalde steht bereits fest, wohin die Reise im kommenden Jahr geht.
2027 wechselt der ADAC Enduro Jugend Bundesendlauf nach Nordbayern.
Die Ausrichtung übernimmt dann der AMC Hohe Aßlitz Sonnefeld.
Damit dürfen sich die Nachwuchsfahrerinnen und Nachwuchsfahrer bereits auf den nächsten bundesweiten Saisonhöhepunkt freuen.
Für viele der jungen Teilnehmer wird Fürstenwalde dennoch lange in Erinnerung bleiben: anspruchsvoller Sandboden, enge Entscheidungen, starke Einzelleistungen und ein verdienter Mannschaftssieg für den ADAC Berlin-Brandenburg.
Quelle: Antonia Mandel, Fotos von Vivian Rheinheimer




