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Enduro EM Spanien: Luca Fischeder holt Gesamtsieg in La Torre d’Oristà

Enduro EM Spanien 2026 Luca Fischeder

Die dritte Runde der Enduro-Europameisterschaft 2026 in La Torre d’Oristà hatte alles zu bieten, was ein echtes Enduro-Wochenende ausmacht: extreme Hitze, dichter Staub, enge Zeitabstände, technische Sonderprüfungen und am Ende auch noch jede Menge Drama. Aus deutscher Sicht gab es dabei einen ganz besonderen Grund zum Jubeln: Luca Fischeder holte auf seiner Sherco den Gesamtsieg in Spanien und gewann gleichzeitig die E3-Klasse.

Dabei sah es lange danach aus, als würde Roland Liszka das Wochenende dominieren. Der Triumph-Pilot war bereits im Super Test schnellster Fahrer und führte auch nach dem ersten Fahrtag die Gesamtwertung an. Doch am Sonntag änderte ein technischer Defekt alles.

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Super Test: Liszka setzt erstes Ausrufezeichen – Fischeder direkt vorne dabei

Los ging die dritte Runde der Enduro EM bereits am Freitag, dem 18. September 2026, mit der administrativen und technischen Abnahme. Nachdem sämtliche Fahrer ihre Dokumenten- und Fahrzeugkontrolle hinter sich gebracht hatten, verlagerte sich das Geschehen am Abend auf den Super Test nahe des Fahrerlagers.

Und dort wurde schnell klar: Die Spitze war in Spanien extrem dicht beieinander.

Roland Liszka setzte mit seiner Triumph in 2:00,980 Minuten die Bestzeit. Gerade einmal 0,270 Sekunden dahinter landete Davide Soreca auf Sherco.

Auch Luca Fischeder zeigte sofort, dass mit ihm an diesem Wochenende zu rechnen war. Der Deutsche fuhr mit einer Zeit von 2:01,870 Minuten auf den dritten Rang und lag lediglich 0,890 Sekunden hinter Liszka.

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Super Test – Top 5

PlatzFahrerStartnummerKlasseMotorradZeitRückstand
1Roland Liszka178Junior J1Triumph2:00,980
2Davide Soreca301E1Sherco2:01,250+0,270
3Luca Fischeder562E3Sherco2:01,870+0,890
4Lorenzo Macoritto395E1Husqvarna2:01,930+0,950
5Daniel Mundell401E2KTM2:05,200+4,220

Damit waren bereits vor dem eigentlichen Renntag die Rollen verteilt: Liszka, Soreca und Fischeder gehörten eindeutig zu den heißesten Kandidaten auf den Tagessieg.

Tag 1: Staub, Hitze und extrem enge Abstände an der Spitze

Am Samstag warteten auf die Fahrer ausgesprochen harte Bedingungen. Hohe Temperaturen und dichter Staub machten die Sonderprüfungen rund um La Torre d’Oristà zu einer echten Herausforderung.

Gerade der Staub sorgte teilweise für eingeschränkte Sicht und machte jede einzelne Sekunde auf den Prüfungen hart erkämpft.

Trotzdem blieb das Rennen an der Spitze bemerkenswert eng.

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Roland Liszka bestätigte seine Form aus dem Super Test und setzte sich nach dem ersten kompletten Fahrtag mit einer Gesamtzeit von 53:45,900 Minuten an die Spitze.

Davide Soreca folgte mit nur 5,010 Sekunden Rückstand.

Und auch Luca Fischeder ließ sich nicht abschütteln. Der Sherco-Pilot beendete Tag eins mit 53:55,210 Minuten auf dem dritten Gesamtrang. Der Rückstand auf Liszka betrug gerade einmal 9,310 Sekunden.

Damit lagen die drei schnellsten Fahrer nach einem kompletten Renntag innerhalb von weniger als zehn Sekunden.

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Gesamtwertung Tag 1 – Top 5

PlatzFahrerKlasseMotorradZeitRückstand
1Roland LiszkaJunior J1Triumph53:45,900
2Davide SorecaE1Sherco53:50,910+5,010
3Luca FischederE3Sherco53:55,210+9,310
4Leo LavesvreYouthFantic54:37,680+51,780
5Lorenzo MacorittoE1Husqvarna54:46,890+1:00,990

Luca Fischeder dominiert die E3-Klasse

Während Fischeder im Overall bereits auf Rang drei lag, hatte er seine eigene Klasse fest im Griff.

In der E3-Kategorie gewann der Deutsche den ersten Fahrtag mit deutlichem Vorsprung.

E3 – Tag 1

PlatzFahrerMotorradZeit
1Luca FischederSherco53:55,210
2Riccardo FabrisKTM55:50,550
3Gabriel ChetnickiGas Gas56:35,200
4Dániel TádicsSherco57:18,010
5Pascal SadeckiFantic57:19,770

Knapp zwei Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Riccardo Fabris machten deutlich, wie stark Fischeder an diesem Wochenende unterwegs war.

Auch Pascal Sadecki mischte aus deutscher Sicht in der E3-Klasse vorne mit und lag nach dem ersten Tag auf Platz fünf.

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E1: Davide Soreca vor Macoritto – Spachmüller auf Rang drei

In der E1-Kategorie entwickelte sich ebenfalls ein spannender Kampf.

Davide Soreca setzte sich vor Lorenzo Macoritto durch. Dahinter zeigte Yanik Spachmüller eine starke Leistung und beendete den ersten Fahrtag auf Rang drei.

E1 – Tag 1

PlatzFahrerMotorradZeit
1Davide SorecaSherco53:50,910
2Lorenzo MacorittoHusqvarna54:46,890
3Yanik SpachmüllerTriumph56:16,950
4Julien JaguTriumph56:29,030
5Sam DaviesTriumph56:31,430

E2: Daniel Mundell übernimmt die Führung

In der E2-Klasse hatte Daniel Mundell auf KTM am Samstag die Nase vorne.

Mit 55:19,010 Minuten gewann er vor Franz Löfquist und Oliver Nelson.

E2 – Tag 1

  1. Daniel Mundell – KTM – 55:19,010
  2. Franz Löfquist – Yamaha – 55:55,620
  3. Oliver Nelson – KTM – 55:56,540
  4. Maciej Wieckowski – Husqvarna – 56:31,730
  5. Dawid Babicz – KTM – 57:15,330

Junioren: Liszka auch in J1 das Maß der Dinge

Roland Liszka war nicht nur schnellster Fahrer im Overall, sondern dominierte erwartungsgemäß auch die Junior-J1-Kategorie.

Mit seiner Triumph setzte er sich deutlich vor Niko Guastini und Gal Hauptman durch.

Junior J1 – Tag 1

  1. Roland Liszka – Triumph – 53:45,900
  2. Niko Guastini – KTM – 54:49,940
  3. Gal Hauptman – KTM – 56:04,340
  4. Valentino Hutter – GasGas – 57:29,960
  5. Nace Jelenc – KTM – 58:10,280

In der Junior-J2-Klasse setzte sich Matyáš Chlum auf Sherco durch.

Junior J2 – Tag 1

  1. Matyáš Chlum – Sherco – 55:33,040
  2. Ruben Ferreira – KTM – 55:52,070
  3. Nicolo Paolucci – Beta – 55:54,120
  4. Edvin Wiberg – Beta – 56:03,990
  5. Szymon Zajączkowski – KTM – 56:15,040

Youth: Leo Lavesvre fährt bis auf Platz vier im Overall

Eine der auffälligsten Leistungen des Samstags zeigte Leo Lavesvre.

Der Fantic-Pilot gewann nicht nur die Youth-Klasse, sondern fuhr mit seiner Zeit von 54:37,680 Minuten sogar auf Platz vier der Tages-Gesamtwertung.

Youth – Tag 1

  1. Leo Lavesvre – Fantic – 54:37,680
  2. Hugo Cuesta – TM Moto – 56:26,520
  3. Davide Cabass – Yamaha – 56:43,850
  4. Diego Pitzoi – Husqvarna – 56:52,240
  5. William Almén – Beta – 57:36,200

Senior 40: Nico Rambow kämpft um den Klassensieg

Auch in der Senior-40-Wertung waren deutsche Fahrer stark vertreten.

Dawid Hankus gewann den ersten Tag auf Rieju mit einer Zeit von 59:18,780 Minuten. Nur wenige Sekunden dahinter folgte Nico Rambow auf Gas Gas.

Der Rückstand betrug gerade einmal 5,470 Sekunden.

Senior 40 – Tag 1

  1. Dawid Hankus – Rieju – 59:18,780
  2. Nico Rambow – Gas Gas – 59:24,250
  3. Hans-Peter Musil – Husqvarna – 1:04:01,570
  4. Kim Gustavsson – Yamaha – 1:07:20,060
  5. Maciej Kania – Honda – 1:11:57,800

Women: Matilda Ahlström übernimmt Führung

Bei den Frauen ging der erste Tagessieg an Matilda Ahlström auf Husqvarna.

Malene Seljeseth folgte mit gerade einmal 7,220 Sekunden Rückstand auf Rang zwei.

Women – Tag 1

  1. Matilda Ahlström – Husqvarna – 1:07:28,880
  2. Malene Seljeseth – KTM – 1:07:36,100
  3. Stephanie Bianchi – KTM – 1:08:32,110
  4. Asia Volpi – Beta – 1:12:00,970
  5. Francisca Henriques – Honda – 1:13:13,230

Tag 2: Kettenbruch beendet Liszkas Traum vom Gesamtsieg

Am Sonntag spitzte sich der Kampf um den Gesamtsieg weiter zu.

Eigentlich sprach weiterhin vieles für Roland Liszka. Der Triumph-Pilot hatte sowohl im Super Test als auch am ersten Fahrtag das Tempo vorgegeben und führte das Rennen an.

Doch dann kam der große Rückschlag.

In einer der Sonderprüfungen brach die Kette an Liszkas Motorrad. Damit war der bis dahin führende Fahrer aus dem Kampf um den Tagessieg und die Gesamtwertung gerissen.

Für Liszka war es ein bitteres Ende eines Wochenendes, das er über weite Strecken kontrolliert hatte.

Seine 20 Punkte aus Spanien stammen damit ausschließlich vom ersten Fahrtag.

Luca Fischeder nutzt seine Chance und gewinnt in Spanien

Luca Fischeder war zur Stelle.

Der Deutsche hatte sich über das gesamte Wochenende in Schlagdistanz zur Spitze gehalten und nutzte die Gelegenheit konsequent. Mit 17 Punkten aus Tag eins und weiteren 20 Punkten am Sonntag sammelte Fischeder insgesamt 37 Punkte.

Damit sicherte sich der Sherco-Pilot den Gesamtsieg der dritten Runde der Enduro-Europameisterschaft 2026 in Spanien.

Lorenzo Macoritto kam mit insgesamt 30 Punkten auf Rang zwei, während Youth-Pilot Leo Lavesvre mit 28 Punkten einen bemerkenswerten dritten Platz belegte.

Gesamtwertung Enduro EM Spanien – Top 5

PlatzFahrerKlasseMotorradTag 1Tag 2Gesamt
1Luca FischederE3Sherco172037
2Lorenzo MacorittoE1Husqvarna131730
3Leo LavesvreYouthFantic151328
4Davide SorecaE1Sherco101525
5Roland LiszkaJunior J1Triumph2020

Starke Bilanz der deutschen Fahrer in Spanien

Aus deutscher Sicht fällt die Bilanz der dritten EM-Runde ausgesprochen positiv aus.

Allen voran steht natürlich Luca Fischeder. Der Sherco-Pilot gewinnt nicht nur seine E3-Kategorie, sondern holt sich auch den Gesamtsieg über alle Klassen.

Ergebnisse der deutschen Fahrer

Overall

    1. Luca Fischeder

E1

  • 3. Yanik Spachmüller

E3

    1. Luca Fischeder
    1. Pascal Sadecki

Senior 40

  • 2. Nico Rambow

Damit konnten die deutschen Fahrer in mehreren Klassen um Podestplätze kämpfen und wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln.

Ergebnisse

Die Ergebnisse gibt es auf der offiziellen Webseite (LINK).

Enduro EM Finale 2026 steigt in Woltersdorf

Nach der heißen und staubigen dritten Runde in Spanien richtet sich der Blick jetzt bereits auf das große Saisonfinale.

Die vierte und letzte Runde der Enduro-Europameisterschaft 2026 findet am 31. Oktober und 1. November 2026 in Woltersdorf in Deutschland statt.

Für die deutschen Fahrer wartet damit zum Abschluss der Saison ein echtes Heimspiel.

Nach dem Gesamtsieg von Luca Fischeder in Spanien dürfte die Spannung vor dem Finale entsprechend groß sein.

Quelle: enduroeuropean.com

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