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Kolumne

Enduro-Europameisterschaft in Spanien: Garry Dittmann kämpft sich in La Torre de Oristà in die Top 10

Garry Dittmann

Am vergangenen Wochenende stand für Garry der nächste Lauf zur Enduro-Europameisterschaft in Spanien auf dem Programm. Austragungsort war La Torre de Oristà, westlich von Barcelona. Anspruchsvolle Sonderprüfungen, extrem trockene Bedingungen, viel Staub und eine enorm starke Juniorenklasse machten das Rennwochenende zu einer echten Herausforderung.

Trotz gesundheitlicher Probleme zeigte Garry über das gesamte Wochenende eine konstante Leistung, blieb weitgehend fehlerfrei und konnte sich sowohl am Samstag als auch am Sonntag in den Top 10 seiner Klasse behaupten.

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Vier unterschiedliche Sonderprüfungen bei der Enduro-EM in Spanien

Die Veranstalter hatten für den spanischen EM-Lauf insgesamt vier unterschiedliche Sonderprüfungen vorbereitet. Auf die Fahrer warteten ein Endurotest, zwei Crosstests sowie ein kurzer Supertest.

Vor allem der Endurotest hatte es in sich. Die Strecke führte über große Steinplatten und durch verschiedene Waldpassagen. Hier waren neben Geschwindigkeit vor allem eine saubere Linienwahl und volle Konzentration gefragt.

Die beiden Crosstests verliefen dagegen hauptsächlich über offene Felder. Aufgrund der extrem trockenen Bedingungen entwickelte sich dort bereits nach kurzer Zeit eine massive Staubbelastung, die insbesondere beim Auflaufen auf vorausfahrende Fahrer zum Problem werden konnte.

Abgerundet wurde die Runde durch einen kurzen Supertest mit künstlichen Hindernissen. Obwohl die Fahrzeit vergleichsweise kurz war, durften sich die Fahrer hier keinerlei Konzentrationsfehler erlauben.

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Freitagabend: Prolog auf dem Supertest

Der Einstieg in das Rennwochenende erfolgte bereits am Freitagabend mit dem Prolog. Dafür wurde der Supertest einmal gefahren. Eine Besonderheit: Jeweils zwei Fahrer gingen parallel auf die Strecke.

Die dabei erzielte Zeit war nicht nur für die Zuschauer interessant, sondern hatte auch sportliche Bedeutung, denn sie wurde als zusätzliche Fahrzeit für den Samstag gewertet.

Garry kam gut durch den Prolog und sicherte sich zum Auftakt den 8. Platz in seiner Klasse. In der Gesamtwertung aller Fahrer bedeutete seine Zeit Rang 27 Overall.

Damit war eine gute Ausgangslage für den ersten langen Renntag geschaffen.

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Schwieriger Start in den Samstag

Am Samstagmorgen tat sich Garry zunächst etwas schwer, richtig in den Rhythmus zu kommen. Einer der entscheidenden Faktoren waren dabei die extrem trockenen Bodenverhältnisse.

Bereits nach wenigen Fahrern hing auf vielen Streckenabschnitten dichter Staub in der Luft. Besonders auf den Crosstests erschwerte dieser die Sicht und machte es teilweise schwierig, das eigene Tempo vollständig auszuspielen.

Trotzdem konnte Garry sich über die ersten Prüfungen zunächst auf Platz acht seiner Klasse behaupten.

Technische Probleme eines Konkurrenten kosten Zeit

Besonders ärgerlich verlief anschließend einer der Crosstests. Ein Fahrer vor Garry hatte technische Probleme und war entsprechend langsamer unterwegs.

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Garry lief während der Prüfung auf ihn auf. Unter normalen Bedingungen hätte sich möglicherweise eine Gelegenheit zum Überholen ergeben, doch durch die enorme Staubentwicklung war an ein sicheres Vorbeifahren kaum zu denken.

Die Sicht war so stark eingeschränkt, dass Garry Geschwindigkeit herausnehmen musste. Dadurch verlor er wertvolle Sekunden und fiel zwischenzeitlich auf Rang zehn zurück.

Gerade in einer stark besetzten Klasse können wenige Sekunden einen deutlichen Unterschied in der Ergebnisliste ausmachen.

Garry findet seinen Rhythmus und fährt auf Platz neun

Im weiteren Verlauf des Samstags fand Garry zunehmend besser in seinen Rhythmus. Stück für Stück kam der nötige Flow zurück und vor allem gelang es ihm, größere Fehler zu vermeiden.

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Auf den immer stärker ausgefahrenen Prüfungen war genau diese Konstanz besonders wichtig. Statt unnötig Zeit durch Stürze oder Fahrfehler zu verlieren, arbeitete er sich kontrolliert durch den restlichen Renntag.

Am Ende erreichte Garry das Ziel auf einem starken 9. Platz in seiner Klasse.

In der Gesamtwertung bedeutete das Platz 39 Overall.

Sonntag: Deutlich besserer Start in den zweiten Renntag

Der Sonntag begann im Vergleich zum Vortag deutlich besser. Garry fand schneller in seinen Rennrhythmus und konnte von Beginn an attackieren.

Allerdings zeigte sich schnell, wie stark die Konkurrenz in der Juniorenklasse an diesem Wochenende unterwegs war. Nahezu alle Fahrer gingen ein extrem hohes Tempo.

Für Garry bedeutete das: In jeder einzelnen Sonderprüfung musste er ans Limit gehen, um den Anschluss an die Konkurrenz zu halten.

„Ich konnte in jeder Prüfung extrem gut pushen und bin immer an meinem Limit gewesen.“

Mit fortschreitender Renndauer wurde die Veranstaltung gleichzeitig immer härter.

Ausgefahrene Prüfungen sorgen für einen echten Kampf

Die bereits am Samstag stark beanspruchten Sonderprüfungen wurden im Verlauf des Sonntags zunehmend ausgefahrener.

Spurrillen, lose Steine und ausgefahrene Linien machten die Strecken technisch anspruchsvoller. Gleichzeitig steckte den Fahrern der erste lange Renntag deutlich in den Knochen.

Konzentration und körperliche Fitness wurden damit immer wichtiger.

Für Garry entwickelte sich der Sonntag zu einem echten Kampf, doch erneut gelang es ihm, größere Fehler zu vermeiden. Trotz des hohen Tempos blieb er über den gesamten Tag konstant und konnte seine Zeiten sauber ins Ziel bringen.

Duell mit Lukas Trisko entschieden

Zum Ende des Renntages entwickelte sich unter anderem ein enger Kampf mit Lukas Trisko.

Garry konnte sich schließlich gegen seinen Konkurrenten durchsetzen und den Sonntag auf einem starken 8. Platz in seiner Klasse beenden.

Auch in der Overall-Wertung konnte er sich gegenüber dem Samstag verbessern. Dort erreichte er Rang 34.

Damit standen für das Wochenende folgende Resultate zu Buche:

  • Freitag – Prolog: Platz 8 in der Klasse / Platz 27 Overall
  • Samstag: Platz 9 in der Klasse / Platz 39 Overall
  • Sonntag: Platz 8 in der Klasse / Platz 34 Overall

Besonders bemerkenswert war dabei die Konstanz. Trotz der schwierigen Bedingungen konnte Garry über das komplette Wochenende angreifen, ohne sich durch größere Fahrfehler selbst um wertvolle Zeit zu bringen.

Zufrieden trotz gesundheitlicher Probleme

Nach dem Wochenende zog Garry entsprechend ein positives Fazit.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Wochenende, weil es mir gelang, in jeder Prüfung anzugreifen und keine zeitraubenden Fehler zu machen.“

Hinzu kam, dass er gesundheitlich angeschlagen nach Spanien gereist war. Unter diesen Voraussetzungen waren die beiden Top-10-Ergebnisse in der stark besetzten Juniorenklasse umso erfreulicher.

„In Anbetracht dessen, dass ich gesundheitlich angeschlagen war, ist es eine super Veranstaltung gewesen.“

Der Fokus richtet sich nun bereits auf das nächste wichtige Rennen.

Weiter geht es beim Finale der Deutschen Enduro Meisterschaft in Streitberg

Nach dem internationalen Einsatz bei der Enduro-Europameisterschaft wartet in wenigen Wochen das nächste Saisonhighlight.

Dann geht es zum Finale der Deutschen Enduro Meisterschaft nach Streitberg in Bayern.

Nach dem konstanten Wochenende in Spanien kann Garry mit einem guten Gefühl in die Vorbereitung auf den nächsten Einsatz gehen.

Bis dahin heißt es regenerieren, vollständig fit werden und sich auf das Saisonfinale vorzubereiten.

Bis dahin, liebe Grüße
Garry

Quelle: Garry Dittmann (IG)

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