Die Fortsetzung der Enduro-WM in Spanien könnte kaum kontrastreicher sein. Mit dem Auftakt bei Eis und Schnee in Finnland, folgen nun extrem trockene und staubige äußere Bedingungen. Damit verbunden standen auch neue Sieger am ersten Fahrtag auf dem Podium.

Schnellster Fahrer aller Teilnehmer und demzufolge Sieger in der GP-Kathegorie war Matt Phillips. Der Australier konnte seinen ersten Erfolg in der noch sehr jungen Saison einfahren. In einem sehr spannenden Battle mit Steve Holcombe ging der Sherco-Pilot als Sieger hervor. „Das war ein harter Tage“, sagte Phillips bei der Zielankunft. „Ich glaube ich war noch nie auf so einen ausgefahrenen Track unterwegs. Die Tests waren schwierig, da der Boden sehr staubig und enorm weich war. Aber ich denke noch härter waren die Zeitkontrollen. Steve war gut unterwegs, es war cool mit ihm zu fighten. Wir beide haben uns den ganzen Tag über hart gepusht“, so Phillips weiter. Holcombe, der schnellster aller Zweitakt-Piloten in der GP-Klasse, hielt stets einen gewissen Druck gegenüber Phillips aufrecht. Der Brite gewann 3 Tests und war damit immer in Lauerstellung. Am Ende reichte es aber nicht ganz zum Tagessieg. KTM-Profi Nathan Watson rundete das Podium am gestrigen Tag ab. Trotz eines heftigen Abfluges in der dritten Runde konnte sich Watson auf dem Dritten Platz halten. Knapp hinter ihm positionierte sich sein Teamkollege Christophe Nambotin. Der Haudegen hätte es um ein Haar selbst aufs Podest geschafft. Die Top5 wurden komplettiert von Yamaha-Pilot Loic Larrieu.

In der E2 gewann Josep Garcia seine erste Tageswertung in dieser Saison und bezwang mit dieser hervorragenden Leistung Jamie McCanney und Eero Remes. Garcia ist auf diesem Terrain zuhause und das bewies der Spanier gestern eindrucksvoll indem er die Wertung mit über 15 Sekunden Vorsprung gegenüber McCanney gewann. „Ich bin total happy hier in Spanien gewonnen zu haben,“ so Garcia. „Es war hart, ich bin im Enduro Test gestürzt und habe es mir dadurch nicht gerade leichter gemacht,“ ärgerte sich der Tagessieger etwas über sich selbst. McCanney konzentrierte sich den Tag über darauf, Eero Remes hinter sich zu halten. Zwei Tests konnte sich der Brite sichern und hatte somit einen sicheres Zeitpolster auf den Finnen. Die Top5 komplettierten hier Jonathan Barragan und Österreichs Pascal Rauchenecker.

Bei den Damen gelang es Laia Sanz den Tagessieg zu holen. Die Spanierin kennt sich auf derartigem Terrain bestens aus, konnte sich ihres Sieges dennoch nicht zu 100 Prozent sicher sein. Der Grund war Maria Franke, die schnellste Deutsche Endurosportlerin lag im Tagesverlauf zwischenzeitlich in Führung! Sanz musste sich also mächtig anstrengen um den Sieg vor heimischen Publikum nicht zu vergeben. Im Ziel hatte Sanz gerade einmal 10 Sekunden Vorsprung auf Maria. Die Leistung der Zeitzerin auf ungewohnten Boden ist damit umso höher einzuschätzen. Dritte wurde Jane Daniels. Die Britin hatte jedoch einen gehörigen Rückstand und konnte nicht in den Zweikampf des Spitzenduos eingreifen.

Ergebnisse:

Ergebnisse EnduroGP Tag 1
Ergebnisse E2
Damen

Foto: Future7Media