Ryan Dungey ( Foto: Cudby S. )

Ryan Dungey ( Foto: Cudby S. )

Beim Abschlussrennen der SX-Indoor-Meisterschaft in Las  Vegas trumpften Ken Roczen und Ryan Dungey, die Fahrer des Red Bull KTM Teams, noch einmal erfolgreich auf. Ken Roczen, gebürtiger Thüringer und seit drei Jahren in Amerika sportlich
unterwegs, beendete das Finale auf Platz 3, sein Teamkollege Ryan Dungey erkämpfte Platz 2. In der gleichen Reihenfolge beendeten das orange Duo die Meisterschaft: Dungey als Vize- Champion und Roczen auf Gesamtrang 3.

In Las Vegas im Sam Boyd-Stadium erwartete die Teilnehmer zum Finale der Indoor-Saison große Hitze und eine staubige, steinige und relativ früh ausgefahrene Piste mit tiefen Rillen.
»Das war eine gute Vorbereitung auf die folgende Outdoor- Saison«, sollte Ken Roczen später kommentieren, »sehr warm, schwierig und anstrengend.«
Darüber hinaus musste der deutsche Rookie in der großen 450er Klasse in den Quali-Läufen doppelt hart schuften. Weil Platz 6 nicht ausreichte, um sich für das Hauptrennen am Abend zu qualifizieren, startete er erneut im Hoffnungslauf, staubte dann aber entschlossen gleich allen davon. Teamkollege Ryan Dungey gestaltete sich das Leben einfacher und qualifizierte sich direkt mit Platz 3 in seinem Heat-Qualifikationslauf.

Am Startgatter zum Hauptrennen präsentierten sich beide KTM Piloten voll konzentriert und brausten sogleich auf Top- Five-Positionen um die erste Kehre. Dungey beendete die erste Runde auf Platz 3, mit Roczen dahinter im Schlepptau an vierter Position. Bereits im zweiten Umlauf schnupften beide dann Konkurrent Jake Weimer auf. Dungey schob sich am Ende einer rhythmischen Sektion vorbei auf Platz 2. Roczen machte ebenfalls nicht viel Federlesen und schlüpfte in der Waschbrett-Passage vorbei auf Platz 3. Vorne hatte sich der alte und bereits vorab feststehende neue Meister, Ryan Villopoto, bereits aus dem Staub gemacht. So spulte das orange Duo auf ihren Werk-KTM SX-F 450 die restlichen Runden routiniert und sicher ab und feierte anschließend gemeinsam auf dem Podest. Platz zwei und drei in der härtesten Supercross-Meisterschaft dieses Planeten können
sich gewiss mehr als sehen lassen.

Ken Roczen ( Foto: Cudby S. )

Ken Roczen ( Foto: Cudby S. )

Ken Roczen: »Es war zweifelsfrei eine lange Saison, zudem die erste in der 450er Klasse, und ich bin glücklich, ein so großartiges Team hinter mir zu haben. Die Strecke war hart, steinig und zerfurcht. Es war ein langes und anstrengendes Rennen. Während der Woche war ich erkältet, das machte die Aufgabe nicht leichter. So habe ich mich durchkämpfen müssen. Ich widme dieses Podium meiner Familie, die extra aus Deutschland hier nach Las Vegas angereist ist.«

Ryan Dungey: »Ich hatte gehofft, in Las Vegas noch einmal gewinnen zu können. Aber als Zweiter auf dem Podest zu stehen, stimmt mich auch froh. Ich bin zufrieden und freue mich auch für mein Team; mein Mechaniker hat heute Geburtstag. Ich kehre jetzt nach Kalifornien zurück und werde für die Outdoor-Saison trainieren, die bereits in zwei Wochen beginnt. Der zweite Platz in der Meisterschaft geht in Ordnung; dennoch hoffe ich, nächstes Jahr einen Rang besser abschneiden zu können.«

KTM-Fahrer Jason Anderson gewann die 250er West-Coast- Meisterschaft auf seiner SX-F 250. In einem weiteren Rennen um die East-West-Krone (in dem die Fahrer beider Lites- Regionen aufeinander treffen), erkämpfte der junge Amerikaner den dritten Platz und rundete so die erfolgreich verlaufene SX-Indoor-Meisterschaft für den Sportmotorrad- Hersteller aus Österreich ab.

Resultate AMA US Supercross
Rennen 17 von 17 Läufen in Las Vegas/Nevada
Rennen 450 SX
1. Ryan Villopoto, Kawasaki
2. Ryan Dungey, KTM
3. Ken Roczen, KTM, Deutschland
4. Justin Barcia, Honda
5. Trey Canard, Honda

450 SX Meisterschafts-Endstand nach 17 Rennen
1. Villopoto, 368 Punkte
2. Dungey, KTM, 304 Punkte
3. Roczen, KTM, Deutschland, 285 Punkte
4. James Stewart, 272 Punkte
5. Barcia, 232 Punkte
Weitere KTM
6. Andrew Short, KTM, 218 Punkte

Hersteller Endwertung nach 17 Rennen
1. Kawasaki; 2. KTM; 3. Suzuki

( KTM Mediaservice )