Den Auftakt zum WM-Lauf in Portugal gewann am Freitagabend der Französische Yamaha-Pilot Loic Larrieu vor dem Briten Nathan Watson und seinem Landsmann Mathias Bellino. Der Stellenwert des Prologs ist natürlich ausreichend bekannt und so wurde es am gestrigen Samstag erstmals wirklich spannend. Obwohl Nathan Watson den Fahrtag mit 7 gewonnen Sonderprüfungen mehr als dominierte, gab es weiter hinten im Fahrerfeld sehenswerte Positionskämpfe zu bewundern. Kein geringerer als Matt Phillips himself sorgte nach seiner Rücktrittsankündigung für Furore. Der Australier peitschte seine Sherco im Tagesverlauf immer weiter nach vorn und landete abschließend auf einem hervorragenden zweiten Tagesrang. Bei Steve Holcombe lief es hingegen genau umgekehrt, denn der Brite kam gut in den Tag und verpatzte dann aber einige Prüfungen. So musste sich Holcombe „nur“ mit Rang 3 zufrieden geben. Prologsieger Loic Larrieu gelang es nicht, die Form seines Auftrittes am Freitag zu halten. Larrieu fand keinen Rhythmus und schaffte es gerade so die vierte Position vor Christophe Charlier zu sichern. Die WM-Führung blieb somit in der Hand von Steve Holcombe, er liegt aktuell mit 234 Zählern vor Loic Larrieu der 204 Punkte auf seinem Konto verbucht.

In der Enduro2 gelang es Jamie McCanney seinem Erzrivalen Josep Garcia die Stirn zu bieten. McCanney war am gestrigen Tag um einiges schneller als sein Spanischer Mitstreiter – als Brite auf derartigen Geläuf alles andere als selbstverständlich. Garcia konnte, wenn man so will, seinen Heimvorteil nicht nutzen und war 23 Sekunden langsamer als McCanney. Davide Guarneri wurde glücklicher Dritter, glücklich deshalb weil es ihm gelang den Finnen Eero Remes hinter sich zu lassen. Der Weltmeister kam den gesamten Tag über nicht an Guarneri heran und komplettierte somit zusammen mit Österreichs Pascla Rauchenecker die Top5 der Enduro2.