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Enduro Extreme

Interview mit Markus Dengler zum HellsGate 2015

Hallo Markus,

du warst einer der wenigen Deutschen Starter beim diesjährigen Hells Gate in Italien.

War es schon länger ein Traum von dir beim Rennen teilzunehmen oder eher ein kurzfristiger Entschluss?

Hallo Denis, ich hatte in den letzten Jahren insgeheim schon davon geträumt einmal bei einigen der großen Extrem Enduro Events wie den Romaniacs, dem Tough One oder dem Hell’s Gate zu fahren – allerdings hielt ich meine Teilnahme beim HsG aus verschiedenen Gründen für sehr unwahrscheinlich.
Da ein Freund aus der Szene das HsG dieses Jahr noch einmal probieren wollte hatte ich mich im November letzten Jahres ebenfalls dazu entschlossen es auch zu versuchen.

Wie läuft die Anmeldung beim Hells Gate ab? Gibt es besondere Anforderungen? Wird eine Lizenz benötigt oder spezielle Auflagen am Motorrad?

Die Anmeldung und die technische Abnahme liefen am Freitag entspannt und zügig ab.
Zu beachten ist das das Motorrad wie bei einem deutschen Meisterschaftslauf hergerichtet werden muss (Fim Reifen, Licht, Lenkerpolster …) allerdings ohne Blinker aber mit großem Nummernschild!!!
Man benötigt mindestens eine deutsche B-Lizenz.

Normalerweise findet das Hells Gate ja unter Schneebedingungen statt. In diesem Jahr war es eher der Regen. Was waren für dich die schwersten Passagen?

Auch in diesem Jahr gab es in den Bergen Passagen auf denen noch bis zu 20cm Schnee lagen.
Besonders schwer waren immer wieder diese Abschnitte mit stark frei gefahrenen Steinen, Steinplatten und Geröll an Steigungen auf der Etappe als auch auf der Sonderprüfung. Es gab kaum Erholungsmöglichkeiten.

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Wie bist du persönlich mit deiner Leistung zufrieden gewesen? Für das Hauptrennen haben sich ja nur 14 Fahrer qualifiziert und keiner ohne Strafzeiten.

Während des Rennens war ich unzufrieden da mir schnell klar war das ich bei diesen unmöglichen Etappenzeiten absolut keine Chance habe die 5 Runden mit maximal 30 Minuten Zeitüberschreitung zu schaffen. Im Nachhinein bin ich doch zufrieden da für mich einfach nicht mehr möglich war und selbst die Topfahrer die Zeiten nicht geschafft haben. Ob diese immer wieder verschärften Bedingungen Sinn machen weiß ich nicht, für uns Hobbyfahrer zukünftig sicher nicht.

Was sind deine weiteren Pläne für die Saison 2015? Wo werden wir dich mit deiner BETA noch sehen?

Dieses Jahr möchte ich neben einigen regionalen Veranstaltungen im Frühjahr das Drapak Rodeo sowie im Herbst das Sea to Sky fahren.

Welche Partner und Sponsoren unterstützen dich besonders bei den großen Rennen?

Unterstützt werde ich von der Moto X Schmiede aus Berlin, dem Enduroforum.eu und von Freunden sowie Fahrerkollegen mit denen ich zusammen an diesen Veranstaltungen teilnehme.

Vielen Dank für das Interview. Enduro.de wünscht dir viel Erfolg für die Saison.

Ich bedanke mich!

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