Einen tollen Einstand feierte der Venusberg in der deutschen Cross-Country-Szene.

Der dritte Lauf der MAXXIS Cross Country Meisterschaft bot echten Offroadfans alles – Spitzenstrecke, perfekte Organisation des MSC Mittleres Erzgebirge und beste Stimmung.

Die Vorzeichen vor dem Venusberg-Wochenende waren eigentlich nicht besonders vielversprechend. Die ganze Woche über hieß es in weiten Teilen der Republik landunter. Und so ließen etliche Piloten ihre Maschine im Stall. 650 Teilnehmer hatten sich aber trotz der Wetterprognosen in das Abenteuer gestürzt.

Das Erzgebirge ist in Europa legendär für hartes Offroad-Gelände, und so versprach auch der GCC-Lauf einer der anspruchsvollsten des Jahres zu werden. Wurde er auch, allerdings ohne die Teilnehmer zu überfordern. Am Ende gab es viele glückliche Gesichter und großes Lob für die ausgewogene, echte Offroad-Strecke mit ihrem Steinfeld als Highlight. Optimal ausgesteckt, flüssig und abwechslungsreich waren die Attribute, die von den Fahrern am Ende genannt wurden. Und auch Serien-Promoter Baboons zollte dem Orga-Team rund um Peter Thiel von Enduro-Fleischer großes Lob.

Noch einen Tag vor dem Rennen war die Strecke auf natürlicher Weise gewässert worden. Am Samstagmorgen lachte aber bereits die Sonne. Die Oldies nutzten das für ihren ersten Venusberg-Trip bei rund 20 Grad und perfekten Bedingungen. So ging das den ganzen Samstag über alle Klassenläufe hinweg weiter – bis zum letzten Lauf, als dann doch etwas Regen einsetzte. „Du bist hier im Erzgebirge, sicher ist hier nichts“, so die Aussage eines Einheimischen dazu.

Der nächste Morgen wartete mit bewölktem Himmel auf, dafür wurde es wärmer, aber es blieb den ganzen Tag über trocken.

Spätestens jetzt dürften sich alle, die des Wetters wegen zuhause geblieben waren, ärgern.

Beim ersten Lauf des Tages packte zuerst Richart Schmidt das Messer aus und gewann den Holeshot in der ProKlasse der Quads. Die Führung hielt allerdings nicht lange. Kevin Ristenbieter, derzeit anangefochten Führender in der Serie, setzte sich an die Spitze vor Schmidt und Damian Rajczyk. Die Claims waren damit abgesteckt und veränderten sich bis zum Zieleinlauf nicht mehr. Bei den ATVs siegte Jürgen Gröpl.

Ja, es gibt auch andere Sieger als Kornel Nemeth. Das ist das Fazit nach dem Finallauf der Profis am Sonntagnachmittag. Der ungarische Seriendominator laborierte mit „Rücken“. Trotzdem trat er an, um sich noch möglichst viele Punkte zu sichern. Zu Beginn des Rennens tat er sich sichtbar schwer. Und das gesamte Rennen über merkte man „Cory“ das Handicap an. Nach etwa einer halben Stunde hatte er sich auf Platz drei vorgekämpft. Dann gab es eine Phase zu Halbzeit des Rennens, als drei Mann um die Führung kämpften. Am Ende setzte sich aber Chris Gundermann auf seiner Yamaha klar durch, gefolgt von Chris Weiß (KTM). Der ungewohnte dritte Platz am Podium blieb für Nemeth (TM).

1. Platz Chris Gundermann (Yamaha), 2. Platz Chris Weiß (KTM). 3. Platz Nemeth (TM)

1. Platz Chris Gundermann (Yamaha), 2. Platz Chris Weiß (KTM). 3. Platz Kornel Nemeth (TM)

In der Advanced-Klasse war die Hackfolge relativ schnell bestimmt. Domenico Felici siegte deutlich vor Miro Rether und Michael Röhrl.

Fazit: Venusberg hat Potenzial zu einer neuen „Groß-Location“ für die Cross-Country-Community. Allen Beteiligten hat die Arbeit im Erzgebirge Spaß gemacht.

Fotos von: Baboons und Angelina Graser