„last chance to catch up – RedBull Romaniacs“

Start zum letzten Tag

Start zum letzten Tag

Unsere Übernachtung in Petrosani war deutlich besser als in Voineasa. So konnte ich relativ ausgeschlafen und „erholt“ in den letzten Offroad-Tag gehen. Ich fühlte mich von Anfang an fit und konnte endlich pushen. Von Platz 14 gestartet kam ich im Servicepunkt laut meinem Mechaniker schon auf Platz 4. Das baute natürlich auf. Ich legte noch eine Schippe drauf. Konnte das führende Team Cyprian der Expert-Team-Klasse einholen und ab da mit diesem Duo zusammen fahren. Kurz vor dem letzten CP liefen wir auf die führenden meiner Klasse auf. Ich konnte an einer kleinen Bachdurchfahrt an allen drei vorbeigehen und mich absetzen und zog so schnell ich konnte über das Ackerland vor Sibiu…. flat out! Ich erreichte den CP in der Stadt am Fluss mit deutlichem Vorsprung.

Der Track führte direkt am Flussufer durch Sibiu. Mit einem gigantischen Wallride wurde dieser gequert und wieder retour gefahren mit einer kniffeligen Schiebeengstelle unter einer Brücke. Dort mussten wir über das Geländer der Brücke klettern und das Bike auf der anderen Seite haltend 20m Schieben… Danach machte ich wieder richtig Druck und übersprang immer diese kleinen Einmündungsgräben, welche in den Fluss führten. Dabei machte ich einen unglücklichen Fehler beim Überspringen eines dieser Gräben und stürzte samt Bike Kopfüber in den Fluss.

Gusterita Zielhang

RedBullRomaniacs – Gusterita Zielhang

Das Motorrad habe ich nur mit Hilfe der Cyprians und einem Zuschauer aus dem Fluss bekommen. Dabei überholten mich meine Verfolger. Per Whats App gab ich meinen Standort an meine Betreuer durch und begann so schnell ich konnte das Motorrad zu entwässern. Ich hatte Glück im Unglück, meine Servicecrew war schon 5 Minuten später da. Das Wasser hatte ich bis dahin schon soweit raus. Vergaser noch schnell entleert, neuen Filter rein, neue Zündkerze rein und das Bike lief wieder. Einen trockenen Helm drauf, neue Brille und ich zog noch einmal richtig am Kabel bis ins Ziel. Dort erwartete uns wieder der legendäre Gusteria Hillclimb den ich leider richtig verkackt hab. Ich nahm die leichtere Route und versuchte Schadensbegrenzung zu betreiben.

Ich war sehr enttäuscht. Der Tagessieg war erstmals in Greifbarer Nähe gewesen. Doch diesen wegen so einer Nummer vergeigt zu haben hatte mich echt gewurmt. Doch am Ende war ich trotz der ganzen Kleinen und Großen Problemchen überglücklich eines der wohl härtesten Rennen überhaupt überstanden zu haben. In den rumänischen Bergen lernt man sehr viel über seine Fahrtechnik und vor allem aber seine körperliche Leistungsgrenze und diese sogar zu übergehen. Ich erinnere da nur mal kurz an den Streckenabschnitt “Doomed”…

In dem Romaniacs Gesamtranking reichte es für den 10. Platz. Das ist ganz einfach das Resultat aus meinen unzähligen Fahrfehlern, die ich über der gesamten Rallye gemacht habe. Angefangen bei dem für mich persönlich zu schweren ersten Tag, über einige Navigationsfehler und unnötigen „Hängern“ in irgendwelchen Auffahrten und zu guter letzt mein Tauchgang. Ich hatte eben etwas zu wenig Glück und andere dafür mehr. That´s Racing!

Link zum Video von Irewind:

login.irewind.com/video/RBR101DAY4/1b7db028fdf50926b6ca000f4054169837191d7ab7f51cc5bc41640b45414e14/1

Rückblick:

Episode 1/7

Episode 2/7

Episode 3/7

Episode 4/7

Episode 5/7

Mehr zu den RedBull Romaniacs gibt es hier: www.redbullromaniacs.com

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