138 Finisher beim Red Bull Megawatt 111

Bisher zählte das Red Bull Megawatt 111 zu den grössten Extremenduros im Kalender. Für die WESS Serie änderte man in diesem Jahr das Konzept etwas und präsentierte ein Cross Country ähnliches Rennen mit integrierten schwierigen Passagen. Der Anspruch blieb aber dennoch hoch, wodurch auch eine Zielankunft für die fast 1000 Starter schon ein Erfolg bedeutete.

Die samstägliche Qualifikation wurde in zwei Teilen ausgetragen. Zunächst starteten die Fahrer in einen rund zwölfminütigen Crosstest bevor ein Endurocrosstest auf der längsten Superenduro Strecke der Welt folgte. 500 Fahrer sollten sich über den Ausscheid fürs Finale qualifizieren. Die WM erfahrenen Watson und Garcia machten hier den Sieg unter sich aus.

13.11 Uhr am Sonntag waren Sie die ersten die sich einen Startplatz in der ersten Reihe aussuchen konnten. 80 Fahrer gingen pro Reihe ins Rennen. Wie wichtig ein guter Start sein sollte zeigte sich sofort nach ein paar Metern. In eine dichte Staubwolke gehüllt verschwand das Feld in der größten Kohlemine Europas. Als sich der Staub gelegt hatte kam Jonny Walker als erstes in den Endurocross Parcour. Dieser war zur Hälfte der 26 Kilometer langen Schleife zu fahren. Walker beendete auch Runde 1 noch als führender, bis er im Staub von überrundeten stürzte. Die erste Vermutung die durch das Fahrerlager ging heißt entweder Arm oder Handgelenksbruch für den bisherigen Tabellenführer der WESS.

Wade Young

Neuer führender war nun Wade Young der das Rennen nach 3 Runden auch als erster beendete. Nach den Romaniacs nun bereits der zweite Sieg in Folge für den Südafrikaner. Wie gut die Fahrer aus Südafrika mit den Sandboden in Polen zurecht kamen bewiesen auch Blake Gutzeit auf P7 und Travis Teasdale auf Rang 12.

Hinter Young gab es spannenden Duelle die Taddy Blazusiak auf Platz 2 ins Ziel brachte. Dritter wurde Billy Bolt vor Manuel Lettenbichler auf Rang 4. Damit übernimmt Lettenbichler nun auch die World Enduro Super Series Tabellenführung.

Mit Platz 16 von Leon Hentschel, 43 von Eddie Findling und 47 von Marcel Teucher platzierten sich weitere Deutsche Piloten unter den Top 60.

Fotos: DG Design / Denis Günther