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EnduroGP Portugal 2: Jeremy Sydow wieder auf dem Podium

Jeremy Sydow

Jeremy Sydow liefert beim zweiten Portugal-GP in Fafe erneut stark ab: Der Deutsche fährt in der Enduro1-Klasse an beiden Tagen auf Rang drei und bestätigt damit seine beeindruckende Form nach der Verletzungspause. Auch wenn kleine Fehler ein noch besseres Ergebnis verhinderten, nimmt Sydow aus Portugal viel Positives mit.

Jeremy Sydow bestätigt seine Podiumsform in Portugal

Der zweite Portugal-Lauf der Paulo Duarte FIM EnduroGP World Championship 2026 in Fafe hatte es erneut richtig in sich. Hitze, Staub, harte Sonderprüfungen und schwierige Sichtverhältnisse machten das Wochenende für die Fahrer zur echten Belastungsprobe. Mittendrin: Jeremy Sydow, der auf der Triumph TF 250-E einmal mehr zeigte, dass er nach seiner Verletzungspause immer besser in Fahrt kommt.

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Bereits am Samstag bewies Sydow, dass er sich auf dem neuen Arbeitsgerät zunehmend wohler fühlt. Die Bedingungen waren extrem: heiß, trocken und staubig. Gerade in den Sonderprüfungen war die Sicht teilweise schwierig, was Fehler fast schon provozierte. Trotzdem hielt Sydow sauber dagegen und beendete den ersten Fahrtag auf Rang zwölf im EnduroGP-Gesamtklassement.

Noch wichtiger aus deutscher Sicht: In der Enduro1-Klasse fuhr Sydow erneut aufs Podium. Mit Platz drei sicherte sich der Triumph-Fahrer ein weiteres starkes Klassenergebnis.

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Kleine Fehler kosten Sydow ein besseres Gesamtergebnis

Ganz zufrieden war Jeremy Sydow trotz Podium nicht. Der Speed war da, doch mehrere kleine Fehler verhinderten ein noch besseres Resultat. Besonders am Sonntag zeigte sich, dass Sydow im Kampf um die Top Ten im Gesamtklassement absolut mithalten kann.

Der zweite Renntag begann stark. In der ersten Runde setzte Jeremy mehrere richtig gute Zeiten, darunter eine viertbeste Zeit im Cross Test. Damit war klar: Der Deutsche hatte den Rhythmus gefunden und konnte auch im EnduroGP-Feld weiter vorne angreifen.

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Im weiteren Tagesverlauf warf ihn jedoch ein Fehler im zweiten Extreme Test sowie Zeitverlust im Enduro Test etwas zurück. Nach zwei Runden lag Sydow dennoch auf Rang acht im Gesamtklassement – und das mit weniger als zwei Sekunden Rückstand auf Platz sieben. Auch auf der letzten Extreme-Prüfung blieb er dran und fuhr dort die sechstschnellste Zeit.

Ein Top-10-Ergebnis war also absolut möglich. Doch ein unglücklicher Fehler im letzten Enduro Test kostete am Ende entscheidende Sekunden. Sydow rutschte auf Platz elf im EnduroGP-Gesamtklassement ab – nur knapp über eine Sekunde fehlte ihm zu Rang zehn.

Fünftes Enduro1-Podium in Folge nach Verletzungspause

Trotz des verpassten Top-10-Gesamtergebnisses gab es für Jeremy Sydow erneut Grund zur Freude. Mit einem weiteren dritten Platz in der Enduro1-Klasse baute er seine starke Serie aus. Seit seiner Rückkehr nach der Verletzung stand Sydow nun fünfmal in Folge auf dem Enduro1-Podium.

Das ist nicht nur ein starkes sportliches Zeichen, sondern auch ein Beleg dafür, wie schnell sich Jeremy auf die Triumph TF 250-E eingeschossen hat. Gerade in einer so eng umkämpften Klasse wie Enduro1 zählt jeder kleine Fehler, jede Sekunde und jede saubere Linie. Sydow ist aktuell konstant vorne dabei und sammelt wichtige Punkte.

Jeremy Sydow: „Die Ergebnisse spiegeln nicht ganz den Speed wider“

Jeremy Sydow ordnete sein Wochenende nach dem Rennen selbstkritisch, aber positiv ein:

„Portugal war ein herausforderndes Wochenende für mich und leider haben die Ergebnisse nicht ganz den Speed widergespiegelt, den ich gefühlt hatte. Am Sonntag habe ich im Enduro Test zwei teure Fehler gemacht, die mich viel Zeit gekostet haben und es schwierig gemacht haben, weiter nach vorne zu kämpfen. Trotzdem ist es positiv, wieder mit einem Podium und Platz drei in der Gesamtwertung nach Hause zu fahren. Es gibt definitiv Dinge zu verbessern, aber wir können die positiven Aspekte aus dem Wochenende mitnehmen und weiter darauf aufbauen. Ein großes Dankeschön an das ganze Team für die harte Arbeit und Unterstützung. Jetzt liegt der Fokus auf Frankreich, wo wir hoffentlich alles zusammenbringen und die Ergebnisse einfahren können, zu denen wir fähig sind.“

Damit blickt Sydow bereits auf den nächsten WM-Lauf voraus. Der GP von Frankreich in Saint-Agrève steht vom 17. bis 19. Juli 2026 auf dem Kalender.

Leon Thoms in der Junioren-2-Klasse im Einsatz

Auch Leon Thoms war in Portugal am Start. In der Junioren-2-Klasse sicherte er sich am Samstag den 14. Rang. Am Sonntag konnte er sich leicht verbessern und beendete den Tag auf Platz 13.

Für Thoms ging es in Fafe ebenfalls durch schwierige Bedingungen. Die staubigen und zunehmend ausgefahrenen Sonderprüfungen machten es gerade in den Nachwuchsklassen alles andere als einfach. Trotzdem sammelte der Deutsche wichtige Erfahrung auf WM-Niveau.

Tim Apolle zweimal Fünfter in der Open-Zweitakt-Klasse

Tim Apolle trat in Portugal erneut in der Open-Zweitakt-Klasse an. Dort zeigte er ein solides und konstantes Wochenende. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag fuhr Apolle auf Rang fünf.

Damit bestätigte er seine Position in der Klasse und nahm an beiden Tagen gute Ergebnisse aus Fafe mit. Gerade bei den harten Bedingungen in Portugal war Konstanz ein entscheidender Faktor.

Tag 1: Josep Garcia gewinnt spannenden Auftakt in Fafe

Der erste Renntag beim zweiten Portugal-GP entwickelte sich in der EnduroGP-Klasse zu einem engen Schlagabtausch. Josep Garcia vom Red Bull KTM Factory Racing Team war bereits früh am Morgen voll auf Angriff eingestellt. Trotz des frühen Starts um 8:00 Uhr gewann Garcia direkt den ersten POLISPORT Extreme Test und setzte sich an die Spitze.

Hinter ihm lagen zunächst die beiden Sherco-Fahrer Hamish Macdonald und Steve Holcombe. Danach meldete sich Andrea Verona stark zurück. Der Red Bull KTM Factory Racing Pilot gewann den folgenden GMOTO Enduro Test sowie den EXPOTRADE Cross Test und rückte nach der ersten Runde auf Platz zwei vor. Der Rückstand auf Garcia betrug zu diesem Zeitpunkt nur 1,14 Sekunden.

Auch Zach Pichon vom TM MOTO Boano Factory Enduro Team mischte sich in den Kampf um das Podium ein. Mit einer extrem schnellen Zeit im zweiten Extreme Test brachte sich der Franzose in Schlagdistanz zu Garcia, Verona und Holcombe.

Vor der finalen Runde lagen Garcia, Verona, Holcombe und Pichon nur elf Sekunden auseinander. Garcia reagierte auf den Druck mit einer starken Vorstellung im letzten Extreme Test, baute seinen Vorsprung aus und brachte den Tagessieg sicher ins Ziel.

Hinter ihm wurde es noch einmal richtig eng: Andrea Verona hielt Zach Pichon mit gerade einmal 0,2 Sekunden Vorsprung auf Distanz. Steve Holcombe wurde Vierter, Hamish Macdonald komplettierte die Top Fünf.

Enduro1: Garcia bleibt am Samstag ungeschlagen

In der Enduro1-Klasse setzte Josep Garcia seine Siegesserie fort. Der Spanier holte in Portugal seinen neunten Klassensieg der Saison.

Dahinter entwickelte sich ein Triumph-Duell: Morgan Lesiardo vom Triumph Italia Racing Team wurde Zweiter, Jeremy Sydow vom Triumph Factory Racing Team belegte Rang drei. Lesiardo hatte am Ende rund zehn Sekunden Vorsprung auf Sydow.

In der Enduro2-Klasse ging es besonders eng zu. Andrea Verona gewann mit nur 0,2 Sekunden Vorsprung vor Zach Pichon. Hamish Macdonald wurde Dritter.

In der Enduro3-Klasse siegte Steve Holcombe. Dahinter komplettierten Julien Roussaly und Albin Norrbin das Podium.

Shelby Turner feiert historischen Sieg bei den Frauen

In der Expotrade Women’s Enduro sorgte Shelby Turner für einen besonderen Moment. Die Kanadierin holte ihren ersten Sieg in der Weltmeisterschaft und damit zugleich den ersten kanadischen Erfolg in dieser Klasse.

Turner hatte bereits beim vorherigen Lauf als Wildcard-Fahrerin mit zwei zweiten Plätzen überzeugt. Am Samstag in Fafe war sie dann die stärkste Fahrerin im Feld. Nach der ersten Runde hatte sie bereits einen Vorsprung von einer Minute auf Joana Goncalves herausgefahren. Rachel Gutish lag zunächst auf Platz drei, kämpfte sich später aber auf Rang zwei nach vorne.

Obwohl Gutish auf den letzten Sonderprüfungen noch einmal Druck machte, reichte Turners Vorsprung aus. Sie gewann mit 28 Sekunden Vorsprung vor Gutish. Goncalves wurde Dritte und feierte damit ein Podium vor heimischem Publikum.

Junioren und Youth: Joyon und Scardina gewinnen Tag 1

In der Tsubaki Junior Enduro setzte Leo Joyon seine starke Form fort. Nach seinem ersten Junioren-Sieg am vorherigen Sonntag gewann der Triumph Factory Racing Fahrer auch am ersten Tag des zweiten Portugal-GP.

Platz zwei ging an Romain Dagna, der sich gegen Alberto Elgari durchsetzen konnte. Elgari wurde Dritter. Kevin Cristino und Alex Puey belegten die Plätze vier und fünf.

In der Putoline Oil Youth Enduro gewann Pietro Scardina. Der junge Italiener setzte sich gegen Valentin Mersin und Simone Cagnoni durch. Scardina hatte bereits beim vorherigen Fafe-Wochenende überzeugt und bestätigte seine starke Form erneut.

Tag 2: Garcia macht Doppelsieg perfekt

Auch am Sonntag war in der EnduroGP-Klasse kein Vorbeikommen an Josep Garcia. Der KTM-Werksfahrer fuhr erneut zum Sieg und sicherte sich damit den perfekten Doppelerfolg beim fünften WM-Lauf in Fafe.

Garcia kam mit den zunehmend schlechter werdenden Streckenbedingungen hervorragend zurecht. Die Sonderprüfungen bauten im Laufe des Tages immer weiter ab, doch Garcia fand konstant schnelle Linien und gewann am Ende mit 31 Sekunden Vorsprung.

Hinter ihm ging es deutlich enger zu. Hamish Macdonald, Zach Pichon und Steve Holcombe kämpften um die verbleibenden Podestplätze. Macdonald zeigte eine seiner besten Leistungen der Saison. Nach der ersten Runde lag er noch auf Rang fünf, kämpfte sich aber bis zum Beginn der dritten Runde auf Platz zwei nach vorne. Ein Sieg im letzten POLISPORT Extreme Test half ihm, die Konkurrenz auf Abstand zu halten.

Da der finale EXPOTRADE Cross Test aufgrund der schlechten Bedingungen gestrichen wurde, stand Macdonald als Zweiter fest. Pichon sicherte sich mit drei Sekunden Vorsprung vor Holcombe den dritten Platz.

Enduro1: Garcia siegt erneut, Sydow wieder Dritter

Auch in der Enduro1-Klasse blieb Josep Garcia am Sonntag ungeschlagen. Der Spanier holte seinen zehnten Klassensieg der Saison 2026 und nähert sich damit weiter dem Enduro1-Titel.

Dahinter gab es erneut das Triumph-Duell zwischen Morgan Lesiardo und Jeremy Sydow. Lesiardo wurde Zweiter, Sydow landete erneut auf Rang drei. Für Jeremy bedeutete das ein weiteres Podium und die Fortsetzung seiner starken Serie.

In der Enduro2-Klasse gewann Hamish Macdonald vor Zach Pichon und Andrea Verona. In der Enduro3-Klasse siegte Steve Holcombe erneut. Albin Norrbin wurde Zweiter, Brad Freeman Dritter. In der Meisterschaft bleibt es dort extrem eng: Freeman führt nur noch mit einem Punkt Vorsprung auf Norrbin und zwei Punkten auf Holcombe.

Rachel Gutish krönt sich zur Weltmeisterin

Ein großer Moment fiel am Sonntag in der Expotrade FIM Women’s Enduro World Championship: Rachel Gutish vom RIEJU Factory Team sicherte sich vorzeitig den Weltmeistertitel. Mit Platz zwei hinter Shelby Turner reichte ihr Ergebnis, um bereits vor dem finalen Lauf in Wales als Weltmeisterin festzustehen.

Gutish ist damit nun zweifache Weltmeisterin in der Women’s Enduro World Championship.

Der Tagessieg ging erneut an Shelby Turner. Wie am Samstag lieferten sich Turner und Gutish ein starkes Duell. Gutish startete mit Bestzeiten in den ersten beiden Sonderprüfungen, doch Turner konterte im ersten Cross Test und übernahm die Führung. Gutish kam später noch einmal bis auf 2,53 Sekunden heran, doch Turner blieb stabil und holte den Sieg.

Platz drei ging an Rosie Rowett, die Joana Goncalves knapp um 1,34 Sekunden vom Podium verdrängte. Elizabeth Tett wurde Fünfte und gewann gleichzeitig die Junior-Wertung der Frauen.

Elgari gewinnt bei den Junioren, Scardina bleibt perfekt

In der Tsubaki Junior Enduro kehrte Alberto Elgari am Sonntag ganz oben aufs Podium zurück. Der Italiener setzte sich in einem engen Kampf gegen Vortagessieger Leo Joyon durch.

Elgari führte nach der ersten Runde mit acht Sekunden Vorsprung und baute diesen zwischenzeitlich leicht aus. Joyon kam im letzten Extreme Test noch einmal näher heran, doch durch die Absage des finalen Cross Tests blieb Elgari vorne. Joyon wurde Zweiter, Thibault Giraudon komplettierte das Podium.

In der Putoline Oil Youth Enduro war erneut Pietro Scardina nicht zu schlagen. Der TM MOTO Costa Ligure Fahrer gewann auch den zweiten Tag und sicherte sich damit eine perfekte Bilanz über beide Fafe-Wochenenden. Scardina gewann am Sonntag mit 44 Sekunden Vorsprung vor Valentin Mersin. Simone Cagnoni wurde Dritter.

Ausblick: Nächster Halt Frankreich

Nach zwei intensiven Portugal-Wochenenden geht es für die EnduroGP-Weltmeisterschaft weiter nach Frankreich. Der nächste Lauf findet vom 17. bis 19. Juli 2026 in Saint-Agrève statt.

Für Jeremy Sydow wird Frankreich die nächste Chance, seine Podiumsserie fortzusetzen und im EnduroGP-Gesamtklassement wieder in die Top Ten zu fahren. Der Speed ist da, die Konstanz in der Enduro1-Klasse ebenfalls. Wenn die kleinen Fehler weniger werden, ist für Sydow noch deutlich mehr möglich.

Die kompletten Ergebnisse des GP von Portugal II gibt es unter:
https://www.endurogp.com/2026-results/


2026 Paulo Duarte FIM EnduroGP World Championship Kalender

  • Round 1: GP of Italy – Custonaci, Sicily – 10.–12. April
  • Round 2: GP of Spain – Oliana – 1.–3. Mai
  • Round 3: GP of Finland – Vierumäki, Salpausselkä – 22.–24. Mai
  • Round 4: GP of Portugal – Fafe – 12.–14. Juni
  • Round 5: GP of Portugal II – Fafe – 19.–21. Juni
  • Round 6: GP of France – Saint-Agrève – 17.–19. Juli
  • Round 7: GP of Wales – Rhayader – 7.–9. August

2026 Expotrade FIM Women’s Enduro World Championship Kalender

  • Round 1: GP of Italy – Custonaci, Sicily – 10.–12. April
  • Round 2: GP of Spain – Oliana – 1.–3. Mai
  • Round 3: GP of Portugal – Fafe – 12.–14. Juni
  • Round 4: GP of Portugal II – Fafe – 19.–21. Juni
  • Round 5: GP of Wales – Rhayader – 7.–9. August

Quelle: EnduroGP, Triump

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