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AUNER HardEnduroSeries Germany: Titelentscheidungen, Rückkehrer und besonderer Rennmodus in Meltewitz

AUNER HardEnduroSeries Germany 2026 Meltewitz

Die Sommerpause ist vorbei: Nach mehr als zwei Monaten ohne Rennen startet die AUNER HardEnduroSeries Germany 2026 am kommenden Wochenende in die entscheidende Phase der Saison. Am Sonntag, den 13. September 2026, wartet in Meltewitz der vorletzte Lauf des Jahres – und bereits dort könnten die ersten großen Entscheidungen im Kampf um die Meistertitel fallen.

Nach dem historischen Jubiläumswochenende in Reisersberg Ende Juni treffen die Fahrer erstmals wieder unter echten Rennbedingungen aufeinander. Dabei gehört Meltewitz traditionell zu den außergewöhnlichsten Veranstaltungen im Kalender der HardEnduroSeries Germany.

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Denn statt des bekannten HESG-Ablaufs mit Prolog, Gruppenrennen und anschließendem Finale erwartet die Teilnehmer ein komplett anderer Rennmodus: ein langes gemeinsames Hauptrennen mit Checkpoint, vorgegebener Rundenzahl und maximal drei Stunden Fahrzeit.

Zusätzlich sorgen einige interessante Rückkehrer für Spannung. Besonders in der X-GRIP Juniorenklasse dürfte die Rückkehr von Emil Kessler nach seiner Verletzungspause für Aufmerksamkeit sorgen. Aber auch Paul-Erik Huster steht als prominenter Gastfahrer wieder am Start.

Meltewitz verlangt eine komplett andere Taktik

Der Renntag beginnt zunächst mit dem ACE Bikes Prolog Award. Bereits beim Prolog gibt es für die Ausgabe 2026 eine wichtige Neuerung.

Die Strecke wurde überarbeitet und soll in diesem Jahr deutlich flüssiger zu fahren sein. Die neue Linienführung orientiert sich stärker am Charakter einer SuperEnduro-Strecke. Damit stehen Rhythmus, Geschwindigkeit, Präzision und eine saubere Linienwahl stärker im Mittelpunkt.

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Für die Fahrer geht es dabei allerdings nicht nur um den prestigeträchtigen Sieg im Prolog.

Das Ergebnis entscheidet gleichzeitig über die Startreihenfolge für das anschließende Hauptrennen. Fehler im Prolog können damit direkten Einfluss auf die Ausgangslage für das eigentliche Rennen haben.

Nach dem Prolog unterscheidet sich Meltewitz deutlich von nahezu allen anderen Läufen der AUNER HardEnduroSeries Germany.

Es gibt:

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  • keine Gruppenrennen,
  • kein separates Finale,
  • dafür ein gemeinsames langes Hauptrennen,
  • eine festgelegte Rundenzahl,
  • einen zusätzlichen Checkpoint,
  • sowie eine maximale Fahrzeit von drei Stunden.

Damit kommt es in Meltewitz nicht ausschließlich auf maximale Geschwindigkeit an.

Über die lange Renndistanz spielen Kondition, Konzentration, Rennintelligenz und die richtige Einteilung der eigenen Kräfte eine mindestens genauso wichtige Rolle.

Wer in den ersten Runden zu viel Energie verbraucht, kann im weiteren Rennverlauf schnell Probleme bekommen. Gleichzeitig darf sich niemand zu viel Zeit lassen, denn die komplette Rundenzahl muss innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters absolviert werden.

Genau dieser Mix macht Meltewitz seit Jahren zu einem der taktisch interessantesten Rennen im HESG-Kalender.

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Drei Stunden Konzentration statt kurzer Vollgas-Sprints

Während sich bei anderen HESG-Veranstaltungen intensive Rennabschnitte mit Pausen zwischen den Läufen abwechseln, müssen die Fahrer in Meltewitz über einen sehr langen Zeitraum konzentriert bleiben.

Schwierige Auffahrten, technische Passagen, Überrundungen und mögliche Staus können jederzeit Zeit kosten. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Renndauer die körperliche Belastung.

Der entscheidende Faktor könnte deshalb sein, wer es schafft, über die gesamte Distanz möglichst konstant und fehlerfrei zu fahren.

Denn gerade bei einem bis zu drei Stunden langen Hard-Enduro-Rennen kann ein einzelner Fehler deutlich größere Auswirkungen haben als in einem kurzen Sprint.

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Kann Henry Strauss bereits HESG-Champion 2026 werden?

Besonders groß wird der Blick am Wochenende auf die Spitze der Meisterschaft sein.

Henry Strauss reist als klarer Tabellenführer nach Meltewitz und besitzt dort die Möglichkeit, bereits vor dem Saisonfinale in Schwepnitz den größten Erfolg seiner bisherigen HESG-Saison perfekt zu machen.

Vor dem vorletzten Saisonlauf sieht die Spitze der Gesamtwertung folgendermaßen aus:

  1. Henry Strauss – 140 Punkte
  2. Leon Hentschel – 106 Punkte
  3. Matthis Millich – 81 Punkte

Nach dem Rennen in Meltewitz sind beim großen Saisonfinale in Schwepnitz noch maximal 30 Meisterschaftspunkte zu holen.

Die Rechnung für Strauss ist deshalb relativ einfach:

Verlässt Henry Strauss Meltewitz mit mehr als 30 Punkten Vorsprung auf seinen nächsten Verfolger, steht er bereits vorzeitig als HESG-Champion 2026 fest.

Die Ausgangslage könnte kaum besser sein.

Strauss kommt mit bereits vier Saisonsiegen nach Meltewitz. Zuletzt lieferte er beim Endurosprint in Reisersberg eine perfekte Vorstellung ab und gewann dort alle sechs Sonderprüfungen.

Damit geht er als großer Favorit in den vorletzten Saisonlauf.

Allerdings ist gerade Meltewitz dafür bekannt, dass während der langen Renndistanz jederzeit etwas passieren kann. Technische Probleme, Fahrfehler oder ein ungünstiger Rennverlauf können innerhalb weniger Minuten große Zeitabstände entstehen lassen.

Leon Hentschel dürfte deshalb alles daran setzen, die Titelentscheidung zumindest bis zum Finale in Schwepnitz offenzuhalten.

Auch bei den Amateuren kann bereits die Meisterschaft entschieden werden

Nicht nur in der Gesamtwertung könnten am Sonntag erste Titelentscheidungen fallen.

In der Amateurklasse besitzt Jakob Blazovich die Möglichkeit, seine Meisterschaft bereits in Meltewitz vorzeitig perfekt zu machen.

Aktuell führt Blazovich die Wertung mit 122 Punkten an.

Dahinter folgt Pascal Kaupa mit 103 Punkten.

Damit beträgt der aktuelle Vorsprung 19 Punkte.

Nach Meltewitz können beim Saisonfinale noch maximal 25 Punkte in dieser Klasse vergeben werden. Blazovich benötigt deshalb nach dem Rennen einen Vorsprung von mehr als 25 Punkten, um bereits als Meister festzustehen.

Sollte ihm das gelingen, könnte er die Reise zum Saisonfinale nach Schwepnitz bereits ohne Meisterschaftsdruck antreten.

Kai Uebe kann bei den Senioren ebenfalls alles klarmachen

Auch in der Seniorenklasse ist eine vorzeitige Meisterschaftsentscheidung möglich.

Dort führt aktuell Kai Uebe mit 122 Punkten.

Sein direkter Verfolger Manuel Woesner steht bei 113 Punkten.

Der Abstand beträgt damit lediglich neun Punkte.

Auch Uebe besitzt rechnerisch die Möglichkeit, bereits in Meltewitz alles klarzumachen. Dafür muss er seinen Vorsprung allerdings deutlich ausbauen.

Gerade aufgrund des besonderen Rennformats dürfte in dieser Klasse entsprechend viel Spannung geboten sein.

Damit könnte der vorletzte Saisonlauf gleich mehrere neue Meister der AUNER HardEnduroSeries Germany 2026 hervorbringen.

In anderen Klassen dürfte die Entscheidung dagegen mit hoher Wahrscheinlichkeit erst beim großen Finale in Schwepnitz fallen.

Emil Kessler kehrt nach Verletzungspause zurück

Einer der interessantesten Namen auf der Starterliste findet sich in der X-GRIP Juniorenklasse.

Mit Emil Kessler kehrt einer der auffälligsten Nachwuchsfahrer der ersten Saisonrennen in die HardEnduroSeries Germany zurück.

Kessler war hervorragend in die Saison gestartet und konnte bereits zwei Saisonsiege in der X-GRIP Juniorenklasse feiern.

Anschließend wurde sein Lauf allerdings durch eine Verletzung gestoppt.

Sowohl das Rennen in Kronach als auch das komplette Doppelwochenende in Reisersberg musste der Fahrer aus dem PEM Energy HESG Talentpool auslassen.

Nach der langen Zwangspause steht Kessler in Meltewitz nun wieder am Start.

Durch die verpassten Rennen hat sich seine Ausgangslage im Kampf um die Meisterschaft zwar deutlich verschlechtert, sportlich dürfte seine Rückkehr trotzdem besonders interessant werden.

Mit seinen beiden Klassensiegen zum Saisonbeginn hat Kessler bereits bewiesen, dass er bei den Junioren jederzeit um den Tagessieg kämpfen kann.

Die große Frage lautet deshalb:

Wie schnell findet Emil Kessler nach der Verletzung wieder zu seinem Tempo vom Saisonbeginn zurück?

Gerade der lange und konditionell anspruchsvolle Rennmodus in Meltewitz dürfte dabei zu einem echten Formtest werden.

Paul-Erik Huster kehrt als Gastfahrer zur HESG zurück

Ein weiterer bekannter Name findet sich ebenfalls im Starterfeld.

Paul-Erik Huster kehrt für den Lauf in Meltewitz als Gastfahrer zur AUNER HardEnduroSeries Germany zurück.

Huster ist innerhalb der Serie alles andere als ein Unbekannter.

In der Vergangenheit konnte er sich bereits unter den Top 3 der HESG platzieren und bringt entsprechend viel Erfahrung im Hard Enduro mit.

Aktuell ist Huster außerdem amtierender Meister des Enduro Wintercup.

Da er in Meltewitz als Gastfahrer startet, spielt er für die eigentliche HESG-Meisterschaft zwar keine Rolle. Im Kampf um die Tagesplatzierungen könnte er dafür umso interessanter werden.

Gerade der lange Rennmodus dürfte einem erfahrenen Endurofahrer wie Huster entgegenkommen.

Dadurch entsteht gleichzeitig ein spannender direkter Vergleich zwischen einem etablierten Rückkehrer und den aktuellen Spitzenfahrern der Serie.

Zeitplan AUNER HardEnduroSeries Germany Meltewitz 2026

Der Renntag am Sonntag, 13. September, ist kompakt aufgebaut und bietet den Zuschauern bereits ab dem Vormittag Action.

10:00 Uhr – ACE Bikes Prolog Award

Um 10:00 Uhr beginnt der Renntag mit dem ACE Bikes Prolog Award.

Auf dem neugestalteten und flüssigeren Prologkurs fahren die Teilnehmer gegen die Uhr.

Neben dem Prologsieg geht es gleichzeitig um eine möglichst gute Startposition für das anschließende Hauptrennen.

11:00 Uhr – Autogrammstunde und Stark Reverse Challenge

Ab 11:00 Uhr rückt zunächst das Rahmenprogramm im Motorrad.Versicherung HESG Village in den Mittelpunkt.

Dort findet eine Autogrammstunde mit den Fahrern der AUNER HardEnduroSeries Germany statt.

Parallel sorgt die Stark Reverse Challenge für zusätzliche Action und Unterhaltung vor dem Start des Hauptrennens.

12:00 Uhr – Start MelzExdraehm 2026

Um 12:00 Uhr fällt schließlich der Startschuss zum eigentlichen Highlight des Tages: dem MelzExdraehm 2026.

Dann wartet auf das komplette Fahrerfeld die besondere Meltewitzer Herausforderung.

Vorgegebene Rundenzahl, Checkpoint und eine maximale Fahrzeit von drei Stunden machen das Hauptrennen zu einem der außergewöhnlichsten Wettbewerbe der gesamten HESG-Saison.

Kompakter Renntag mit viel Action für die Zuschauer

Für Zuschauer bietet Meltewitz damit ein kompaktes Programm ohne lange Unterbrechungen.

Vom neuen Prolog am Vormittag über die Sideevents im Motorrad.Versicherung HESG Village bis zum langen Hauptrennen bekommen die Fans innerhalb weniger Stunden nahezu das komplette Spektrum der HardEnduroSeries Germany geboten.

Besonders interessant dürfte dabei das Hauptrennen werden.

Während bei kürzeren Rennformaten oftmals bereits früh klare Positionen entstehen, kann sich die Reihenfolge in einem drei Stunden langen Rennen mehrfach verändern.

Konditionsprobleme, Fehler oder Schwierigkeiten an einzelnen Hindernissen können jederzeit neue Verschiebungen im Klassement verursachen.

Der Saisonendspurt der HardEnduroSeries Germany beginnt

Mit Meltewitz beginnt für die AUNER HardEnduroSeries Germany 2026 endgültig der Saisonendspurt.

Nach dem vorletzten Lauf bleiben nur noch knapp zwei Wochen bis zum großen Finale.

Am 26. September 2026 wird beim Isegrim Enduro in Schwepnitz die Saison abgeschlossen.

Auch dieses Rennen bekommt 2026 eine zusätzliche Bedeutung.

Das Isegrim Enduro zählt erstmals zum Hard Enduro World Ranking und bietet damit nicht nur für die HESG-Meisterschaft eine interessante sportliche Bühne.

Doch bevor sich der Blick nach Schwepnitz richtet, steht zunächst Meltewitz im Mittelpunkt.

Fallen in Meltewitz bereits die ersten Meistertitel?

Die Voraussetzungen für einen spannenden Wiedereinstieg nach der langen Sommerpause könnten kaum besser sein.

Ein überarbeiteter Prolog, ein außergewöhnliches Hauptrennen mit bis zu drei Stunden Fahrzeit, mehrere mögliche Titelentscheidungen und prominente Rückkehrer sorgen für zahlreiche offene Fragen.

Kann Henry Strauss seine herausragende Saison bereits mit dem vorzeitigen Meistertitel krönen?

Kann Leon Hentschel die Entscheidung bis Schwepnitz vertagen?

Gelingt Jakob Blazovich oder Kai Uebe bereits der Titelgewinn in ihren Klassen?

Und wie stark kehrt Emil Kessler nach seiner Verletzungspause zurück?

Am Sonntag gibt es die Antworten.

Fest steht bereits jetzt: Wer die Sommerpause am besten genutzt hat, könnte Meltewitz nicht nur mit einem starken Ergebnis, sondern möglicherweise sogar bereits mit einem HESG-Meistertitel 2026 verlassen.

Aktuelle Informationen zur AUNER HardEnduroSeries Germany gibt es unter www.hardenduro-germany.de sowie über die offiziellen Social-Media-Kanäle der Serie.

Quelle: HESG, Fotos von Michel238pic/Michel Kuchel

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