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Staub, Hitze und volle Starterfelder: Gelungene Premiere des ECHT Endurocup in Lauchhammer

ECHT Endurocup Lauchhammer 2026

Nach dem Rennwochenende im tschechischen Trstenice wartete auf die Fahrer des ECHT Endurocup 2026 am 08. und 09. August eine echte Premiere. Erstmals gastierte die Serie in Lauchhammer und brachte damit nach längerer Pause wieder eine größere Enduroveranstaltung an den traditionsreichen Offroad-Standort zurück.

Dabei zeigte sich das Gelände von einer völlig anderen Seite als noch wenige Wochen zuvor. Statt Schlamm bestimmten diesmal Staub, trockener Boden und hochsommerliche Temperaturen das Geschehen. Besonders am Sonntag wurden Temperaturen von mehr als 30 Grad zu einer zusätzlichen körperlichen Herausforderung.

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Sportlich und organisatorisch wurde die Premiere dennoch ein Erfolg. Volle Starterfelder, spannende Klassenentscheidungen und ein abwechslungsreiches Gelände machten Lauchhammer zu einem gelungenen neuen Austragungsort im Kalender des ECHT Endurocup.

Endurosport kehrt nach Lauchhammer zurück

Für viele Teilnehmer war Lauchhammer zwar ein neuer Austragungsort innerhalb des ECHT Endurocup, im Offroadsport besitzt das Gelände allerdings bereits eine längere Geschichte.

Schon in den 2000er- und 2010er-Jahren fanden hier verschiedene Offroadrennen statt. Danach war es rund um größere Motorsportveranstaltungen auf dem Gelände deutlich ruhiger geworden.

Einen ersten Vorgeschmack auf das Comeback hatte es einige Wochen vor dem ECHT-Endurocup-Wochenende bei einer RacePreps-Trainingsveranstaltung gegeben. Damals präsentierte sich das Gelände allerdings noch unter komplett anderen Bedingungen: tiefer Schlamm und nasser Boden bestimmten das Bild.

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Zum Rennwochenende des ECHT Endurocup war davon nichts mehr zu sehen.

Der Boden war inzwischen komplett abgetrocknet. Dadurch entwickelte sich bereits am Samstag eine erhebliche Staubentwicklung, die sich im Verlauf des Wochenendes weiter verstärkte. Besonders auf den viel befahrenen Passagen mussten die Fahrer mit eingeschränkter Sicht und entsprechend anspruchsvollen Bedingungen zurechtkommen.

Am Sonntag kam zusätzlich die Hitze hinzu. Bei Temperaturen von über 30 Grad wurde das dreistündige CrossCountry-Rennen auch konditionell zu einer echten Herausforderung.

4×4 Adventure Club liefert starke Premiere ab

Trotz der schwierigen Bedingungen gingen beide Renntage ohne größere Probleme über die Bühne.

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Der 4×4 Adventure Club zeigte nach einer längeren Pause von größeren Rennveranstaltungen, dass Lauchhammer weiterhin beste Voraussetzungen für den Endurosport bietet.

Auch organisatorisch passten die Rahmenbedingungen für einen Meisterschaftslauf des ECHT Endurocup. Besonders positiv fiel außerdem das Catering auf, das Fahrer, Teams und Besucher über das gesamte Wochenende zuverlässig versorgte.

Sportlich bot das Gelände genau die Mischung, die bereits im Vorfeld erwartet worden war.

Auf die Fahrer warteten unter anderem:

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  • abwechslungsreiche Waldpassagen,
  • kleinere Auf- und Abfahrten,
  • schnelle und teilweise ausgefahrene Offroadabschnitte,
  • Passagen auf der Motocross-Strecke,
  • sowie zahlreiche staubige Verbindungsetappen.

Damit war Lauchhammer kein Extrem-Enduro, verlangte den Teilnehmern aber durch die Kombination aus Bodenverhältnissen, Verkehr, Staub und Hitze einiges ab.

Am Samstag stand zunächst der nächste Meisterschaftslauf der 4-Stunden-Endurosprint-Serie auf dem Programm. Einen Tag später gehörte das Gelände den Fahrern des 3-Stunden-CrossCountry.

4h Endurosprint: Starterfeld in Lauchhammer komplett ausgebucht

Bereits am Samstag zeigte sich, wie gut die Premiere bei den Fahrern angenommen wurde.

Das Starterfeld des 4h Endurosprints war komplett ausgebucht. Vor Ort konnten keine weiteren Nennungen mehr angenommen werden.

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Entsprechend viel Betrieb herrschte sowohl auf der Strecke als auch in den Sonderprüfungen. Gerade bei den trockenen Bedingungen machte die hohe Anzahl an Motorrädern die Staubentwicklung zu einem zusätzlichen Faktor.

Mit einer Vorgabe von bis zu 15 Runden hatten die Organisatoren außerdem ein durchaus sportliches Programm angesetzt.

Angesichts des komplett gefüllten Starterfeldes, der trockenen Strecke und der teilweise stark eingeschränkten Sicht war keineswegs selbstverständlich, dass der Großteil der Teilnehmer die komplette Distanz schaffen würde.

Doch genau das gelang.

Viele Fahrer absolvierten sämtliche vorgesehenen Runden und sorgten damit auch sportlich für einen gelungenen ersten Renntag in Lauchhammer.

Arvid Meyer gewinnt bei den Sportfahrern

An der Spitze gab es erneut eine starke Vorstellung von Arvid Meyer.

Der Tabellenführer der Sportfahrerklasse bestätigte seine Form und setzte sich mit einer Prüfungszeit von 1:04:52 Stunden durch.

Dahinter entwickelte sich ein enger Kampf um die weiteren Podestplätze.

Justin Miguel Geschke belegte mit einer Zeit von 1:06:05 Stunden Rang zwei. Nur 16 Sekunden dahinter folgte Einar Meyer, der für seine gewerteten Prüfungen insgesamt 1:06:21 Stunden benötigte.

Damit lagen die drei Schnellsten trotz der langen Renndistanz vergleichsweise eng zusammen.

Ergebnis Sportfahrer 4h Endurosprint

  1. Arvid Meyer – 1:04:52 Stunden
  2. Justin Miguel Geschke – 1:06:05 Stunden
  3. Einar Meyer – 1:06:21 Stunden

Enge Entscheidungen in den Enduroklassen

Auch in den zahlreichen weiteren Klassen wurde um jede Sekunde gekämpft.

In der Enduro 1 setzte sich Stefan Schulz durch.

Den Klassensieg in der Enduro 2 sicherte sich Karl Jost, während Karl Rink in der Enduro 3 erfolgreich war.

Bei den Senioren gingen die Klassensiege unter anderem an Tino Bauer und Daniel Rühle.

Besonders spannend verlief die Entscheidung in der Enduro 5. Dort trennten Sieger Tino Bauer und Thomas Frank nach dem langen Renntag gerade einmal sechs Sekunden.

Viel enger kann ein Vier-Stunden-Rennen kaum entschieden werden.

Fehlende Sonderprüfung kostet Neubert und Nicklaus den Teamsieg

Pech hatten dagegen Erik Neubert und Christian Nicklaus in der Teamklasse.

Dem Duo fehlte am Ende eine gewertete Sonderprüfung. Besonders bitter: Mit der ansonsten gefahrenen Leistung hätte es für den Sieg in ihrer Klasse gereicht.

Durch die fehlende Wertung rutschten Neubert und Nicklaus jedoch aus dem Kampf um Platz eins heraus.

Der Klassensieg ging dadurch an Thomas und Franz Arnold.

Für Neubert und Nicklaus sollte sich allerdings bereits einen Tag später die Gelegenheit zur Wiedergutmachung bieten.

Damit lieferte schon der Samstag alles, was man sich von einer gelungenen Premiere wünschen konnte: ein bis auf den letzten Platz gefülltes Fahrerfeld, spannende sportliche Entscheidungen und einen trotz Staub und hoher Rundenzahl problemlos abgelaufenen Wettbewerb.

Über 30 Grad beim 3h CrossCountry am Sonntag

Am Sonntag gehörte die Strecke dann den Teilnehmern des 3h CrossCountry.

Wer bereits am Samstag mit den Bedingungen zu kämpfen hatte, bekam am zweiten Renntag noch einmal eine zusätzliche Herausforderung serviert.

Die Strecke blieb trocken und staubig, gleichzeitig kletterten die Temperaturen auf über 30 Grad.

Damit wurde das dreistündige Rennen vor allem konditionell zu einer echten Belastungsprobe.

Die Hitze setzte Fahrern und Material gleichermaßen zu. Dennoch lief auch der zweite Renntag ohne größere Schwierigkeiten ab.

Sportlich stand dabei einmal mehr Karl Rink im Mittelpunkt.

Karl Rink macht das perfekte Wochenende klar

Bereits am Samstag hatte Karl Rink beim 4h Endurosprint die Enduro 3 gewonnen.

Am Sonntag legte er direkt nach.

Mit 16 absolvierten Runden setzte sich Rink erneut in seiner Klasse durch und machte damit sein perfektes Wochenende in Lauchhammer komplett.

Auch Oskar Jaeschke kam auf 16 Runden und belegte Rang zwei.

Platz drei ging mit 15 Runden an Andreas Bach.

Damit verließ Karl Rink die Premiere des ECHT Endurocup in Lauchhammer mit der optimalen Ausbeute: zwei Starts, zwei Klassensiege.

Ergebnis Enduro 3 beim 3h CrossCountry

  1. Karl Rink – 16 Runden
  2. Oskar Jaeschke – 16 Runden
  3. Andreas Bach – 15 Runden

Maik Schubert gewinnt Sportfahrerklasse

Ebenfalls auf starke 16 Runden kam Maik Schubert.

Er setzte sich damit in der Sportfahrerklasse Enduro 4 durch.

Hinter Schubert belegten Tino Fricke und Denis Brausse die weiteren Podestplätze.

Auch in anderen Klassen waren 16 Runden das Maß der Dinge.

Kai Uebe erreichte diese Distanz in der Enduro 1 und holte damit den Klassensieg.

Ebenfalls 16 Runden absolvierte Max Brausse, der sich damit in der Enduro 9 durchsetzte.

Wiedergutmachung für Nicklaus und Neubert

Eine besondere Geschichte lieferte die Teamwertung.

Nachdem Christian Nicklaus und Erik Neubert am Samstag durch die fehlende Wertung einer Sonderprüfung den möglichen Klassensieg aus der Hand gegeben hatten, lief es beim CrossCountry deutlich besser.

Das Duo absolvierte 16 Runden und gewann damit die Enduro 8.

Auf Rang zwei folgten Lukas Waldapfel und Janek Merkel, die ebenfalls die volle Rundenzahl von 16 Umläufen erreichten.

Damit gelang Nicklaus und Neubert nur einen Tag nach dem bitteren Ausgang im Endurosprint die sportliche Wiedergutmachung.

Weitere Klassensieger beim CrossCountry

Auch in den übrigen Klassen wurden bei Hitze und Staub zahlreiche spannende Entscheidungen ausgefahren.

Die weiteren Klassensiege gingen an:

  • Fabian Knopp in der Enduro 2,
  • Karl Rink in der Enduro 3,
  • Maik Schubert in der Enduro 4,
  • Max Sperling in der Enduro 5,
  • Andreas Kind in der Enduro 6,
  • Peter Staudigl in der Enduro 7,
  • Christian Nicklaus / Erik Neubert in der Enduro 8,
  • Max Brausse in der Enduro 9.

Bei den Damen wurde Sina Kraska als Siegerin der Enduro 10 gewertet.

Gelungene Premiere des ECHT Endurocup in Lauchhammer

Unterm Strich darf die erste Veranstaltung des ECHT Endurocup in Lauchhammer als gelungen bezeichnet werden.

Die Mischung aus abwechslungsreicher Strecke, komplett gefülltem Starterfeld und anspruchsvollen äußeren Bedingungen sorgte über beide Tage für echten Endurosport.

Dass die Wettbewerbe trotz der erheblichen Staubentwicklung und der hohen Temperaturen am Sonntag ohne größere Probleme durchgeführt werden konnten, spricht sowohl für die Organisation als auch für die Möglichkeiten des Geländes.

Nach der langen Pause größerer Enduroveranstaltungen hat Lauchhammer damit gezeigt, dass der traditionsreiche Standort auch künftig wieder eine Rolle im Rennkalender spielen kann.

ECHT Endurocup 2026: Zwei Rennwochenenden stehen noch bevor

Nach dem Lauf in Lauchhammer geht der ECHT Endurocup 2026 zunächst in eine kurze Pause.

Entschieden ist in den verschiedenen Meisterschaftswertungen allerdings noch lange nichts.

Im September stehen noch zwei Rennwochenenden auf dem Programm.

Zunächst geht es zum vorletzten Saisonstopp nach Reetz. Anschließend werden beim großen Saisonfinale in Döbritz die letzten Meisterschaftspunkte des Jahres vergeben.

Für Reetz gibt es dabei eine zusätzliche Besonderheit.

Auch die Fahrer des SAE Cup werden dort in das Starterfeld integriert. Dadurch ist mit einem nochmals größeren und abwechslungsreicheren Teilnehmerfeld zu rechnen.

Wer beim vorletzten Saisonlauf dabei sein möchte, sollte sich mit seiner Nennung nicht zu viel Zeit lassen: Die Online-Nennung für Reetz öffnet am heutigen 11. August.

Nach dem komplett ausgebuchten Endurosprint in Lauchhammer dürfte auch für den nächsten Lauf mit entsprechend großem Interesse zu rechnen sein.

Damit beginnt nun endgültig die entscheidende Phase im Kampf um die Meisterschaften des ECHT Endurocup 2026.

Alle weiteren Informationen zur Serie gibt es unter:

www.endurocup.de

Quelle: Denis Günther

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