vl. Franz, Emmrich, Findling

vl. Franz, Emmrich, Findling

Beim härtesten Extremenduro der Welt am legendären Erzberg waren auch in diesem Jahr wieder viele Deutsche Piloten am Start. Wir haben und für euch einmal umgehört und einige Stimmen der Fahrer für euch eingeholt.

Enrico Urbich Checkpoint 1 Platz 355:

Nachdem ich mit den Prologplatz 192 schon unzufrieden war, mein Ziel war eigentlich die dritte Reihe, musste ich mein Rennen bereits nach 35 Minuten beenden. Ich nutzte zwar die äußere Spur um den Startsee herum aber dennoch zog die 500er Motorradsport Jakobi KTM Wasser. Nach mehrmaligen Versuchen musste ich deshalb mein Rennen aufgeben. Mein Helfer Steffen Hoffmann wartete dadurch vergeblich auf mich am Checkpoint 4. Er war aber dafür vielen anderen Deutschen Piloten eine große Hilfe.

Marco Waldmann Checkpoint 4 Platz 225:

Ich bin das erste mal am Erzberg gewesen und hat mir als persönliches Ziel gesetzt beim Harescramble mit am Start zu stehen. Leider mußte ich bei schwierigen Bedingungen am Freitag den Prolog fahren. Bei der schlechten Sicht im oberen Abschnitt bin ich auch noch gestürzt und habe eigentlich alle Hoffnungen begraben.

Am Samstag dann das schlimmste was passieren konnte, beim freien Training bin ich mit dem Motorrad in den Erzbergsee gestürzt. Beim Befahren des Uferbereichs zur Positionierung zum Hillclimbing war das Motorrad mit einem mal weg und ich komplett unter dem eiskalten Wasser.
Der Sprengmeister vom Erzberg kam mit dem Kran und die Feuerwehr mit den Einsatztauchern. Alle waren sehr hilfsbereit
und als die KTM aus dem Wasser kam war ich wieder glücklich. Laut Aussage der Taucher lag sie in 8 m Tiefe.
Nach der Bergung die KTM trocken gelegt und ohne Erwartungen zur Fahrerbesprechung, überglücklich als dann doch noch mein Name auftauchte. Ziel erreicht.

Sonntag Traumendurowetter, schwieriger kann es kaum werden, aber dass macht den Sport aus. Leider waren wir in den hinteren Reihen etwas hilflos als alles nach rechts fuhr und auch viele von der linken Seite eine
andere Auffahrt wählten. Also hinterher. Die ersten Hänge liefen wie Sahne und ich war sehr erstaunt wieviele Passagen man im TV nicht sieht. Wasserleitung und Badewanne liefen gut, die Auffahrt vor dem 4. Checkpoint Zumpferwald kannte ich
gar nicht.

Weiter Richtung Checkpoint 5, am nächsten Hang anstehen. Hier wies mich ein andere Fahrer auf meinen defekten Kupplungsdeckel hin. Ohne Öl natürlich Rennabbruch.

ErzbergDeutsch2

Tino Bauer Checkpoint 4 Platz 248:

Es war sicher wie alle gesehen haben sehr nass 🙂 Naja bei dem Nebel am Berg war bei mir leider der Respekt zu groß bei 10 m Sicht immer Vollgas zu fahren… Dadurch leider nur 7 Startreihe was kein Vorteil war weil ich an vielen stellen im Wald warten musste, da es nicht weiter ging.. Kurz vor Checkpoint 5 war dann die Zeit rum.. War schwer aber ich werde nächstes Jahr wenn’s klappt wieder angreifen 🙂

Kevin Rambow Checkpoint 5 Platz 203:

Mein Eindruck von dem Erzbergrodeo ,es ist eine gut Organiserte Veranstaltung und ein Mega rennen. Das rennen lief für mich sehr gut, bin für das erste mal am Berg sehr zufrieden mit meinem Ergebnis Prolog #146 und im Rennen #203 kann und will  ich mich nicht beklagen. Aber nächstes Jahr geht es natürlich wieder an den Berg um mein bestes zugeben !

Eddie Findling Checkpoint 8 Platz 82:

Das Erzbergrodeo hat für mich einen besonderen Reiz. Dort einmal ins Ziel zu fahren wäre schon ein ganz besonderer Erfolg, auf dem man sich, wie mir gezeigt wurde, ganz besonders vorbereiten muss.  Die ersten CP setzten schon die Basis für Erfolg oder Misserfolg und ob man den Berg bezwingen kann oder nicht. Mit meinen 42. Platz im Prolog habe ich absolut nicht gerechnet, da die Wetterbedingungen sehr schlecht waren und ich Fehler gemacht habe die mir einige Sekunden kosteten. Aber dennoch in die erste Startreihe zu fahren und neben Ivan Cervantes am Start zu stehen war schon ein tolles Gefühl. Im Vergleich zu 2012 konnte ich mich um 2 CP verbessern und auf Platz 82 fahren. Bei CP 8 waren die 4h dann leider schon vorbei. 2014 geht es auf jeden Fall wieder nach Eisenerz, um vielleicht dann den Berg zu bezwingen.

Marcel Teucher Checkpoint 12 Platz 54:

Ich war sehr erstaunt als ich auf die oberen Streckenabschnitte des Prologs kam und sich die Strecke auf einmal mit einer Schneeschicht präsentierte. Dadurch und durch einige Überholmanöver langsamerer Fahrer war an eine richtig schnelle Zeit nicht mehr zu denken. Ich war sehr enttäuscht über diese Platzierung. Es ist  ein sehr großer Vorteil sich für die ersten Reihen zu qualifizieren. Dort hat man an den Auffahrten freie Fahrt und muss sich nicht an den langsameren Fahrern vorbeidrängeln.

Am Start erwischte es mich dann ebenfalls mit einen Wasserschaden, bis meine KTM wieder lief verging eine Ewigkeit. Als es dann weiter ging fühlte ich mich super und konnte an fast jedem Checkpoint Plätze gut machen. Mein Wunsch ins Ziel zu gelangen war durch den vermasselten Start nicht mehr möglich. Quasi aus letzter Startreihe bis auf Platz 54 zu Fahren ist für
mich eine große Leistung. Nächstes Jahr werde ich erneut angreifen und dann aber aus der 1. Startreihe ohne so viele Fahrer überholen zu müssen. Ich hoffe, das Wetter ist dann besser, denn abgesehen vom Prolog war es auch echt nicht angenehm 5 Tage bei Dauerregen zu campen. Dem Hare Scramble hat es aber noch mehr Pfeffer gegeben, was mir immer zu Gute kommt.

Marcel Teucher

Marcel Teucher

Nick Emmrich Checkpoint 12 Platz 37:

Es war ja mein erstes Extremenduro was ich gefahren bin. Mein Ziel war es beim Prolog in die erste Startreihe zu fahren was mit Platz 16 gut geklappt hat.
Sonntag ging es dann nach meinem Problemen am Start recht gut und ich konnte für meine Erwartungen recht weit fahren. Durch das gegenseitige helfen unter den Fahrern verliert man zwar viel Zeit aber ohne kommt man einfach nicht weiter. Am
Ende steht Platz 37 in den Ergebnissen womit ich fürs erste zufrieden bin.