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Extremenduro: Stimmen der Deutschen Piloten zum Erzbergrodeo

Wie in jeden Jahr haben wir uns nach dem Erzbergrodeo bei einigen Deutschen Fahrern umgehört.

Richard Heinicke ( Platz 427, CP 0 )

Bei mir lief es beim diesjährigen Erzbergrodeo leider nicht wie geplant. An beiden Prologtagen konnte ich durch schlechte Sicht usw. leider nicht die Zeiten fahre die ich mir vorgestellt hatte und hab mich somit leider nur als 315 ( 7.Startreihe) für das Hare Scramble am Sonntag qualifizieren können. Dort lief es dann nicht viel besser, noch vor CP 1 kam ich an einen Hang wo nichts mehr voran ging, weil ca 200 Fahrer an einen Hang anstanden und fast keiner mehr hoch kam. Somit habe ich mich entschlossen diesen zu umfahren und konnte außer Wertung noch bis CP6 durchfahren und habe es als gutes Training genutzt. Im großen und ganzen war es trotzdem ein tolles Rennen und ich freue mich aufs nächste Jahr. Bis dahin heißt es jetzt für mich viel trainieren um mich im nächsten Jahr besser zu qualifizieren.

Richard Heinicke
Richard Heinicke

David Schmid ( Platz 365, CP 3 )

Ich war dieses Jahr zum ersten mal auf dem Erzberg und es war komplett Neuland für mich. Das ich mich für das rennen qualifizierte hätte ich nicht gedacht. Es hat sehr viel Spaß gemacht, nur leider war mein Kühlerwasser in Checkpoint 3 komplett aufgebraucht so das ich aufhören musste, aber bis dahin war es sehr beeindruckend was mit einem Motorrad alles zu fahren geht.

Manuel Günster ( Platz 108, CP 11 )

Mein Start aus Reihe 2 war bescheiden und somit konnte ich in der ersten Kurve durch den Staub nichts sehen. Also machte ich langsam und kam den ersten Hang direkt hoch. Die nächsten Hänge verliefen alle problemlos, bis ich zu einem frisch aufgeschütteten Hang kam. An diesem hingen auch noch viele Fahrer aus der ersten Reihe. Beim 2. Anlauf kam ich weit genug, um hochgezogen zu werden. Im steinigen Bachbett vor CP3 Burping Stones sprang mir die Kette halb runter. Nach circa 3 Minuten konnte ich die Fahrt wieder aufnehmen. In Ludwigsland hatte ich meine Schwierigkeiten, zum Glück waren dort aber ein paar Kumpels von der IGE und zogen mich hoch. Vor Machine machte ich einen kurzen Tankstopp und füllte mein Trinkrucksack wieder auf. Maschine an sich klappte richtig gut. Die Hitze setzte mir allerdings sehr zu und als ich nach CP11 den Stau im Wald sah und kurz mit Eddie Findling gequatscht habe, beschloss ich aufzugeben. Insgesamt war es ein klasse Erlebnis, welches ich gerne wiederholen würde.

Daniel Beck ( Platz 87, CP 14 )

Am Ersten Prolog Tag wurde mir, wie auch dem Rest der Fahrer deutlich das eine schnelle Prolog Zeit nur mit sehr viel Glück zu erreichen sein wird, da in 20 Sekunden Abständen gestartet wurde und quasi der ganze Berg in einer riesigen Staubglocke eingeschlossen war.
Trotz Staub und Sturz konnte ich auf Platz 183 fahren und stellte Sonntag zum Hauptevent fest das die Veranstalter um Karl Katoch es neben dem Prolog auch nicht für nötig hielten auch nur den Startbereich zu wässern.
Nach dem man sich aber durch den Dicken Staub in Richtung Badewanne gekämpft hatte, bot sich mir eine Geniale Strecke mit Felsigen Bachbetten, Steilen Hangauffahrten bis hin zu Technisch anspruchsvollen zig-zag Auffahrten die Teilweiße nur mit Hilfe bezwungen werden konnten.
Es war schlicht und Ergreifend Ein Hervorragendes und sehr Extremes ExtremEnduro, das ich auf Platz 90 liegend an CP 14 beendet habe.

Daniel Beck
Daniel Beck

Marcel Teucher ( Platz 57, CP 15 )

Ich habe das Beste aus der Situation im Prolog gemacht. Mit der Startnummer 813 hatte ich nicht die besten Vorraussetzungen. Die vielen langsameren Piloten vor mir wirbelten so viel Staub auf, das man nichts gesehen hat. So tastete ich mich Step by Step so schnell es möglich war im dichten Staub der Gegner durch den Prolog. Nach Platz 128 am Freitag wollte ich am Samstag nochmals angreifen und taktierte etwas. Ich hoffte dass gegen Ende des Fahrerfeldes bessere Sicht habe und so eine Zeitenverbesserung herausfahren konnte. Es waren aber nur noch schlechtere Bedingungen und so fiel ich noch auf Platz 152 zurück. Nur eine Sekunde hat in die 3. Reihe gefehlt.

Ich glaube das ich im Hare Scramble sehr gut unterwegs gewesen bin. Wenn am CP12 im Cuckoo´s Nest nicht so sehr Stau gewesen wäre, hätte ich die Top30 locker erreicht. Dort zogen wir Fahrer untereinander jedes Bike einzeln zum CP. Das Ziel war dieses Jahr für uns „Normalsterbliche“ und noch dazu aus der 4. Startreihe nicht erreichbar. Die Strecke hat sich zu den Vorjahren sehr verändert und ist für fast alle unfahrbar geworden. Der Erzbergrodeogründer Karl Katoch vertritt weiterhin die Meinung, einer im Ziel sei Ihm genug.

Pascal Springmann ( Platz 51, CP 15 )

Nachdem ich beim extrem staubigen Prolog leider mehr mit heftigem Arm-Pump als mit der schlechten Sicht zu kämpfen hatte war ich am Ende ganz froh über meinen Startplatz in der 2. Reihe. Am Start kam ich ganz gut weg und hatte die ersten Hänge relativ freie Fahrt. Als es dann aber Richtung Prolog Strecke ging schlossen ich und die anderen Fahrer der 2. Reihe bereits auf viele aus der ersten Reihe auf die in einem sehr steilen Schotterhang kämpften durch den vielen Staub und die vielen Motorräder die im Weg lagen, war es nicht einfach eine freie Spur zu finden. Ich brauchte ca. 8 Versuche bis ich es soweit nach oben schaffte dass mir von Zuschauern vollends nach oben geholfen wurde.
Hierbei verlor ich natürlich sehr viel Zeit, welche ich obwohl es bei den folgenden Checkpoints besser lief nur schwer wieder aufholen konnte. Wirkliche Probleme, abgesehen von der krassen Hitze, bekam ich erst in einem Waldstück kurz vor Carls Dinner wieder. Hier ging es eine lange Auffahrt im Zick-Zack-Kurs hinauf, welche komplett durch andere Fahrer “verstopft” war. Bis ich oben war verging ca. eine Stunde. Als ich es dann endlich zu Carls Dinner geschafft habe hatte ich noch etwas über eine Stunde Zeit. Durch die Hitze und die Anstrengung war ich schon ziemlich am Ende. Trotzdem kämpfte ich mich noch einmal bis ganz nach hinten durchs Steinfeld, in der Hoffnung am Wendepunkt beim RedBull Bogen sei noch ein Checkpoint. Was leider nicht der Fall war. So wurden die Positionen welche ich im Dinner noch gut machen konnte leider nicht mehr gewertet. Alles in allem war es durch die in diesem Jahr extrem schwere Streckenführung und die krasse Hitze das härteste Rennen welches ich je bestritten habe und sicher eine Erfahrung welche ich nicht so schnell vergessen werde.
Pascal Springmann
Pascal Springmann

Otto Freund ( Platz 30, CP 15 )

Mein Ziel war es ja dieses Jahr wieder das Erzbergrodeo Finish zu erreichen. Vorbereitet habe ich mich darauf sehr gut. Mit Platz 43 in der Qualifikation konnte ich auch einen Grundstein dafür legen. Leider hat der Veranstalter die Strecke in diesem Jahr so schwer gemacht, das unter normalen Umständen, auch die besten der Welt, in der vorgegebenen Zeit, das Ziel nicht erreicht hätten. Was ich sehr schade finde. Für mich war das Ende auf der ersten Trasse im Carls Dinner, der berüchtigten Steinpassage. Trotzdem war es für mich ein großartiges Rennen wo ich wieder sehr viel lernen konnte.

 

 

 

 

 

 

 

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