RIEJU stellt seine MR 300i Modellpalette für 2027 neu auf und schärft die Unterschiede zwischen den drei Versionen deutlich. Mit der MR 300i Racing, der MR 300i Pro und der besonders konsequent ausgestatteten MR 300i Hard Enduro richtet sich der spanische Hersteller an unterschiedliche Fahrertypen – vom klassischen Enduro-Piloten über ambitionierte Sportfahrer bis hin zum Hard-Enduro-Spezialisten.
Die technische Basis bleibt bei allen drei Modellen gleich: Ein in Spanien entwickelter und gebauter 300-cm³-Zweitaktmotor mit elektronischer TFI-Kraftstoffeinspritzung bildet das Herzstück der MR-Baureihe. Dazu kommen drei wählbare Motormappings, hochwertige Fahrwerkskomponenten und für das Modelljahr 2027 eine überarbeitete Optik mit neuer LED-Lichtmaske.
RIEJU MR 300i 2027: TFI-Zweitakter als gemeinsame Basis
Mit der aktuellen MR-Generation setzt RIEJU auf einen modernen 300er-Zweitakter mit TFI-Einspritzung – Throttle Body Fuel Injection. Das System soll einen direkten Motorcharakter mit den Vorteilen einer elektronischen Kraftstoffversorgung verbinden.
Im Mittelpunkt steht dabei eine spontane Gasannahme, viel nutzbares Drehmoment und eine gut kontrollierbare Leistungsabgabe. Gerade im technischen Gelände soll sich der Motor dadurch präzise dosieren lassen.
Zusätzlich stehen drei unterschiedliche Leistungskennfelder zur Verfügung:
- Race: direkte und leistungsorientierte Abstimmung für schnelle Sonderprüfungen, Rennen und aggressives Fahren.
- Forest: ausgewogene Leistungsentfaltung für klassisches Enduro, wechselnden Untergrund und lange Geländepassagen.
- Wet: weichere und progressivere Gasannahme für nasse Wurzeln, Schlamm, rutschige Steine und schwierige Traktionsbedingungen.
Damit lässt sich die Charakteristik der MR 300i relativ schnell an Untergrund, Wetter und Fahrstil anpassen.
Neu für 2027: LED-Scheinwerfer und neue Frontmaske
Für das Modelljahr 2027 erhält die gesamte MR-Baureihe einen neuen LED-Scheinwerfer inklusive überarbeiteter Frontmaske.
Das sorgt nicht nur für einen frischeren Auftritt, sondern soll vor allem die Sicht bei schlechten Lichtverhältnissen verbessern. Gerade bei langen Enduro-Tagen, im dichten Wald oder bei Hard-Enduro-Veranstaltungen kann eine bessere Ausleuchtung einen echten Vorteil bringen.
Zusätzlich bekommt jede Version ein eigenes 2027er Dekor, wodurch sich Racing, Pro und Hard Enduro auch optisch stärker voneinander unterscheiden.
RIEJU MR 300i Racing 2027





Die MR 300i Racing bildet den sportlichen Einstieg in die neue 2027er MR-Familie. Dabei handelt es sich keineswegs um ein abgespecktes Basismodell.
RIEJU positioniert die Racing als robuste und leistungsfähige Enduro für anspruchsvolles Gelände. Sie soll kompakt, agil und effizient sein und richtet sich an Fahrer, die ohne große Umbauten direkt ins Gelände starten wollen.
Ausstattung der MR 300i Racing
Zur Serienausstattung gehören unter anderem:
- EXCEL-Felgen
- gegossene Radnaben
- Mitas Terra Force Reifen
- Power Racing by OXA Auspuffanlage
- Neken Lenker und Griffe
- Nissin Bremsanlage
- Galfer Bremsscheiben
- hochwertiges Enduro-Fahrwerk
- neues Racing-2027-Dekor
- neue LED-Lichtmaske
Die Ausstattung zeigt deutlich, dass die Racing bereits ab Werk auf einen sportlichen Einsatz ausgelegt ist.
Für wen ist die MR 300i Racing gedacht?
Die Racing dürfte besonders für Fahrer interessant sein, die eine leistungsfähige 300er-Zweitakt-Enduro suchen, aber nicht zwingend jedes Premium-Bauteil der Pro-Version benötigen.
Für Training, klassisches Enduro, Cross-Country-Veranstaltungen oder ambitionierte Hobbyrennen bringt sie bereits eine umfangreiche Basis mit.
RIEJU MR 300i Pro 2027





Eine Stufe darüber positioniert sich die MR 300i Pro 2027.
Hier legt RIEJU vor allem bei Fahrwerk, Cockpit, Rädern und Detailausstattung nach. Die Pro richtet sich damit an Fahrer, die ein möglichst hochwertig ausgestattetes Motorrad suchen und bei Performance-Komponenten nur wenig nachrüsten möchten.
KYB-Gabel mit DLC-Beschichtung
Ein zentrales Merkmal der MR 300i Pro ist die KYB-Gabel mit schwarzer DLC-Anti-Reibungsbeschichtung.
Die Beschichtung soll die Reibung reduzieren und dadurch ein sensibleres Ansprechverhalten ermöglichen. Gerade bei Wurzeln, Steinen, kleinen Kanten und schnellen Schlagfolgen kann ein fein arbeitendes Vorderradfahrwerk für mehr Kontrolle und Traktion sorgen.
XTRIG-Gabelbrücken und Renthal Fatbar
Auch beim Cockpit setzt die Pro auf hochwertigere Komponenten.
Verbaut werden:
- rote XTRIG-Gabelbrücken
- Renthal Fatbar Lenker
- hochwertige Enduro-Griffe und Bedienelemente
Die Komponenten unterstreichen den sportlicheren und exklusiveren Anspruch der Pro-Version.
EXCEL-Räder mit roten gefrästen Naben
Auch die Räder unterscheiden sich von der Racing.
Die Pro bekommt:
- EXCEL-Felgen
- gefräste rote Radnaben
- Michelin Enduro Reifen
Damit hebt sich die Pro sowohl optisch als auch bei der Ausstattung klar von der Racing ab.
Nissin-Bremsanlage mit Galfer-Bremsscheiben
Gebremst wird auch bei der Pro mit einer Nissin-Bremsanlage.
Vorn kommt eine schwimmend gelagerte Galfer-Bremsscheibe zum Einsatz. Zusammen mit Fahrwerk, Rädern und Cockpit richtet sich die Pro damit klar an ambitionierte Enduro-Fahrer.
Das Motto passt entsprechend:
GO HARD, OR GO HOME.
RIEJU MR 300i Hard Enduro 2027





Die konsequenteste Variante innerhalb der Modellpalette ist die MR 300i Hard Enduro 2027.
Sie basiert zwar auf dem gleichen TFI-Motor wie Racing und Pro, bekommt aber gezielte technische Veränderungen für langsames, extremes und besonders anspruchsvolles Gelände.
Damit ist sie deutlich mehr als nur eine normale MR 300i mit zusätzlichen Protektoren.
Modifizierter TFI-Motor für technische Sektionen
RIEJU ergänzt bei der Hard-Enduro-Version mehrere spezielle Komponenten.
Dazu gehören:
- zusätzliche Schwungmasse beziehungsweise Trägheitsbuchse
- spezieller Hard-Enduro-Wasserpumpendeckel
- Wasserpumpenrad mit höherem Durchsatz
- spezielle Zündkerze
Ziel dieser Änderungen ist es, mehr Massenträgheit und damit einen ruhigeren Motorlauf bei niedrigen Drehzahlen zu erreichen.
Gerade im Hard Enduro ist das entscheidend. In steilen Auffahrten, auf Felsplatten, bei Baumstämmen oder in Trialpassagen zählt nicht maximale Spitzenleistung, sondern möglichst kontrollierbares Drehmoment.
Der Motor soll auch bei sehr niedriger Drehzahl sauber weiterarbeiten und dem Fahrer möglichst viel Traktion bieten.
Verstärkte Kühlung für langsames Hard Enduro
Hard Enduro bedeutet für einen Motor häufig wenig Fahrtwind bei gleichzeitig hoher Belastung.
Deshalb erhält die MR 300i Hard Enduro eine verstärkte Kühlung.
Dazu gehören:
- spezieller Ausgleichsbehälter
- Doppellüfter-Modul
- optimiertes Wasserpumpensystem
Damit soll der Motor auch bei langsamer Fahrt und hoher Belastung möglichst stabil im vorgesehenen Temperaturbereich bleiben.
Gerade bei langen Auffahrten oder technischen Sektionen kann das ein entscheidender Vorteil sein.
Spezielle HARD-Auspuffanlage
Auch die Auspuffanlage wurde an den Einsatzzweck angepasst.
Die Hard Enduro bekommt eine spezifische HARD-Auspuffanlage, die auf kontrollierbare Leistungsentfaltung und den Einsatz bei niedrigen Drehzahlen abgestimmt ist.
Der Fokus liegt damit weniger auf maximaler Spitzenleistung und stärker auf nutzbarem Drehmoment in technischen Situationen.
Kürzere Endübersetzung
Ein weiterer wichtiger Unterschied ist die kürzere Endübersetzung.
Dadurch lässt sich die Hard Enduro bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten einfacher kontrollieren. Gleichzeitig muss der Fahrer weniger mit Kupplung und Drehzahl arbeiten.
Ergänzt wird der Antrieb durch eine AXP-Kettenführung, die für zusätzlichen Schutz sorgen soll.
EXCEL-Räder und Michelin Enduro Reifen
Bei den Rädern setzt RIEJU ebenfalls auf hochwertige Komponenten.
Die Hard Enduro besitzt:
- EXCEL-Felgen
- schwarz gefräste Radnaben
- Michelin Enduro Reifen
Zusammen mit den schwarzen XTRIG-Gabelbrücken ergibt sich ein deutlich eigenständiger Auftritt.
Nissin-Bremsen mit Galfer Wave Scheiben
Auch die Bremsanlage wurde auf den Einsatzzweck abgestimmt.
Verbaut werden:
- Nissin Bremskomponenten
- Galfer Wave Bremsscheiben
- spezielle Hard-Offroad-Hinterradbremsscheibe
Gerade im technischen Gelände spielt die Robustheit der hinteren Bremsscheibe eine wichtige Rolle. Steine, tiefe Spurrillen und direkter Bodenkontakt gehören dort zum Alltag.
Umfangreiche Protektoren bereits serienmäßig
Einer der größten Unterschiede zu Racing und Pro liegt bei der Schutzausstattung.
Viele Komponenten, die Hard-Enduro-Fahrer sonst direkt nach dem Kauf montieren, sind bei der MR 300i Hard Enduro bereits serienmäßig verbaut.
Dazu gehören:
- AXP Enduro Motorschutz
- Schwingenprotektor
- Bremsscheibenschutz vorn
- Bremsscheibenschutz hinten
- gefräste Aluminium-Handprotektoren
- versetzte Edelstahl-Fußrasten
- Zugschlaufen vorne und hinten
Damit kommt die Hard-Enduro-Version bereits ab Werk sehr nah an ein fertig vorbereitetes Extremenduro-Bike heran.
Vereinfachter Kabelbaum und zwei Startknöpfe
Ein interessantes Detail ist der vereinfachte Kabelbaum mit zwei Startknöpfen.
Gerade im Hard Enduro kann ein zusätzlicher Startschalter praktisch sein. Nach einem Sturz oder in ungünstiger Position lässt sich das Motorrad dadurch eventuell schneller wieder starten.
Zusätzlich erhält die Hard Enduro:
- schwarze XTRIG-Gabelbrücken
- roten Hard-Enduro-Sitz
- neues Hard-2027-Dekor
Damit hebt sie sich auch optisch klar von Racing und Pro ab.
Racing, Pro oder Hard Enduro – welche MR 300i passt zu wem?
Mit dem Modelljahr 2027 trennt RIEJU die drei MR-Versionen deutlicher voneinander.
MR 300i Racing:
Die klassische Sportenduro für Training, Rennen und anspruchsvolles Gelände. Sie bietet bereits eine umfangreiche Serienausstattung und dürfte für viele Hobby- und Wettbewerbsfahrer vollkommen ausreichend sein.
MR 300i Pro:
Die hochwertigere Variante für ambitionierte Fahrer. DLC-beschichtete KYB-Gabel, XTRIG-Gabelbrücken, Renthal-Lenker, Michelin-Bereifung und aufwendigere Räder machen sie zur Premium-Variante innerhalb der klassischen MR-Baureihe.
MR 300i Hard Enduro:
Die Spezialistin für extremes Gelände. Mehr Schwungmasse, verstärkte Kühlung, kürzere Übersetzung, spezielle Auspuffanlage und umfangreiche Protektoren richten sich gezielt an Hard-Enduro-Fahrer.
Fazit: RIEJU schärft die MR 300i für 2027 deutlich nach
Mit der MR 300i Modellreihe 2027 differenziert RIEJU seine 300er-Zweitakt-Enduros deutlich stärker.
Die gemeinsame Basis bleibt der moderne TFI-Zweitakter mit drei Mappings. Racing und Pro decken das klassische Enduro-Spektrum ab, während die Hard Enduro mit gezielten technischen Modifikationen klar in Richtung Extremenduro geht.
Gerade die MR 300i Hard Enduro 2027 dürfte für Fahrer spannend sein, die nicht erst nach dem Kauf Kühlsystem, Übersetzung, Protektoren und weitere Hard-Enduro-Komponenten nachrüsten möchten.
Alle drei Varianten sollen über das offizielle RIEJU-Händlernetz erhältlich sein.
Quelle: Rieju




