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Julia Schrenk hat ihre erste Bewährungsprüfung beim Africa Eco Race 2014 gemeistert:

Das Africa Eco Race wird unter den Fahrern ja nicht nur als gleichwertig wie die in Argentinien zu fahrende „Dakar“ genannt, sondern in einigen Belangen als noch härter und anspruchsvoller betrachtet: die Universität bei den Marathonrallys!

Julia ist am Ende der zweiten Etappe in Schwierigkeiten gewesen und hat dabei sozusagen erfolgreich „inskripiert“!

Diese Rally hat es auch dieses Jahr in sich und forderte schon von Beginn Mensch und Maschine bis auf das Äußerste.

Die neuen Tracks sind nicht nur anspruchsvoll, sondern – wie es der gestrige Tag auch gezeigt hat, teilweise eine sehr schwere Herausforderung an die Navigation. Jean Paul Schlesser – der Seriensieger in der Autoklasse schlechthin – hat es so beschrieben: „Wir sind einfach in eine völlig andere Richtung gefahren als alle anderen und hatten damit recht.“

Julia hat diesen Eingang in den Erg ebenfalls gefunden aber, wie sie in einem Telefonat vom Bivouac aus beschrieben hat, war der Sonenstand schon sehr niedrig und der Track kaum zu sehen. Sie hat sehr gut navigiert und auch die Waypoints unterwegs in den Dünen gefunden, allerdings wurde es dann sehr schnell dunkel und sie ist über einen Dünenkamm abgestürzt. Außer einer kurzen Benommenheit hat Julia aber Gott sei Dank keine Verletzungen oder Schäden davon getragen. Das Bike hat ebenfalls kurzzeitig den Dienst quittiert und ist erst nach vielen Versuchen wieder angesprungen. Wenig später ist Julia an derselben Stelle im sehr tiefen Sand hängengeblieben, wie auch ein franzöischer Fahrer vor ihr. Gemeinsam mit Hilfe einer italienischen Reisegruppe, die unweit campiert hat, wurden der französische Teilnehmer und Julia aus dem Sand gezogen und die Fahrzeuge – so weit es ging – wieder flott gemacht. Bei Julias Bike hat sich die Batterie fast völlig entleert durch die vielen Anstartversuche. Damit ist dann auch das Iri-Track System ausgefallen. Weitere Startversuche haben dann das Bike wieder zum Lauifen gebracht und die Batterie hat sich ein wenig erholt. Nun war es aber schon zu dunkel, um in den Dünen – ohne ein zu hohes Risiko nehmen zu müssen – weiter zu fahren, deshalb hat Julia die Einladung der italienischen Reisegruppe angenommen und dort übernachtet, nachdem die Orga mittels Notsignal verständigt wurde.

Julia dazu: „Die Leute waren total lieb und haben mich versorgt: mit Spagetti und gutem Tee!“

Am nächsten Tag wurde sie dann von Rene Metge persönlich mit dem Helikopter abgeholt und in das Bivouac gebracht. Erste Aussage von ihr: „Morgen werde ich starten und auch nach Dakar fahren!“ Leider ist das Bike von Julia noch immer mit dem „Besenwagen“ unterwegs und wird erst im nächsten Bivouac wieder zur Verfügung stehen. Das bringt Julia noch eine saftige Zeitstrafe ein.

Was sie noch mehr anspornt: „Ich will nach Dakar – aufgeben gibt’s keines!“

Diese Frau ist einfach unglaublich!

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