Für den 26-jährigen Tiroler Bernhard „Beni“ Schöpf gingen am vergangenen Wochenende zwei anstrengende und von Staub geprägte Wertungstage in Gouveia in Portugal zu Ende.

Wir baten ihn nach dem ersten von vier EM Tour-Stopps zu ausführlichen Interview…

 

Beni: „Bereits am Mittwoch ging’s mit dem Flieger nach Portugal, wo mich mein Enduro EM Kollege Felix Wegleiter aus Imst, bereits erwartete. Felix, der ebenfalls an den Rennen der Enduro Europameisterschaft teilnimmt, war mit dem Wohnmobil und unseren Bikes angereist und sorgte so für unser Mobilehome in Portugal. Wir drehten erstmal ein paar Runden auf den eigens zur Verfügung gestellten Test-Track um uns mit den Bodenbeschaffenheiten vertraut zu machen und besichtigten zu Fuß bis spät am Abend die Tests.

 

Auch am Donnerstag lag das Besichtigen der Enduro und Motocross Tests auf unserem Plan. Man versucht so die Ideallinie heraus zu finden und achtet auf alle Beschaffenheiten des Tests, damit man dann an den Renntagen nicht wertvolle Sekunden liegen lässt.

 

Am Freitag erledigten wir dann die Anmeldung und technische Abnahme und akklimatisierten uns noch ein wenig in der portugiesischen Sonne.

Was nach Urlaub und Zeitvertreib klingt ist aber in Wirklichkeit schon Anspannung pur. Ich bin die Tests gefühlte 100x im Kopf durchfahren, um für die beiden Renntage wirklich gewappnet zu sein.

 

Meine Startzeit an beiden Tagen lautete 9:49 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt ging es für mich so richtig los. Ich habe an beiden Tagen wirklich alles gegeben, schoss aber hie und da in den Tests übers Ziel hinaus und fand mich am staubigen Boden wieder. Die Leistungsdichte in der EM ist wirklich sehr hoch, es ist kein Platz für Fehler.

Ich erwischte am Samstag und am Sonntag immer wieder mal sehr gute Linien und gute Test Zeiten, hatte aber auch ein paar weniger gute Zeiten zu verbuchen. Mit einem 6. Platz am Samstag und einem 8. Platz am Sonntag konnte ich mir den 6. Platz in der Gesamtwertung der E2 Klasse sichern.

 

Ein für mich zufriedenstellendes Ergebnis…allerdings ist da nach vorne hin schon auch noch Potenzial vorhanden! Wenn ich bis zu meinem nächsten EM Einsatz in Estland Anfang Juli noch an meiner Konstanz feile, ist ein Top-Five Ergebnis gut möglich.

 

Vielen Dank derweil an alle die mich bei meinem Plan einer kompletten EM Teilnahme so toll unterstützen. Ganz besonderen Dank auch an meinen Tiroler Kollegen Felix Wegleiter, der ja ebenfalls ein starkes Wochenende mit einem 8. Und 9. Platz in der E1 Klasse ablieferte und mich beim Transport und der Logistik meines Bikes und des Equipments unterstützt.“

 

 

 

Team KTM Walzer

Presse/PR

 

Foto by: klauspressberger.com und KTM Walzer